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    AW: Beziehungsansichten

    Zitat Zitat von Pfirsichkuchen Beitrag anzeigen
    1) Er selbst beschreibt sich als Pornosüchtig. Er schaut wirklich täglich.

    2) Wieso er lieber den Pornostreifen ansah und sich selbst befriedigte, anstatt mich zu nehmen?

    3) Der Geschlechtsverkehr sei für ihn aber auch anstrengend, er sei nicht körperlich so fit, dass
    er es immer zum Orgasmus bringt.

    4) Andererseits gebe ich zu, dass ich nicht wie ein Flittchen in Reizunterwäsche ihn erwartete.

    5) Und es hat mich nicht so sehr belastet bis zum dem Punkt, wo er dann zu mir meinte "wir schlafen jedes Mal miteinander, wenn wir uns sehen" - ich sah das als kein Problem. Er nannte es Nymphomanie. Ich würde die Beziehung durch Sex definieren. Er fühle sich wie mein Loverboy.

    6)Also schlafen wir dann schließlich miteinander. Und dann hört er auf. Ohne Orgasmus. Er meint "So das reicht jetzt aber auch" - oder noch schlimmer, er sagte "Naja, soooo viel Lust hatte ich jetzt auch nicht".
    Ich habe mal ein paar Sätze aus Deinem langen Posting rausgenommen, die mir aufgefallen sind.

    1) Täglich Pornos gucken finde ich schon heftig! Wenn er selbst schon sagt, er sei süchtig - nimmt er das denn ernst und möchte was dagegen tun?

    2) Finde ich komisch, gerade in einer jungen Beziehung und in Eurem Alter.

    3) Er ist 21 und körperlich nicht so fit, dass es nicht bis zum Orgasmus schafft?? Sorry, halte ich für eine blöde Ausrede (außer er tatsächlich körperliche Einschränkungen, dauerhafte Schmerzen oder so was). Wenn er selbst Hand anlegt, schafft er es doch vermutlich auch immer, oder?

    4) Flittchen in Reizunterwäsche...? Komm mal von diesem Denken weg... Ich trage sehr sehr gerne Reizunterwäsche und bin aber ganz bestimmt kein Flittchen! Du bist ja noch sehr jung und hast wenig Erfahrung. Wenn Du Dich selbst in solcher Wäsche nicht wohl fühlst, bringt es meines Erachtens nach nichts, die anzuziehen. Aber diese Denkschiene "Reizwäsche = Flittchen" ist unangemessen. Wie kommst Du da eigentlich drauf?

    5) Widersprüchlich - er fühlt sich wie Dein Loverboy und bricht aber den Akt ab - weil er nicht "fit" ist??

    6) Das finde ich wirklich unmöglich!!


    Ich finde, das klingt alles nach Ausreden seinerseits. Als wolle er sich nicht (mehr) mit Dir und Deiner und Eurer Sexualität beschäftigen. Du schriebst, Du seist eher unerfahren. Vielleicht ist es ihm tatsächlich zu anstrengend, sich mit einer Frau zu beschäftigen, die noch nicht so die Riesenerfahrung im Bett hat.

    Und wenn er Dich fragt "Bedeutet Liebe für Dich so wenig?" - Ich sehe in seinem Verhalten nichts liebevolles. Es klingt egoistisch, lieblos und rücksichtslos. Er gibt Dir das Gefühl, die zweite Geige zu spielen - findest Du das liebevoll?

    Vielleicht passt Ihr sexuell gesehen auch einfach nicht zusammen? Vielleicht könnt Ihr ja auch einfach nur befreundet sein und Euch jeweils andere Partner suchen?

    Wie ist es eigentlich mit Deinen Orgasmen? Kommst Du, mit ihm, ohne ihn, alleine?

    Und ambivas Frage finde ich auch wichtig: Was ist denn für Dich der Sinn einer Beziehung?


    Ich persönlich könnte ich so ein Verhalten nicht mit einer liebevollen Partnerschaft assoziieren. Nein, Sex ist nicht alles - aber für mich und mein Herzblatt ein wesentlicher Bestandteil unserer Beziehung. Und das pflegen wir genauso wie die anderen Teile unserer Beziehung.


    Pfirsichkuchen, Du bist noch so jung! Warum möchtest Du bei ihm bleiben?
    Alles zu seiner Zeit.

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    AW: Beziehungsansichten

    Hallo ihr,
    ich danke euch allen sehr, meinen riesigen Beitrag gelesen, analysiert und interpretiert zu haben! Und vor allem mir zu helfen. Das ist mir wirklich viel wert.

