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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir aber meines eigenen Wertes bewusst bin, dann wird mich das nicht im Innersten treffen. Es ist nicht destruktiv für mich. Es ist dann traurig und schade, vor allem, wenn sich meine eigenen Prioritäten nicht verschoben haben, aber es wird mich nicht zerstören.
    Genau diese Gedanken habe ich heutzutage auch - besser gesagt - ich fühle das.

    Früher war ich bei geringsten geradezu lächerlichen Dingen derart eifersüchtig, dass ich dachte, es reisst mir das Herz heraus und ich würde sterben. Es war die reinste Verlustangst - furchtbar.

    Heute weiss ich: Selbst wenn ich verlassen werde, was traurig ist, dann werde ich es überleben.

    @Lilli: Vergiss nicht: in Deiner Geschichte waren einige Situationen, da wäre auch ein eifersuchtfreier Mensch sehr verletzt gewesen.

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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, falls du mich gemeint hattest (wegen des Selbstbewusstseins): Ja.
    Ja ich meinte Dich..
    Ich finde Diene Einstellung ziemlich interessant und wenn Du Lust hast mit mir zu disskutieren würde ich mich freuen.

    Ich habe allerdings bewusst das Selbstwertgefühl vor das Selbstbewusstsein gesetzt. Erst muss ich mich selber wirklich wertschätzen, bevor ich selbstbewusst in eine Beziehung gehen kann. Oder anders: Ich kann mir meiner selbst bewusst sein, aber wenn ich mich nicht wertschätze. laufe ich trotzdem Risiko, mir in einer destruktiven Beziehung zu schaden.
    Jeder begeht doch mal einen Fehler, der den Partner stört. BZW. erzählt nicht gleich am Anfang alles von sich selber... Wenn es immer nur ein Stückchen rauskommt.. Wie kann ich dann dagegen vorgehen? Wenns nur immer kleine Fitzis sind die herraus kommen, nichts dramatisches, mir aber dennoch zeigt: Hm, also ganz ehrlich war er da jetzt nicht.. Trennen?
    Das macht man doch nciht wenn man verliebt ist und wenn man ein paar Jahre zusammen ist, dann doch auch nicht.. Oder?


    Schau: Wenn ich weiß, dass ich ne Menge wert bin, dann ist mein Partner deswegen mit mir zusammen. Und dann brauche ich nicht zu befürchten, dass irgend jemand anderes "mehr Wert" haben könnte als ich. Jemand anderes ist anders, ja, und natürlich kann es im Laufe der Jahre passieren, dass sich Prioritäten verschieben und dass es zwischen Zweien nicht mehr passt.
    Was, wenn ich weiß das ich eine Menge Wert bin.. Wenn ich weiß das ich nichts zu befürchten habe, mein Partner - durch sien Verhalten - aber anderen Frauen zu verstehen gibt: DU bist jetzt im moment die NUMMER EINS...
    Und diese Damen mir dann spüren lassen: Och, vielleicht bist Du ja doch nicht soviel wert?
    Was wenn mein Partner das gar nicht merkt, wenn sich hinter seinem Rücken Machtspielchen abspielen...? Was wenn das alles ganz subtil abläuft...?

    Wenn ich mir aber meines eigenen Wertes bewusst bin, dann wird mich das nicht im Innersten treffen. Es ist nicht destruktiv für mich. Es ist dann traurig und schade, vor allem, wenn sich meine eigenen Prioritäten nicht verschoben haben, aber es wird mich nicht zerstören.
    Also wenn ich nach ner Trennung leide, bin ich nicht Selbstbewusst genug?
    Wenn ich aber die ganze Zeit immer nur bei mir bin, wie kann ich dann eine Partnerschaft leben?

    Wenn ich das richtig verstehe, sollte es keine Höhen und Tiefen geben, jeder soll bei sich bleiben und dann ist alles gut?


    Wenn sich innerhalb einer Beziehung zeigt, dass da Dinge passieren, die mir schaden, dann kann ich das aus meinem Selbstwert und Selbstbewusstsein heraus ansprechen, und zwar ohne dem Partner den schwarzen Peter zuzuschieben, dass er ja für mein Wohlergehen zuständig sei. Ich übernehme Verantwortung für mein Wohlergehen und kommuniziere, dass es da Störungen gibt. Und ich frage nach, ob es eine Möglichkeit gibt, diese Störungen zu vermindern oder abzuschaffen.
    Was wenn ich das genauso tue.. Mein gegenüber sagt: Verstehe ich , lass uns daran arbeiten, er es aber nicht tut und diesen Fakt aber sehr gut vertuscht?

