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  1. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Hallo!

    Es gibt kaum einen Menschen, der eine durchweg positive Gefühlswelt hat. Wenn Dich Deine negative Sicht so stört, wäre das doch schon ein Ansatzpunkt hier ggf. auch mit Hilfe anzusetzen.
    Ich habe furchtbare Angst davor, dass ich dann nicht mehr mitkriege, wenn mich jemand übers Ohr hauen will oder ich nur ausgenutzt werde. Daher meine Fixierung wahrscheinlich. Unter anderem.

    Ein Versuch, mal nicht jedem gleich was Schlechtes zu unterstellen schlug gnadenlos fehl. Ein Bekannter erzählte eine Begebenheit und mittendrin meldete sich wieder meine schwarze Sichtweise. Ich dachte noch bei mir: ah, die hatte doch sicherlich dies und jenes im Sinn. Sofort habe ich mich selber gerügt dafür und mir selber gesagt, dass doch nicht immer jemand so mies sein muss. Die Geschichte ging weiter und letztenendes kam doch das heraus, was ich zu Anfang vermutete. Es gibt sooo viel Mieses in dieser Welt. Ich frage mich nur manchmal, warum es sich in meiner Welt so anhäuft?! Oder vielleicht frage ich mich, wie andere mit solchen Schauermärchen und miesen Dingen um sich herum noch fröhlich sein können.

    Ich fände es seltsam neben meinem Mann zu sitzen und dann gleichzeitig online zu flirten. Wobei ich nicht denke, dass es in der Situation und wenn der Mann wußte, dass Dein Mann auch da ist zu einem Flirt gekommen wäre.
    Wir saßen eben nebeneinander, jeder vor seinem Bildschirm. Und da schrieb dieser Typ mich an. Ein entfernter Bekannter von uns. Naja, und ich sagte das gleich meinem Mann, guck mal da. Ich wollte eigentlich mit ihm zusammen darüber unken und mich gleichzeitig auch mal zur Abwechslung ein bisschen gut fühlen, dass mir ein Kerl schreibt. Zugegeben ging es mir überhaupt nicht um diesen Mann, der ein ziemlicher Hallodri ist, wie wir beide wissen. Wir haben auch nicht wirklich geflirtet. Eben Smalltalk gewissermaßen. Aber ich habe mich eben ein wenig gut gefühlt, und vielleicht fand ich es gar nicht so übel, dass mein Mann mitkriegt, dass mir auch mal jemand schreibt. Ja, ich schätze mal, dass mein Mann eben einen Flirt unterbinden wollte. Nicht dass ich jetzt furchtbar wild drauf gewesen wäre, ich will wirklich überhaupt nichts von dem Kerl. Aber ich war irgendwie total geknetscht, weil ich meinen Mann nie von einer anderen Frau weggeholt habe oder mich dazwischen gedrängt habe, um ein Gespräch zu unterbinden. Desweiteren hätte ich dem Mann auch nicht so viel zu sagen gehabt. Der ist auch nicht so richtig vertrauenswürdig und wechselt die Frauen scheinbar wie die Unterhemden. Was mich auch traurig gemacht hat ist, dass ich wieder mal sehen musste, dass ich nicht mal einen vernünftigen Smalltalk über mehr als 5 Sätze hin und her zustande kriege und meinem Mann das alles sooo leicht fällt. Heißt: ich sitze blöd rum, während mein Mann andere zutexten kann und super locker leicht Kontakte machen kann.

    Warum sitzt Du dann "blöd in der Ecke" und redest nicht mit anderen Leuten?
    Ich kann irgendwie niemanden an mich ranlassen. Das bereitet mir enorm Probleme. Daher komme ich meist nicht über den Smalltalk raus. Die wollen dann alles über mich wissen. Womöglich soll man mal vorbei kommen usw. Ich bin kein Erzähler, kein Unterhalter. Mein Mann kann Leute echt gut unterhalten. Und daher denke ich oft, dass ich da nicht hinpasse. Ich stinke total gegen ihn ab. Und eine Beziehung sollte wohl eher ausgeglichen sein.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, wenn ich jetzt voller guter Vorsätze losziehen würde, ich würde entweder wieder am Tisch sitzen und niemand gibt sich mit mir ab oder jemanden finden, der mich den ganzen Abend zutextet. Am besten geht's vielleicht noch in einer Runde, wo ich nicht unbedingt was sagen muss. Aber dann wird man ja auch schon manchmal blöd angeguckt.

