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  1. User Info Menu

    AW: Verlobte war Pornostar

    @Spooks
    Falls Ex-Pornodarsteller(innen) wirklich keinen Fuß mehr in die Gesellschaft setzen können so wie andere, dann ist das ganz klar ein gesellschaftlicher Mißstand, den man auch benennen sollte. Ist ja so, dass man in einer funktionierenden Gesellschaft oder zumindestens so wie man sich diese meist vorstellt, auch Menschen, die in ihrer Vergangenheit sogar strafrelevante Fehler begangen haben, zugesteht irgendwann wieder am normalen Leben teilzunehmen, wenn sie ja eigentlich rehabilitiert sein sollten.

    Und hier sprechen wir ja bloß von einer legitimen Entscheidung, die ein junger Mensch getroffen hat. Die nur nicht jeder nach seinem ganz persönlichen Wertesystem oder Vorlieben treffen würde. Gesellschaftlich kann man sicher dann eine Bigotterie in solchen Mechanismen kritisieren. Ich jedoch bezog mich rein aufs persönliche. Denn wer der eine Mensch ist, mit dem man sein Leben verbringen möchte und wer da gefühlstechnisch und vom Hintergrund her nach dem eigenen Empfinden am ehesten zu einem passt, das hat jeder selbst zu entscheiden. Und was Pornos mal angucken oder drin mitmachen betrifft, ist das nunmal nicht das Gleiche. Denn ganz simpel gesagt: Nur das Gleiche ist auch das Gleiche. Jeder muss selbst wissen wo er seine Grenzen zieht. Nur weil einer sobald er den Führerschein macht auch mal überhöhte Geschwindigkeit fährt, heißt das nicht gleich, dass er auch 200 Kmh fahren würde.

    In der unabstreitbarsten Form kann man einem wohl nur Scheinheiligkeit auf der persönlichen Ebene vorwerfen, wenn er wirklich das Gleiche getan hat, es aber dann dem anderen nicht zugesteht. Ich habe z.B. ja darüber spekuliert, ob jene Freundin einem potentiellen Freund oder Ehemann vielleicht nicht mal in gleicherweise so eine Vergangenheit zugesteht, sondern aus dem Grund bewusst jemand gesucht hat, der eher einen "braveren" Hintergrund hat, dann ist aber auch klar, dass man mit so einer Vergangenheit eher aneckt. Und vielleicht hat sie es deswegen auch bewusst verschwiegen. Wir wissen es nicht. Es liegt dann an Marco zu erspüren oder zu entscheiden, was hinter all dem steht und ob sie zusammenpassen. Die Gefühle echt sind etc. Er mit der Vergangenheit und den Bildern im Kopf leben kann ohne das diese ihm ständig ein Splitter im Nacken sind usw.

  2. Inaktiver User

    AW: Verlobte war Pornostar

    Ich hingegen finde die Argumentation der Fürsprecher der Verlobten zum Teil ziemlich unsinnig.
    Da wird z.B. mal ganz pauschal unterstellt das alle, die ihre Probleme mit so einem Vorleben haben, natürlich spießige, Kirchchorsänger sind, die Abend sabbernd vor dem PC sitzen.
    Das ist doch Blödsinn.
    Was ist so schwierig daran zu akzeptieren das es Leute gibt die diese frühere sexuelle Freizügigkeit bei einem potenziellen Partner ablehnen? Die dauernd geforderte Toleranz gegenüber dem Vorleben der Verlobten, wird umgekehrt verweigert. Das ist reichlich unglaubwürdig.

    Jede/r kann mit seinem Leben tun was er will. Das ist sein Recht und das muß man akzeptieren.
    Ebenso muß man aber auch akzeptieren wenn jemand für sich einen Partner möchte, der nach ähnlichen Werten (ge)lebt (hat) wie er selbst. Das bedeutet ja nicht, dass man deswegen über den anderen richtet oder ihn abwertet. Es passt eben einfach nicht.