    Ich werde aber auch klare Grenzen ziehen können, wenn sich keine Möglichkeit ergibt, Störungen zu beheben.
    Kann man, wenn man KANN...

    Um das Beispiel aus dem anderen Strang zu nehmen:
    Mit einem gesunden Selbstwertgefühl stört es mich kein bisschen, wenn mein Partner auch mit anderen Frauen oder Exen Kontakt pflegt.
    Wenn er aber nur noch mit den anderen zu tun hat und mich links liegen lässt, dann frage ich nach seinen Gründen dafür.
    Lässt sich da was dran tun, fein. Lässt sich daran nichts tun, weil er es zwar angenehm findet, eine aufgeräumte Wohnung und saubere Wäsche zu haben, mit mir persönlich aber nicht mehr viel anfangen kann, dann kann ich Konsequenzen ziehen. Aber aus mir heraus: "Dein Verhalten verletzt mich. Ich bin mir zu viel wert, als dass ich für dich einfach nur die Haushälterin sein möchte." Und nicht "Du hängst zu viel mit anderen herum, und deshalb gehe ich, wenn das nicht aufhört." Und schon gar nicht "Hör auf, mit den anderen herumzuhängen!"
    Ich weiß, ICH -Botschaften senden.
    Da fehlt mir so das gefühl dabei... Ich kann natürlich Konsequenzen ziehen. Ich verstehe Deine Sicht der Dinge auch total. Aber Für mich ist das super schwer umzusetzten, mir fehlt die zwischenmenschliche komponente.. Das ist alles ziemlich steril was Du da schreibst.
    Nicht unklar, oder verwirrend. Du erklärst es ziemlich gut, aber zu steril... Finde ich. Meine Meinung und bitte seh das nicht als Angriff oder so.

    Klar, die Konsequenz ist letzten Endes die gleiche. Aber der Weg dahin ist sehr unterschiedlich, und ich bin da, wo es wichtig ist - bei mir. Mit mir lebe ich zeitlebens zusammen, und mich kann ich wirklich ändern, wenn ich das will. Einen anderen kann ich nicht wirklich ändern. Also warum Energie verschwenden
    Stimme ich Dir zu

    - und erst recht: Warum Energie mit kleinlichem Eifersuchtsgezänk verschwenden, wo mir die Eifer-Sucht doch eh nur zeigt, dass ich da eine Baustelle habe, die es sich lohnen könnte, zu bearbeiten?
    Könnte man aber auch zu zweit als Team/Paar bearbeiten....

    Lilli
    __________________________________________________ ______

    Das Bauchgefühl ist ein verdammt kluger Kopf!

  3. Inaktiver User

    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    Zitat Zitat von Lilli13 Beitrag anzeigen
    Jeder begeht doch mal einen Fehler, der den Partner stört. BZW. erzählt nicht gleich am Anfang alles von sich selber... Wenn es immer nur ein Stückchen rauskommt.. Wie kann ich dann dagegen vorgehen? Wenns nur immer kleine Fitzis sind die herraus kommen, nichts dramatisches, mir aber dennoch zeigt: Hm, also ganz ehrlich war er da jetzt nicht.. Trennen?
    Das macht man doch nciht wenn man verliebt ist und wenn man ein paar Jahre zusammen ist, dann doch auch nicht.. Oder?
    Rosa Wolken mal außer acht gelassen (die machen einen natürlich erst mal handlungsunfähig): Nicht?
    Ich behaupte: Doch.
    Wenn ich draufgekommen bin, dass ich ein gewisses destruktives "Beuteschema" verfolge und dann draufkomme, dass mein aktueller Partner genau da wieder reinpasst, dann muss ich mir überlegen, ob mir die Beziehung unterm Strich gut tut, und tut sie das nicht, dann geh ich da raus, egal wann.
    Verlieben passiert ja auch recht unterbewusst und das Schlüsselerlebnis, wenn man seine destruktiven Muster durchbrochen hat und ein neues Beuteschema entwickelt hat (was man erst hinterher merkt *g*), ist einfach klasse. Aber es ist rational schwer zu beschreiben - irgendetwas verschiebt sich und das passiert nur zum Teil durch Gedankenarbeit. Arbeit an sich selbst hat viele Nebeneffekte, die man gar nicht so offensichtlich mitbekommt.