    Ich habe mit ihm letztens über seinen alleinigen massiven Pornokonsum geredet. Er möchte etwas ändern und erkennt es als Problem an. Er streitet es nicht ab.
    Auf meine Fragen, warum er das getan hat - ob ich die 2. Geige bin - hat er gesagt, dass er nicht wusste, dass es mich so belastet. Er wusste nicht, wie sehr es eine Frau belastet, wenn der Mann keinen Orgasmus hat. Er wusste auch nicht, dass es mit den Pornos zusammenhinge bzw dass ich da etwas dagegen hätte, dass er es sich alleine macht (Skeptische Anmerkung: Wie kann man das nicht verstehen? Ich mochte nicht, als wir Pornos zusammen anschauten - bzw wusste er um meine Komplexe gegenüber Pornodarstellerinnen - wie kann man denken, dass es eine Frau nicht stört, wenn man dann allein Pornos schaut...).
    Ich gebe zu, ich hatte noch nie einen Orgasmus. Weder beim Verkehr mit ihm, noch allein.
    Ich habe ihm beigebracht, wie sehr es mir wehtut, wie sehr ich an unsere Beziehung zweifel, wenn er so ist.
    Er konnte anfangs nicht verstehen, wieso er unbedingt einen haben müsse.
    Es fielen Entgegnungen wie "Du hast doch auch keinen! Und dir gefällt es doch trotzdem".
    Aber ich sehe da einen wesentlichen Unterschied. (natürlich waren dann auch da Ausreden wie von jedem Suchtkranken: "Ich bin nicht so süchtig wie manch andere", "ich gebe zu, dass ich ein Problem habe!", "Was beeinträchtigt das unsere Beziehung?", "Andere Männer machen das auch!", "nicht jeder Mann gibt es zu! ich bin wenigstens EHRLICH").
    Ich war leider auch ziemlich aufgeregt und habe ihn gefragt, wieso er mich belügt mit seinen Ausreden - er sei körperlich unfit und all die Dinge.
    Ich habe ihm die ganzen Artikel gezeigt, dass zu viel Pornokonsum die Reizschwelle sehr erhöht und der Mann sich an seine Hand gewöhnt.
    Er war ganz perplex, fand es einleuchtend und meinte, es macht Sinn, aber er hätte das nie damit in Verbindung gebracht.
    Er hatte in seiner Jugend schon ein Mal versucht mit dem Konsum aufzuhören, jedoch ist er gescheitert, da er keinen Grund sah, sich es abzugewöhnen.
    Eine weitere Angst, die ich auch als Ausrede empfinde, ist jene, dass er nicht zu lange dauern würde.
    "Wenn ich keine Pornos schaue, dann komme ich viel zu schnell...", hieß es genau.

    Ich hab ihm auch von der 2. Geige Version erzählt, dass ich nicht verstehe, wie er da eher den Bildschirm ansehen konnte, anstatt mich.
    Er sagte anfangs nicht, bis ich ihn fragte, ob er mir nicht einfach mal sagen könne, dass ich da nicht neidisch sein bräuchte oder was Frau halt hören möchte.
    Und dann war er wiederum so perplex, dass er sagte "was denkst du bitte von mir? Pornoschauen ist doch kein Vergleich dazu, mit dir zu schlafen! Ich werde immer viel, viel, viel lieber mit dir schlafen als die Pornos zu schauen. Das ist doch kein Vergleich" (skeptische Anmerkung: Komisch, dass er dann zu mir kam und nicht mich, sondern einen Porno wollte - heißt das nicht, dass er keinen Bock auf MICH hatte, sondern auf andere Frauen? - okay, derart Szenario auch nur 2 Mal vor innerhalb mehreren Monaten an Beziehung).

    Ich sagte ihm ganz klar, dass ich daran kaputt gehen würde, wenn es so weiter ginge. Er war wirklich wie vom Blitz getroffen - er hätte nicht damit gerechnet.
    Ich bin irgendwie sprachlos darüber, dass er wohl für immer so weiter gemacht hätte, hätte ich nicht Mal Alarm geschlagen!

    Wenn er mit etwas versprochen hat, hat er es bisher immer eingehalten.
    Er steht zu seinem Wort - ohne wenn und aber. Ich wurde bisher nie enttäuscht. Und das schätze ich wirklich sehr an meinem Partner.
    Er bezeichnet mich als sehr emotional und verstand nicht, wie ich auch noch Stunden nach dem Gespräch geknickt sein konnte. Er ist eher nüchtern, was Gefühle angeht.
    Ich wurde auch schon von meiner besten Freundin angesprochen, dass sie nicht verstehen könne, dass mein Partner sich das von mir gefallen ließe.
    Sie hat selbst sehr viele schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht.
    Es ist scheinbar so, dass viele Männer der "Fuckboy" Bewegung angehören. Sie nutzen eine Frau für das Bett aus.
    Viele wollen gar nichts ernstes mehr.
    Daher bin ich eigentlich ganz froh, dass ich ein Exemplar gefunden habe, was sich nicht REAL an Frauen austoben braucht. Und vor allem junge Menschen wollen oft Mals nicht kommunizieren und ernsthaft reden. Die meisten, so meine Erfahrung, sind schnell genervt oder unverständnisvoll.
    Ich meine, wir sind nicht verheiratet - er kann jeder Zeit gehen. Da sind andere Frauen, die sehr an ihm interessiert sind. Wieso sollte er gerade an einer komplizierten Frau, wie mir hängen bleiben - ohne Grund?


    Da er nicht zu der Sorte von Männern gehört, die leere Versprechungen machen und sich dann abfinden, hat er mir gesagt, dass er seinen täglichen Pornokonsum auf 2 Mal die Woche minimieren möchte.
    Ich habe erst Mal geschluckt - 2 Mal die Woche fand ich immer noch ein konstanten Konsum - und irgendwie noch als Sucht.
    Aber ich kann es verstehen. Wenn man echt süchtig nach etwas ist, etwas sehr gern tut, dann fällt es schwer, damit aufzuhören. Und ein abruptes Aufhören würde wahrscheinlich scheitern.

