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    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Klingt für mich so, als wärst du ziemlich geerdet und dann Mann müsste sich keine Sorgen um deine Treue machen...
    In einer Ehe ist es natürlich wichtig, dass man einander vertraut und auch Rücksicht auf den Partner nimmt, aber jeder ist ja immer noch eine eigenständige Person! Wenn dein Mann deine Erreichbarkeit kontrolliert, hat das etwas sehr Bevormundendes, finde ich! Dasselbe lässt sich auf deinen Kollegen übetragen: Warum sollst du das selbst Schuld sein? Und es ist ja auch ein Zeichen des Vertrauens, dass du ihm von den Avancen deines Kollegen erzählt hast. Es klingt für mich so, als ob dein Mann vielleicht aufgrund seines Jobverlustes einen Mangel an Selbstbewusstsein hat und dadurch Angst bekommen hat, du könntest dich anderen zuwenden.
    Rede mit ihm über diese Ängste, aber geb ihm auf keinen Fall das Gefühl, dass du dich von ihm kontrollieren lässt!

  2. Inaktiver User

    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Zitat Zitat von dasErste Beitrag anzeigen
    Mein Mann war nur komlett ausgeflippt und drohte selber zur Personalabteilung zu gehen. Da habe ich das lieber selbst gemacht, damit es mehr objectiv ist (soweit moeglich).
    Diesen Satz finde ich mit den schlimmsten, liebe TE (Thread-Eröffnerin).

    Das, was Du getan hast (Personalabteilung) finde ich nicht gut, allerdings hast Du wahrscheinlich so eine richtige Eskaltion verhindert, insofern Deine Kollegen wahrscheinlich sogar geschützt.
    Das wiederum nennt sich Vermeidungsverhalten und geschieht oft, so wie auch bei Dir, aus Angst. Allerdings hast Du hier einen unschuldigen Menschen denunziert (so empfinde ich das tatsächlich), der diesen Vermerk nun in seiner Personalakte hat. Ein hoher Preis. Ein viel zu hoher. Ich würde mich wenigstens entschuldigen und es ihm erklären.
    Ich persönlich würde sogar so weit gehen, die Personalabteilung bitten, diese Hinweise auszumerzen, Missverständnis und so...
    Und zukünftig. Lass so etwas sein. Jemanden eine Affäre anzubieten, hat nichts mit der Personalabteilung zu tun. Du bist Frau genug, um zu sagen: will ich nicht. Und. Punkt. Ende der Diskussion.
    Lerne das für Dich.

    Dein Mann versucht, seine eigene Vergangenheit, an Dir abzuarbeiten. Du bist ja quasi perfekt. Warst selber mal untreu (hast aber dann die Konsequenzen gezogen).
    Da ist Eure Schlüsselstelle, denn Du stellst Dich dem, mehr oder minder, seit Jahren zur Verfügung.

    Du hast aber die Wahl, jetzt zu sagen. Stopp. Nicht mehr weiter so!

    Das Verhalten Deines Mannes ist ungesund, er sollte sich therapeutische Hilfe suchen (keine Paartherapie!!!), es ist sein ureigenes Thema.
    Vermutlich würde er bei einem solchen Vorschlag, ich sage mal vorsichtig "nicht nett" reagieren. Liege ich da richtig?

    Ihr habt Kinder. Ist Dir bewusst, was Du diesen vorlebst?
    Mann gibt Kontrollvorgaben und Frau richtet sich ein, d.h. verzichtet auf Attraktivität (Wahl der Kleidung), "beichtet" (die Frage wurde schon gestellt, warum erzählst Du da Deinem Menn, wissend um seine krankhafte Eifersucht), wenn ein Kollege sie anmacht. Im Übrigen auch hier: Vermeidungsverhalten=Angst=Abkoppelung von Deinem Selbstwert.

    Falls ihr Söhne habt, kann sich das "sehr gut" auf ihr zukünftiges Frauenbild auswirken. Allerdings auch bei Mädchen, die sich dann, so kenne ich das aus meinem Praxis-Alltag, gerne an ihren Müttern abreagieren und zwar mit großer Verachtung, dass sie sich das gefallen lassen (meist mit Beginn der Pubertät, so meine Erfahrungen).
    Das kann zu verbaler, emotionaler, sogar zu körperlicher Gewalt führen. Auch ein Erfahrungswert. Und ich rede von seelischer, körperlicher Gewalt von Kindern gegenüber ihren eigenen Müttern.