    Was, wenn ich weiß das ich eine Menge Wert bin.. Wenn ich weiß das ich nichts zu befürchten habe, mein Partner - durch sien Verhalten - aber anderen Frauen zu verstehen gibt: DU bist jetzt im moment die NUMMER EINS...
    Und diese Damen mir dann spüren lassen: Och, vielleicht bist Du ja doch nicht soviel wert?
    Was wenn mein Partner das gar nicht merkt, wenn sich hinter seinem Rücken Machtspielchen abspielen...? Was wenn das alles ganz subtil abläuft...?
    Was die Damen angeht - die brauchen ihre Spielchen, um sich selber dran hochzuziehen. Ich muss ja nicht mitspielen, sondern kann das Ganze amüsiert wahrnehmen.
    Wenn ich glaube, dass mein Partner einer andereren die "Nummer 1" zuweist, dann kann ich das ansprechen. ("Hör mal, ich habe das Gefühl dass ....") Und wenn dann meine Befürchtungen nicht ausgeräumt werden können, nun, dann muss er halt diese andere Nummer 1 zur echten Nummer 1 machen, weil ich dann ggf. meinen Platz räume.

    Also wenn ich nach ner Trennung leide, bin ich nicht Selbstbewusst genug?
    Dacht ich mir, dass diese Verflachung kommt.
    NEIN! Ich schrieb ja auch von "traurig und schade". Jeder leidet unter einer Trennung, sogar Leute, die nach außen hin so gar nicht darunter leiden.
    Aber es ist ein Unterschied, ob ich leide, aber in meinem Innersten davon nicht beschädigt werde, oder ob ein Beziehungsbruch dazu führt, mich selbst und meine ganze Welt in Frage zu stellen, weil ich mich allein, für mich stehend, irgendwie nicht sehen kann.

    Wenn ich aber die ganze Zeit immer nur bei mir bin, wie kann ich dann eine Partnerschaft leben?

    Wenn ich das richtig verstehe, sollte es keine Höhen und Tiefen geben, jeder soll bei sich bleiben und dann ist alles gut?
    Vielleicht hätte ich besser "in mir" schreiben sollen. Ich meine damit kein egomanisches Nur-Auf-Sich-Selbst-bezogen-Sein, sondern ein gelassenes In-Sich-Ruhen. Das ergibt eine wesentlich stabilere Basis, um sich auf den anderen einlassen zu können.
    Und keine Höhen oder Tiefen? *lach* Herr Gillian1 und ich fetzen uns ständig wegen irgendwas. Oder sind knallverliebt. Jede Menge Höhen und Tiefen. (Mit Herrn Gillian2 ist es - der Beziehungsart geschuldet -ausgeglichener und sanfter, aber auch nicht gleichförmig.)
    Wenn jeder im egomanischen Sinne nur bei sich bliebe, wärs ja kein Miteinander und Beziehung soll ja ein Miteinander sein, sonst ist es keine Beziehung.
    Ist das so besser erklärt?


    Was wenn ich das genauso tue.. Mein gegenüber sagt: Verstehe ich , lass uns daran arbeiten, er es aber nicht tut und diesen Fakt aber sehr gut vertuscht?
    Dann überlege ich mir, ob ich damit leben kann oder nicht. Wenn nicht, gehe ich.


    Kann man, wenn man KANN...
    Ja, und bis man kann, das dauert. Aber irgendwann kann man, wenn man dranbleibt.

