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    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Zitat Zitat von universe Beitrag anzeigen
    diese "freundschaft" (nicht die freundschaft selbst, sondern die art, wie sie ausgelebt wird) wird mir immer unbehagen verursachen. wenn mein freund weiter daran festhalten will, muss ich das akzeptieren.
    Warum eigentlich?

    Das Hauptproblem scheint ja das Verliebtheitsgesäusel zu sein, dass er im Gespräch zu ihr an den Tag legt (um ihre Geschenke wirst du wahrscheinlich nicht herumkommen).

    Ich würde ihn noch einmal auf die Art dieser Kommunikation ansprechen, und ganz klar sagen, dass sie dich verletzt. Dazu hast du ein Recht!

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    eigentlich wollte ich die vorgeschichte nicht ausgraben, aber es geht wohl nicht ohne...
    mein freund ist witwer. kurz nach dem tod seiner freund kamen er und seine "gute freundin" (werde sie ab jetzt X nennen, ist einfacher) sich sehr nahe. sie war seine "retterin". sie war in der ehekrise, sie entdeckten in langen gesprächen an langen abenden unzählige gemeinsamkeiten. sie verliebte sich in ihn. er war total verzweifelt wegen des todes seiner frau, gleichzeitig "wie verliebt" in X (zitat: "kann nicht sagen, was für gefühle das damals waren"), totale verwirrung der gefühle.
    dann kam ich. war immer für ihn da. was sie nicht konnte, sie lebt weiter weg, kommt nur ab und zu hierher auf besuch zu ihrer familie. mein freund und ich kamen uns auch sehr schnell nahe, aber es war klar, dass er so bald keine beziehung haben wollte/konnte.
    wenn X da war, hatte er für mich keine zeit, sie ging vor. sie telefonierten, mailten, smsten ständig, wenn sie da war, verbrachten sie soviel zeit wie möglich zusammen - mich erinnerten sie an ein heimliches liebespärchen.
    mit der zeit wurde der kontakt weniger. gleichzeitig kamen mein freund und ich uns näher. es gab aber immer noch sehr viel streit wegen ihrer - wie ich es empfand - "vormachtsstellung".
    heute ist vieles anders geworden. mein freund hat sich in mich verliebt, wir sind zusammen. er ist keiner, der viel von liebe redet, aber er zeigt sie mir jeden tag. er ist keiner, der sein herz täglich neu verschenkt. und er hat mir einmal gesagt, ich sei die zweite frau in seinem leben, die er liebt (die erste war seine ehefrau). ich weiß, dass das wahr ist. dass er niemals mit X zusammensein wollte, auch nicht, wenn sie zu ihm käme.
    aber ich werde die vergangenheit einfach nicht los. wie auch, wenn sie sich in regelmäßigen abständen zurückmeldet?
    vielleicht kann mich jemand verstehen... ?

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    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Mein lieber Freund

    Ich habe ein dickes Problem und schon einige Sachen ausprobiert wie ich damit umgehen kann, daß es eine zweite wichtige Frau in Deinem Leben gibt. Mein Verstand sagt mir daß ich es akzeptieren muß, mein Bauch könnte kotzen wenn ich all diese Geschenke von ihr in Deiner Wohnung sehe... Sie war in einer schweren Zeit in Deiner Nähe, es hätte durchaus mehr werden können, meine Rolle in Deinem Leben fühlt sich manchmal kleiner an und ich komme sehr schwer damit zurecht.

    Mein Dilemma macht mir zu schaffen, ich hoffe daß Du nicht so denkst als sei das alleine mein Problem. Haben nicht beide ein Problem wenn es einem nicht gut geht? Ich wünsche mir daß Du mich MIT meinem Problem anerkennst, damit meine ich nicht daß Du den Kontakt zu ihr abbrichst sondern mich mit hineinnimmst und mit mir in Ruhe sprechen kannst wenn es mir mit ihr nicht gutgeht... So gerne wäre ich ohne Eifersucht, "souveräner" in dieser Sache kannst du Dir vorstellen daß ich mich manchmal wie unsichtbar fühle weil Du ihr auch nahe warst... so wie verliebt?

