Na ja, es kommt auch immer darauf an wie man es verstehen will.
Ich glaube ich hatte schon mehrfach betont das ich weder richte noch werte, aber mir die Freiheit nehme zu entscheiden wie ich damit umgehen würde.
Wie gesagt, immer wieder interessant das jemandem, der anderer Ansicht ist, gleich irgendwelche psychischen Probleme oder Unzulänglichkeiten angedichtet werden.
Toleranz ist keine Einbahnstrasse. Man kann nicht Toleranz für die Verlobte des TE, bzw. ihr Verhalten einfordern, aber gegenteilige Meinungen als spießig, rückwärtsgewandt, intolerant oder unerwachsen abstempeln. Das ist nicht sonderlich glaubwürdig.
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Thema: Verlobte war Pornostar
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21.01.2015, 10:33Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
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21.01.2015, 10:44
AW: Verlobte war Pornostar
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21.01.2015, 10:54Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
Keine Ahnung ob für meisten ... für manche sicher schon.
Generell finde ich es schon komisch, dass Manche hier zwar auf dem Standpunkt stehen sich nicht erklären zu müssen, also ihr Vorleben allein ihre Sache ist ...
... im Gegenzug aber sollen diejenigen, die dieses Vorleben ihres Partners nicht so prickelnd finden, begründen und argumentieren sollen was daran so falsch sein soll.
Danke
Geändert von Inaktiver User (21.01.2015 um 11:54 Uhr)
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21.01.2015, 11:18
AW: Verlobte war Pornostar
Niemand "soll" begründen und argumentieren. In einer Diskussion oder einem Forum jedoch fände ich das aber auch nicht ungewöhnlich, wenn es jemand tut. Du kannst auch einfach sagen, Frauen mit einer Pornovergangenheit sind unrein (oder von mir aus auch für Dich unrein)- punkt. Setz Dich nicht unter Rechtfertigungsdruck, ich habe schon geschrieben: das ist eben auch eine Haltung, es gibt ja nichts, was es nicht gibt!
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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21.01.2015, 11:43
AW: Verlobte war Pornostar
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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21.01.2015, 11:53Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
Keine Sorge, ich fühle mich nicht unter Druck gesetzt.

Es war eine ganz einfache Frage, warum die eine Seite ihren Standpunkt erklären soll, während die andere keinen Grund sieht überhaupt etwas über das Vorleben preiszugeben.
Unrein klingt irgendwie religiös, aber ok, irgendeinen Namen muss das Kind ja haben.
Wie gesagt, für mich wäre die Pornovergangenheit nicht das Hauptproblem, sondern die Vielzahl an Partnern. Hätte die Verlobte z.B. sowas wie Homepornos im Netz, wo sie nur mit ihrer damaligen Beziehung das Kamasutra durchspielt, wäre ich sicher auch nicht begeistert, fände es aber so tragisch.
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21.01.2015, 12:04
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21.01.2015, 12:05
AW: Verlobte war Pornostar
Nein. Ob es ums in die Suppe spucken geht oder andere Beispiele gewählt werden, es hat den gleichen Tenor:
diese Frau ist eklig, beschmutzt, (ver)unrein(igt), für alle Zeit, sie machte einen unverzeihlichen Fehler.
Sie hat Pornos gedreht. Dafür trägt sie die Verantwortung, sie trägt sie nicht für ihr Umfeld.
Sie hat damit aufgehört. Dafür ist sie auch verantwortlich.
Und für all die anderen Jahre in ihrem Leben.
Sie macht sich selbst nicht zum Opfer (und das ist höchst suspekt?!), sie präsentiert ihre Vergangenheit aber auch nicht, sie distanziert sich heute und tat es schon damals.
Es ist sicher nicht leicht, einem geliebten Menschen von diesem Vorleben zu erzählen.
Wegen der negativen Gefühle, die das bei ihm auslösen kann/könnte und der daraus resultierenden möglichen Konsequenzen.
Sie selbst kann dazu stehen, ihr Umfeld kann es nicht. Ihr Verlobter eher auch nicht.
Vielleicht wusste sie es, ahnte es, ging davon aus. Sie ist die Einzige, die wirklich damit leben muss und es so gewählt hat.