    Das ist auch eine seltsame Strategie. Kann Dein Mann ja aber auch gar nicht machen, wenn er Dich gar nicht beachtet.

    Auf einer Veranstaltung ist es ja übrigens auch kein "Gespräch unter vier Augen".
    Er kriegt es wohl schon mit, bei wem ich rumhänge. Demnach wird dann gehandelt. Er kann locker alles unter einen Hut kriegen. Unter vier Augen sicher nicht unbedingt. Aber man kann durchaus dort zu zweit oder zu mehreren rumhängen. Alles kein Problem.

    Wenn das Weibchen das mit sich machen lässt, ist es selbst dran schuld und wird ggf. zurecht Weibchen genannt, statt selbstbewußte Frau.
    Ja, wohl richtig. Aber ich kann mich selbst zwar verbessern, aber meinem Mann würde ich im Reden nie das Wasser reichen können. Da könnte ich noch so selbstbewusst sein. Man muss es ja auch können und die Energie dazu aufbringen.

    Du kannst das Verhalten Deines Partners auch nicht ändern, das kann nur er selbst. Du kannst aber Dein eigenes Verhalten ändern, wenn Du das denn willst.
    Vielleicht klammere ich mich an mein Ich, so wie es ist. Denn alles andere ich vollkommen unverlässlich. Wenn ich jetzt auch noch jemand anderes werde - mir macht das Angst. Blöd, ich weiß. Und ich habe tatsächlich Angst davor, was kommt, wenn ich mich verändere. Das weiß ich nämlich nicht. Das was ich hier kriege ist zwar nicht schön, aber berechenbar.

    Du musst es nicht vereiteln und ihn ins Abseits schieben. Das fände ich kindisch und unreif. Hast Du so ein Verhalten auf eine Veranstaltung auf der Du warst schonmal gesehen von einer anderen Frau?
    Deshalb mache ich sowas ja auch nicht. Aber ich weiß mir dann eben nicht anders zu helfen, als meinen Mann mit allem, was mir zur Verfügung steht irgendwie begreiflich zu machen, dass mich das verletzt und dass er nicht einfach mit der anderen machen kann, was er will. (Jaja, ich weiß, natürlich kann er das. Aber was für eine Beziehung wäre das denn dann noch?)

    Du kannst alles schaffen, wenn Du es denn willst. Ich habe leider mittlerweile den Eindruck, dass Du nicht willst und Dir immer wieder Ausreden suchst, um es gar nicht erst versuchen zu müssen.


    Du sagst Du möchtest Kontakte und findest dann wieder gleich Gründe, warum das doch nicht geht und was dagegen spricht. Erkennst Du Dein Muster?
    Man muss auch mal parat stehen, wenn's einem schlecht geht oder man eigentlich keine Zeit hat. Es hat für mich dann halt was von Kontrollverlust, weil man auch auf die Bedürfnisse der anderen eingehen soll, und ich habe das Gefühl, dass ich mich selber dabei aus den Augen verliere. Ich habe oft das Gefühl, dass mir die Luft wegbleibt, ständig muss man Leute auf Abstand halten. Die anderen haben mehr Energie als ich und kriegen alles andere auch noch locker geregelt. Ich aber nicht usw.

    Du kannst mit dem Mann gerne flirten wenn Dir danach ist, hättest Du übrigens immernoch tun können, denn dein Mann kann ja nicht lesen was Du bei Facebook im Chat schreibst.

    Warum hast Du Dich denn zurück gezogen?

