hallo mitfühlende...
folgendes statement aus einem anderen thread möchte ich gern hier für mich vertiefen:
bereitet (fremd)flirten bereits schmerz (bzw. ist "flirten" immer mit "fremd"?)
oder ist der schmerz nur ausdruck mangelnden vertrauens oder selbstbewußtseins?
konkret zu den "tätigkeiten":
es wird geredet, geflachst, getrunken, gelacht, getanzt...
-reden: kann schon mal flirtend anzüglich sein - sollte aber kein anlaß zur eifersucht/zum schmerz sein (außer natürlich es geht um "konkrete" absprachen)
-gefllachst, getrunken, gelacht: das sind für mch begleitumstände des feienrs, jeder für sich nicht weiter spektakulär, jedoch in summe "kommt eines zum anderen" und manN/frau findet sich eher in einer situation wieder, in der ein "stop, bis hierher und nicht weiter" angebracht ist...
-getanzt: das kann schon erotisch bis intim werden - aber solange es bei "fremd appetit holen-zu hause wird gegessen" bleibt, sollte auch das i.o. sein.
bei knutschen und mehr ist eindeutig die schmerzgrenze erreicht u. überschritten.
inwieweit ist das ausloten/ausdikutieren/kommunizieren der eigenen schmerzgrenze sinnvoll und/oder erforderlich?
wann fängt manN an zu nerven mit fragen wie "was habt Ihr gemacht" bzw. ab wann sollte manN einfach vertrauen, dass der partner zur rechten zeit "stop" sagt?
bin gespannt auf Eure meinungen...
w.
Antworten
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02.02.2010, 13:21
wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
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02.02.2010, 13:38
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
Hallo Weinbeere,
ich glaube meine Schmerzgrenze kann ich nicht pauschalisieren.
Es hängt glaube ich stark von der Frau ab, mit der mein Partner sich momentan beschäftigt und vorallem von dem Grundcharakter meines Partners.
Fange ich an mich unwohl dabei zu fühlen - ist meine persönliche Schmerzgrenze wohl gerade überschritten worden
. Was nicht heißen mag, dass meine beginnende Eifersucht gerechtfertigt ist. Ich weiß, dass mein Verlobter die Situation meist anders einschätzt wie ich
, aber trotzallem würde er nie etwas tun um meine Eifersucht zu begründen oder zu bestärken.
LG Nena79Das Leben ist kein Ponyhof
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02.02.2010, 13:48
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
Für einen selbst ist es schon mal hilfreich, die eigene Schmerzgrenze zu kennen. Nur kann es ja sein, dass der Partner eine ganz andere Schmerzgrenze hat.
Und da gilt es für jedes Paar, eigene "Regeln" zu finden.
Mich würde tierisch nerven, wenn mein Partner fragen würde "und was habt Ihr gemacht?"!
Schreib doch mal, was Dich persönlich umtreibt...
TabeaBis auf Weiteres a.D.
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02.02.2010, 15:09
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
@Tabea, danke für den anstoß
die "situation" war ein skiurlaub mit freundin, bei dem es erst beim apres ski und später beim feiern "feucht - fröhlich" zuging, eben mit alkohol, flirten, tanzen und bei einigen auch mehr...
mir geht es auch weniger darum, kein vertrauen zu haben, als eher darum, mit dem flauen gefühl umzugehen, daß der partner signale aussendet, die andere zu "mehr" animieren und dass ich nich teil dieser momentanen ausgelasssenheit bin.
die aussage "es war feucht-fröhlich, mit reden, lachen, tanzen" hat mich in dem moment nicht nachhaltig zufrieden gestellt bzw. hat nicht dazu geführt, dass mein kopfkino (denn das weiß um die erotische tanzhaltung der partnerin) stillgestanden hat... (konkret eben auch, weil andere aus der clique es mit der treue nicht so genau nehmen...)
ja, das kopfkino ist wohl das hauptproblem (welches mir dann schlaflose stunden bereitete)
w.
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02.02.2010, 15:20
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
Mein Exfreund hat auch so manche Situation anders eingeschätzt - aber er hatte immer sehr klar, WANN es mich verletzen würde.
Und das hat er dann gelassen.
Umgekehrt genauso.
Menschen sind halt verschieden; ich persönlich nehme halt eben Rücksicht darauf, was meinen Partner verletzt.