    Er hat sich scheinbar die ersten Tage daran gehalten.
    Und da fängt es eigentlich an.
    Der Unterschied ist wahrnehmbar.
    Meine ganzen Sorgen scheinen auf ein Mal verschwunden (wenn man nur den Abschnitt betrachtet, wie es jetzt ist - also die Veränderung quasi).
    Es scheint auf ein Mal viel authentischer und nicht mehr so erzwungen. (Frage kommt auf: hat er zuvor mehr geschauspielert? War es nicht so gut, wie er behauptete?).
    Damals lobte er mich immer für meine Künste - er genoss es auch. Aber diesmal war der Unterschied sehr viel mehr spürbar. Er war ganz anders erregt als ich gewohnt war (er zitterte, seine Knie wurden weich ). Er genoss es wirklich .
    Ich hab auch sofort an seinen Eiern gemerkt, dass er echt keine Pornos konsumierte ()
    Er kam keine 10 Minuten später (ohne dass er seine Hand brauchte - er kam allein durch mich :) ). Und es schien ihn echt nicht angestrengt zu haben.
    Am nächsten Morgen, beim nächsten Mal (*g*) sah es ganz anders aus.
    Ich hatte fast Mitleid mit ihm - es war wirklich heftig anstrengend für ihn.
    Körperlich unfit für einen Mann in dem Alter? Ich denke es ist leider keine Ausrede. Ihr habt bestimmt selten einen Mann so sehr schwitzen sehen! Sein Kopf war rot wie eine Tomate. Ich find es wirklich nicht unattraktiv - finde es einen schönen Anblick sogar.
    Ich bin aber auch über mich entsetzt. Mein Gehirn schreibt fast ein Protokoll darüber.
    Ich rechnete mir aus, wann er zuvor gekommen war. Es lagen knapp 11 Stunden dazwischen und er hatte Probleme mit seiner Kondition.
    Das hieß, dass es all die Zeit davor tatsächlich am Pornokonsum lag, dass er sich derart anstrengen musste. Dass er wohl morgens sich immer einen Porno gönnt, mich abends empfängt und dann sich wundert, warum er nicht kommen kann.
    Nicht jeder Mann kann mehr Mals am Tag einen Orgasmus erleben, ich denke es gibt Unterschiede.

    Zu dem Artikel der Verhaltenspsychologie: Ich habe ihn auch vor geringer Zeit mal durchgelesen und frage mich ehrlich, was ich damit anfangen soll.
    Der Porno scheint dem realen Sex zu ähneln? Der Partner erlebt es quasi real? Irgendwie verletzt mich das sogar noch mehr...

    Zu der Frage, weshalb ich mir das antue? Was der Sinn dahinter ist?
    Ich sehe, dass es ansonsten überall passt und er wichtige Moralgrundsätze und Einstellungen hat, an denen ich festhalte.
    Er hat sich in der Beziehung wirklich entwickelt.
    Ich gebe zu, ich bin die Beziehung zähneknirschend eingegangen. Aber im Laufe der Monate hat er sich wirklich gemacht, ist zum Traummann herangewachsen.
    Viele fragen sich, wie ich einen Mann von mir stoßen kann, der sich nach Zuneigung, langen Gesprächen uvm sehnt.
    Warum? Weil er nicht immer so war.
    Ich habe ihn kennengelernt und da erklärte er mir, dass die Liebe eine Illusion sei.
    Er sei Zyniker und glaube nicht an die Existenz davon.
    Ich sah ihn irgendwie wie eine kleines wildes Tier an, was immer verscheucht wurde, und nie die Wärme mit erleben durfte.
    Ich gebe Menschen nicht einfach so auf. Und ich habe versucht, mich ihm anzunähern.
    Und es hat funktioniert.
    Es hat sich nicht angefühlt, wie ein Heuchler - ein Pornomacho oder wie man sich manchmal das vorstellt.
    Wenn man ihn von außen kennenlernt, erlebt man ihn als rational und nüchtern.
    Seht so einen Mann mal weinen. Nicht einfach so, sondern wirklich aus Schmerzen heraus, nur weil man etwas sagte, wo man nicht mit rechnete. Lasst euch von dem Mann sagen "ich hab dich an mich ran gelassen, wie noch keine Frau zuvor - und du nutzt es um mir wehzutun."
    Manchmal sagt er, er glaube, ich hätte ein Problem mit seiner Person, da ich oft manchmal etwas kaltherzig bin.
    Fazit ist: ich könnte ihn nicht loslassen. Ich könnte es nicht ertragen, ihn mit einer anderen Frau zu sehen. Ich habe körperliches Verlangen nach ihm. Ich stehe total auf ihn - sowas hab ich zuvor noch nie bei einem Mann gespürt. Bevor ich ihn kannte, dachte ich nahezu, ich sei asexuell. Ich hatte Beziehungen, aber ich wollte niemals etwas körperliches mit ihnen anfangen...Mit ihm ist echt alles anders geworden. Es ist nahezu, als ob sich manchmal die Rollen umdrehen würden.

