Nein, er bedauert es, dass er funktioniert hat, nicht über diese Grenzen hinaus gegangen ist. Das bedeutet ja nicht, dass er es bedauert, keine Pornos gedreht zu haben.
Er hat seinen Rahmen nicht hinterfragt.
Für ihn bedeutet auch heiraten und Kinder bekommen, noch mehr in eben diesem Hamsterrad funktionieren zu müssen, weil dadurch die Verantwortung größer wird, als für ihn als Einzelperson.
Klar, hat er Probleme, ihre Motivation und ihr damaliges Verhalten zu verstehen.
Vor allem hat er Probleme damit, wenigstens mal für kurze Zeit die Perspektive zu wechseln, weil ihm das anscheinend unvorstellbar ist, dass Menschen zu 'so etwas' fähig sind und sich gleichzeitig ihre Würde bewahren.
Weil es ihm für sich unvorstellbar ist.
Seine Wahrnehmung ist, dass ihm die Filme sehr real vorkommen/nicht gespielt, er schreibt, es wirkt auf ihn wie eine Dokumentation eines durchgeführten Missbrauchs.
Das ist seine Wahrnehmung.
Das ist nicht ihre Wahrnehmung.
Das entspricht auch nicht der Realität.
Pornos werden gedreht, weil sie in der jeweiligen Form Absatz versprechen.
'Irgendwie' ist ja auch der Bekannte an diese Filme gekommen.
Ansehen, was andere drehen, scheint weniger fragwürdig zu sein, als zu drehen, auch für Marco.
Bekommt die Darstellerin das Gesicht der eigenen Frau oder der Frau eines Bekannten, rennt man mit der Sensationsnachricht zum Mann, nicht zur Darstellerin, auch das scheint wenig fragwürdig.
Weil er ein Recht hat, zu erfahren, was sie vor 10 Jahren tat?
Weil sie, allein durch das, was sie tat, weiterhin nicht würdig zu behandeln ist?
Die hat doch mal Pornos gedreht...
Achso. Wären es Lesben-Pornos oder nur ein Mann, maximal zwei Männer oder ein weniger gut Bestückter oder weniger gedrehte Gewalt, ..., würde das einen Unterschied machen?
Es macht keinen Unterschied, wenn sie damit vor 10 Jahren abgeschlossen hat?
Es zählt mehr, was im www zu finden ist?
Antworten
Ergebnis 621 bis 630 von 781
Thema: Verlobte war Pornostar
-
20.01.2015, 21:14
AW: Verlobte war Pornostar
-
20.01.2015, 21:24
AW: Verlobte war Pornostar
Jeder Mensch hat das Recht, selektiv das preis zu geben, was er möchte. Nicht nur das Recht, sondern naturgemäß ist es einfach so, weil er, nur er und ausschließlich er es entscheiden kann.
Niemand hat ein Recht, von mir das zu erfahren, was er gerade für opportun, wichtig, interessant..was weiß ich...hält. Er kann bestenfalls danach fragen und/oder um eine Information bitten. Ein Recht gibt nicht, - glaube nicht, jemals davon gehört zu haben.
Wer über die Maßen insistiert, muss unter Umständen in Kauf nehmen, das zu hören, was er hören will oder erwartet.
@Charlotte03: natürlich erweitern Erfahrungen den Horizont, je länger man im Leben unterwegs ist, um so mehr kann man sammeln und bewerten. Allerdings gibt es auch Menschen, die sind so statisch und rückwärts gerichtet, da hilft auch die Dauer nicht, um wertvolle Erfahrung zu sammeln und Schlüsse daraus zu ziehen."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
-
20.01.2015, 21:26Inaktiver User
-
20.01.2015, 21:52Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
Ja, für ihn offenbar schon.
Und für mich (was die Anzahl der Männer und das Öffentliche betrifft) sicher auch.
Man muss diese Ansicht ja nicht teilen, aber zumindest so ehrlich sein und jemandem die Möglichkeit geben es selbst zu entscheiden.
Sehe ich anders, jedenfalls sobald es mich auch betrifft und zumindest wenn es so exzessiv war.
Ich habe bisherige Beziehungen nie diesbezüglich ausgefragt, Details haben mich auch nicht interessiert.
Allerdings waren diese wohl auch (sofern ich es beurteilen kann) in einem "normalen" Rahmen.
Nein, ein Recht gibt es nicht. Wenn mir jemand aber etwas in dieser Art verschweigt wäre er raus, nicht allein wegen des Vorlebens an sich, sondern auch wegen fehlender Offenheit und der Tatsache das er bzw. sie offensichtlich bewusst ignoriert das ich ev. eine andere Einstellung habe und mir keine Wahl lässt.
-
20.01.2015, 21:58Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
Machst du da einen Zeitpunkt fest, wann er es dir sagen soll? (Oder eher "sie")
-
20.01.2015, 22:08Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
Na ja, sicher nicht bei den ersten Dates.
Ich kann verstehen das sie ein gewisses Vertrauen braucht, schliesslich könnte er damit ja auch hausieren gehen.
Aber spätestens wenn eine ernste Beziehung daraus wird, fände ich es angebracht, zumal sie dann entscheiden kann in welcher Form oder welcher (passenden) Gelegenheit sie das tut.
Zu hoffen das es nie rauskommt oder er es durch Dritte erfährt ist doch ziemlich dumm und naiv.
Das es dann problematisch wird dürfte klar sein.
-
20.01.2015, 22:12Inaktiver User
AW: Verlobte war Pornostar
Vielleicht, vielleicht hatte sie nie so ein Vertrauen zu ihm....
Wer weiß, was er gesagt hat - wenn in seinem Familein- und Freundeskreis eine bestimmte Meinung über Pornos ist, dann traute sie sich wahrscheinlich nicht mehr...
-
20.01.2015, 22:18
AW: Verlobte war Pornostar
Im Eingangspost steht:
Vom Zeitpunkt der Gedanken(!) an Heirat und Kinder kann sie beginnen zu überlegen, wieviel und auf welche Art sie ihm davon erzählt.
Dann kam der Bekannte ihr womöglich zuvor.
Ob sie hoffte, dass es nie rauskommt oder er es nicht durch Dritte erfahren wird, wissen wir nicht.
-
20.01.2015, 22:24
AW: Verlobte war Pornostar
bei Gesetzesverstößen ist das so. Ob die Arbeit als Darstellerin in relativ ferner Vergangenheit als etwas betrachtet wird, was nicht "raus kommen darf", das muss ja erst einmal so eingeordnet werden. Ich habe meiner Frau bislang nie gebeichtet, dass ich einmal die (*bekannte Jugendzeitschrift damals*) gelesen habe... au weiha? wenn das nun für sie eine sehr entscheidende Information ist und unsere Beziehung daher auf mangelndes Vertrauen und Vorenthaltung gegründet?? Ich war einmal Ortsrat für eine politische Partei bei uns in dem Dorf, in dem ich damals wohnte-- ob es noch nicht zu spät ist, damit nun raus zu rücken?
Es ist doch alles relativ- wenn ich eine Person liebe, so wie ich sie kenne und kennen gelernt habe, ist doch sowas eher nebensächlich. Was zur Hölle würde gerade diese Information ändern, warum muss mein Partner gerade diese Information haben, woher weiß ich, dass es so entscheidend ist?
Wie hier schon öfter bemerkt: jeder muss wissen, was ihn glücklich macht."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
-
20.01.2015, 22:27Inaktiver User



Zitieren