    Ich weiß, ICH -Botschaften senden.
    Da fehlt mir so das gefühl dabei... Ich kann natürlich Konsequenzen ziehen. Ich verstehe Deine Sicht der Dinge auch total. Aber Für mich ist das super schwer umzusetzten, mir fehlt die zwischenmenschliche komponente.. Das ist alles ziemlich steril was Du da schreibst.
    Nicht unklar, oder verwirrend. Du erklärst es ziemlich gut, aber zu steril... Finde ich. Meine Meinung und bitte seh das nicht als Angriff oder so.
    Du hast ja auch vollkommen recht damit!
    Es ist letztendlich blutleeres Kopfgeschwätz und lässt Emotionen völlig beiseite. Das Fleisch an die Knochen und das Blut in die Adern, das ist das Ausleben in einer Beziehung und das sieht bei jeder/m anders aus.
    Ich habe aber eben die Erfahrung gemacht, dass diese furztrockenen "Knochen" ein Gerüst geben können, Halt und Stütze bieten können, wenn das "Beziehungs-Fleisch" drumrum kommt. (Und einen tatsächlich vor "faulem Fleisch" bewahren können.)


    Könnte man aber auch zu zweit als Team/Paar bearbeiten....
    Klar kann man. Solange man im Auge behält, dass es das Problem von einem ist, nicht von zweien.
    Jeder liebevolle Partner wird seinen Teil dazu beitragen wollen, das Problem zu lösen. Der aber dann bitte nicht darin besteht, sich dem Diktat der Sucht zu beugen (und z.B. die Kontakte abzustellen), sondern auf anderer Ebene dazu beizutragen, dass der Eifersüchtige die Grundlosigkeit seiner Eifersucht erkennen kann und sich wertgeschätzt und in der Beziehung gut aufgehoben fühlt.
    Die Eifersucht an sich kann nur der Süchtige bekämpfen, aber Partnerunterstützung ist dabei natürlich Gold wert, solange sie sich nicht auf "Methadonverabreichung" beschränkt.

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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Contender2 Beitrag anzeigen
    Genau diese Gedanken habe ich heutzutage auch - besser gesagt - ich fühle das.

    Früher war ich bei geringsten geradezu lächerlichen Dingen derart eifersüchtig, dass ich dachte, es reisst mir das Herz heraus und ich würde sterben. Es war die reinste Verlustangst - furchtbar.

    Heute weiss ich: Selbst wenn ich verlassen werde, was traurig ist, dann werde ich es überleben.

    Ihr seid alle schon soweit.. Ich stecke noch in den Babyschüchen

    @Lilli: Vergiss nicht: in Deiner Geschichte waren einige Situationen, da wäre auch ein eifersuchtfreier Mensch sehr verletzt gewesen.
    Ja aber die Selbstzweifel sind dennoch vorhanden... Ich weiß das schon, aber ich kann es nicht verstehen.. Immer noch nicht..

    Lilli
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    Das Bauchgefühl ist ein verdammt kluger Kopf!

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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    [QUOTE=Lilli13;14382656]
    Ihr seid alle schon soweit.. Ich stecke noch in den Babyschüchen
    Du setzt Dich damit auseinander - das ist schon ein großer Schritt.
    Das war bei mir auch der Anfang vom Umdenken und "Umfühlen".

    Red-Gillian hat Recht mit diesem "in sich Ruhen"...nur: es ist so schwer, das Gefühl zu beschreiben.
    Es ist die Gewissheit, dass mich nichts umhauen kann, und dass für den Fall, dass mein Partner mich schlecht behandelt, ich mich selbst beschützen werde und mich notfalls trennen werde.
    Offenbar hab ich mich früher nicht gemocht, weil ich mir alles mögliche hab gefallen lassen. Und: Ich bin praktisch nicht mehr abhängig von der Liebe meines Partners, trotzdem nehme ich sie gerne an und gebe welche.

    Früher war ich wie so ein halbentwurzelter schiefer Baum. Der kleinste Anlass zur Eifersucht hat mich noch mehr entwurzelt.

    Jetzt bin ich starker senkrechter gut verwurzelter Baum, dem so leicht nichts anhaben kann.

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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Rosa Wolken mal außer acht gelassen (die machen einen natürlich erst mal handlungsunfähig): Nicht?
    Ich behaupte: Doch.
    Wenn ich draufgekommen bin, dass ich ein gewisses destruktives "Beuteschema" verfolge und dann draufkomme, dass mein aktueller Partner genau da wieder reinpasst, dann muss ich mir überlegen, ob mir die Beziehung unterm Strich gut tut, und tut sie das nicht, dann geh ich da raus, egal wann.
    Wenn er aber nicht meinem Beuteschema entspricht? Wenn das was neues ist, oder ganz viel mehr ausgeklügelt wie ich es jemals zu denken gewagt habe?
    Ich bin mir immer noch gar nicht so sicher ob ich die Dinge nicht vielleicht doch falsch sehe oder ich so ein Exot bin, was Beziehungen anbelangt!