    Zu Lscp's Beitrag:
    Zu Punkt 3.) versetz dich mal in die Lage eines Mannes. Es ist viel einfacher und effektiver durch die Hand zum Orgasmus zu kommen. Einfach Arm auf und ab bewegen.
    Während wenn man Geschlechtsverkehr ausübt, muss der aktive Part seinen ganzen Körper bewegen.
    Ich gebe zu, wenn ich die aktive Rolle übernehme, dann ist es schon sehr anstrengend. Ich bin sportlich - aber es strengt irgendwie an.
    Wenn er einen bequemen Orgasmus haben kann - wird er wohl kaum die anstrengende Variante übernehmen.
    Ein Punkt, der mich traurig macht, um ehrlich zu sein.
    Er hat zwar mit mir geschlafen, aber sich nicht verausgabt/bemüht. Das scheint der ganzen Sache den Geschmack zu geben, dass es die Sache nicht wert sei.
    Zu der 2. Geige und dass er nicht liebevoll sei:
    Naja, das ist nur in Bezug zu den Pornos. Dann fühle ich mich wie eine 2. Geige - geht es um andere Bereiche in der Beziehung, bin ich mit Abstand die 1..
    Ich meine, er passt sich mir generell an. Früher mochte er beispielsweise nie Kuscheln. Ich hingegen bin nahezu ein lebendig gewordenes Kuscheltier. Er hat sich daran angepasst und kuschelt jetzt sogar fast genauso gern wie ich :) Das würdest du als liebevoll ansehen, oder? Es ist wirklich nur dieses leidige Orgasmus-Befriedigungs-Thema.
    Es geht irgendwie nicht in meinen Kopf herein, dass man sich wie frisch Verliebte verhalten kann (Nasenküsschen, wildes umher knuddeln, verliebt Filmeschauen, stundenlanges beisammen liegen) - und dann andererseits den Sex als Ergänzung aber nicht als wesentliches Element der Liebe sieht.

    Man könnte es fast mit Fast Food Konsum vergleichen:
    Fastfood geht schnell, schmeckt gut - ist aber weniger gesund (Im übertragenen Sinn: Gesund für die Beziehung).
    Während wenn man selbst kocht - kann es sogar besser schmecken. Man weiß was drin ist, kann beliebig viel beimischen - es ist irgendwie persönlicher - aber kostet halt Zeit.
    Wer nur darauf aus ist, seinen Appetit gestillt zu bekommen wird wohl zum Fastfood greifen.

    Zu dem Thema Reizwäsche...
    es tut mir so leid! Um Gotteswillen, das klang wirklich, als ob ich Frauen, welche Reizwäsche tragen, verachten würde! Auf GAR KEINEN FALL! Ich find Reizwäsche nicht flittchenhaft.
    Ich trage selbst gerne Reizwäsche. Was ich damit meinte ist, dass ich mich nicht verführerisch darin bewegen kann, darbieten kann. Ich bewundere die Frauen, die sich darin sexy präsentieren können. Ich selbst finde mich vielleicht in so einem Kleidungsstück attraktiv, aber vor meinem Partner kann ich nicht ohne gewisse Nervosität "auftreten".
    Ich habe dort an manche Pornos angespielt. Wo Frau sich total sexy bewegt und zu ihrem Körper steht. Wo sie offen ihre Brüste zeigen kann, ohne sie zuzuhalten und zu schämen. Warum sollten sie auch - sie sind im Porno ebenmäßig und perfekt dargestellt.
    Ich hingegen sehe meine Fehler und fühle mich außerdem auch nicht sonderlich wohl, wenn ich weiß, dass mein Partner diese perfekten Frauen gewohnt ist - und mich dann womöglich vergleicht (unbewusst).


    Tja und nun sitze ich hier und überlege.
    Ich fand den Sex früher nicht unbedingt schlecht. Er hat es genossen. Aber es hat ihn nicht umgehauen. Er konnte sich immer kontrollieren, hat sogar damit angegeben (auch mal wieder, weil ich dummerweise meinte, dass ich auf Selbtkontrolle stehen würde - Fazit: es verletzt).
    Und nun habe ich den pornofreien Sex erlebt - und damit eine echte Revolution.
    Dass der Partner sich eben NICHT mehr kontrollieren konnte, dass es total schön ist und man sich in dem anderen verliert.
    Und während ich das schreibe, ist da irgendwo ein Kloß in meinem Hals.
    Ich frage mich, wie man als Partner so ignorant sein kann.
    Es kommen fragen auf, warum es ihn denn nicht störte - so wie es zuvor war.
    Vorallem hinterfrage ich ALLES was zuvor geschah.
    Beispielsweise wollte er meistens, dass ich früh morgens wieder gehe. Auch, wenn er einen freien Tag hatte. Dann kamen so Aussagen wie "wann haust du denn ab, ich hab heute meinen freien Tag. Muss noch einiges erledigen" - oder wenn er bei mir war, ist er sehr viel früher gegangen (ohne mich morgens zu vernaschen). Begründungen waren, dass er introvertiert sei, dass er auch ein Leben außerhalb der Beziehung pflege - er kein Paarmensch werden wolle (also in dem Sinne, dass man keine Privatsphäre mehr habe, alles nur noch zusammen tut, nur noch zu zweit Freunde besucht usw.).
    Nun, wo er die erste Zeit, den Pornokonsum herunterfährt, sollte ich tatsächlich länger bleiben. Wir haben sogar am Morgen miteinander geschlafen. Es war ein wunder,wunderschöner Morgen.
    Nun drängt sich in meinem Kopf dieser HASS. Diese Beschimpfungen in meinem Kopf mit "Er wollte wohl sich sofort einen Porno reinziehen und konnte es nicht abwarten bis ich weg bin!" hört nicht auf.

