Hallo liebe Bri-Com,
ich lese jetzt schon länger hier mit und möchte jetzt auch mal mein Problem erzählen. Vielleicht kann mir wer ein paar Ratschläge geben, an sich denke ich hilft es mir aber schon, einfach mal alles aufzuschreiben. Bitte seid gnädig mit mir, ich weiß selber, dass ich ein Teil des Problems bin, vermutlich sogar der größte... der Witz ist: eigentlich, ganz streng genommen, ist es gar kein Problem mehr, nur ab und zu passiert es... ach, es ist kompliziert![]()
Also... zunächst mal zu uns, wir sind beide Anfang zwanzig und Studenten, wohnen nicht zusammen, aber sehr in der Nähe - etwa 10 Minuten mit dem Fahrrad. Wir sehen einander oft und sind glücklich miteinander. Einige Hobbys haben wir jeweils für uns selbst, einige haben wir gemeinsam. Dazu gehört auch das Reiten. Er reitet schon sehr lange, ich erst seit er mir meine ersten Reitstunden zum Geburtstag geschenkt hat. Er wusste, wie gern ich das lernen würde und ich fand es so unglaublich süß von ihm, dass er sich meinen kleinen Traum zu Herzen genommen und mir ermöglicht hat (den Einstieg habe ich mich von selber irgendwie nie getraut). Also war, das könnte vielleicht später noch mal wichtig sein, er es, der mich ganz von selbst in den Verein gebracht hat.
Er hat dort viele Freundinnen. Manche eben nur flüchtige Bekannte, manche bessere Freundinnen. Mit den meisten davon verstehe ich mich super und sehe auch überhaupt kein Problem darin.
Ein Problem hatte ich nur mit einer von ihnen, eine von seinen beiden besten Freundinnen dort (wobei meine Abneigung nichts mit dem Grad seiner Freundschaft zu tun hatte, sondern mit den Personen selber, dazu gleich mehr).
Die eine, nennen wir sie mal Marie, kannte ich noch aus der Schule. In der Unterstufe hat sie mich ein paar mal schlechtgeredet und ausgenutzt, in der Oberstufe kamen wir ganz gut miteinander klar und saßen teilweise nebeneinander, machten aber freizeitlich wenig, weil wir einfach komplett verschiedene Interessen hatten. Als ich mitbekam, dass sie eine sehr gute Freundin meines Freundes war, war ich erst etwas irritiert, weil ich von einigen Bekannten gehört hatte, sie sei eine ziemlich üble Lästerschwester und dauernd kräftig bechernd auf Partys unterwegs, merkte aber schnell, dass das eher die echten Lästerer waren, die das wohl behauptet hatten - auf einigen Vereinsfeiern lernte ich sie besser kennen. Sie trinkt wirklich gernder Rest ist gelogen, ich habe sie kein einziges Mal über irgendwen schlecht reden hören, sie ist einfach sehr direkt und verhehlt ihre Meinung nicht. Mir gegenüber war sie sehr entgegenkommend, sehr nett und trotz meiner Schüchternheit, die man ja auch als Ablehnung hätte auslegen können, (und die mich selber stört -.-) total freundlich, plaudert einfach drauflos, und so ist sie zu jedem. Nachdem ich sie ein, zwei Mal getroffen hatte, kam ich klasse mit ihr klar.
Die andere, nennen wir sie mal Lana, war ganz anders. Ich kam auf Anhieb nicht mit ihr zurecht und ich komme es auch heute nicht. Sie ist extrem besitzergreifend, extrem offen und direkt, außerordentlich extrovertiert. Sie muss immer im Mittelpunkt stehen und wenn sie das nicht schafft, wird sie laut, sucht Körperkontakt oder ist einfach beleidigt.
Während ich ja mit Marie bald super auskam (wir sind nach wie vor nicht die besten Freundinnen, machen eben immer noch eher verschiedene Hobbys und haben auch beide mit Studium usw viel zu tun, also treffen wir uns nur zufällig mal im Verein), wurde das mit Lana einfach immer schlimmer. Ich hatte nie jemanden erlebt, der dermaßen besitzergreifend und gleichzeitig so abweisend sein kann.
Unsere erste Begegnung hatten wir auf einem Weihnachtsmarkt, wo sie meinen Freund mit strahlender Umarmung begrüßte, sich eine Weile mit ihm unterhielt, dann mich was fragte und sich während der Antwort umdrehte, um einfach wegzugehen und sich was zu trinken zu holen.