    Ein Flirt im Realen Leben ist aber ungleich spaßiger als online.
    So richtig interessiert war ich gar nicht. Aber ich fühlte mich auch mal etwas begehrt, so blöd es klingt. Und mein Mann saß ja auch daneben. Das ist praktisch wie ein Verhütungsmittel. Tja, irgendwie wusste ich nicht mehr, was ich schreiben sollte. Und der war dann mit meinem Mann beschäftigt und sicherlich auch etwas demotiviert, weil er sich ja gleich dazwischengeschaltet hat so nach dem Motto: Hey, lass meine Frau in Ruhe

    Dass es im realen Leben mehr Spaß macht ist mir auch klar. Leider beobachte ich das ja meist nur an meinem Mann

    Du bist jung, du bist gesund, oder? Bist du krank? Dann geh zu einem Arzt und lass dir helfen.
    Weißt du, manchmal haben scheinbar komplizierte Probleme ganz banale Ursachen und deren Lösung ist eigentlich ganz easy: Du hast einfach viel zu viel Freizeit. Keine echten Probleme, keine Verantwortung, sondern einfach nur Unmengen Zeit zum Grübeln. Dir geht es zu gut.
    Da könntest du sogar recht haben. Ich glaube ich habe einfach Angst, vor vollendeten Tatsachen zu stehen und grübel mir einen ab vor lauter Angst. Die Frage wäre, was du unter echten Problemen verstehst.

    Und andere regeln ihr Leben auch, wenn sie müssen und keiner da ist, der das für sie übernimmt. Denen geht es auch nicht immer gut, und trotzdem halten sie das einfach durch. Erst durchs Handeln kann man überhaupt so etwas wie Selbstbewusstsein entwickeln, Grübeleien werden dir keines aufbauen und nichts in deinem Leben ändern.
    Hilft einem das z. B. wenn man einigermaßen im Beruf zurecht kommt gegen Liebeskummer oder Eifersucht? Es ist wohl alles relativ.

    LG


    Schwimmentchen

  2. gesperrt

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    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Es gibt sooo viel Mieses in dieser Welt. Ich frage mich nur manchmal, warum es sich in meiner Welt so anhäuft?!
    Weil Du das Schöne, Positive, Tolle nicht siehst. Ich weiß nicht, ob du es nicht sehen WILLST oder es nicht (mehr) KANNST.

    Am Grand Canyon hat mal einer enttäuscht zu mir gesagt: Des iss ja bloss ein tiefes Loch. , das war seine Wirklichkeit. Meine Wirklichkeit war: großartig, Wahnsinn!!!

    Manchmal denke ich, du siehst an dir selbst auch nix positives.

  3. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Hallo!

    Tja, das ist sicherlich vollkommen richtig, Contender...

    Welche positiven Gedanken kann ich mir denn ernsthaft machen, wenn mein Mann wieder eine seinem Ideal entsprechenden Frau trifft, kennen lernt, er den ganzen Abend an ihr dran klebt gewissermaßen und ich mir denken kann, dass es nur noch daran liegt, ob sie auch will, ob was passiert oder nicht.... Wie soll ich mir das noch schöndenken?

    LG

    Schwimmentchen

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Tja, das ist sicherlich vollkommen richtig, Contender...

    Welche positiven Gedanken kann ich mir denn ernsthaft machen, wenn mein Mann wieder eine seinem Ideal entsprechenden Frau trifft, kennen lernt, er den ganzen Abend an ihr dran klebt gewissermaßen und ich mir denken kann, dass es nur noch daran liegt, ob sie auch will, ob was passiert oder nicht.... Wie soll ich mir das noch schöndenken?

    LG

    Schwimmentchen
    Na ja, meine Antwort oben war auf Deine allgemeine Feststellung, dass sich das "Miese" bei Dir angeblich anhäuft, gemünzt. Ich meinte nicht das Verhalten Deines Mannes im Speziellen.

    Das Verhalten Deines Mannes würde mich auch anöden, von wegen "kleben".

    Aber:
    Du, Schwimmentchen, bist doch eine eigenständige Person. Überlege mal: Du bist doch für sich gesehen ein Mensch, der seine Vorzüge, und natürlich auch Fehler hat, wie jeder andere Mensch. Könntest du dich denn nicht innerlich mal abkoppeln von dem, was dein Mann da oft macht?

    Es wurden hier im Faden Ratschläge gegeben in die Richtung, dass du selber auf Dich schaust und vor allem aktiv wirst. Dass du nicht wie gelähmt verharrst und passiv bleibst, und gleichzeitig deinen eigenen Wert m.M nach von Deinem Mannes abhängig machst.

