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  1. Moderation

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von ceremony Beitrag anzeigen
    Ich war immer begründet eifersüchtig. Was lernt man daraus?
    Welchen praktischen Nutzen hatte das für dein Leben? Hat es sich als überlebensnotwendig erwiesen?

    Ich habe mich, wenn eifersüchtig, immer dusseliger benommen als wenn ich bis zum Filmriß betrunken war... Praktischer Nutzen im negativen Bereich. Deswegen frag' ich.

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von ceremony Beitrag anzeigen
    Ist schon klar, bei euch heißt es "traurig" oder "bekümmert". Wir meinen aber dasselbe.
    Traurigkeit ist doch nicht mit Eifersucht gleichzusetzen!

    Zitat Zitat von ceremony Beitrag anzeigen
    Wieso? Meiner Meinung nach ist Eifersucht sogar sehr lösungsorientiert: nämlich den/die Rivalen/in auszuschalten, um das eigene Revier zu verteidigen.
    Und du glaubst tatsächlich, Eifersucht vermag das? Das würde ja bedeuten, dass du es in jedem Fall deiner (begründeten) Eifersucht geschafft hast, die Stellung bei deinem Partner zurückzuerlangen indem du die Rivalin in die Flucht geschlagen hast.

    Wenn die Eifersucht den Mann tatsächlich dazu veranlasst hat, sich wieder liebend seiner ursprünglichen Partnerin zuzuwenden... ok. Kann ich mir nur nicht vorstellen.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Welchen praktischen Nutzen hatte das für dein Leben? Hat es sich als überlebensnotwendig erwiesen?

    Ich habe mich, wenn eifersüchtig, immer dusseliger benommen als wenn ich bis zum Filmriß betrunken war... Praktischer Nutzen im negativen Bereich. Deswegen frag' ich.
    Guter Ansatz, denk ich.

  3. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Und inwiefern verkürzt es das Leben, innerhalb einer sozialen Gruppe, die ein Revier teilt, darauf zu *verzichten*, Leute "auszuschalten"?
    Wenn die Ressourcen begrenzt sind und/oder eventuell nicht gleichmäßig sondern entsprechend sozialer Hierarchien unterschiedlich verteilt werden kann es durchaus lebensverlängernd sein, Rivalen auszuschalten. Zum Glück leben wir heute in einer Gesellschaft, in der wir relativ frei sind von diesen existenziellen Sorgen. Trotzdem glaube ich nicht, dass man Eifersucht einfach rational „abschalten“ kann.

    Aber sicherlich hat Eifersucht auch etwas mit Kindheitserfahrungen zu tun. Wenn man schon früh das Gefühl hatte, dass einem Bezugspersonen „weggenommen“ werden (und so etwas ist für ein Kind vom Gefühl her ja durchaus lebensbedrohlich) beeinflusst das das spätere Leben.

    Ich bin ab und zu eifersüchtig. Auch oft grundlos. Ich bin zum Glück in der Lage (meistens zumindest), reflektiert damit umzugehen. Aber ich kann nicht einfach entscheiden, nicht mehr eifersüchtig zu sein.

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das sehe ich genau umgekehrt, liebe ceremony: Eifersucht ist unter anderem deshalb so sinnlos, weil man nicht unersetzlich ist.
    Aber möchte nicht jeder das für jemanden sein: einzigartig und unersetzlich? Wozu sonst gibt es exklusive Beziehungen? Sollte man dann nicht besser gleich offene Beziehungen anstreben und sich am besten an niemanden emotional zu sehr binden?

    Ich gebe zu, ich habe ein Problem damit zu wissen, ich kann nie, nie, nie für jemanden genug sein. Es wird immer auch andere Frauen geben, für die mein Freund/Mann Liebe empfinden kann und sicher auch wird und ich kann nichts dagegen tun.

    Wie kommt man damit klar? Ich habe ehrlich gesagt keine Antwort darauf, völlig ohne Eifersucht zu leben würde für mich gleichzeitig bedeuten, emotional immer auf Distanz zu bleiben und auf den letzten Schritt zu verzichten mich auf jemanden wirklich einzulassen.

    Was braucht man, welche Gedanken und Gefühle muss man haben um beides miteinander verbinden zu können (Nähe zulassen und sich gleichzeitig mit der eigenen Ersetzbarkeit abfinden)?

  5. Moderation

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Naja, nicht unersetzlich zu sein heißt ja nicht, dass man jederzeit austauschbar ist, da liegen für mich Welten zwischen.

    Mir würde es Angst machen, wenn mein Partner mich für unersetzbar hielte. Was ist wenn ich sterbe, legt er sich dann neben mich ins Grab ?

    Ich halte mich nicht für unersetzbar und ich will auch, dass mein Partner andere Bezugspersonen hat - trotzdem will ich eine exklusive Zweierbeziehung, aber ich habe auch noch andere Bezugspersonen, mit den ich Dinge bespreche oder was unternehme. Das nimmt meinem Partner nichts weg, sondern bereichert mich und auch unsere Partnerschaft.

    @Farrah
    Ist dein jetziger Partner absolut unersetzlich und einzigartig ? Kann es nach ihm nie wieder einen anderen geben ? Bist du sicher ?

    Liebe Grüße

    promethea
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  6. Moderation

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Ich gebe zu, ich habe ein Problem damit zu wissen, ich kann nie, nie, nie für jemanden genug sein. Es wird immer auch andere Frauen geben, für die mein Freund/Mann Liebe empfinden kann und sicher auch wird und ich kann nichts dagegen tun.

    ...