Ich war etwas befremdet, aber gut, manchmal macht man eben was, ohne groß drüber nachzudenken, kann ja passieren.
Sie wurde aber mir gegenüber nicht besser. Ich sah sie ja nur auf Vereinveranstaltungen, aber die reichten mir schon aus, um etliche Krisen zu erleben. Und ja, ich weiß, dass ich mich da wohl auch selber reingesteigert und übertrieben habe. Bitte verurteilt mich nicht deswegen![]()
Der Anfang war eigentlich bei der Weihnachtsfeier. Lana war meinem Freund gegenüber unfassbar hilfsbereit (half ihm, obwohl da schon zwei andere halfen, sein Pferd fertig zu machen, während andere an ihren Pferden allein arbeiteten, wollte ihm beim Kostümieren helfen (Weihnachtsmann) usw), während sie mich ignorierte.
Es folgte meine erste Springstunde. Lana stand daneben und bequatschte meinen Freund, der mir half, mein Pferd fertig zu machen, ohne Anstalten zu machen zu helfen (sie hilft sonst jedem). Nach der Stunde kamen die Schüler für die zweite Springstunde in die Halle, ich ließ mein Pferd, war eben ein Schulpferd, das noch eine Runde ging, drin und ging gemeinsam mit Lana raus. Ich erzählte ihr irgendwas, sie ging hinter mir (weil das Hallentor klemmt und wir uns halt der Einfachheit halber durch den Spalt quetschten), machte dann auf einmal kehrt und ging zurück, um noch mal in die Halle zu gucken. Das hab ich erst mitbekommen, als ich mich umschaute, weil ich dachte, während ich rede, wird sie schon wenigstens was sagen, wenn sie anhält oder so. Sie lief mir dann nach und meinte, das sei ja sehr unhöflich gewesen, dass ich einfach abhaue ohne auf sie zu warten.Meinem Vater, der mich hingefahren hatte, weil er zugucken wollte, sagte sie dann auch, ohne sich vorzustellen, als "Begrüßung": "Na du hast ja deine Tochter toll erzogen". Mein Vater war so verdutzt, dass er gar nichts drauf antwortete.
...der Geburtstag meines Freundes. Marie und Lana zu Besuch (und ein großer Pulk seiner anderen Freunde ^^), Lana im Miniröckchen, die dauernd meinen Freund beschlagnahmte und ihm Kram auf ihrem Handy zeigte, den sonst niemand sehen durfte (Marie zumindest anscheinend nicht).
Darauf folgte das Sommerfest. Bierbänke und alles. Ich saß neben meinem Freund auf der Bierbank, er links am Rand, ich rechts neben ihm. Lana kam, quetschte sich neben ihn aufs Bankende, nicht einfach neben ihn, sondern Beine auf und dann frontal zu ihm. Natürlich mit schön Körperkontakt, den sie eh dauernd suchte (über den Arm streichen, umarmen, sich gegen ihn lehnen, ungemütlich dicht vor ihm stehen allgemein) und bequatschte den ohne zu beachten, dass ich grade mit ihm geredet hatte.
Dann kam Maries Geburtstag... wir saßen draußen - zur Erklärung: Marie feiert meistens erst im Verein und geht dann mit denen, die Lust haben, noch in die Stadt in einen Club oder so was) - Lana redete mit ihrem Freund und ich mit meinem. Auf einmal meinte sie, sie würde ja später mal gemeinsam mit meinem Freund ein Pferd haben *ihn anstrahl*
Später saßen wir dann draußen, selbe Situation im Endeffekt, sie hatte sich mit Marie gestritten und war mal wieder beleidigt, ich wollte mit dem ganzen Streit nichts zu schaffen haben und hab mich einfach mit meinem Freund beschäftigt. Irgendwann meinte ich, ich sei müde (das war so gegen elf, also nicht sooo spät, ich war allerdings am Tag vorher erst um halb drei Uhr morgens ins Bett gekommen, weil meine Lampe kaputtgegangen und einen Kurzschluss im ganzen Haus verursacht hatte, das war ein ziemliches Chaos, bis alles wieder lief und wir sicher sein konnten, dass zB die Tiefkühltruhe wieder läuft und dass auch die Sicherungen jetzt wieder stabil waren). Lana, mit der ich ja nicht mal geredet hatte, meinte daraufhin etwas gehässig "bist du nicht immer müde?". Aha... nein... eigentlich nicht.
