Hallo,
meine Beziehung ist in die Brüche gegangen. aus seiner Sicht ist der Grund meine ständige eifersucht auf alles und jeden.
erst mal: ja, ich neige schon grundsätzlich zur eifersucht, habe leider nicht so viel selbstliebe wie gut wäre. bin in Therapie. ich mache mir jetzt viele Gedanken wg der Trennung und möchte dass ich für mich persönlich weiter komme, aus Fehlern lerne und mich entwickeln.
die Umstände in der Beziehung waren so: er zieht allein sein Kind groß, hat sehr viele Freunde mit denen er sich auch möglichst oft treffen möchte, hat familiär bedingt viel zu erledigen, hat ein Hobby das er pflegt und das Zeit beansprucht, möchte am liebsten mit möglichst vielen Menschen die er gern hat, gleichzeitig zusammen sein.
ich eher sehr wenig Freunde, bin ein introvertierter Typ. ich kann mich ganz gut allein beschäftigen, manchmal fühle ich mich aber schon etwas einsam.
um nicht zu ausschweifend zu schreiben versuche ich es auf den Punkt zu bringen. mir War unsere paarzeit zu wenig. ich War dauernd unzufrieden. wenn ich absehen konnte, mensch nächstes Wochenende ist noch nichts geplant mit anderen, da könnten wir doch schön was gemeinsam Unternehmen, uns austauschen, Spaß haben, intim sein und nah miteinander, War es oft so dass er dann wieder mit andere was ausgemacht hatte. meistens War gewünscht dass ich mitgehe. ich War dann enttäuscht weil es ihm anscheinend nicht so wertvoll War, die zweisamkeit, wie mir. und ich wurde dann mit der zeit immer zickige und hatte auch keinen Bock mehr auf die leute, die ihn mir weggenommen haben. das betraf auch seine Familie. mein Selbstwertgefühl ist immer kleiner geworden.....ich War meistens mehr auf die Leute sauer als auf ihn. jeder wollte ihn.
ich hatte dann eine rolle die mir nicht gefallen hat. die immer motzende Freundin. das hat sich irgendwie verfestigt, ich kam nicht mehr raus. mir rollten sich oft die zehennägel wenn ein Wochenende mit seinen Freunden Anstand zum wegfahren (wg Kind nur sehr selten möglich) weil das hätte unser Wochenende gewesen sein können. und so konnte ich auch nicht die zeit genießen, die eigentlich auch hätte schön sein können.
das hat sehr die beziehung getrübt und letztendlich auch zerstört. ich frage mich, was hätte ich anders machen müssen, War es wirklich alles eifersucht? wie wäre eine richtig selbstbewusste Frau damit umgegangen?
meine Freundinnen sagen, sei froh dass es vorbei ist, das War nicht der richtige für dich. ich bin nicht froh, liebe ihn weiterhin. ok da ist nichts mehr zu machen aber ich frage mich wie ich es hätte besser machen können.
Antworten
Ergebnis 1 bis 8 von 8
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08.11.2015, 14:07
eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Geändert von Iris1076 (08.11.2015 um 14:15 Uhr)
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08.11.2015, 16:05
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Dein Anspruch: Möglichst viel Zeit nur zu zweit.
Sein Anspruch: möglichst viel Zeit mit möglichst vielen,inkl Partner.
Passt einfach nicht.
Da kannst du grundsätzlich auch nicht viel besser machen....
Trotzdem ein guter Schritt für dich...an deinem Selbstwertgefühl zu arbeiten...
Vielleicht fällt dann das *gönnen können* leichter...und somit auch Zeit allein.
Und du kommst raus aus der Nörgelecke. ..
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08.11.2015, 16:16Inaktiver User
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Was glaubst du denn, warum deine Freundinnen das gesagt haben?
Ja, es war wohl Eifersucht-auf all die Leute, die dir wertvolle Zeit mit ihm weggenommen haben.
Und ja, ich kann schon verstehen, dass du nicht den Knopf auf "Aus" stellen und ihn nicht mehr lieben kannst.
Aber, was ich mich frage, ist: Was genau war bzw. ist es, was dich an ihm fasziniert hat?
Denn tatsächlich gestaltet es sich ja recht schwer, wenn man
bei der Zeit, die man füreinander hat,
die man füreinander überhaupt einplanen kann,
der Art, wie man selbst "ist" (extro- oder introvertiert)
so verschieden ist
und
sich eigentlich gegenseitig in seiner Art zu leben "behindert"... (er möchte viele Menschen um sich, bei dir höre ich heraus, dass dir Treffen zu zweit grundsätzlich lieber sind, als Menschenansammlungen).