    Dieser Hass, dass all die Ausreden mit "ich bin müde", "ich hatte viel zutun auf der Arbeit", "ich hab generell weniger Lust und schaue auch weniger Pornos (WAS ER ANGEBLICH NICHT GESAGT HABE)" - und was ich nicht alles mit anhören musste.
    Und vor allem, dass ich auch Angst habe, er könnte es gewusst haben und dieses "ich bin zu unfit" als Ausrede verwendet haben. Andererseits hat er schon an seiner Ausdauer arbeiten wollen (weniger Verkehrsmittel, mehr Fußmarsch).
    Ist es einem Mann echt nicht klar, dass es eventuellerweise (tut mir Leid, wenn ich zu bitter klinge), an seinem täglichen onanieren liegt, dass es halt ein 2. Mal zu anstrengend ist, zu kommen? Wenn Frau sich fragt, wieso er nicht kommt, dafür die Sportlichkeit als Grund zu erwähnen.
    Ich meine, auch als wir miteinander schliefen - nach 40 Minuten Dauerverkehr, zu sagen, dass er nicht Kommen braucht (es sei trotzdem schön) - wahrscheinlich, weil er dann im Hinterkopf hat "Ich bin ja schon gekommen" oder "Ich komme morgen beim nächsten Onanieren eh wieder". Man fühlt sich da so herausgehalten, so unzuständig. Aber irgendwie will man doch in einer Beziehung für den Orgasmus des Mannes zuständig sein. Sagen können "ich bin die Frau, die meinen Mann aus der Fassung bringt".
    Generell ist mir aufgefallen, dass er nahezu eine Angst hat, von Menschen abhängig zu sein.
    Er ist ein sehr vorsichtiger Mensch und baut Vertrauen nur langsam auf. Rede ich es mir schön, oder kann es sein, dass die Pornos ihm eine Sicherheit bieten? Weil er nicht von einer Frau "süchtig" wird. Wenn er sich auf eine Frau zu sehr einlässt und diese so unberechenbar Schluss macht, könnte er in ein zu tiefes Loch fallen. Zumindest sieht er viele Frauen als unberechenbar an.
    Und ich bin ehrlich gesagt auch skeptisch. Ich weiß nicht, ob es gut war, aber ich sagte ihm "ich weiß ja nicht, ob du das durchhälst".
    Ich habe ihm gesagt, dass ich die Geschichten von Frauen kenne, deren Partner den Pornos abgeschworen hat und dann aber dennoch Pornos heimlich konsumierten.
    Wir sahen auch zusammen den Film "Don Jon" mit Scarlett Johanson - kennt den jemand? Wer sich mit dem Thema beschäftigen möchte: sehr guter Film, meiner Meinung nach.
    Aber es war auch ein Fehler, diesen Film zusammen zu sehen. Er wollte es anfangs nicht, da er Angst hatte, dass der Film mich beeinflussen wird.
    Er hatte Recht. Seine Kommentare und Ansichten zum Film taten mir nicht gut. Ihm zu Folge nach, sei die Rolle von Scarlett Johanson ein Kontrollfreak - nur weil sie den Mann beim Lügen erwischte, ihm den Verlauf des Internetbrowsers präsentierte und Schluss machte.
    Aber er sei auch weniger extrem als der Mann es Filmes.
    Ich hab scheinbar doch einiges falsch verstanden, besonders zu dem Thema, wie ernst die Situation war - wie sehr er süchtig war (manchmal habe ich aber auch das Gefühl, wenn es um das Thema Pornokonsum gibt, verdreht er Tatsachen..Dann macht er anfangs Aussagen, wie oft er sich Pornos anschaut und will dann aber wiederum nichts von diesen Aussagen wissen. Das beziehe ich darauf, wie er mir ein Mal sagte, dass der Pornokonsum weniger wurde - ich habe mich gefreut. Dann war ich verärgert, als er lachte und meinte, er hätte nie behauptet, der sei weniger geworden. Jedoch erinnerte er sich dann doch und meinte, dass der mal kurz weniger wurde - dann aber wieder mehr - und dann meinte er ganz belustigt, ob er denn etwa melden müsste, wann er sich Pornos anschaut - ob man das irgendwo eintragen müsste - was ich überhaupt verlange - wie ernst/endgültig ich da seine Aussagen nehmen würde... Ich nahm die Aussage schon ernst, da sie von ihm kam, als er nicht sonderlich Lust auf Sex mit mir hatte und er von sich aus sagte, es sei weniger geworden. Natürlich nimmt man dann seinen Partner ernst, beruhigt sich. Aber man rechnet doch nicht damit, dass er dann doch wieder Lust auf Pornos hat und es nur so dahingesagt war? Wie soll man da noch in seinen Worten vertrauen? Oder mache ich hier aus einer Mücke einen Elefanten..)