    Meine ehrliche Meinung. Rede mit Deinem Mann.
    Rede in "ich-Botschaften", nicht in "Du bist schuld"-Sätzen oder krankhaft eifersüchtig".
    Ja. Seine Eifersucht ist nicht mehr "normal".


    Ich-Botschaften heißen im Übrigen, dass Du z.B. formulierst: ich fühle mich kontrolliert, ich fühle mich schrecklich, mit Deiner Kontrolle, ich fange an, darauf zu reagieren.
    Kleide mich entsprechend etc. pp., was Du noch alles tust.

    Wäre ich du, ich würde dieses Gespräch suchen und dann anhand der Reaktion entsprechend reagieren. Entweder er sucht sich Hilfe und stellt sofort dieses Kontrollieren ein oder ich wäre weg.
    Aber sowas von.

    Wünsche Dir alles Gute,

    das ist eine beschxxxx Situation,

    gut, dass Du geschrieben hast, nette Grüße in den Abend,

    narrare.

    P.S. Wie geht er mit Euren Kindern um?
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2015 um 03:33 Uhr) Grund: Ein paar Ergänzungen. Und eine Frage.

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    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Vielen Dank fuer die vielen Antworten, es ist schon mal ganz gut zu wissen, dass nicht jeder die Gleiche Meinung hat. (Bis auf die Sache mit der Personalabteilung. Aber selbst da bin ich ja derselben Meinung das die Reaktion echt ueberzogen ist. Ich lebe nicht in Deutschland. Und scheinbar bin ich nichtmal die Einzige, die sich hier ueber Nichts aufregt. Die Personalabteilung hoert sowas angeblich oefter. Ich habe extra alles nur muendlich gemacht, damit eben kein Vermerk irgendwo - weder in allgemeinen, noch in persoenlichen Akten landet. Ich denke immer noch dass es besser war, dass ich mit denen geredet habe als mein Mann...)

    Mein Mann ist intelligtent und sich direkt oder indirekt bewusst dass er den Kindern kein gutes Vorbild in dieser Hinsicht liefert. Er haelt sich sehr zurueck wenn sie im Haus (und wach) sind. Und ich bin normalerweise sehr direkt und lasse keine unbegruendeten Vorwuerfe auf mir sitzen. Ich frage mich manchmal natuerlich auch wieweit sein Verhalten direkt oder indirekt von seinen Eltern gelernt ist. (Helfen tut das natuerlich auch nichts.)

    (Mit "sehr direkt" meine ich dass ich sachlich antworte. Wenn die Kinder schlafen reagiere ich nicht immer sachlich sonder auch oefter mal einfach nur genervt.)

    Im Allgemeinen ist er mit den Kindern sehr liebevoll. Er ist ein bisschen strenger mit ihnen, aber sichter auch der lustigere Elternteil.

    Es ist ja auch nicht so, dass die Eifersucht ununterbrochen ein Thema ist. Das waere ja wirklich fuerchterlich. Es ist schlimmer geworden mit der fehlenden Arbeit und der Geschichte (eher sehr kurze Kurzgeschiche: "Hallo - wie waers? Nein. Ende".) Ich habe mir nur gedacht es muesste langsam mal wieder besser werden, da er einen Vertrag hat, wenn auch nur kurzfristig. Und Sonntag ist mir dann innerlich der Kragen geplatzt und ich habe mich gefragt: Spinn ich jetzt oder spinnt er? Wenn er zu Hause ist muss er ja normalerweise mit mir Reden. Gar nicht reagieren war neu fuer mich. Ich habe ueberhaut keinen Schimmer gehabt wie lange er vorhatte das durchzuhalten.

