Guren Morgen
Ich frage mich auch, wieso man überhaupt noch das Bedürfnis hat, eine "beste Freundschaft mit jemandem des anderen Geschlechts" zu pflegen, wenn man eine Beziehung hat. Wieso können nicht beide Seiten akzeptieren, dass sich gewisse Dinge im Leben eben ändern.
Ich spreche aus Erfahrung, denn mein Freundeskreis war lange Jahre überwiegend männlich. Treffen mit männlichen Freunden wurden eben seltener, wenn diese eine neue Partnerin hatten oder fanden überwiegend zu dritt oder zu viert statt.
Meinen besten Freund sehe ich aktuell ca. 4-mal pro Jahr, nachdem wir früher ganze Samstagabende durchdiskutiert hatten. Es freut mich aber, dass er nicht mehr Single ist und ich will diese Beziehung ganz gewiss nicht gefährden. (Zumal ich ja auch einen Partner habe.)
ich frage mich wirklich, wie egoistisch solche "guten Freundinnen" sein müssen. Es wäre doch auch möglich, die neue Partnerin des besten Freundes vorurteilsfrei kennen zu lernenn und nicht gleich anzuzicken und einen Machtkampf auszutragen. Denn was bringt es? Selbst wenn man "gewinnt" und die neue Beziehung des besten Freundes in die Brüche geht (wie z.B. in meinem Fall), wohl wäre mir dabei nicht, wenn ich wüsste, dass genau ich dazu beigetragen habe, dass mein guter Freund von seiner Partnerin verlassen worden ist und ich denke, dass dies auch der Freundschaft nicht gut tut.
Artemis
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23.06.2009, 11:57Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
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23.06.2009, 12:49
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Eine gute Freundin die das Wort auch wert ist freut sich für den Freund. Sie respektiert auch die noch junge Beziehung und versucht mit der Partnerin gut auszukommen, vermittelt allein durch ihr Verhalten daß sie eben eines ist: eine Freundin
Eine Frau, die einen Mann braucht um ihr Ego aufzupuschen, Samstage/Sonntage aufzupeppen, etwas flirten aber um GottesWillen keine Beziehung mit ihm will, der Freundin gegenüber eifersüchtig ist sollte sich mal an die Nase fassen und sich fragen was sie denn eigentlich von ihm möchte. So platonisch wie es manchmal nach außen hin aussieht ist es dann nach innen hin dann doch nicht
Als Partnerin hat man aber nicht die Möglichkeit dort zu insistieren wenn man mit Fall Nr. 2 betraut ist. Gespräche mit dem partner über das eigene Empfinden und das eigene Wohlbefinden und Vertrauenkönnen wahrnehmen ist dann auch schon alles.
Im Fall 1 wird Unwohlsein und Bauchgrummeln verschwinden, im Fall 2 verschwindet die "beste Freundin" etwas von der Bildfläche oder eben man selbst.
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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23.06.2009, 13:22Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Ich habe meine Freunde (egal ob männlich oder weiblich) teilweise noch aus meiner frühen Jugend. Warum sollte ich diese Freundschaften nicht weiterführen, wenn ich in einer festen Partnerschaft oder Ehe bin?
Ich freue mich darüber, dass mein bester Freund jetzt wieder eine gute Beziehung hat und habe kein Problem damit, dass wir uns jetzt eben seltener sehen. Das hat für mich auch etwas mit Freundschaft zu tun.
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23.06.2009, 13:52Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Kann durchaus sein, dass die beste Freundin doch mehr will. Aber muss nicht.
In meinem "Ex-Fall" war es so, dass sie wirklich nichts Sexuelles wollte von meinem damaligen Partner. Sie haben sich durch mich auch nur marginal weniger gesehen, denn sie hatte ja auch ihre Liebhaber. Sie wollte einfach ihre zwei Beziehungen: die eine mit ihrem jeweiligen Lover, die andere, platonische, mit meinem Ex. Da hat eine Partnerin nur gestört.
Mein Ex hatte übrigens an vielen Ecken eine gute Freundin und mit den (meisten) anderen bin ich sehr gut ausgekommen. Diese sind aber auch offen auf mich zu gegangen und haben mich nicht ausgegrenzt, noch irgendwie unhöflich behandelt.
In ArtemisGeändert von Inaktiver User (23.06.2009 um 14:22 Uhr)
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23.06.2009, 13:57Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Natürlich muss niemand eine Freundschaft aufgeben, weil er/sie liiert ist.
Es kommt aber auch drauf an, was denn unter bester Freundschaft verstanden wird. Ich verstehe darunter ein gewisses "Aufeinanderhocken", ständiges Telefonieren mehrmals pro Woche, zusammen in den Urlaub fahren, ganze Nächte durchdiskutieren, dies aber immer nur zu zweit, die erste und wichtigste Bezugsperson zu sein.
Dies kann sehr schön sein, hat meines Erachtens in einer Beziehung keinen Platz. Wenn man es dann aber schafft, die "beste Freundschaft" in eine normale, gute Freundschaft zu verwandeln, in der Raum ist für Unternehmungen zu zweit, aber auch zuammen mit den jeweiligen Partnern sehe ich wenig Probleme.
