diese annahme basiert auf einer kompensationshypothese, nehme ich an.
es handelt sich dabei aber eben nicht um ein geringes selbstwertgefühl, sondern um ein übersteigertes. und wie konnte das entstehen? durch vernachlässigung.
mich interessieren allerdings nicht ge-/übersteigerte, sondern "normale" ansprüche.
ich bin der meinung, dass in einer traditionellen paarbeziehung der gegenseitige anspruch darauf, die primäre bezugsperson zu sein, welche in der (lebens)planung prominent mitzuberücksichtigen ist, quasi vertraglich festgesetzt wird und man sich darauf so lange berufen darf, bis das vertragsverhältnis aufgekündigt wird.Du bist doch wohl nicht der Meinung, dass im Gegenteil Menschen mit gesundem Selbstwertgefühl der Ansicht sind, sie dürfen den Anspruch an einen anderen stellen, die meiste Aufmerksamkeit von ihnen zu bekommen?
meiner meinung nach hat eine solche angst ihre ursache in einem misstrauen hinsichtlich der verlässlichkeit des gegenübers - das könnte man dann tatsächlich ebenfalls mangelnde wertschätzung nennen.Darüber hinaus kommt durchaus in Betracht, dass jemand, der diese Angst aufgrund seines lädierten Selbstwertgefühles ständig ggü dem Partner hemmungslos auslebt, tatsächlich irgendwann dessen Wertschätzung verliert, ergo: verlassen wird. Immerhin erhält der Partner ja auch keine Wertschätzung.
ein "hemmungsloses ausleben" derselben soll was genau heißen?
welchen affekt(komplex) würdest du denn für wahrscheinlicher/ zwangsläufiger halten?1. Warum sollte die Reaktion auf mangelnde Reziprozität des Bezugs ausgerechnet Eifersucht sein? Käme mir nicht in den Sinn.
diese frage verstehe ich nicht. würdest du sie bitte paraphrasieren? danke.2. Woher kommt die Haltung, auf eine Aufmerksamkeitsverteilungsungerechtigkeit dahingehend reagieren zu dürfen, die Person, die dies auslöst, mit dem Anspruch zu überziehen, er müsse die Reziprozität auf ihn beziehen?
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08.01.2011, 19:24
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
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08.01.2011, 19:36
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08.01.2011, 19:38
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08.01.2011, 19:54
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
Genau.
Ein übersteigertes durch Vernachlässigung kann nur entstehen, wenn ein geringes vorhanden ist. Kompensation.es handelt sich dabei aber eben nicht um ein geringes selbstwertgefühl, sondern um ein übersteigertes. und wie konnte das entstehen? durch vernachlässigung.
Und ich bin der Meinung, dass in einer guten/gesunden Paarbeziehung, ob nun traditionell oder nicht, die Gegebenheit einfach vorhanden ist, die primäre Bezugsperson zu sein - ohne dass einer der Beteiligten überhaupt auf die Idee käme, dahingehend einen "Anspruch" geltend zu machen. Was passt, läuft. Ohne den Karren in Bezug auf die persönliche Priorität beim anderen immer wieder aus dem Schlamm ziehen zu müssen. Einen Anspruch darauf gibts m.M. nach nicht.ich bin der meinung, dass in einer traditionellen paarbeziehung der gegenseitige anspruch darauf, die primäre bezugsperson zu sein, welche in der (lebens)planung prominent mitzuberücksichtigen ist, quasi vertraglich festgesetzt wird und man sich darauf so lange berufen darf, bis das vertragsverhältnis aufgekündigt wird.
Kann passieren. Passiert es häufiger in verschiedenen Beziehungen oder über einen längeren Zeitraum in einer, sollte man sich doch fragen, was einen zu jenen zieht, die wenig verlässlich sind und/oder bestimmte (unerwünschte) Seiten in einem immer wieder zum klingen bringen.meiner meinung nach hat eine solche angst ihre ursache in einem misstrauen hinsichtlich der verlässlichkeit des gegenübers - das könnte man dann tatsächlich ebenfalls mangelnde wertschätzung nennen.
Das Abziehen der Fokussierung, für mich vorzugsweise durch Trennung.welchen affekt(komplex) würdest du denn für wahrscheinlicher/ zwangsläufiger halten?
Warum denkt jemand, er hätte wie auch immer geartet das Recht dazu, einen Menschen von Prioritäten abzubringen, die er setzt?diese frage verstehe ich nicht. würdest du sie bitte paraphrasieren? danke.
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08.01.2011, 20:08
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
P.S.: nach damaliger Beziehungserfahrung mit einem krankhaft eifersüchtigen/misstrauischen Mann wurde mir vor allem klar, dass meine Worte (im Gegensatz zu seinem Misstrauen) offensichtlich sch....egal waren. Ich hätte sie genausogut dem Friseur erzählen können.
verschieden geartete, verbale und nonverbale Eifersuchtsanfälle, Unterstellungen, Schnüffeleien.. etc ppein "hemmungsloses ausleben" derselben soll was genau heißen?