    Und nun? Wie kann ich meinem Partner gegenüber reagieren? Sollte ich dankbar sein?
    Ich hab ihm nun jedes Mal gezeigt, wie sehr ich es schätze, wie sehr ich den anderen, neuen Sex jetzt genieße. Ich dankbar bin, dass er ECHT etwas ändern will. Nicht nur mir zu Liebe, sagt er. Er sieht, dass es einige Nachteile geben würde, dass er es auch für sich tut. Aber er hätte nun endlich einen GRUND, sich zu verändern.
    Ich habe ihm manchmal in letzter Zeit auch mal gesagt, dass ich den Sex nicht mag, wenn er so lustlos ist - jetzt wo er so lustvoll war, habe ich ihm deutlich gemacht, wie sehr ich die Veränderung LIEBE. Dass es mich verdammt glücklich macht.
    Und sein Kommentar war nur "Nur weil ich gekommen bin? Ist es so einfach?".
    Er hat sich nun sogar beim Fitnessstudio angemeldet.
    In meinem Kopf das Misstrauen, ob er wohl doch weiterhin Pornos häufig konsumieren möchte und nebenbei Sport macht, damit er weniger k.o. it und trotzdem kommt. Bin ich zu kritisch?
    Jedenfalls, ist meine Sorge, dass er sich jetzt denkt "Ja sie sieht ja, dass es nicht an ihr liegt, sie hatte ihren Spaß, jetzt wieder zurück zum alten Schema".
    Oder dass er es heimlich macht. Kann ihn ja schlecht wie Mami aushorchen - oder hinterher spionieren.

    Wie kann ich die Vergangenheit vergessen, verdrängen, verarbeiten? Oder ihm verzeihen?
    Ich will nicht ständig an die alte Zeit denken müssen, wenn er jetzt tatsächlich den Konsum einschränkt.

    Und die Beziehung aufgeben? Kommt für mich nicht in Frage.
    Ich weiß nun seine Probleme. Ich bin durch einiges mit ihm durchgegangen, ich weiß wo ich ihm vertrauen kann und dass er an sich arbeitet. Wenn ich einen neuen Mann kennenlerne, müsste ich wieder Vertrauen aufbauen und wer weiß, ob nicht dann doch Heimlichkeiten ans Licht kommen. Nicht jeder Mann ist schlecht, viele sind anders und dort sind bestimmt weitere Goldstücke da draußen.
    Aber ich möchte nicht meinen Partner aufgeben.
    Seine Sucht hatte er schließlich schon VOR der Beziehung. Und ich hoffe, man kann die Sucht insofern mit anderen Süchten vergleichen, dass es kein Boswill ist, wenn man sie mit in die Beziehung hinein nimmt. Eine Sucht ist eine Krankheit. Man kann sie sich nicht einfach so abgewöhnen. Und ich gebe mir auch irgendwie eine Mitschuld, dass ich es quasi befürwortet habe und es daher nie zum Aufhören kam.

    PS:
    Jetzt wo er erst mal weniger Pornos schaut - und nun keine Probleme mehr hat...ist es ein Beweis, dass es nicht an mir und meiner Attraktivität liegt, oder?
    Das Problem zuvor lag an ihm?


    Liebe Grüße
    Pfirsichkuchen
    Geändert von Pfirsichkuchen (28.02.2016 um 23:37 Uhr)

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    AW: Beziehungsansichten

    In Eurer Beziehung scheint aber so einiges in Schieflage zu sein. Ich weiß, Crossposting ist nicht erlaubt, aber Dein Zwang, ihn kontrollieren zu müssen (Thema Eifersucht) und sein Benehmen, den Geschlechtsverkehr abzubrechen mit den Worten "Ach, ich hatte eh nicht so viel Lust..." deuten meiner Meinung nicht auf eine liebevolle, intakte Partnerschaft hin. Irgendwie habe ich den Eindruck, Du willst Dir das schönreden. Hör mal nicht so viel darauf, was andere Leute dazu sagen (abgesehen davon, dass die ja immer nur einen Teil sehen). Du machst nicht den Eidnruck, als wärst Du tatsächlich richtig glücklich. Und Dein Freund übrigens auch nicht.
    Alles zu seiner Zeit.

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    AW: Beziehungsansichten

    Pfirsichkuchen und Lscp haben eigentlich schon zusammengefasst, was mir auch auffiel.

    Da ist keine romantische Beziehung zu sehen, das ist eine Ausrede, die sein Problem überdecken soll. Ebenso die Aussage, er sei nicht fit.
    Diesen Punkt habt ihr inzwischen besprochen.
    Ebenso sein ausgeprägtes Suchtproblem, welches sich negativ auf eure Beziehung auswirkt.

    Wenn er sagt, dass er Männer aufgrund ihrer Visualität verabscheut, sagt er damit im Grunde, dass er sich selbst verabscheut. Das war hilfesuchend.