    Leider weiß ich gerade net, wie ich mich besser ausdrücken könnte, damit du dich selbst als wertvoll erkennen kannst. Und damit du erkennst, dass die Welt einerseits sehr wohl voller "mieser Dinge" ist, aber andererseits auch voller wundervollen, großartigen, positiven Dingen!

  5. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Ich habe furchtbare Angst davor, dass ich dann nicht mehr mitkriege, wenn mich jemand übers Ohr hauen will oder ich nur ausgenutzt werde. Daher meine Fixierung wahrscheinlich. Unter anderem.
    Und aus dieser Angst heraus, verpasst Du es zu leben!

    Ein Versuch, mal nicht jedem gleich was Schlechtes zu unterstellen schlug gnadenlos fehl. Ein Bekannter erzählte eine Begebenheit und mittendrin meldete sich wieder meine schwarze Sichtweise. Ich dachte noch bei mir: ah, die hatte doch sicherlich dies und jenes im Sinn. Sofort habe ich mich selber gerügt dafür und mir selber gesagt, dass doch nicht immer jemand so mies sein muss. Die Geschichte ging weiter und letztenendes kam doch das heraus, was ich zu Anfang vermutete. Es gibt sooo viel Mieses in dieser Welt. Ich frage mich nur manchmal, warum es sich in meiner Welt so anhäuft?! Oder vielleicht frage ich mich, wie andere mit solchen Schauermärchen und miesen Dingen um sich herum noch fröhlich sein können.
    Es häuft sich in Deiner Welt nicht an, Du konzentrierst Dich nur so absolut darauf.

    Meinst Du mein Leben ist immer eitel Sonnenschein? Ich war schon oft am Boden zerstört, hab mich dann aber selbst wieder aus dem Mist rausgezogen? Warum? Weil das mein Leben ist und mir das nicht verderben lasse. Ich bin für mich verantwortlich und ich kümmere mich darum, dass es mir gut geht.

    Wir saßen eben nebeneinander, jeder vor seinem Bildschirm. Und da schrieb dieser Typ mich an. Ein entfernter Bekannter von uns. Naja, und ich sagte das gleich meinem Mann, guck mal da. Ich wollte eigentlich mit ihm zusammen darüber unken und mich gleichzeitig auch mal zur Abwechslung ein bisschen gut fühlen, dass mir ein Kerl schreibt. Zugegeben ging es mir überhaupt nicht um diesen Mann, der ein ziemlicher Hallodri ist, wie wir beide wissen. Wir haben auch nicht wirklich geflirtet. Eben Smalltalk gewissermaßen. Aber ich habe mich eben ein wenig gut gefühlt, und vielleicht fand ich es gar nicht so übel, dass mein Mann mitkriegt, dass mir auch mal jemand schreibt. Ja, ich schätze mal, dass mein Mann eben einen Flirt unterbinden wollte.
    Und warum "schätzt" Du das? Vielleicht wollte er auch nur etwas plaudern.

    Nicht dass ich jetzt furchtbar wild drauf gewesen wäre, ich will wirklich überhaupt nichts von dem Kerl. Aber ich war irgendwie total geknetscht, weil ich meinen Mann nie von einer anderen Frau weggeholt habe oder mich dazwischen gedrängt habe, um ein Gespräch zu unterbinden. Desweiteren hätte ich dem Mann auch nicht so viel zu sagen gehabt. Der ist auch nicht so richtig vertrauenswürdig und wechselt die Frauen scheinbar wie die Unterhemden. Was mich auch traurig gemacht hat ist, dass ich wieder mal sehen musste, dass ich nicht mal einen vernünftigen Smalltalk über mehr als 5 Sätze hin und her zustande kriege und meinem Mann das alles sooo leicht fällt. Heißt: ich sitze blöd rum, während mein Mann andere zutexten kann und super locker leicht Kontakte machen kann.
    Kannst Du ganz genauso wenn Du willst. Du musst eben nur die Leute kontaktieren, wenn Du liest, dass sie online sind.