Sicher gibt es Paare, bei denen das funktioniert! Das will ich damit überhaupt nicht sagen. Aber dann erfordert es Akzeptanz des anderen-und ich glaube, sowohl für ihn war es stressig, dass er quasi seine Treffen rechtfertigen musste und auch die Tatsache, dass er ein Kind zu betreuen hat, kann er ja nicht wegzaubern.
Aber auch für dich vermutlich, weil du nie die ruhigen Minuten mit ihm bekommen hast-und weil es vielleicht auch schmerzt, wenn jemand die eigenen Lebensweise gar nicht so wirklich nachvollziehen kann. Wir wollen ja gerne so akzeptiert und von irgendjemanden so gespiegelt werden, wie wir sind. Das muss nicht unbedingt der Partner sein, aber es tut z.B. gut, wenn eine Freundin genauso gerne ihre Ruhe hat und nicht in Menschen "baden" muss-dann fühlt man sich nicht so exotisch mit seinen eigenen Gefühlen.
Beim letzten Absatz frage ich mich: hast du eigentlich geäußert, dass du dir ein Wochenende mit ihm alleine wünscht? Mit ihm etwas geplant etc.? Das kann man nicht heraussehen aus dem, was du schreibst-war deinem Freund denn damals bewusst, dass er dich "enttäuscht", oder hat er einfach gutgläubig etwas geplant? Falls zweiters zutrifft: Äußere deine Wünsche. Das muss dann ja nicht in einen Vorwurf gekleidet sein, sondern mit "Dieses Wochenende möchte ich als Paar zu zweit verbringen."
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09.11.2015, 08:46Inaktiver User
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Dir hat niemand etwas weg genommen, allenfalls hat sich dein Ex da anders verhalten, als Du es gerne gesehen hättest.
Eure Vorstellungen differenzieren so stark voneinander, dass hier eine Beziehung schwer aufrecht zu erhalten ist.
Zudem scheint dein Ex wenig auf dich Rücksicht genommen zu haben, insgesamt gesehen ist eure Trennung wohl unvermeidlich, und für alle Beteiligten das Beste gewesen.
lg jaws
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09.11.2015, 09:24Inaktiver User
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Du warst eifersüchtig, aber auch nur, weil er andere Ansprüche hatte wie du. Nicht die Eifersucht ist die Ursache für die Trennung sondern es passte einfach nicht zusammen.
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09.11.2015, 12:09Inaktiver User
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Hallo Iris,
ich sehe das wie deine Freundinnen.
Was hättest du deiner Meinung nach besser machen können? Deine Bedürfnisse verleugnen und dich für ihn verbiegen? Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein? Gleiches gilt übrigens für deinen Ex. Ihr habt vollkommen gegensätzliche Vorstellungen von einer Beziehung, deshalb hat es nicht geklappt...das kommt leider vor.
Geändert von Inaktiver User (09.11.2015 um 12:21 Uhr)
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10.11.2015, 03:12Inaktiver User
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Du schreibst, er zieht alleine sein Kind groß- ohne das nun konkreter zu hinterfragen, aber dann gab es wohl auch in Blick auf eine "Familie" auch keine gemeinsamen Ziele?
Das sind dann was viele einzelne Bereiche, die - wenn nicht gezielt verbunden- natürlich für jeden einzelnen Bereich nicht viel Zeit lassen, auch wenn "viel" relativ ist.
Gut, wenn Du was für Dich tust und ebenso gut nun diesen Mann gehabt zu haben, denn es gilt auch immer abzuwägen, ob man selbst ja möglicherweise doch "normaler tickt"
als man es denkt
lg kenzia
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10.11.2015, 17:56
AW: eifersucht als trennungsgrund / wirklich eifersucht?
Vielen dank für eure antworten! ja, dass wir zu unterschiedliche Bedürfnisse hatten denke ih auch. es gab auch viel verbindendes und darum trauere ich halt. das große Problem War, so denke ich inzwischen, dass er sich nicht gut in meine Lage versetzen konnte. ich hatte während der bez. oft das Gefühl, ich bin ja so krank und kaputt und ich muss an mir arbeiten damit ich eine normale beziehung führen kann. klar habe ich große Empfindlichkeiten und eifersucht wenn man es so nenne mag ist ne Baustelle. bzw das Gefühl nicht gut genug, nicht genug zu sein dass er mehr zeit mit mir verbringen möchte.
ei meinen Freundinnen sah ich immer wie beziehung auch geht, dass man Dinge gemeinsam plant, auch sagt du am Freitag möchte ich meine Freunde sehn. aber dass immer sicher gestellt ist, es wird gleichermaßen sorge getragen dass das paar auch nicht zu kurz kommt. ich dachte oft weil ich ich bin mag er nicht.


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