Manchmal hat auch mein Freund sich unglücklich benommen. Einmal beispielsweise war ich sehr gestresst (meine Mutter verließ kurz darauf meinen Vater und das spürte ich schon, ich hatte große Probleme in der Uni, weil ich das Gefühl hatte, auf dem komplett falschen Weg zu sein, und meine beste Freundin war weggezogen, ich war einfach fertig und müde) und kam extra, um ihm im Reitverein zuzusehen. Als er dann auftauchte, begrüßte er erst Lana begeistert mit einem Strahlen und quatschte eine Viertelstunde mit ihr, um dann zu mir zu kommen und zu sagen, sorry, er müsse direkt in die Halle runter, keine Zeit mehr. Ich war da ein bisschen verletzt, wartete aber. Das war im Winter und es war schweinekalt. Ich stand also eine Stunde rum und schaute ihm zu, bis er fertig war, half ihm, sein Pferd fertigzumachen und die Sprunghindernisse aufzuräumen und dann dachte ich, wir fahren zu ihm, nehmen ein heißes Bad und unterhalten uns einfach - hatte er so angekündigt, aber leider wieder vergessen, weswegen er sagte, nein wieso, er bleibt hier und trinkt noch was mit Lana und den anderen.
Ich fing an zu weinen und sagte, ich sei zu fertig um noch dazubleiben, wollte er bleiben und mich heimschicken. Erst als ich dann sagte, ich sei extra für ihn hergekommen, hätte ich total durchgefroren und auf ihn gewartet, das würde mich ein bisschen verletzen, hat er überhaupt verstanden, was ich meine.
Nu ja. Das waren jetzt nur einige Beispiele. Kleine Spitzen gegen mich, Ignorieren und abfällige Kommentare kamen oft, dazu eben, dass sie extrem mich ausgeschlossen und an meinen Freund geklammert hat.
Ich habe es nicht verstanden, vor allem kannte sie ihn ja schon lange bevor ich meinen Freund kennenlernte, hätte also längst Gelegenheit gehabt "zuzugreifen", was sie aber laut meinem Freund nie versucht hat. Also schon mal vermutlich keine Eifersucht, denke ich doch, oder? Ich hatte ihr auch eigentlich nie was getan, immer eher versucht mit ihr zu reden. Sie gab sich trotzdem immer Mühe, mich doof dastehen zu lassen, sei es nun indem sie mich schlechtredete oder indem sie mich ausgrenzte und meinen Freund beschlagnahmte.
Sie schrieb ihm teilweise auch mitten in der Nacht sehr anhängliche SMSen aus dem Urlaub - er hat sie mir gezeigt, weil ich bei ihm übernachtete und halt, durch den Klingelton geweckt, gefragt hatte, wer denn um halb eins nachts noch schreibt - wo ich mich dann auch fragte... warum denkt sie denn im Urlaub um die Uhrzeit überhaupt an den?(nicht dass es mich stört, wenn ihm eine aus dem Urlaub schreibt, versteht mich nicht falsch, es war einfach... so eine Art Zuneigungsspam von ihr, den ich halt im Vergleich zu seinen anderen guten Freundinnen komisch fand)
Der ist leider ein bisschen sehr gutmütig und traute sich gar nicht recht, überhaupt irgendwas zu sagen. Laut ihm war es auch Lana, durch die er (im Gespräch) sich richtig klar drüber wurde, dass ich nicht "nur" eine Liebe, sondern die richtige für ihn bin (seine Worte). Auch das verstehe ich nicht. Warum ermutigt sie ihn in einer Liebe, die sie ja offenbar nicht so recht akzeptieren kann, wenn sie vor ihr steht?