    Wenn du bei jedem Treffen Sex möchtest, kann das völlig normal sein. Wenn du es denn möchtest, weil du ...Himmel, forenkonform formulieren kann echt schwer sein :D...einfach heiß auf ihn bist, das mit jeder Faser deines Körpers wünscht, brauchst.
    Nicht, wenn du dich so verhältst, weil du denkst dich als Frau so verhalten zu sollen...

    Was gibt dir Sex mit ihm? Was fühlst du, wenn er auf diese Weise abbricht?

    Dann gibt es da noch weitere Punkte, die auffallen.

    Pornos an sich (nicht als Sucht) sind doch etwas ganz normales. Ebenso wie Reizwäsche. Du hast dazu inzwischen schon etwas geschrieben.

    Ich denke, du brauchst ein besseres Körpergefühl, mehr Selbstliebe.
    Deine Sexualität wird dann noch entspannter, neugieriger und offener werden. Und versuch nicht irgendeine Pornodarstellerin zu kopieren. Du bist du, einzigartig und völlig ok.

    Selbstbefriedigung (im normal-gesunden Maß) ist in einer Beziehung nicht unwichtig und wird dann eingestellt. Das ist doch nicht nur eine Ersatzhandlung. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Sex mit mir alleine oder mit Partner. Lässt sich aber auch wunderbar kombinieren.

    Deine Schilderung dieser eigenartigen Szene, er guckt Porno, du sitzt einfach irgendwie so dabei, lässt mich verwirrt-verwundert gucken.
    Alleine die Vorstellung, dass du den Raum verlassen könntest, damit er konsumieren und seine Sucht befriedigen kann, ist absurd.
    Aber ich schiebe seine Sucht und seine Probleme mit realem Sex jetzt mal beiseite, das ist ein anderes Thema. Mich interessiert viel mehr, was DU da empfunden hast? So daneben sitzend?

    In einer gesunden Beziehung würde das völlig anders ablaufen. Entweder sind Pornos sein reines Privatvergnügen oder sie werden zusätzlich lustvoll und von beiden erwünscht in die Zweierbeziehung eingebaut.
    Dann wäre durchaus auch mal eine "Show" drin, egal von welchem Partner. Nur würde der andere Part sich dann kaum beherrschen können, seine Finger bei sich zu behalten.

    "Ich bin bereit vieles mit zu machen" - dein Satz klingt nicht nach nach einer positiven Einstellung gegenüber Sex. Eher gezwungen. Nicht locker, offen, neugierig.
    Du solltest definitiv nur Dinge ausprobieren, die du jetzt gerade auch ausprobieren möchtest. Nur Dinge tun, die du gerne und lustvoll tust!

    Du bist sehr jung, warst aus Unsicherheit nicht ehrlich ihm gegenüber, hast dich verbogen und (nicht nur) in sexueller Hinsicht versucht, auf einem Lügenkonstrukt so etwas wie eine Beziehung aufzubauen.
    Das kann einfach nicht funktionieren. Toll, dass du jetzt das ehrliche, offene Gespräch gesucht hast! Und ebenso toll, dass er dazu bereit und fähig ist!

    Wie du eine Frau in der Partnerschaft siehst, wie du eine Beziehung allgemein siehst, darüber solltest du nochmal nachdenken und daran arbeiten, eine etwas gesündere Sichtweise zu entwickeln.

    Weder kannst du der fleischgewordene Traum sein, der ALLE Bedürfnisse perfekt befriedigt - denn dann verleugnest du dich - noch kann ein Partner dem anderen alles geben.
    Eine Beziehung besteht aus vielen Kompromissen. Einem geben und nehmen, empfangen und schenken. Nicht aus Selbstaufgabe und Verleugnung, Unterdrückung eigener Bedürfnisse.

    Nach eurem Gespräch fand er dich sehr emotional, weil du Stunden danach noch mitgenommen warst. Ja, der Unterschied zwischen Mann und Frau. :D
    Mann bespricht, fertig, abgehakt. Kann danach völlig gelöst zur Tagesordnung, auch zum Sex, übergehen. Normal!
    Frau bespricht, braucht Stunden oder noch länger, um ihre Emotionen zu sortieren. Normal!
    Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen.

    Wenn ich Lust empfinde, jemanden will, mit allen Sinnen genießen will, habe ich noch nie über körperliche Anstrengung nachgedacht!?!
    Ok, ich bewege mich allgemein ganz gerne, mag Sport (inzwischen aber sehr in Maßen...etwas faul geworden), aber ich kenne auch sehr unsportliche, auch Leute mit Übergewicht, aber ich wage zu behaupten, dass auch bei denen die Lust immer absolut im Vordergrund steht und die Anstrengung auch gedanklich gar kein Thema darstellt.

    Eher mal mentale Erschöpfung, zu viel Stress und dann einfach müde.

    Die Männer, die ich kenne, haben alle gesunde Hände und benutzen die auch gerne. Genießen aber die anstrengende Variante jederzeit überaus gerne.