    Was braucht man, welche Gedanken und Gefühle muss man haben um beides miteinander verbinden zu können (Nähe zulassen und sich gleichzeitig mit der eigenen Ersetzbarkeit abfinden)?
    Komisch diesen Gedanken hatte ich noch nie. Ich bin sehr selten in meinem Leben eifersüchtig gewesen und ich weiß inzwischen in meiner letzten Beziehung war ich es auch noch grundlos. Gescheitert ist die Beziehung aber sowieso an anderen Dingen.

    Mir reicht es tatsächlich JETZT zu wissen, dass mein Partner mit mir zusammen ist und dass er es gerne ist. Damit bin ich genug für ihn und umgekehrt. Ich habe nicht das Gefühl, ich muss mir Liebe und die Beziehung "verdienen", das wird mir geschenkt.

    Ich habe mal einen Mann sehr verunsichert, weil ich gesagt habe, als er bemerkte, dass ich zB handwerklich geschickt bin und keinen Mann "brauche", weil ich alles selbst kann. Ich habe ihm gesagt "das ist richtig, ich brauche keinen Mann in meinem Leben, aber ich WILL dich in meinem Leben haben, weil ich dich liebe". Damit konnte er nicht umgehen, er brauchte eine praktische Versicherung, in der Art, dass ich ihn nicht verlassen werde, weil ich sonst niemanden habe, der die Löcher in die Wand bohrt. Fand ich schräg.


    Was hieße denn für dich "unersetzbar" ? Ich kann mir das irgendwie gar nicht vorstellen, dass ich einen Menschen für unersetzbar halte - wie gesagt das hat für mich eine ganz andere Qualität als jederzeit austauschbar.

    Liebe Grüße

    promethea
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    Profilbild © edwardbgordon
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    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Naja, nicht unersetzlich zu sein heißt ja nicht, dass man jederzeit austauschbar ist, da liegen für mich Welten zwischen.

    Mir würde es Angst machen, wenn mein Partner mich für unersetzbar hielte. Was ist wenn ich sterbe, legt er sich dann neben mich ins Grab ?

    Ich halte mich nicht für unersetzbar und ich will auch, dass mein Partner andere Bezugspersonen hat - trotzdem will ich eine exklusive Zweierbeziehung, aber ich habe auch noch andere Bezugspersonen, mit den ich Dinge bespreche oder was unternehme. Das nimmt meinem Partner nichts weg, sondern bereichert mich und auch unsere Partnerschaft.

    @Farrah
    Ist dein jetziger Partner absolut unersetzlich und einzigartig ? Kann es nach ihm nie wieder einen anderen geben ? Bist du sicher ?

    Liebe Grüße

    promethea
    Andere Bezugspersonen sind nicht das Problem...
    Ich denke einfach, die meisten von uns wünschen sich zwar eine monogame Beziehung und suchen Ausschließlichkeit, gleichzeitig ist der Mensch eben dafür wohl einfach nicht gemacht.

    Man lernt eben ständig neue Menschen des anderen Geschlechts kennen und früher oder später wird man sich auch verlieben (das heißt nicht, dass jeder faktisch diese Liebe dann ausleben muss).

    Ich wünsche mir, dass es nie wieder einen anderen gibt und umgekehrt - dann wäre das Leben weit weniger kompliziert.

    Man muss wohl einfach damit leben, auch mit dem Risiko zu verlieren.
    Wirklich versöhnt bin ich damit nicht, das gebe ich zu, wirklich frei sein von Eifersucht könnte ich deshalb auch nie.
    Aber die negativen Gefühle gehören eben auch dazu.

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Wie kommt man damit klar? Ich habe ehrlich gesagt keine Antwort darauf, völlig ohne Eifersucht zu leben würde für mich gleichzeitig bedeuten, emotional immer auf Distanz zu bleiben und auf den letzten Schritt zu verzichten mich auf jemanden wirklich einzulassen.
    Für mich wird andersrum ein Schuh draus: gerade weil wir uns beide wirklich und ganz und gar auf den anderen eingelassen haben, weil ich weiß, dass Treue und Ehrlichkeit für uns elementare Fundamente unserer Beziehung sind, habe ich keinen Grund, eifersüchtig zu sein.
    Bis auf Weiteres a.D.

  9. Inaktiver User

    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Eine liebe Freundin hat mit Mitte 30 ihren zweiten Ehemann durch eine Krebserkrankung "verloren".
    In den letzten Wochen vor seinem Tod haben sie geheiratet, nachdem sie jahrelang eine Beziehung hatten - er wollte sie finanziell versorgt wissen.
    Er bat sie nach seinem Tod nicht alleine zu bleiben, er wünschte ihr einen Menschen an ihrer Seite.
    Sie haben in den letzten gemeinsamen Stunden viel geredet, als er für sich alles geregelt hatte, schlief er friedlich ein.

    Sie sagte mir: "Er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben und das muss ein neuer Mann in meinem Leben akzeptieren."

    "Exclusivrechte" an einem Menschen haben zu wollen, bedeutet für mich Besitzdenken - das hat n.m.M. mit Liebe nichts zu tun.

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    AW: Ist Eifersucht überlebenswichtig?

    Exklusivrechte...ich weiß nicht, möchte denn nicht jede Frau für ihren Mann die große Liebe sein und möchte das nicht jeder Mann umgekehrt auch? Ihr klingt so abgeklärt, und ich meine das nicht abschätzig sondern im Gegenteil: ich möchte gerne auch so fühlen können aber wie?

    Es geht mir nicht darum, jemanden an mich zu binden. Im Gegenteil, ich würde immer nur wollen, dass mein Mann aus freiem Herzen bei mir ist, denn alles andere ist sowieso nichts wert...

    Aber wie kommt man dahin, dass es einem egal wird, dass es mitunter andere Frauen geben wird, für die er Gefühle entwickeln wird, die er attraktiv und liebenswert finden wird, denn früher oder später wird das geschehen.

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