Ich muss gestehen: ich habe meinem Freund mehrfach Szenen gemacht. Nie wirklich heftige Streits, eher ich völlig ohne Verständnis, mich irgendwie allein fühlend und quasi so ein bisschen im Nichts hängend und deswegen hilflos weinend, er händeringend probierend zu verstehen... ich hab ihm dann auch immer im Detail erklärt, was mich stört, aber irgendwie konnte er das nie so 100% nachvollziehen. Ich nahm beispielsweise die Sache mit dem "gemeinsamen Pferd" ran und meinte, es ist schön, wenn er Freundinnen hat, aber ich fühl mich da etwas abseits gedrängt und fühle mich auch nicht so gut dabei, wenn sie dabei dann anfängt, ihre und seine gemeinsame Zukunft so ein bisschen zu planen. Das leuchtete ihm ein und er schrieb ihr das anscheinend, offenbar kam dann sinngemäß zurück "war nur ein Spaß, wir reiten dann halt einfach im selben Stall" und er drauf "klar" (er hat mir den Thread mal gezeigt, ohne dass ich gefragt hätte). Also... irgendwie versteht er glaube ich nicht so recht, wie ich mich fühle, auch wenn ich mir wirklich Mühe gab, sehr sachlich und mit Beispielen zu erklären.
Irgendwann meinte er dann (er hat Knieprobleme und kann aktuell nicht mehr springreiten, ist daher auch nur noch selten im Reitverein), er hätte den Kontakt zu Lana abgebrochen. Ich war ziemlich erschrocken, darum habe ich ihn nie gebeten, ich wollte immer nur, dass er versteht, wie ich mich fühle, und vielleicht mehr versucht, mich etwas einzubinden und vielleicht auch mal Lana eine Grenze zu zeigen (mir gegenüber sagte er auch ab und zu, dass ihn stört, wie besitzergreifend sie manchmal ist, hat aber trotzdem nie etwas gemacht, vermutlich ist er dafür einfach zu weichherzig und bringt es irgendwie nicht über sich zu riskieren, dass sie beleidigt sein könnte). Er meinte aber, das sei ok, das habe er jetzt so für sich entschieden, er hätte die Freundschaft extra aufgegeben, weil er das Gefühl hätte, nur so wirklich für mich da sein zu können. Ich war wirklich total überrumpelt und irgendwie hatte ich auch obwohl ich ja immer gesagt hatte, das ist schon ok, nur versuch ein bisschen weniger Klammern zu erreichen, ein echt schlechtes Gewissen deswegen.
Nur ist es ja so... WENN sie sich doch mal im Reitverein begegnen - und hin und wieder tun sie das, mein Freund reitet teilweise in den normalen Stunden mit, um eben irgendwie mal ab und an etwas knieschonender als im Springen aufs Pferd zu kommen - ist alles so wie vorher. Er unternimmt zwar nichts mehr mit ihr, und auch wenn ich mir das selber sehr ungern eingestehe, weil ich weiß, dass es genau die falsche Richtung ist, sich irgendwie in seine Freundschaften einzumischen, muss ich doch zugeben, dass ich ein bisschen froh darüber bin... aber trotzdem ist halt im Reitverein alles so wie früher.
Liest sich vermutlich sehr konfus... Es tut mir auch sehr leid, dass das so lang geworden ist. Ich erhoffe mir nur ein bisschen Rat: ich kann ja nicht rumlaufen wie die böse Stiefmutter und jedes Mal innerlich ausrasten, wenn ich die beiden sehe. Als die sich das erste Mal, dass ich das gesehen hab, nach dem Kontaktabbruch getroffen und sich direkt 10 Minuten verquatscht hatten bis ziemlich knapp vor der Reitstunde, war ich erstmal etwas beleidigt und auch erschrocken, weil ich dachte, okay... er hatte gesagt, sie haben keinen Kontakt mehr und das sah nun ganz anders aus grade... habe aber sehr schnell auch eingesehen, dass das nun mal an ihr lag.
Ich bin zur Zeit auch allgemein sehr unsicherMeine Eltern, von denen ich immer dachte, sie bleiben für immer zusammen, sind jetzt getrennt und das war eine schreckliche Zeit. Nicht, weil es einen Krieg gegeben hätte, das nicht. Sie sind sehr ruhig auseinander. Es war, weil meine Mutter meinen Vater verlassen hat und er unfassbar darunter gelitten hat. Er schlief im ersten Stock im Arbeitszimmer, weil er nicht zu meiner Mutter ins Schlafzimmer wollte, und ich schlafe im Erdgeschoss, es sind mehrere Wände dazwischen und trotzdem konnte ich ihn oft vor Verzweiflung heulen und weinen hören (er hat auch sonst fast niemanden mehr. Seine Eltern sind lange gestorben, mit 2 seiner 3 Geschwister hat er keinen Kontakt mehr: sein Bruder wollte ihn um sein Erbe betrügen und machte meinen Vater hinter seinem Rücken schlecht, seine jüngere Schwester hatte sich irgendwie ein Wohnrecht in der vorderen Wohnung des Hauses ergattert, ließ diese aber komplett verwahrlosen und ließ dann meinen Vater auf der Renovierung und auch auf einem Berg Miete, die sie ihm schuldete, sitzen). Er trank viel Bier in den ersten Tagen und ich hatte so Angst, dass er damit vielleicht nicht mehr aufhören können würde.