    Ich kann irgendwie niemanden an mich ranlassen. Das bereitet mir enorm Probleme. Daher komme ich meist nicht über den Smalltalk raus. Die wollen dann alles über mich wissen. Womöglich soll man mal vorbei kommen usw. Ich bin kein Erzähler, kein Unterhalter. Mein Mann kann Leute echt gut unterhalten. Und daher denke ich oft, dass ich da nicht hinpasse. Ich stinke total gegen ihn ab. Und eine Beziehung sollte wohl eher ausgeglichen sein.
    Ich glaube eher, dass Du niemanden an Dich ranlassen "willst". Es gibt auch Dinge, die mir Probleme machen, jeder Mensch hat seine Probleme. Probleme sind aber eben dafür da gelöst zu werden.

    Lass Deinen Mann dabei aussen vor. Du brauchst Dich nicht mit ihm vergleichen. Gehe Dein eigenes Thempo.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, wenn ich jetzt voller guter Vorsätze losziehen würde, ich würde entweder wieder am Tisch sitzen und niemand gibt sich mit mir ab oder jemanden finden, der mich den ganzen Abend zutextet. Am besten geht's vielleicht noch in einer Runde, wo ich nicht unbedingt was sagen muss. Aber dann wird man ja auch schon manchmal blöd angeguckt.
    Und schon wieder suchst Du Gründe dafür Dinge erst gar nicht auszuprobieren. Erkennst Du Dein Muster?

    Er kriegt es wohl schon mit, bei wem ich rumhänge. Demnach wird dann gehandelt. Er kann locker alles unter einen Hut kriegen. Unter vier Augen sicher nicht unbedingt. Aber man kann durchaus dort zu zweit oder zu mehreren rumhängen. Alles kein Problem.
    Warum tust Du das dann nicht? Warum sitzt Du alleine in der Ecke und schmollst?

    Ja, wohl richtig. Aber ich kann mich selbst zwar verbessern, aber meinem Mann würde ich im Reden nie das Wasser reichen können. Da könnte ich noch so selbstbewusst sein. Man muss es ja auch können und die Energie dazu aufbringen.
    Es ist - gelinde gesagt - scheiß egal ob Du Deinem Mann damit das Wasser reichen kannst oder nicht. Es geht darum, dass Du erstmal überhaupt was tust und nicht immer gar nicht erst einen Versuch startest.

    Wenn Du es nicht versuchst, dann kann es def. nichts werden.

    Vielleicht klammere ich mich an mein Ich, so wie es ist. Denn alles andere ich vollkommen unverlässlich. Wenn ich jetzt auch noch jemand anderes werde - mir macht das Angst. Blöd, ich weiß. Und ich habe tatsächlich Angst davor, was kommt, wenn ich mich verändere. Das weiß ich nämlich nicht. Das was ich hier kriege ist zwar nicht schön, aber berechenbar.
    Klasse, also klammerst Du Dich an etwas mit dem Du Dich nicht wohl fühlst. Du wirst ganz sicher "niemand anderes" Du bleibst immer Du. Momantan geht es Dir nicht gut, also was hast Du zu verlieren?

    Deshalb mache ich sowas ja auch nicht. Aber ich weiß mir dann eben nicht anders zu helfen, als meinen Mann mit allem, was mir zur Verfügung steht irgendwie begreiflich zu machen, dass mich das verletzt und dass er nicht einfach mit der anderen machen kann, was er will. (Jaja, ich weiß, natürlich kann er das. Aber was für eine Beziehung wäre das denn dann noch?)
    Frage ich mich auch. Also handle und arbeite an dem an dem Du arbeiten kannst - an Dir selbst.

    Man muss auch mal parat stehen, wenn's einem schlecht geht oder man eigentlich keine Zeit hat.
    Wo hast Du das denn her. Wenn ich keine Zeit habe, dann habe ich keine Zeit. Das kann man Freunden doch auch sagen.

    Übrigens schon wieder findest Du Gründe......

    Es hat für mich dann halt was von Kontrollverlust, weil man auch auf die Bedürfnisse der anderen eingehen soll, und ich habe das Gefühl, dass ich mich selber dabei aus den Augen verliere. Ich habe oft das Gefühl, dass mir die Luft wegbleibt, ständig muss man Leute auf Abstand halten. Die anderen haben mehr Energie als ich und kriegen alles andere auch noch locker geregelt. Ich aber nicht usw.
    Es ist ein Geben und Nehmen. Du bekommst ja auch etwas dafür.