    Eifersucht... Ich denke nicht das ich eifersüchtig bin im Sinne von: Die kann Ihn mir wegnehmen oder Die ist besser als ich, er mag Sie lieber als mich oder so... Für mich ist es Wichtig zu spüren an Nummer eins zu stehen.. Zu jeder Zeit (!) und nicht Nummer zwei, drei oder 18 zu sein..
    Ist das eifersucht? Ist das normal oder nicht normal?

    Ich will mir diesen "Status" halt nicht herbeierklären, oder streiten sondern ich erwarte das von meinem Partner... Er kann sich gerne treffen, aber es sollte nicht soweit gehen das Sie denkt sie stünde über mir und mir dann nach einem Treffen dumm ins Gesicht lacht. Vielleicht ist "über mir stehen" auch der falsche Ausdruck, ich weiß aber nicht wie ich es sonst ausdrücken soll...


    Verlieben passiert ja auch recht unterbewusst und das Schlüsselerlebnis, wenn man seine destruktiven Muster durchbrochen hat und ein neues Beuteschema entwickelt hat (was man erst hinterher merkt *g*),
    Toll.. Nachher will ich es aber nicht!!!! Ich will Tricks wie ich vorbauen kann


    ist einfach klasse. Aber es ist rational schwer zu beschreiben - irgendetwas verschiebt sich und das passiert nur zum Teil durch Gedankenarbeit. Arbeit an sich selbst hat viele Nebeneffekte, die man gar nicht so offensichtlich mitbekommt.
    Merke ich auch momentan.


    Was die Damen angeht - die brauchen ihre Spielchen, um sich selber dran hochzuziehen. Ich muss ja nicht mitspielen, sondern kann das Ganze amüsiert wahrnehmen.
    Das geht bei der erste und bei der zweiten vielleicht aber bei der dritten und bei der vierten platzt mir die Hutschnur! Von den meisten habe ich erst im Nachhinein rausgefunden, da war er schon mit Ihnen "befreundet" und ich hatte Ihren Namen noch nicht einmal gehört.

    Wenn ich glaube, dass mein Partner einer andereren die "Nummer 1" zuweist, dann kann ich das ansprechen. ("Hör mal, ich habe das Gefühl dass ....") Und wenn dann meine Befürchtungen nicht ausgeräumt werden können, nun, dann muss er halt diese andere Nummer 1 zur echten Nummer 1 machen, weil ich dann ggf. meinen Platz räume.
    Richtig, Theoretisch hört sich das auch super an, die Umsetzung ist allerdings schwierig wenn man liebt und wenn ich "nur" auf zweite Stelle runtsche wenn eine seiner "Freundinnen" auftaucht...
    Seine Ex hat in der öffentlichkeit - wenn ich dabei war - gar nichts gesagt, er auch nicht.. Dabei haben sie sich fröhlich immer wieder getroffen und wenn sie mich alleine gesehen hat, hat sie mir doof ins Gesicht gelacht.. Ihn gefragt, sagte er: Die spinnt, ich habe keinerlei Kontakt zu Ihr. Steh da drüber!


    Dacht ich mir, dass diese Verflachung kommt.
    NEIN! Ich schrieb ja auch von "traurig und schade". Jeder leidet unter einer Trennung, sogar Leute, die nach außen hin so gar nicht darunter leiden.
    Aber es ist ein Unterschied, ob ich leide, aber in meinem Innersten davon nicht beschädigt werde, oder ob ein Beziehungsbruch dazu führt, mich selbst und meine ganze Welt in Frage zu stellen, weil ich mich allein, für mich stehend, irgendwie nicht sehen kann.
    Aber das hat doch nichts mit der Eifersucht zu tun, oder???

    Ich bin ein emotionaler Typ.. Ich nehm mir das zu Herzen und knausere ganz schlimm an so ner Trennung... Ich fühle mich einsam, ungewollt und alleine.. Das ist nicht schön.. Ich weiß ich bin es nicht, aber manchmal übermannt mich dieses Gefühl und ich kann es nicht abstellen so sehr ich das will, die Welt bricht zusammen. Da kann ich in diesen Momenten nicht gegensteuern.. Er fehlt mir und ich kann das nicht abstellen, egal wie besch.. die Situation war, dieses gemeinsame fehlt mir und dann wein ich und es tut weh...
    Am Anfang war das permanent so, über wochen hinweg. Heute ist es zweimal in der Woche und da kann ich nichts gegen machen...