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    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Zitat Zitat von dasErste Beitrag anzeigen
    ich habe mich gefragt: Spinn ich jetzt oder spinnt er? Wenn er zu Hause ist muss er ja normalerweise mit mir Reden. Gar nicht reagieren war neu fuer mich. Ich habe ueberhaut keinen Schimmer gehabt wie lange er vorhatte das durchzuhalten.
    Wahrscheinlich läuft er völlig neben dem Gleis. Wie kannst Du so ein Verhalten überhaupt aushalten? Du entscheidest nicht selbst, was die Personalabteilung regelt oder nicht? Geht´s noch?- wenn Du so etwas mit machst, machst Du Dich zur Komplizin und bestätigst ihn. Sein Verhalten wird sich so eher nicht bessern. Entschuldigung, aber Du hast nach Meinungen gefragt, - ich kann kaum glauben, das Menschen sich so etwas antun. Auch dafür gibt es sicher Erklärungen.
    Wie reagiert denn sonst so Dein Umfeld? Hast Du Freundinnen, mit denen Du sprechen kannst?
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  5. Inaktiver User

    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Zitat Zitat von dasErste Beitrag anzeigen
    Mein Mann ist intelligtent und sich direkt oder indirekt bewusst dass er den Kindern kein gutes Vorbild in dieser Hinsicht liefert. Er haelt sich sehr zurueck wenn sie im Haus (und wach) sind. Und ich bin normalerweise sehr direkt und lasse keine unbegruendeten Vorwuerfe auf mir sitzen. Ich frage mich manchmal natuerlich auch wieweit sein Verhalten direkt oder indirekt von seinen Eltern gelernt ist. (Helfen tut das natuerlich auch nichts.)
    Ehrlich?! Eure Kinder spüren, was da läuft.
    Nicht in Eurer Sprache vielleicht, aber eine solche Stimmung, die geprägt von Kontrolle und Vermeidungsverhalten ist, die derart gärt, ist viel schlimmer als ein offen ausgetragener Disput.

    Ansonsten kann ich nur ernesto in jedem seiner Worte beipflichten. Leider.

    Ich weiß selber, es ist schwer, die Augen zu öffnen... Hier bekommst Du einen Anstoß dafür... Mache Sie nicht wieder zu. Wenn Du es (noch) nicht für Dich kannst, dann tu' es, für Eure Kinder.

    Ihr seid beide dabei, Euren Kindern unglaublich schwere Last auf deren Weg mitzugeben.

    ...

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    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Ich hatte auch mehrmals mit sehr eifersüchtigen Partnern zu tun - jedes Mal führte diese (immer unbegründete) Eifersucht zur Trennung. Jedes Mal war die Konstellation so, dass ich diejenige war, die erfolgreicher war im Job, ich hatte lange Jahre immer ein Faible für "brotlose Künstlertypen" oder "ewige Studenten".

    Es ist eigentlich fast immer so, dass so starke unbegründete Eifersucht etwas mit dem Eifersüchtigen zu tun hat und nicht mit Dir. Also: es gibt kein "Fehlverhalten", das Du Dir vorwerfen lassen kannst, nichts, was Du an Deinem Verhalten ändern könntest und dann wäre Dein Partner weniger eifersüchtig.
    Was Du schreibst, lässt eventuell vermuten, dass Dein Mann einerseits "vorgeschädigt" ist (= untreue Expartnerin) und andererseits möglicherweise auch mit einem zu geringen Selbstwertgefühl ausgestattet ist (= Jobprobleme, Arbeitslosigkeit). Vielleicht empfindet er sich als nicht begehrenswert genug und kann sich nicht vorstellen, dass Du ihm treu bist, weil er in seinen eigenen Augen einfach nicht "genug zu bieten" hat, nicht attraktiv, männlich, toll genug ist.
    Du kannst hier nichts tun - außer ihn zu ermutigen, eine Therapie zu machen, um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Du könntest auch anbieten, dass Ihr ein paar Stunden Sitzung bei einem Paartherapeuten macht, wo er dann sein Problem schildern kann.