    Ich sage es Dir nochmal. Suche Dir Hilfe von aussen, wenn Du es nicht alleine schaffst, aber arbeite an Dir.

    So richtig interessiert war ich gar nicht. Aber ich fühlte mich auch mal etwas begehrt, so blöd es klingt. Und mein Mann saß ja auch daneben. Das ist praktisch wie ein Verhütungsmittel. Tja, irgendwie wusste ich nicht mehr, was ich schreiben sollte. Und der war dann mit meinem Mann beschäftigt und sicherlich auch etwas demotiviert, weil er sich ja gleich dazwischengeschaltet hat so nach dem Motto: Hey, lass meine Frau in Ruhe
    Ich sehe es nicht so. Wieder die Fixierung auf das Negative.

    Dass es im realen Leben mehr Spaß macht ist mir auch klar. Leider beobachte ich das ja meist nur an meinem Mann
    Das kannst nur Du ändern.

    Da könntest du sogar recht haben. Ich glaube ich habe einfach Angst, vor vollendeten Tatsachen zu stehen und grübel mir einen ab vor lauter Angst. Die Frage wäre, was du unter echten Problemen verstehst.
    Echte Probleme. Wie wirklich krank werden, geliebte Personen verlieren etc. Dinge, die Du selbst nur schlecht beeinflussen kannst.

    Hilft einem das z. B. wenn man einigermaßen im Beruf zurecht kommt gegen Liebeskummer oder Eifersucht? Es ist wohl alles relativ.

    Ja, es kann einem helfen. Man ist erstmal beschäftigt und hat nicht soviel Zeit zum Phantasien zusammen spinnen.

  6. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Tja, das ist sicherlich vollkommen richtig, Contender...

    Welche positiven Gedanken kann ich mir denn ernsthaft machen, wenn mein Mann wieder eine seinem Ideal entsprechenden Frau trifft, kennen lernt, er den ganzen Abend an ihr dran klebt gewissermaßen und ich mir denken kann, dass es nur noch daran liegt, ob sie auch will, ob was passiert oder nicht.... Wie soll ich mir das noch schöndenken?

    LG

    Schwimmentchen
    Du bist am Leben, Du bist gesund, Du kannst Dein Leben in die Hand nehmen. Du bist ein freier Mensch, der freie Entscheidungen treffen kann. Der Frühling kommt.

    Für mich ist das alles eindeutig schön.

  7. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Hallo!

    Was mich grade beschäftigt, hab's grad wo gelesen, ist der Reiz des Verbotenen. Der Kick, wenn man grade wieder eine Grenze überschreitet, welche man eigentlich nicht überschreiten sollte. Ich vermute schon, dass das bei meinem Mann eine große Rolle spielt. Und ich sehe mich ohnmächtig dagegen und mit jeder Grenze, die er für sich überschreitet, verändert sich der Tellerrand. Der Tellerrand, den ich nicht wage zu überschreiten. Bei uns zu Hause war erfahrungsmäßig auch vieles eher konserviert. Mir macht das eben Angst, dass sich nun auch zu Hause, in meiner Beziehung oder bei mir selbst ständig etwas ändern soll / muss. Wo finde ich denn noch einen Halt in der schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft, wo ich mit meiner Leistungsfähigkeit nicht mithalten kann?

    Wir sind beide jeweils die ersten Partner füreinander. Und ich habe schon lange das Gefühl, dass mein Mann sich vielleicht hätter erst austoben müssen. Ich schätze, ihn beschäftigt das sehr oft, wie es wäre mit anderen Frauen usw. Er hat mir in einem Gespräch gewissermaßen versichert, dass er mich niemals betrügen würde. Doch irgendwie konnte er mir nicht wirklich dabei in die Augen sehen. Dieses ganze wir wollen / sollen uns treu sein bis ans Lebensende - das kann wohl nicht funktionieren.