    Vielleicht hätte ich besser "in mir" schreiben sollen. Ich meine damit kein egomanisches Nur-Auf-Sich-Selbst-bezogen-Sein, sondern ein gelassenes In-Sich-Ruhen. Das ergibt eine wesentlich stabilere Basis, um sich auf den anderen einlassen zu können.
    Das ist ziemlich schwierig umzusetzen...



    Und keine Höhen oder Tiefen? *lach* Herr Gillian1 und ich fetzen uns ständig wegen irgendwas. Oder sind knallverliebt. Jede Menge Höhen und Tiefen. (Mit Herrn Gillian2 ist es - der Beziehungsart geschuldet -ausgeglichener und sanfter, aber auch nicht gleichförmig.)
    Wenn jeder im egomanischen Sinne nur bei sich bliebe, wärs ja kein Miteinander und Beziehung soll ja ein Miteinander sein, sonst ist es keine Beziehung.
    Ist das so besser erklärt?
    Oh, Du führst eine dreier Beziehung? Hm, also das wär so gar nichts für mich... Ich verurteile diese Art Beziehungen zu leben nicht, aber für mich ist das nichts...Wird es auch nie werden..


    Dann überlege ich mir, ob ich damit leben kann oder nicht. Wenn nicht, gehe ich.
    Therorie


    Ja, und bis man kann, das dauert. Aber irgendwann kann man, wenn man dranbleibt.
    Hm... Wenn man weiß wo man Anfangen soll...


    Du hast ja auch vollkommen recht damit!
    Es ist letztendlich blutleeres Kopfgeschwätz und lässt Emotionen völlig beiseite. Das Fleisch an die Knochen und das Blut in die Adern, das ist das Ausleben in einer Beziehung und das sieht bei jeder/m anders aus.
    Ich habe aber eben die Erfahrung gemacht, dass diese furztrockenen "Knochen" ein Gerüst geben können, Halt und Stütze bieten können, wenn das "Beziehungs-Fleisch" drumrum kommt. (Und einen tatsächlich vor "faulem Fleisch" bewahren können.)
    Kannst Du mir bitte erklären wie sowas aussieht? Gib mir eine Situation bitte.


    Klar kann man. Solange man im Auge behält, dass es das Problem von einem ist, nicht von zweien.
    Jeder liebevolle Partner wird seinen Teil dazu beitragen wollen, das Problem zu lösen. Der aber dann bitte nicht darin besteht, sich dem Diktat der Sucht zu beugen (und z.B. die Kontakte abzustellen), sondern auf anderer Ebene dazu beizutragen, dass der Eifersüchtige die Grundlosigkeit seiner Eifersucht erkennen kann und sich wertgeschätzt und in der Beziehung gut aufgehoben fühlt.

    Das ist der Idealfall, ja!

    Die Eifersucht an sich kann nur der Süchtige bekämpfen, aber Partnerunterstützung ist dabei natürlich Gold wert, solange sie sich nicht auf "Methadonverabreichung" beschränkt.
    So wars bei mir... Ich habe Methadon bekommen von meinem Ex-Partner damit ich leise bin, Völloige verwirrung, ratlosigkeit und verzweiflung haben sich breit gemacht als ich mitbekommen habem, das er mich nur vollgestopft hat mit dem Zeug.. Dann bin ich gegangen (worden) und dann fingen die Selbstzweifel an...

    Lilli
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    Das Bauchgefühl ist ein verdammt kluger Kopf!

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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    Achso, nochwas Lilli:
    Setz dich bloss nicht unter Druck, dass du unbedingt völlig eifersuchtsfrei werden kannst. Red-Gillian hat das wohl geschafft...anderen gelingt es nicht restlos, was aber nicht so schlimm ist, wenn man diesen "Rest" einfach als Eigenschaft sehen kann, auf die man liebevoll blicken kann.
    Nobody ist perfect!
    Geändert von Contender2 (07.12.2011 um 16:43 Uhr)

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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    [QUOTE][QUOTE=Contender2;14382966]
    Zitat Zitat von Lilli13 Beitrag anzeigen

    Du setzt Dich damit auseinander - das ist schon ein großer Schritt.
    Das war bei mir auch der Anfang vom Umdenken und "Umfühlen".