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23.06.2009, 14:06Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Freundschaften verändern sich. Eine Freundschaft wie Du sie darstellst hatte ich das letzte mal als ich noch zuhause gewohnt habe. Für sowas hat ja kaum jemand Zeit wenn er / sie arbeiten geht.
Ich telefoniere mit meinem besten Freund ca. 1-2 mal in der Woche dann so 20-30 Minuten. Wir mailen uns ab und zu, wir diskutieren uns auch schonmal eine Nacht um die Ohren, nicht immer aber ab und zu auch zu zweit.
Wir gehen auch zu viert weg, sogar öfter als wir zu zweit unterwegs sind, aber so 1x im Monat versuchen wir es auch mal nur zu zweit wegzugehen oder uns zu treffen.
Trotzdem bezeichne ich ihn definitiv als meinen besten Freund.
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23.06.2009, 14:21Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Die Zeit, die man mit jemandem verbringt, sagt ja noch nichts über die Qualität einer Freunschaft aus. Den Mann, den ich als meinen besten Freund bezeichnen würde (keine Ahnung, ob ich für ihn auch die beste Freundin bin), sehe ich mittlerweile nur noch 4-mal pro Jahr und wir telefonieren auch selten miteinander. Wir kennen uns aber seit über 8 Jahren und er ist der Mensch, dem ich von all meinen Freunden und Bekannten am meisten vertraue.
Mein Ex hatte neben seiner oben erwähnten guten Freundin (die er nur ca. 1- bis 2-mal pro Monat gesehen hat) noch eine andere Freundin, die er öfter gesehen hat. Sie kam auch schon mal ganz spontan vorbei und hat ihm wirklich alles anvertraut. Trotzdem hatte ich keine Eifersuchtsgefühle ihr gegenüber und es war in Ordnung, wann immer er sie getroffen hat. (Ausser einmal, da wollte er eine mit mir bereits getroffene Verabredung canceln, weil sie ihn sehen wollte. Da habe ich ihm gesagt, dass ich nicht einverstanden bin.)
Ich glaube, es ist schon wesentlich, dass sich der Kontakt mit dem andersgeschlechtlichen besten Freund einigermassen im Rahmen hält und dass der Partner höflich und respektvoll behandelt wird vom besten Freund.
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23.06.2009, 14:54Inaktiver User
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23.06.2009, 18:52
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Die Argumente wiederholen sich ständig und alle drehen sich hier im Kreis.
Mir kommt das so vor, als ob sich Vegetarier und Allesesser davon überzeugen wollen, dass sie Recht haben und der andere nicht
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Kann man nicht einfach akzeptieren, dass Menschen Grenzen unterschiedlich ziehen, und zwar nicht aus bewusster Entscheidung heraus, sondern aus dem innersten Gefühl?
Dem Mann, der mit seiner besten Freundin verreisen muss, weil sie sonst angeblich die Freundschaft aufkündigt und weil diese Reise schon lange gebucht war, würde ich sagen, gut, aber hast Du keine Angst, dass ich Dir die Liebe aufkündige, wenn Du zurück kommst, weil ich noch nciht weiß, welchen Einfluss das auf meine Gefühle haben wird? Vielleicht ist die Dusche, die mir da zugemutet wird, zu eiskalt?
Ich kann das noch nicht abschätzen.
Das ist keine Drohung oder Erpressung, sondern das kann passieren.
Du kommst zurück und ich merke, ich kann Dich nicht mehr lieben.
Mit dem Risiko muss er dann Urlaub machen.
Wie kann so ein Mann davon ausgehen, dass er die Freundin genau so vorfindet, wie er sie verlassen hat?
So sicher sollte sich kein Mann sein, das ist anmaßend und irgendwie auch gönnerhaft!
Du kleines Dummchen, Dich habe ich ja sowieso in der Tasche!
Eine Beziehung bietet doch nicht von einer Seite einen Status Quo, der sich niemals ändert, egal, wie sich die andere Seite verhält!
Mich würde so ein Verhalten jedenfalls grenzenlos ernüchtern, das weiß ich, und ich schreibe diese Mail, weil ich betroffene Frauen unterstützen möchte. Sie werden zu schnell in die Eifersuchtsnummer gedrängt, und das ist unfair, weil die Dinge so einfach nicht liegen.
Kiss
Geändert von Kisskiss (23.06.2009 um 19:04 Uhr)
Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
John A. Wheeler
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24.06.2009, 08:56Inaktiver User
AW: Die beste Freundin meines Freundes
Ich glaube, dann ist einfach zu wenig Liebe da. Der Mann ist mit der Partnerin zusammen, weil es einfach grad für den Moment passt.
Ein guter Bekannter von mir ist während einer Beziehung mit seiner Ex, die zur besten Freundin geworden war, verreist, auch gegen den Wunsch seiner Partnerin.
Sie hat ihn verlassen und ich habe ihn gefragt, ob es für ihn nicht schlimm gewesen wäre. Nein, war die Antwort, er hätte es einfach mal drauf ankommen lassen. Wäre sie geblieben, hätte er halt noch ein wenig weiter gemacht.
Bei meinem Ex war es so, dass er aus allen Wolken gefallen ist, als ich ihn verlassen habe. Er konnt es nicht verstehen und kam noch wochenlang mit Blumen an und meinte, ich würde einfach ein kleines Spielchen mit ihm spielen.


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