    Du sagst mir ich sei die zweite Frau in Deinem Leben, wenn ich in Deiner Wohnung bin habe ich das Gefühl wir seien zu dritt, gerade weil Ihr Euch so gut kennt... Ich mag nicht unter ihrer Decke kuscheln, kannst du das verstehen? Ich brauche das Gefühl daß es Bereiche bei uns gibt wo sie nicht zuhause ist, wo Du "ganz" bei mir bist, wo nicht ein Anruf von ihr Dich von unserem Tisch aufstehen läßt um ihr zu helfen und mich zurücklassend... es fühlt sich nicht gut an eben weil ich weiß daß sie mehr von Dir wollte und vielleicht immer noch will...

    Vielleicht bist Du total überrascht wie ich fühle, vielleicht findest Du es sogar übertrieben... aber das bin ich. Zumindest auch und auch dieser Teil von mir braucht Zuwendung. Bestätigung, eine Umarmung die mir zeigt "Du bist meine Partnerin" wenn Ihr Euch trefft... Mir fehlt die Sicherheit und manchmal fühle ich mich furchtbar ungeborgen. Was ich selbst dazu tun kann will ich tun, ich wünsche mir einfach nur damit gesehen zu werden...






    wären das Deine Gedanken die Du ihm sagen oder schreiben könntest? oder schon getan hast? Läßt er Dich alleine mit so einer "Offenbarung" - und so etwas zu gestehen fällt nicht leicht, schließlich ist Eifersucht etwas unschickes was nur kleinen unselbständigen und unselbstbewußten Menschen begegnet, die wirklich souveränen Menschen haben das schließlich nicht...?

    Falls Dich Dein Freund mit all dem alleine läßt könntest Du auch zu dem Schluß kommen daß er nicht der Richtige ist. Nicht für etwas "ganz großes", da gehören auch Schattenseiten einer Person dazu...

    Und eine Lösung kann durchaus beinhalten daß dieser Kontakt weiter bestehen bleibt, Ihr untereinander aber enger zusammenkommt wenn Deine Gefühle für ihn kein Makel sind. Dann kannst Du solche Abende oder Telefonate besser bewältigen weil Du weißt er ist trotzdem bei Dir...

    hoffe ich habe nicht zu wuschelig geschrieben.

    Woltera
    Das Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!

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    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Liebe universe,

    manchmal liegt es wirklich an der Art und Weise wie jemand etwas von außen betrachtet/verstehen will - das kann durchaus etwas völlig anderes sein, als das was die anderen für sich fühlen.