Meine Mutter ist ausgezogen in eine Wohnung im vorderen Teil unseres Hauses, die wir bis dahin vermietet hatten, und ich hatte Angst um sie, weil sie vor nicht so langer Zeit noch Alkoholikerin war. Sie war irgendwann so weit, dass sie den ganzen Tag betrunken war. Manchmal lag sie auf dem Sofa, als sei sie im Laufen einfach eingeschlafen und umgefallen. Sie kochte nicht mehr regelmäßig und ich musste viel aushelfen. Dann stürzte sie irgendwann betrunken vom Fahrrad, den Tag werde ich nie vergessen können, es war purer Horror, sie war einkaufen gefahren und kam nicht mehr zurück. Ich hatte nur die Haustür gehört. Als sie nach mehreren Stunden nicht zurück war, radelte ich Richtung Einkaufszentrum, weil ich schon dachte, dass sie dahin war, und fand auf dem Weg ihr Fahrrad mit zerbrochenem Rücklicht, aber aufgestellt und abgesperrt. In der Nähe geht ein Wiesengrund an, durch den ein Fluss führt. Ich hatte in dem Moment einfach nur den Horror vor Augen, dass sie sich ertränkt hätte. Ich rannte die Wiesen und das Flussufer auf und ab, konnte sie aber nicht finden, und dann bin ich zurück nach Hause gehetzt und habe meinen Vater auf Arbeit angerufen.
Er kam dann heim und rief bei der Polizei an, die ihm mitteilte, dass sie in die Klinik gebracht wurde. Sie war vom Fahrrad gestürzt, hatte sich den Kopf angeschlagen und war bewusstlos liegen geblieben mit über 2 Promille. Danach kam sie in eine Entzugsklinik. Seitdem hat sie nie wieder getrunken, aber nach der Trennung von meinem Vater hatte ich unfassbar Angst, dass sie vielleicht wieder anfangen würde.
Meine Großeltern sind ebenfalls geschieden. Mein Onkel, der Bruder meiner Mutter, trennt sich zur Zeit ebenfalls. Ich habe deswegen sehr viel Stress und auch ständig so eine tief sitzende Angst, meine Beziehung ebenfalls zu verlieren, und deswegen reagiere ich zur Zeit auch besonders allergisch auf Lana, auch wenn ich weiß, dass vernunftmäßig eigentlich nichts passieren kann - sie hat einen Freund, mein Freund sagt, er will mich nie mehr hergeben. Ich habe trotzdem Angst. Mein Freund weiß das auch, aber... manchmal habe ich einfach Angst
Mag mir jemand helfen, kann jemand mich verstehen oder mir einen Rat geben? Oder kann jemand Lanas Verhalten verstehen und mir erklären, warum sie sich so... naja, zweischneidig verhält? Vielleicht komme ich besser mit ihr zurecht, wenn ich sie verstehe, ich weiß es nicht
Auf jeden Fall danke an jeden, der das bis hierher gelesen hat...
KleinerBlauerPapagei![]()
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Ergebnis 1 bis 6 von 6
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15.03.2015, 03:49
Seine Freundin, mein "Feindbild"? Übertreibe ich?
Geändert von KleinerBlauerPapagei (15.03.2015 um 04:02 Uhr)
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15.03.2015, 04:07
AW: Seine Freundin, mein "Feindbild"? Übertreibe ich?
Jetzt komme ich mir beim noch mal Lesen fast albern vor. Liest sich ja wie der Albtraum eines Kleinkindes...