    Hat man eine Grenze erstmal überschritten, muss die nächste Grenze herhalten, und es geht immer weiter. Mir fällt grade auf, dass ich das ganze natürlich auch für mich nutzen kann, um im Leben immer einen Schritt vor den anderen zu kriegen. Doch in dem Zusammenhang Ehe und Treue macht mir das immens Angst. Es würde doch irgendwie nie aufhören. Naja und ich habe halt schon von Anfang an so das Gefühl, dass er mit mir nicht wirklich vollkommen zufrieden ist und irgendwie Sehnsucht nach anderen Frauen hat. Er bemüht sich regelmäßig um die Frauen, die seinem Ideal nahe kommen oder es sogar erfüllen können. Und mich höhlt es regelrecht aus.

    Doch trennen wollen wir uns eigentlich nicht, offene Beziehung wird auch nicht funktionieren, so kann ich das aber auch nicht haben bis ans Lebensende, ständig auf dem Pulverfass hocken. Ich weiß nicht, was ich tun soll Das macht einen ja wirklich wahnsinnig sowas.

    Vor lauter Angst davor, was passiert oder dass wir uns trennen müssen oder so klebe ich fest in dem Blick auf meinen Mann, was er tut und was nicht. Weil ich mich so unendlich hilflos fühle, hoffe ich, das irgendwie unterbinden zu können. Ich bin mir unsicher, die Beziehung zu beenden, denke immer, dass ich total versagt habe und dass ich vielleicht nicht genug getan habe dafür. Ich könnte natürlich dies und jenes verbessern, so oder so. Aber was kann ich tun gegen die Neugier auf andere Frauen und das Gefühl, was verpasst zu haben? Was kann ich tun gegen den Drang andere sexuelle Erfahrungen machen zu wollen? Kann ich etwas tun?

    Ich muss mich selbst entwickeln, eigenständig werden. Letztenendes werde ich sowieso auf mich selbst zurückfallen und wieder allein sein. Davor habe ich wohl tatsächlich Angst. Und vielleicht lenkt mich das ja ab von meinem eigenen "Elend", dass ich eben vollkommen unnütz zu Hause rumhocke und mir selbst nur Leid tue.

    LG


    SE

  8. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Was mich grade beschäftigt, hab's grad wo gelesen, ist der Reiz des Verbotenen. Der Kick, wenn man grade wieder eine Grenze überschreitet, welche man eigentlich nicht überschreiten sollte. Ich vermute schon, dass das bei meinem Mann eine große Rolle spielt.
    Statt Deine Zeit darauf zu werden Dir Phantasien zu basteln was Dein Mann alles tun oder nicht tun könnte, solltest Du Deine Zeit lieber nutzen, zum Dir zu überlegen was Du tun kannst.

    Und ich sehe mich ohnmächtig dagegen und mit jeder Grenze, die er für sich überschreitet, verändert sich der Tellerrand. Der Tellerrand, den ich nicht wage zu überschreiten. Bei uns zu Hause war erfahrungsmäßig auch vieles eher konserviert. Mir macht das eben Angst, dass sich nun auch zu Hause, in meiner Beziehung oder bei mir selbst ständig etwas ändern soll / muss. Wo finde ich denn noch einen Halt in der schnelllebigen, leistungsorientierten Gesellschaft, wo ich mit meiner Leistungsfähigkeit nicht mithalten kann?
    Du findest in Dir selbst halt. Wenn Du Dir selbst Ziele setzt und Dir selbt bewußt bist, dann kannst Du Dich nicht verlieren.

    In Schockstarre dazusitzen und gar nichts zu tun, wohin bringt Dich das?

    Wir sind beide jeweils die ersten Partner füreinander. Und ich habe schon lange das Gefühl, dass mein Mann sich vielleicht hätter erst austoben müssen. Ich schätze, ihn beschäftigt das sehr oft, wie es wäre mit anderen Frauen usw.
    Ich befürchte es beschäftigt Dich deutlich mehr als ihn.

    Er hat mir in einem Gespräch gewissermaßen versichert, dass er mich niemals betrügen würde. Doch irgendwie konnte er mir nicht wirklich dabei in die Augen sehen. Dieses ganze wir wollen / sollen uns treu sein bis ans Lebensende - das kann wohl nicht funktionieren.
    Wenn Du das sagst.

    Hat man eine Grenze erstmal überschritten, muss die nächste Grenze herhalten, und es geht immer weiter.
    Sagt wer? Einen Automatismus gibt es da nicht, jeder Mensch kann das für sich selbst entscheiden und ist dem nicht ausgeliefert.