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08.01.2011, 20:17Inaktiver User
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
Liebe Einzelne,
Gestern Abend, nachdem der Besuch weg war, war ich noch emotionsgeladen genug, dass ich meinem Mann all meine Gedanken und Wünsche im Detail hingeworfen hab. Er war sehr betroffen und hatte nach meinem 30 minütigen Orkan einen kleinen Zusammenbruch. Als es wieder ging, sagte er, er werde die Freundschaften auf Eis legen, weil ich ihm wichtiger sei. Richtige Richtung, aber falsche Lösung- er hatte es also nicht kapiert. Er sei sich einfach nicht bewusst gewesen, wie sein Verhalten auf mich wirkt. Bisher kannte ich ihn als verständnisvollen, rücksichtsvollen, einfühlsamen und nichtegoistischen Menschen. Dieses Verhalten hätte ich nie erwartet bei ihm zu finden. Darüber bin ich sehr enttäuscht. Auch das Verhalten der Freundinnen sprach ich nochmals an. Dabei kam heraus, dass die eine Freundin bald heiraten wird und sogar mich in die nähere Auswahl als Trauzeugin gezogen hatte. Ich möchte es aber nicht machen.
Unter der Woche werden wir uns vorerst nun nicht sehen. So finde ich so mehr Ruhe und kann mich auf meinen neuen Job konzentrieren. Vielleicht können wir so in Telefongesprächen und Emails wieder mehr miteinander reden udn sind nicht so vom Alltag gefangen.
vielen Dank für dein Mitgefühl und deine aufmunternden Worte! Das tut wirklich gut!
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08.01.2011, 20:51
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
Hallo liebe Puschele,
gut, dass Du das so siehst. Ein völliger Abbruch seiner Freundschaften ist selbstverständlich nicht die Lösung.
Gut dass Du zeitnah gesagt hast, wie Du Dich fühlst! Kompliment für den Mut und die Kraft dazu.
Aber so schnell wird er das nicht verstehen können, er steckt scheinbar wirklich zu sehr in sich selbst, hat sich vielleicht nichts Böses dabei gedacht.
Lass ihm und Euch Zeit. Und Du Dir selbst vor allen Dingen. So etwas rüttelt schon gewaltig an den Grundmauern einer Liebe, das kann ich mir vorstellen. Da sind jetzt sicher Empfindlichkeiten entstanden, die Du vorher so garnicht hattest, nicht? Damit darf jetzt auch nicht überreagiert werden.
Es ist doch ersteinmal schön, dass er nicht dominant und mit Unverständnis reagiert hat. Vielleicht fängt er ja jetzt endlich an, mit Empathie auch wieder auf Dich zu schauen, wenn er den Ernst seiner Handlungen für Dein Gefühlsleben begreift.
Vielleicht ist er dem Trugschluss aufgesessen, mit der Eheschließung sei doch alles geklärt, die Liebe im Bund fürs Leben fixiert, quasi unantastbar. Dabei ist es ein Leben lang harte Arbeit, dass es so bleibt.
Ich wünsche Dir und Euch, dass Ihr jetzt in eine Kommunikation hineinfindet, die Euch wirklich einander näher bringt, und die hoffentlich für den Rest Eures Lebens anhält!
Dir alles Liebe,
E.Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
"Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama
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08.01.2011, 20:52
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
Welche Lösung hättest du denn gerne von ihm gehabt?
Man wandelt nur das, was man annimmt.
C.G. Jung
Nein ist ein ganzer Satz.
Keine Ahnung von wem
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08.01.2011, 20:59
AW: Die besten Freundinnen meines Partners
ich sehe die vernachlässigung als vorgängig an. durch selbige bildet sich ein selbstwertgefühl unzureichend aus.
ein neugeborenes hat schließlich überhaupt kein selbst, dessen wert es bemessen könnte.
sehe ich auch so.Kann passieren. Passiert es häufiger in verschiedenen Beziehungen oder über einen längeren Zeitraum in einer, sollte man sich doch fragen, was einen zu jenen zieht, die wenig verlässlich sind und/oder bestimmte (unerwünschte) Seiten in einem immer wieder zum klingen bringen.
hm. das würde ich nicht affekt i.s.e. relativ unvermittelten gefühlsreaktion, sondern mögliche (und auch meiner ansicht nach empfehlenswerte) schlussfolgerung nennen.Das Abziehen der Fokussierung, für mich vorzugsweise durch Trennung.
nun: das problem dürfte eher in der widersprüchlichkeit bzw. unverträglichkeit verschiedener prioritäten, in zielkonflikten liegen, auf die hinzuweisen zu interessanten ergebnissen führen könnte.Warum denkt jemand, er hätte wie auch immer geartet das Recht dazu, einen Menschen von Prioritäten abzubringen, die er setzt?
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08.01.2011, 22:56



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