Nu ja, lange Rede kurzer Sinn, ich habe oft unbegründete, aber durch meine Erlebnisse verursachte Verlustangst und misstraue der Ex-besten-Freundin meines Freundes. Und deswegen habe ich Angst, dass ich mich, wenn ich ihr begegne, vielleicht irgendwann innerlich überkoche und ihr was sage, das sie gar nicht verdient hat. Einerseits denke ich mir: wahrscheinlich rede ich mir das nur ein und ihr Benehmen ist gar nicht so "abnorm". Andererseits kann ich leider mein Gefühl nicht beeinflussen, und das sagt, nein, die übertritt wirklich Grenzen, und das ist nicht okay.
Ich sehe sie ja wirklich nicht oft. Trotzdem kann es ja auch nicht gehen, dass ich so gar nicht mit ihr kann. Wie kann ich lernen, mit ihr besser klarzukommen, mit der Vorstellung von ihr? Oder ist vielleicht doch was dran an dem, was ich fühle? Ich verwirre mich gerade selber und tue mir schwer, Stress und Fakten zu trennen. Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen, alles etwas zu klären, zu strukturieren, einfach ein bisschen zu entwirren. Eine klare Meinung würde mir schon weiterhelfen.
noch mal einen lieben, müden Gruß
Kleiner Blauer Papagei
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15.03.2015, 09:31Inaktiver User
AW: Seine Freundin, mein "Feindbild"? Übertreibe ich?
wenn die frau nicht nett zu dir ist, gib ihr selbst contra.
das kannst du selber, dafür brauchst du nicht deinen freund.
verhalte dich einfach so, wie es deinen eigenen vorstellungen entspricht, und wie du es anderen unfreundlichen menschen gegenüber auch tätest.
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17.03.2015, 23:13
AW: Seine Freundin, mein "Feindbild"? Übertreibe ich?
Komm mal davon weg, von dieser Mädchenschiene!
Damit hast du zwar irgendwie deinen gutmütigen Freund dazu gekriegt, Lana weniger oft zu treffen ... aber es ist nicht wirklich erwachsen. Allerdings bist du ja noch recht jung (ich alter Rotwein darf das sagen!)
Naja, was ich beim Lesen so dachte: Lana ist so eine typische Nervbratze, die deinen Freund bestimmt immer mittelscharf fand (aber nicht genug), ihn dir aber auch nicht gönnt, daher diese Prinzessinnenspielchen wie auf den Schoß springen, geheimnisvoll tuscheln und diesen ganzen Quark.
Vertraue deinem Freund. Er ist ein Netter. Beachte Lana einfach kaum mehr. Sie verblasst doch eh schon. Du musst nicht alle mögen. Dich mögen auch nicht alle. Es ist egal!
Und ja, die Welt ist wild und brutal und die meisten Beziehungen halten nicht ewig. Das ist der Lauf der Dinge. Alles ist in Bewegung. Und gerade deswegen: vertraue dir und deinem Freund und eurer Liebe und weine nicht so viel!
see you on be friends online!
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23.03.2015, 12:30
AW: Seine Freundin, mein "Feindbild"? Übertreibe ich?
Ja, ich schätze ihr habt Recht. Danke für eure Antworten auf jeden Fall, ich war jetzt erstmal eine Woche im Urlaub und fühle mich zumindest erholt ^^ hoffe mal, dass das so bleibt
irgendwie hing ich jetzt auch ewig so in allen möglichen Halbproblemen drin, die mich allgemein einfach runtergezogen haben. Vermutlich war ich deswegen auch dauerhaft einfach leichter reizbar und halt dauergestresst... na mal gucken, wie das jetzt wird 
Gruß, KleinerBlauerPapageikrächz.
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23.03.2015, 12:36Inaktiver User
AW: Seine Freundin, mein "Feindbild"? Übertreibe ich?
Das nochmal lesen kann hilfreich sein *gg*
Du bist noch jung und wirst sicher noch lernen und erfahren, dass du viel gelassener und souveräner sein solltest. Gerade im Umgang mit einem Frauentyp wie Lana.
Es gibt immer eine "Lana" - wie es auch immer eine "Marie" geben wird...
Und statt zu heulen und zu hoffen dein Kerl merkt von allein was er machen soll (schmink dir das lieber gleich ab!) SAG es ihm. Nicht drum reden, sondern deutlich sagen was du von ihm erwartest.
Du erspart dir damit viele Taschentücher!
Und im Umgang mit Lana kann ich dir nur raten - locker bleiben, wenig beachten....



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