    Ich persönlich denke das die Biographie immer etwas mit dem Menschen zu tun hat. Man kann das nicht trennen, sie hat ihn/sie zu dem gemacht, der er/sie ist.
    Ich finde man macht es sich ziemlich einfach, wenn man einfach sagt "Das bin ich nicht mehr, damals war ich jemand anders". Das wäre so eine Art Freibrief zu tun was man will (ich meine nicht spezielle Porno) und sich dann einfach davon zu distanzieren, Fall erledigt.
    Ich glaube auch nicht das die Verlobte des TE wirklich zu ihren Jugendsünden steht. Wenn sie das täte hätte sie es (zumindest ihm) nicht verheimlicht. Es kann mir doch keiner erzählen das sie ernsthaft der Ansicht war, dass diese Vergangenheit für ihn völlig egal wäre.
    Wenn man eine so enge Bindung eingehen will muß man offen sein.
    Sie hat offenbar vermutet das er Probleme damit hätte und deswegen einfach für ihn entschieden.
    Das finde ich ziemlich unfair und egoistisch.

  3. Inaktiver User

    AW: Verlobte war Pornostar

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich glaube auch nicht das die Verlobte des TE wirklich zu ihren Jugendsünden steht.

    Nach meiner Einschätzung steht sie dazu, sonst hätte sie ihm ja nicht geantwortet, dass es eine wichtige Erfahrung für sie war, die ihr auch noch Spaß machte.

    Wenn Marco über seinen Schatten springen könnte, und mit positiver Einstellung seiner Freundin begegnet, wäre jetzt die Möglichkeit für eine Weiterentwicklung der Beziehung (u.a. auch im sexuellen Bereich) gegeben.

    Ob ihm das allerdings in seinem konservativ geprägtem Umfeld gelingt, wird wohl die Frage sein.

  4. Inaktiver User

    AW: Verlobte war Pornostar

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nach meiner Einschätzung steht sie dazu, sonst hätte sie ihm ja nicht geantwortet, dass es eine wichtige Erfahrung für sie war, die ihr auch noch Spaß machte.
    Was hätte sie denn auch sagen sollen? Ich war jung und brauchte das Geld?
    Ich hätte es ehrlich gefunden, wenn sie von sich heraus auf ihn zugegangen wäre.

    Sie hätte z.B. einen günstigen Moment abpassen können und ihn einweihen können ... z.B.

    Ich habe als ich jung war etwas getan, von dem ich möchte das du es weißt.
    Ich würde es dir gern erklären (nicht rechtfertigen), damit du im Bilde bist und es nicht irgendwann zwischen uns steht ...


    Das wäre der richtige Ansatz gewesen. Ich glaube diese Offenheit hätte schon den einen oder anderen Vorbehalt entschärft und dem TE gezeigt das sie ihm wirklich vertraut
    Natürlich kann ich verstehen wenn es ihr schwer fiele, aber sorry ... darüber sollte man sich vorher im Klaren sein.

  5. User Info Menu

    AW: Verlobte war Pornostar

    oh, einen guenstigen Moment abpassen und ihn einweihen...

    der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen, also warum die Pferde unnoetig scheu machen? das kann auch eine Ueberlegung sein.
    Wann soll denn ein guenstiger Moment sein? Ich stell mir das ein wenig schwierig vor einen "guenstigen" Moment zu definieren, grad auch wenn's so super laeuft in der Beziehung und man die konservative Verwandtschaft im Hintergrund weiss die gleich einen Misfit-Skandal daraus machen wuerde.

    Der "guenstige" Moment der Beichte ist eben auch strategisch nicht wirklich guenstig fuer alle Beteiligten und wuerden wahrscheinlich wenige so machen dass sie dem Partner sagen: hoer mal ich hab vor 10 Jahren mal bei Pornodreh's mitgemacht...

