Da hast du vollkommen recht.
Ich denke aber es ist der falsche Ansatz, die gemischten Gefühle, die Chrisovic dabei (m.E. ganz natürlicherweise) empfindet zu verdammen oder sie auf biegen und brechen mit einem fast schon drohenden : "Ja also wenn du SOWAS fühlst, dann ist bei dir/euch eh nix mehr zu retten!!" wegrationalisieren zu wollen.
Ich würde nicht so weit gehen wie Fender und die ganze Situation extrem verdächtig finden, aber ein wenig ungewöhnlich finde ich das alles schon. Nur eben nicht sooo schräg, dass ich mir denke: geht ja gar nicht! Und Achtung, Gefahr!!
Zumal ambiva ja schön illustriert hat, dass man sämtliche etwaigen Risiken ohnehin nicht durch ein Hingeh-Verbot aushebeln könnte.
Ich kann mich in alle Beteiligten hineinversetzen.
In den Kumpel, der nicht allein gehen möchte, weil er sozial vlt. ein wenig unsicher ist, aber schon gar nicht mit ner männlichen Begleitung-- so dass die Hälfte der Belegschaft nicht nur denkt, dass er ein komischer Kauz, sondern womöglich homosexuell ist.
In die Freundin, die diese Bitte nicht abschlagen oder vlt. auf eine evtl. sogar sehr amüsante Feier verzichten möchte, zumal eigentlich gar nichts dabei ist.
Und in Chrisovic erstrecht... Wenn ihm das total kalt am selben vorbei gehen würde, fände ich das viel seltsamer als die Bedenken, die er äußert.
Aber, Chrisovic, ich schließe mich einigen Vorschreiberinnen an.
Du kannst aus dieser Situatiuon im Grunde viel mitnehmen.
Ihr könnt gerade durch sowas (und nicht durch Vermeidung oder Verbote) lernen euch mit Vertrauen zu begegnen.
In meinen Augen spricht zB für deine Freundin, dass sie ihre (vermutlich eh schon schwer angeschlagene) Beziehung beendet hat, SOFORT am nächten Tag, nachdem sie gemerkt hat, wie sehr du ihr gefällst (ich nehme an ihr habt euch im Internet kennengelernt, dann die erste reale Begegnung und Zack!).
Kein monatelanges heimliches Treffen, rumeiern, lügen, hin- und her, nicht entscheiden können, nicht wissen was man will, Leid auf allen Seiten, wie man es sonst allenthalben hört.
Auch hat sie dir ohne umschweife gesagt, was es mit dieser Hochzeit auf sich hat.
Da ihr eine Fernbeziehung führt hätte sie, um Stress zu vermeiden, ja auch einfach ein "harmloses" treffen mit Freunden oder eben "irgendeine" diffuse Hochzeitseinladung vorschieben können, die wahren umstände hättest du vermutlich nie rausgefunden.
Sie sagt dir aber, was Sache ist, in der Hoffnung das geht so in Ordnung.
Sie scheint offen und gradlinig zu sein, und ich sehe wenig Veranlassung zu glauben, sie würde ein doppeltes Spiel spielen, zB nun mit dir und dem Kumpel.
Mach dir mal nicht so ne Platte, ok?
;)
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 74
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29.05.2013, 11:35Inaktiver User
AW: Meine Freundin geht mit nem Kumpel zur Hochzeit
Geändert von Inaktiver User (29.05.2013 um 11:46 Uhr)
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29.05.2013, 11:48Inaktiver User
AW: Meine Freundin geht mit nem Kumpel zur Hochzeit
Allein bei dem Wort "Hingehverbot" kriege ich das würgen...
Die Frau ist doch kein Besitz - sie darf hingehen wo sie will, mit wem sie will, wann sie will....
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29.05.2013, 12:02
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29.05.2013, 12:10Inaktiver User
AW: Meine Freundin geht mit nem Kumpel zur Hochzeit
ich lebe hier. in deutschland und ich bekomme beim thema: hingehverbot- ebenfalls das würgen.
vielleicht muss/sollte man/frau eine solche beziehung einmal und sei es nur ansatzweise erlebt haben- um zu wissen, zu fühlen, zu spüren ----------- wie abwertend verbote in einer beziehung sind.
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29.05.2013, 13:58
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29.05.2013, 14:27
AW: Meine Freundin geht mit nem Kumpel zur Hochzeit
Nicht jeder muss deine Variante 1 als ähnlich prickelnd empfinden, liebe ambivia:
Nur weil sie höchst wahrscheinlich keine Trennung nach sich zieht, heisst das lange nicht, dass sie auch gefällt.
Andere Menschen - andere Empfindungen.
Ihr seid nicht eifersüchtig, nie, niemals! OK. Geschenkt.
Der TE ist es, sagt es ehrlich, hat Sorgen. Schön, dass seine Freundin auf einer schönen Feier nicht verzichten mag, schön, dass es ihrem Kumple besser geht. Der TE kann ja mit nem Kumpel in eine Bar, hehe.
Nein, ganz im Ernst: Ich sehe jetzt auch keine Katastrophe.
Aus dieser Situation heraus, würde sich eben, wie Yagua schreibt, bestens ein Gespräch ergeben. Da würde ich ähnlich ehrlich und menschlich wie der Kumpel, meine Fragen stellen. Was soll's: Frag sie doch was du wissen möchtest, hör genau hin und das war's.
Mehr kannst du nicht machen.
Doch so harmlos empfinde ich die Rahmenbedingungen gar nicht.
Mag sein, dass den meisten hier die Möglichkeit zu Sex und ihre Nutzung beunruhigen.
Mich persönlich würde die Nr.1 von ambivia völlig fertig machen - "gevögele" hin oder her.
Einen "sinnlich-vergnüglichen Abend"? Romantik? Iiiih.
Und dann nehme ich ihn zurück und freu mich sogar??
Und mein guter Kerl schwelgt - in miener liebevollen Umarmung liegend - in vergnüglichen Erinnerungen aus dem Hochzeits-Abend und wundert sich wo dieses leichte Kribbeln gegenüber seiner harmlosen Kumpeline denn plötzlich herkommt... Horror!
Mein ganz persönlicher kliener Horror!
Eben: Andere Menschen - andere Empfindungen.
Dieses schwarz-weiß hier immer...
Grüße oder so
KaoriGeändert von KaoriNight (29.05.2013 um 14:31 Uhr)
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29.05.2013, 14:34
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29.05.2013, 14:37Inaktiver User
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29.05.2013, 14:37
AW: Meine Freundin geht mit nem Kumpel zur Hochzeit
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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29.05.2013, 14:38Inaktiver User



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