Wir sind immer noch im Eifersucht-Forum.
Als er es erfährt, hat er nichts eiligeres zu tun, als sich Gewissheit per Pornogucken zu verschaffen und sich darüber zu mokieren, dass es sich um mehrere, schwarze und gut bestückte Männer handelt, mit denen sie Dinge machte, die sie mit ihm nicht macht. Und lächelte so, wie sie ihn heute anlächelt. Aber er hält es auch für dokumentierten Missbrauch und entwürdigend.
Dann stellt er sie zur Rede, worauf sie ihm gestanden hat... ganz klare (Macht-) Positionsverteilung.
Hat für mich ein Geschmäckle...
Nicht sie hat wirklich ein Problem, sie bekommt ein Problem gemacht, weil andere und die sog. Gesellschaft ein Problem haben. Männliche Homosexuelle können ein Lied davon singen. Nicht sie wirft anderen Spießigkeit o.ä. vor, sie erlebt nun real und nicht nur befürchtet, dass sie für unpassend (misfit = nicht gesellschaftsfähig) gehalten wird. (aber ist sie es denn?)
Begründung: sie hatte harten Sex vor laufender Kamera.
Das kann ggf jede/r sehen.
Und hier ist das erste von zwei Problemen ihres Umfelds und von Marco.
Denn, wäre es hinter der Fassade zu halten, wäre es halb so wild.
Wenn Marco nun zu dieser bisher wirklich liebenswerten Frau steht, passt er auch nicht mehr.
Wer definiert 'unpassend'? Die selbst ernannten 'Passenden' der Gesellschaft?
Marco kann ihr Handeln nicht nachvollziehen. Und fühlt sich getäuscht, nicht allein durch ihr Schweigen, das gesamte Szenario ist für ihn nicht fassbar (das ist das zweite und sein größtes Problem). Worst case.
Aber: Es ist sein Leben. Es sind seine Gefühle. Es ist seine Entscheidung. Es liegt in seiner Verantwortung, wie er (für sich) damit umgeht. Das ist so, und das ist ok.
Aber sich hinstellen und sie verurteilen? Es war ihr Leben, es ist ihr Leben. Es waren ihre Entscheidungen. Es liegt in ihrer Verantwortung, wie sie (für sich) damit umgeht.
Sie wird die Konsequenzen tragen (müssen).
Und jemanden finden, der zu ihr passt.
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21.01.2015, 12:06
AW: Verlobte war Pornostar
Bist ein hartnäckiger Diskussionspartner, das muss ich auch sagen. Dafür einfach mal meinen Respekt!
Inhaltlich liegen wir weiter sehr weit auseinander, weil es mir einfach schwer fällt, nach zu vollziehen, wo denn nun der Unterschied liegt, ob ein Mensch mit seiner damaligen Beziehung das Kamasutra durchgespielt hat oder Pornodarstellerin war.
Ich habe es verstanden, dass es für Dich nicht geht, so eine Vergangenheit zu akzeptieren und kannst und musst auch nicht vermitteln, wieso.
Meine Haltung ist- bei allem Respekt, dass es mehr mit Dir als mit einer fiktiven Partnerin zu hat. Jemand, der Schwierigkeiten hat, einen Menschen so anzunehmen wie er ist und ins Kalkül ziehen würde, wie er war- was objektiv doch keinen Einfluss hat und vielleicht deshalb so schwer zu vermitteln ist- hat aus meiner ganz persönlichen Sicht ein Problem. Eifersucht auf die Vergangenheit oder eine Form der Ablehnung, von etwas, was so nicht mehr vorhanden ist, finde ich etwas verkorkst.
Mehr noch: wer weiß denn, was und wie weit ausgerechnet diese Erfahrungen gerade dazu beigetragen haben, dass nun dieser jetzt so wunderbare Mensch, den ich ein Jahr geliebt habe, genau so in dieser Form (bis dato) liebenswert vor mir steht?Geändert von ernesto_01 (21.01.2015 um 12:32 Uhr) Grund: Ergänzung
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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21.01.2015, 12:11



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