    Ich wuerd ja positiv reagieren da drauf, aber die meisten eben nicht (z.B. die nicht fuer die eine grosse Anzahl frueherer Sexualpartner nicht akzeptabel ist).
    Vielleicht denkt sie auch dass ihr Partner schon merkt dass alles sehr gut laeuft, auch im Bett und ueberhaupt und er muesste doch von selbst drauf kommen dass ich...
    Ok, vielleicht weniger das...
    Auf jeden Fall ist es Ansichtssache ob es eine "Bringschuld" ist dass die Verlobte ihre Pornodrehs von frueher heutzutage eingestehen muss. Denke frauen (und auch maenner) machen das generell nicht so gerne dass sie "proaktiv" dem Partner ihre Vergangenheit "beichten".
    Ich mach's ja, denn dann kommt so viel "schreckliches" an den Tag und dann hoert die Fragerei seitens frau von alleine auf, das ist die kluegere Strategie. Aber fuer frau was "schreckliches" an mann zu beichten, das ist vielleicht ne andre Kiste. Mir hat mal ne Ex gebeichtet sie hatte eine Abtreibung, das hat mich auch umgehauen und fragte mich schon warum sie mir alle moeglichen Geschichten erzaehlt beim romantischen Dinner usw.... (dass sie bei "Bangs" mitgemacht hat wusste ich schon, hab ja selbst mit ihr "gebangt" )

  6. Inaktiver User

    AW: Verlobte war Pornostar

    Zitat Zitat von HQking Beitrag anzeigen
    oh, einen guenstigen Moment abpassen und ihn einweihen...

    der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen, also warum die Pferde unnoetig scheu machen? das kann auch eine Ueberlegung sein.
    Ja, kann passieren, ist beides ein Risiko.
    Ich fände Offenheit sinnvoller, zum Einen weil ich davon ausgehe das es irgendwann ohnehin rauskommt.
    Zum anderen hätte sie das Heft dann in der Hand, kann den Zeitpunkt wählen, die richtigen Worte finden und das Gespräch kontrollieren. So war sie von Anfang an in der Defensive und er durch die Info und die Filme emotional aufgewühlt.
    Hätte sie es vorher erzählt, hätte er die Filme vermutlich nie gesehen, jedenfalls nicht in einem Zustand, in dem er ohnehin schon aufgewühlt ist. Dann hätte sie ihn ggf. entsprechend vorbereiten können.

  7. Inaktiver User

    AW: Verlobte war Pornostar

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Hätte sie es vorher erzählt, hätte er die Filme vermutlich nie gesehen

    Das anzunehmen ist ein wenig naiv, ich persönlich hätte mir auf jeden Fall die Filme angeschaut, unabhängig davon, wer mir die Info zukommen lässt.

  8. User Info Menu

    AW: Verlobte war Pornostar

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, kann passieren, ist beides ein Risiko.
    Ich fände Offenheit sinnvoller, zum Einen weil ich davon ausgehe das es irgendwann ohnehin rauskommt.
    Zum anderen hätte sie das Heft dann in der Hand, kann den Zeitpunkt wählen, die richtigen Worte finden und das Gespräch kontrollieren. So war sie von Anfang an in der Defensive und er durch die Info und die Filme emotional aufgewühlt.
    Hätte sie es vorher erzählt, hätte er die Filme vermutlich nie gesehen, jedenfalls nicht in einem Zustand, in dem er ohnehin schon aufgewühlt ist. Dann hätte sie ihn ggf. entsprechend vorbereiten können.
    kann ich verstehen.
    Aber bei diesen Ueberlegungen wie oben ist mir zuviel "Schuld"-Denken dabei und denke die meisten frauen (und maenner?) moechten keine Schulddenke sondern sich wohl fuehlen, mit sich selbst und dem anderen und das bringt ein bischen ne negative Stimmung rein wenn in der Vergangenheit "gesuhlt" wird und kaum jemand der schon verliebt ist oder in einer Beziehung ist wo es super laeuft und Kinder und Heirat im Gespraech sind wird selbstverantwortlerisch die Stimmung kippen wollen.
    Ist einfach nicht "ueblich", bzw. hab ich selten gehoert. Selbst bei "schrecklichen" Gestaendnissen von frauen (oder von mir) wird es so ruebergebracht dass es diplomatisch/gut klingt, fuer einen selbst und fuer den anderen, das ist normal so ueblich, ansonsten werd ich mich wirklich nach der Unschuld-vom-Lande umschauen muessen (ich hab das immer getan, ist mir aber nicht immer gelungen, wenn auch nicht mit so einem "Schocker" wie dem Pornodreh von ihr in der Vergangenheit, waer mir sicher auch die Spucke weggeblieben, haett es aber geschluckt, was will man machen wenn man in der Sache drinsteckt und das Babe nicht laufen lassen moechte... oder so... und wenn sie einen entsprechend troestet...)