    Mir fällt grade auf, dass ich das ganze natürlich auch für mich nutzen kann, um im Leben immer einen Schritt vor den anderen zu kriegen. Doch in dem Zusammenhang Ehe und Treue macht mir das immens Angst. Es würde doch irgendwie nie aufhören. Naja und ich habe halt schon von Anfang an so das Gefühl, dass er mit mir nicht wirklich vollkommen zufrieden ist und irgendwie Sehnsucht nach anderen Frauen hat. Er bemüht sich regelmäßig um die Frauen, die seinem Ideal nahe kommen oder es sogar erfüllen können. Und mich höhlt es regelrecht aus.
    Dann steig aus dem Kreislauf aus. Sein Verhalten kannst Du nicht ändern, Deins schon. Also tue was.

    Doch trennen wollen wir uns eigentlich nicht, offene Beziehung wird auch nicht funktionieren, so kann ich das aber auch nicht haben bis ans Lebensende, ständig auf dem Pulverfass hocken. Ich weiß nicht, was ich tun soll Das macht einen ja wirklich wahnsinnig sowas.
    Dann triff endlich eine Entscheidung. Lass ihn aussen vor und schau was Du wirklich willst.

    Vor lauter Angst davor, was passiert oder dass wir uns trennen müssen oder so klebe ich fest in dem Blick auf meinen Mann, was er tut und was nicht. Weil ich mich so unendlich hilflos fühle, hoffe ich, das irgendwie unterbinden zu können.
    Kannst Du aber nicht. Das weisst Du selbst doch auch.

    Ich bin mir unsicher, die Beziehung zu beenden, denke immer, dass ich total versagt habe und dass ich vielleicht nicht genug getan habe dafür. Ich könnte natürlich dies und jenes verbessern, so oder so. Aber was kann ich tun gegen die Neugier auf andere Frauen und das Gefühl, was verpasst zu haben? Was kann ich tun gegen den Drang andere sexuelle Erfahrungen machen zu wollen? Kann ich etwas tun?
    Wenn Du Dir selbst treu bleibst, Dich darum sorgst, dass Du in Deinem Leben glücklich bist, dann kannst Du gar nicht versagen.

    Gegen die Art Deines Mannes kannst Du gar nichts tun. Du kannst nur und ausschließlich an Dir selbst arbeiten.

    Ich muss mich selbst entwickeln, eigenständig werden. Letztenendes werde ich sowieso auf mich selbst zurückfallen und wieder allein sein.
    Zum ersten Satz ein def. "JA!!!!!!!!". Zum zweiten, das ist der falsche Ansatz.

    Davor habe ich wohl tatsächlich Angst. Und vielleicht lenkt mich das ja ab von meinem eigenen "Elend", dass ich eben vollkommen unnütz zu Hause rumhocke und mir selbst nur Leid tue.
    Wenn Dir das so erscheint, dann ist das doch der beste Grund daran etwas zu ändern, oder?

    Geh raus, such Dir einen neuen Job, geh spazieren bei dem tollen Frühlingswetter es gibt sooo viele Möglichkeiten. Geh in einen Verein, mach Sport alles ist möglich.

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    Ach, Schwimmentchen, du kommst mir so vor wie in einem Hamsterradl. Raus da!

    Manchen hilft es, wenn sie eine Vision entwickeln.

    Beispiel: Man steckt in einer nervigen Beziehung und will raus. Vor dem inneren Auge sieht am eine kleine hübsche eigene Wohnung, und eine unabhängige Frau, die finanziell auf eigenen Beinen steht, zur Not auch übergangsweise durch staatliche Hilfe. Eine Frau, die aufblüht, an sich selbst denkt, Hobby´s wieder aufgreift oder neu angreift. Eine Frau, deren Gedanken nicht mehr um einen Mann kreisen, sondern die sich um sich selber kümmert und sich verwöhnt, und auch durchaus eine ganze Weile das Single-Leben genießt.

    Wenn man nur will, kann diese Vision Wirklichkeit werden. In kleinen praktischen Schritten kann es Richtung Ziel gehen!

  10. Inaktiver User

    AW: Eifersüchtig auf "Schlampen"

    @Contender, schönes Bild

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