Ich bin jetzt in einer -hmmm sich anbahnenden?- Beziehung mit einem Mann, der sehr eifersüchtig und leicht zu verunsichern ist (wieso ist mir ein Rätsel, denn ich vergöttere ihn
).
Aber da muß ich dann nicht mit anderen Männern ausgiebig tanzen/quatschen, wenn er dabei ist.
Stört mich nicht, auf ihn -und seine Gefühle- Rücksicht zu nehmen.
just my 2 cents
lg, Su
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02.02.2010, 15:54
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
Ich habe neulich mal einen schönen Spruch gehört: "Wenn meine Frau eifersüchtig wird, habe ich versagt. Dann habe ich es nicht geschafft, ihr das Gefühl der Ausschließlichkeit zu geben". Warum ist es für viele so intolerant und verwerflich, wenn man den Anspruch der Ausschließlichkeit erhebt? Warum ist es für manche so wichtig, mit fremden Menschen zu flirten? Nur um der Bestätigung wegen, beim anderen Geschlecht noch Chancen zu haben? Und das dem Partner möglichst ausgiebig zu zeigen?
Am besten ist es, bereits am Anfang der Beziehung klarzustellen, wo die jeweilige Schmerzgrenze des anderen liegt. Man kann sich dann entscheiden ob man das leben kann und möchte oder ob man es einengend oder wie auch immer findet. Ich persönlich brauche die Bestätigung durch Fremdflirten überhaupt nicht.Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
* * * * *
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche
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02.02.2010, 16:17
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
@mondfisch
ich glaube nicht, dass es meiner partnerin um bestätigung geht (dazu ist sie selbstbewußt genug).
und das sie ausschließlich mit mir feiert, verlange ich auch nicht - obwohl das tanzen und der erotische anteil darin muß ich nicht unbedingt mit "ansehen" (das wirt bei mir nämlich das kopfkino an....).
sie kann sich dem (feiern) auch schlecht entziehen (es ist nun mal apres ski, party, disco - und die flirtversuche kommen nicht aktiv von ihr, sondern sie ist "nur" die empfängerin) - oder wie würdest Du das handhaben?
w.
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02.02.2010, 16:20Inaktiver User
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
manchmal ist es gar nicht so einfach, zu trennen, ob man überempfindlich reagiert (zB. wg. schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit mit anderen Partnern) oder doch berechtigt Anstoss am Verhalten des Partners nimmt
geht mir gerade so:
Mein Freund hatte sich bevor wir uns kennen lernten in eine Bekannte von mir verguckt, die dies jedoch nicht erwiderte
Außer Kuß war nichts gewesen, ich habe aber den Eindruck, dass er ihr gegenüber immer äußerst zuvorkommend ist, sehr ihre Nähe sucht und würde es auch als flirten bezeichnen - sie genießt es, wie generell männliche Aufmerksamkeit
mir macht es ein ungutes Bauchgefühl und ich hatte ihn deswg. darauf angesprochen - seine Aussage war, dass er nur mich liebt, sie ihm zu anstrengend für eine Beziehung wäre und ich keine Befürchtung haben müsste
Vom Verstand her weiß ich das wohl auch, aber wenn er angetrunken ist (Partys etc.) habe ich das Gefühl, das er ihr zuviel Aufmerksamkeit widmet und das gibt mir schon einen Stich der Eifersucht
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02.02.2010, 16:39
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02.02.2010, 17:15Inaktiver User
AW: wo(bei) liegt die schmerzgrenze?
knutschen ist deutlich jenseits meiner Schmerzgrenze - ein dreitägige Reise zu zweit mit einer schnittigen Single-Bekannten zu einem Event, das mich nicht interessiert, nicht.
denn ich kann keinen Mann gebrauchen, dem ich nicht vertraue und der nicht auf sich selbst aufpassen kann.
ich selbst mache auch sonstwas alles - und würde mich sehr wundern, wenn mein Mann mir nicht vertrauen würde und der Meinung wäre, ich solle/dürfe das nicht oder ich müsste doch Rücksicht nehmen.
ich brauche auch keine Bestätigung durch Fremdflirten und begehre nur meinen Mann - aber das kann für mich nicht bedeuten, dass ich nicht Dinge mit anderen Männern machen kann - ggf. auch zu zweit.
Wenn ich merken würde, dass mir doch jemand gefährlich werden könnte - dann wäre es meine Sache, auf mich aufzupassen und mich ggf. zu distanzieren - und das traue ich genauso meinem Mann zu.



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