    Aktuell könntet ihr eure Aktivitäten ja so gestalten, das möglichst wenig "Misserfolge" sein Selbstbewusstsein untergraben.
    Es muss nicht immer Penetration sein, es gibt so viele Möglichkeiten.
    Abends war es toll für euch beide, morgens anstrengend.
    Dann gestaltet das abwechselnd, mal so und beim nächsten mal anders.
    Verbiete ihm dann doch zum Beispiel zu kommen, und genießt dann lustvolle Spielchen. Nimmt Druck raus. ;)
    Sinnliche Ölmassagen, um jeden cm des anderen zu erforschen, seine Reaktionen kennenzulernen und einfach zu entspannen.

    Du bist eine komplizierte Frau? Gut, dann bist du nicht langweilig!
    Wer will schon die Pauschalreise, wenn er den Abenteuerurlaub haben kann? ;)
    Ok, der ist anstrengender...grins...aber ist es das nicht wert?

    Der Hass. Nimm ihn an.
    Er ist einfach Teil der Aufarbeitung. Projiziere ihn nicht fälschlicherweise auf deinen Freund!
    Der Hass richtet sich gegen die Sucht! Die Sucht, die deinen Partner so fest in ihren Klauen hatte, dass er ihr viel seiner Zeit, Teile eurer gemeinsamen Zeit und innige, lustvolle, verzehrende, sich im-Partner-verlieren-könnende Momente opfern musste.

    Sicher war es für ihn schwer zu verkraften, dass er nicht kommen konnte. Das steckt ein Mann nicht einfach so weg. Er hat das verdrängt und verborgen.
    Er war der Sucht ausgeliefert, hat gelitten. Noch nicht mal unbedingt in allen Teilen bewusst, möglicherweise werden ihm künftig Dinge bewusst, er so bisher gar nicht wahrnahm.
    Jedenfalls zieht das Hilflosigkeit nach sich. Scham. Und daraus entsteht auch eine gewisse Wut, Aggression. Die sich in der Art des Abbruchs widerspiegelt.

    Wenn er sagt, das reicht dann auch, so g*** war er eh nicht, er muss nicht kommen, war trotzdem schön, denke ich an einen kleinen Jungen, der mit Schürfwunden weinend nach Hause kommt. Mutter möchte ihn in den Arm nehmen, fragt was passiert ist.
    Er stößt sie weg, sagt aufgebracht "gar nichts, es tut sowieso nicht weh"...

    Und: er ist nach wie vor süchtig. Er versucht nur gerade zu lernen, diese Sucht zu kontrollieren. Und ja, es gibt keine Garantie, dass er nicht rückfällig wird.

    Damit werdet ihr beide umgehen lernen müssen, dass es ob hier oder in Beziehungen keine Garantien gibt.

    Dagegensetzen kann man Vertrauen. Ehrlichkeit. Offenheit. Und noch so ein paar Dinge.

    Puh...ihr habt noch viel Stoff, mit dem ihr euch beschäftigen könnt.

    Nehmen wir an, euer Sexleben wäre ab jetzt toll und erfüllend. Würdest du unbedingt wissen wollen, ob er zur Selbstbefriedigung Pornos guckt? Was, wenn er das tut? Wäre das ein Problem für dich?
    Warum?

    Kontrolle scheint bei dir eine große Rolle zu spielen. Damit könntest du dich auseinandersetzen. Ergründen, wieso das so ist. Mit deinem Freund hat das nichts zu tun.

    Was musst du ihm verzeihen? Was war daran schlimm für dich? Welche Gefühle hat das in die ausgelöst?

    Die Vergangenheit ist vergangen. Jetzt ist jetzt. Doch dieses Jetzt ist nur durch eure Vergangenheit ermöglicht worden. Ihr nehmt beide viel daraus mit. Da gibt es also auch im Negativen sehr viel Positives.

    Wofür denkst du solltest du ihm dankbar sein?

    Dein P.S. Solltest du dir nochmal durchlesen. Hier wird wieder dein mangelndes Selbstvertrauen, dein mangelnder Selbstwert deutlich.
    Da kannst du nicht einfach den Deckel "das Problem lag/liegt bei ihm" draufhauen.
    Da solltest du intensiv dran arbeiten! Viele Probleme, Dinge, die dich beschäftigen, existieren nämlich genau deshalb. Und das ist nicht nur dein Problem. Sondern du trägst es natürlich in die Beziehung.

    So viele Baustellen, das ist nicht einfach. Aber ihr scheint daran arbeiten zu wollen, damit seid ihr weiter und auf einem besseren Weg als viele!

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    AW: Beziehungsansichten

    Der junge Mann hat meiner Meinung nach ein Problem mit seiner Sexualität, das ganze hat was von "Madonna-Huren-Syndrom" für mich.

    Du bist die Frau für Gefühle, mit der hat man keinen "schmutzigen" Sex, und anscheinend ist es auch unerwünscht von ihm, wenn du mal etwas Anrüchigeres willst. Du bist die Heilige.

    Seine Befriedigung holt er sich bei den "Huren" im Pornofilm, das turnt ihn an.

    Du schreibst, Sex sei anstrengend für ihn. Das kann natürlich mit dem ständigen Wichsen vorm PC zu tun haben, er kann sich, tschuldigung jetzt für die Worte, ganz hart und fest einen runterholen, den harten Reiz wird er beim GV nicht erleben, daher braucht er wahrscheinlich lange, um dabei zu kommen.
    Es ist, was es ist.

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