    Bei einer vierjährigen Exbeziehung wurde die Eifersucht meines damaligen Partners immer dramatischer. Ich war beruflich erfolgreich, er war arbeitslos und träumte von seinem großen Durchbruch als Künstler. Es ging so weit, dass er die Zeit ausgetimt hat, wie lange ich normalerweise im Supermarkt für Einkäufe brauche und wenn es mal länger dauerte (Kassenschlange, Stau), dann ist er ausgerastet und hat mir unterstellt, ich hätte im Supermarkt Sex gehabt. (!!)
    Er ist ausgerastet, wenn mich jemand auf der Straße nach dem Weg oder der Uhrzeit gefragt hat. Ich hatte damals einen Job, bei dem ich mit vielen Männern zu tun hatte, er ist so ausgerastet, dass ich irgendwann entnervt gekündigt habe.
    Ich habe männliche Bekannte ohnehin nicht mehr getroffen, aber auch wenn ich Freundinnen getroffen habe, hat er mir unterstellt, dass ich mit ihnen nur losziehe, um Männer aufzureißen. Ich habe daraufhin die Freundinnen nur noch in unserer Wohnung getroffen (er war im Nebenzimmer), doch auch das wurde zum Problem, er unterstellte mir, ich würde bei den Freundinnen über ihn lästern und mit ihnen Pläne schmieden, wie wir zukünftig Männer aufreißen könnten bzw. wie ich meinen damaligen Partner hintergehen kann.
    Ich habe immer versucht, auf seine Eifersucht einzugehen und das, was ihn störte, "abzustellen", was meinen persönlichen Radius immer mehr einschränkte. Doch es half nichts - sofort hatte er das nächste Problem.

    Es war mir irgendwann absolut klar, dass es nichts mehr gab, was ich hätte ändern können, um ihn zu beruhigen - denn nicht ich habe mich falsch verhalten, sondern das Problem war IN IHM. Jahre nach der Trennung meinte er, dass ihn sogar meine Art, auf ihn einzugehen und alles zu ändern, was ihn störte, noch misstrauischer gemacht habe. Denn er vermutete ein schlechtes Gewissen und Untreue als Grund dafür - denn kein "normaler Mensch" hätte sich so verhalten, wenn er ein reines Gewissen gehabt hätte, so seine Theorie.

    Er meinte, es hätte ihm viel mehr geholfen, wenn ich meinerseits mal wütend geworden wäre und ihm mit Trennung gedroht hätte, wenn er weiter solche unberechtigten Verdächtigungen hegt. Dann hätte er gemerkt, wie schwachsinnig das alles ist und da er mich ja nicht verlieren habe wollen, hätte er sich "am Riemen gerissen".

    Wobei ich denke, dass das so ganz nicht stimmt. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen und er hatte zwei weitere Beziehungen, die auch an diesem Problem gescheitert sind. Ich denke also, ohne Therapie wird er es nie schaffen, seine unberechtigte Eifersucht zu überwinden.

  7. Moderation

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    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Ob das hier zutrifft, weiß ich nicht, aber es gibt Menschen, die bei der Vorstellung, den Partner zu verlieren, ihm nicht mehr das Wichtigste zu sein, ihn nicht mehr zu "besitzen " (nicht, dass man einen anderen Menschen besitzen könnte, aber da sind in dem Fall starke Besitzphantasien mit im Spiel ), ihre Reflexionsfähigkeit und Übersicht komplett verlieren und in intensive primitive Gefühls- und Handlungsmuster abrutschen.

    Mit mangelnder Intelligenz hat das nichts zu tun, sondern mit nicht erlernter Fähigkeit, bestimmte Kerngefühle auszuhalten.

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    AW: Eifersuechtiger Ehemann

    Ein Handy mit ausgeschaltetem Ton als Eifersuchtsgrund. Hammerhart! Nicht nur Manager sind überall und immer erreichbar, jetzt auch der Partner. Na toll!
    Schmeisst den überflüssigen Elektromüll inkl. Partner doch gleich in die Tonne! Mit der Einführung der Armbanduhr scheint der Kontrollwahn gegenüber allem noch weiter zugenommen zu haben...

    Unglaublich, was sog. aufgeklärte Menschen mit sich machen lassen. Es scheint aber so, das die "Kopf-Runter-Generation" die Umgebung nicht mehr sieht, sondern nur noch mit glasigen, wirren Augen gebannt im Sekundentakt auf "Antworten" wartet.

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