    Red-Gillian hat Recht mit diesem "in sich Ruhen"...nur: es ist so schwer, das Gefühl zu beschreiben.
    Es ist die Gewissheit, dass mich nichts umhauen kann, und dass für den Fall, dass mein Partner mich schlecht behandelt, ich mich selbst beschützen werde und mich notfalls trennen werde.
    Offenbar hab ich mich früher nicht gemocht, weil ich mir alles mögliche hab gefallen lassen. Und: Ich bin praktisch nicht mehr abhängig von der Liebe meines Partners, trotzdem nehme ich sie gerne an und gebe welche.

    Ich wusste ja nicht mal was ich mir alles gefallen lies.. ICH wusste es nicht, seine "Freundinnen" wussten Bescheid. Deshalb hat mich ja keine für voll genommen... Ganz schön hart nichts zu wissen, immer zu vermuten und nie die ganze Wahrheit zu wissen...
    Früher war ich wie so ein halbentwurzelter schiefer Baum. Der kleinste Anlass zur Eifersucht hat mich noch mehr entwurzelt.
    Ich bin ein zartes, frisch eingepflanzer Gänseblümchenspor

    Jetzt bin ich starker senkrechter gut verwurzelter Baum, dem so leicht nichts anhaben kann.
    Ich will ne Eiche sein

    Lilli
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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    Zitat Zitat von Contender2 Beitrag anzeigen
    Achso, nochwas Lilli:
    Setz dich bloss nicht unter Druck, dass du unbedingt völlig eifersuchtsfrei werden kannst. Red-Gillian hat das wohl geschafft...anderen gelingt es nicht restlos, was aber nicht so schlimm ist, wenn man diesen "Rest" einfach als Eigenschaft sehen kann, auf die man liebevoll blicken kann.
    Nobody ist perfect!

    Danke meine liebe Contender

    Lilli
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    AW: Wie kann man Eifersucht bekämpfen?

    Zitat Zitat von Lilli13 Beitrag anzeigen
    Ich wusste ja nicht mal was ich mir alles gefallen lies.. ICH wusste es nicht, seine "Freundinnen" wussten Bescheid. Deshalb hat mich ja keine für voll genommen... Ganz schön hart nichts zu wissen, immer zu vermuten und nie die ganze Wahrheit zu wissen...
    Ja, das macht das Ganze noch perfider, finde ich. Man stochert ja nur im Nebel rum.

    Ich glaube, dass Du in vielen Situationen gar nicht eifersüchtig im engeren Sinne warst, sondern du warst verletzt, weil du respektlos behandelt wurdest.
    Das sind bei mir 2 unterschiedliche Gefühle.
    Wenn mein Partner mir Dinge (egal was) verheimlicht oder lügt, fühle ich mich als Partner nicht Ernst genommen und verarscht. So geht das einfach nicht. Es fühlt sich anders an als Eifersucht.

    Ein Klassiker war bei mir früher flirten:
    Wenn mein Ex geflirtet hat, war ich kurz vor der Explosion. Hihi...
    Er:"Ich flirte doch nur"
    Habe ich nicht verstanden. Der Gedanke, dass er mit mir zusammen ist, weil er das will, kam mir gar nicht. Ich hab mich so reingesteigert, dass ich vergass, wie harmlos und freudebereitend ein Flirt sein kann. Gedacht hab ich stattdessen: er flirtet, weil er die andere will, und er sucht eine andere vor meinen Augen *Frechheit*, das ist der Anfang vom Ende der Beziehung.

    Total schräg echt.




    Ich bin ein zartes, frisch eingepflanzer Gänseblümchenspor
    hihi...ich sehe dich als junge Eiche, die schon senkrecht steht, aber wo ein paar Äste abgebrochen sind (aufgrund der Respektlosigkeiten Deines Ex). Bissl mehr Verwurzelung würde auch nicht schaden!


    Ich will ne Eiche sein
    Wird schon!
    Geändert von Contender2 (07.12.2011 um 17:21 Uhr)

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