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    AW: Verlobte war Pornostar

    Brausepaul ich habe bei dem Thema eine ähnliche Einstellung wie du.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich persönlich denke das die Biographie immer etwas mit dem Menschen zu tun hat. Man kann das nicht trennen, sie hat ihn/sie zu dem gemacht, der er/sie ist.
    Ich finde man macht es sich ziemlich einfach, wenn man einfach sagt "Das bin ich nicht mehr, damals war ich jemand anders". Das wäre so eine Art Freibrief zu tun was man will (ich meine nicht spezielle Porno) und sich dann einfach davon zu distanzieren, Fall erledigt.
    Vorallem wenn man den Eindruck gewinnt, dass mit einer ungeheuren Selbstverständlichkeit dann wiederrum eingefordert wird, dass jeder andere bis hin zur eigenen Selbstverleugnung einen dann als Partner fürs Leben erwählen soll. Zumindestens bezogen auf manche Diskutanten bekam man solch einen Eindruck.

    Es gibt Menschen, die können z.B. Gefühle und Sex strikt trennen. Es gibt Menschen die haben viele sexuelle Kontakte im Leben gehabt und sehen dann jede Form von Sex schon etwas lockerer und abgeklärter und es gibt z.B Menschen, die sehr selektiv wählen mit wem sie da eine Bindung eingehen wollen und mit wem nicht und die es dann auch lieber mit einem Menschen teilen wollen, der bisher einen ähnlichen Hintergrund hatte und noch nicht alle möglichen Extreme durch hatte. Ein Mensch der womöglich noch bei dem ein oder anderen Gedanken erröten würde während er es langsam mit dem gewählten Partner erkundet statt in allem schon eher abgeklärt zu sein. Das ist jetzt nur ein willkürlich gewähltes Beispiel.

    Wenn dann die "Liebe" stärker ist oder man doch mit so jemanden in vielen anderen Aspekten übereinstimmt, so dass man doch gern in eine Beziehung oder sogar Eheschließung mit ihm treten will, dann spricht ja nichts dagegen. Doch ob das so verläuft oder empfunden wird, das kann man nicht immer beeinflussen und schon garnicht ganz selbstverständlich einfordern.

    Aber wahrscheinlich wird dann wirklich oft mißverständlich empfunden, dass man von oben herab über einen ganzen Menschen urteilt oder ihn als Menschen zweiter Klasse betrachtet. Um so etwas ging es mir auch nie. Ein Mensch besteht mehr als aus nur einer Facette, aber ob man mit dieser einen Facette bezogen auf alle Lebenslagen bis hin zur Partnerschaft, was anfangen kann, das bleibt jedem selbst überlassen. Eine Prostituierte (losgelöstes Beispiel. Ich stell hier keine Vergleiche an) ist für mich genauso ein Mensch wie jeder andere und ich sehe mich moralisch nicht als überlegen an. Doch ob man nun so wie man gegenwärtig ist gerne Sex mit einer hätte oder sogar in eine Beziehung mit einer treten will, das enscheidet man dann den eigenen Gefühlen und Überzeugungen entsprechend. Ob die vielen sexuellen Kontakte nun vor einer Woche stattfanden oder ein paar Jahren. Jeder empfindet das vielleicht ein klein wenig anders.

  10. User Info Menu

    AW: Verlobte war Pornostar

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, kann passieren, ist beides ein Risiko.
    Ich fände Offenheit sinnvoller, zum Einen weil ich davon ausgehe das es irgendwann ohnehin rauskommt.
    Offenheit ist fast immer sinnvoller.
    Es ist auch ein Risiko, den Partner in seine eigenen sexuellen Phantasien einzuweihen, oder ihn nach seinen Phantasien zu befragen.

    Und es ist ein Risiko, genau das nicht zu tun.

    Für die Partnerschaft ist es aber eine große Chance, genau über die Dinge zu sprechen, die die Partnerschaft belasten können.

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