    Ich hatte mal so eine Situation mit einem Mann, wo wir beide ganz klar gesagt haben, zwischen uns läuft nichts, wir sind kein Paar und wir hätten auch beide keine Paarbeziehung miteinander haben wollen. Für uns beide war klar, dass wir nur eine gute Freundschaft haben, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Und die Vertrautheit dieser Freundschaft ließ zu, dass man Blicke tauschte, sich manchmal auch Geschenke machte, zwei- und mehrdeutige Worte tauschte, auch körperlich bei Begegnungen sich manchmal sehr nahe kam.....und auf andere wirkte es dann oft, als würden wir miteinander flirten und sich da vielleicht etwas anbahnen oder schon hinter den Kulissen abspielen. Ja, wir hatten manchmal Spaß daran mit der Situation und der Vertrautheit zu "spielen" und in gewisser Weise war das auch tatsächlich ein Flirten. Aber es hatte für uns beide niemals den Gedanken, dass wir den anderen ernsthaft anbaggern und verführen wollten. Zwischen ihm und mir war das klar, für andere war das gar nicht so klar und oftmals auch nicht so wirklich zu glauben, dass zwischen uns nichts weiter läuft außer der guten Freundschaft. Und wir hatten dann auch immer mal wieder die Not, unsere Freundschaft vor seiner Partnerin oder meinem Partner (wenn wir denn Partner hatten) erklären zu müssen.
    Ich fand es dann mit der Zeit ziemlich mühsam, dass ich vor meinem Partner immer wieder rechtfertigen musste, wieso ich einen guten Freund habe und für mich nichts dabei ist, wenn ich mit dem zusammen Freizeit verbringe, telefoniere oder sonst was mache. Für mich war das eine völlig unterschiedliche Beziehung zu den beiden Männern -den einen liebte ich und wollte gemeinsam mit ihm durchs Leben gehen, der andere war eben der beste Kumpel, der auch zu meinem Leben gehörte aber in keinster Weise etwas mit partnerschaftlicher Liebe zu tun hatte, weshalb es für mich schwierig war, nachzuvollziehen wieso der eine so eifersüchtig war auf den anderen. Der eine Partner von mir ist an der Tatsache, dass es diesen guten Freund so nahe bei mir gibt fast wahnsinnig geworden vor Eifersucht und alles reden und erklären und auch Einlenken meinerseits (z.B. den guten Freund nicht mehr allein sondern nur noch im Beisein anderer zu treffen) konnte die Situation nicht entschärfen: Er hatte kein Vertrauen in mich, witterte immer Konkurrenz in dem anderen und ich war irgendwann völlig entnervt, denn für mich war das Gefühl ja völlig anders, ich liebte doch nur den einen. Letzten Endes zerbrach unsere Liebe unter anderem auch daran, dass es eben diesen guten Freund in meinem Leben gab und den ewigen Diskussionen über diesen guten Freund.
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass es viel früher zwischen dem guten Freund und mir wirklich mal geknistert hat und es eine Zeit gab, wo es hätte mal mehr werden können als nur die gute Freundschaft.

    Mein nächster Partner ging ganz anders damit um: Der sagte immer - hey, wenn ich dich mit ihm unterwegs weiß, dann weiß ich da ist einer der gut auf dich aufpasst. Er hatte auch kein Problem damit, wenn ich nach einer Party, wo er selbst nicht dabei war, mal bei dem guten Freund übernachtete. Er konnte diese Freundschaft nachvollziehen und fühlte sich nicht bedrängt oder verunsichert. Als Bekannte mal fragten, wie er das aushält mit mir und diesem guten Freund, wo ja anscheinend doch noch was nebenher läuft, sagte er erstaunt: Wieso - der will doch was ganz anderes von der Frau als ich! Und genau so war auch mein Gefühl!

    Vertrauen können ist manchmal nicht so einfach, aber man kann sich das Vertrauen gemeinsam aufbauen - ich wünsche euch, dass es klappt, aber dafür müsst ihr beide was tun!
    Geändert von WhiteTara (19.11.2009 um 10:22 Uhr)
    LG WhiteTara

  5. Inaktiver User

    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    @ Woltera

    Das ist eine gute Anregung und der Brief gefällt mir gut..........

    Es könnte aber auch sein, gesetzt den Falles es würde ihm nun die Leuchte aufgehen, dass Antworten folgen, die nicht gehört werden wollen.....

  6. Inaktiver User

    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    @ whiteTara

    Ich habe, wie jeder andere wahrscheinlich auch, auch männliche Freunde.

    Manches Exklusivverhalten von mir verbleibt aber bei meinem Freund. Dessen Wohlbefinden steht bei mir auch über allem. Er wäre es mir daher immer wert, ihm zuzuhören, ohne das ich genervt bin. Krankhafte Eifersucht ist natürlich ein ganz anderer Aspekt.

    Letzten Endes ist es nicht wichtig, was du gut findest, oder ich

    Universe fühlt sich nicht wohl. Ich vermute, sie wird sich nicht so weit dehnen können, auf Dauer die Tolerante zu sein, die sie in diesem Punkt nicht ist.

  7. Inaktiver User

    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Zitat Zitat von universe Beitrag anzeigen
    eigentlich wollte ich die vorgeschichte nicht ausgraben, aber es geht wohl nicht ohne...
    mein freund ist witwer. kurz nach dem tod seiner freund kamen er und seine "gute freundin" (werde sie ab jetzt X nennen, ist einfacher) sich sehr nahe. sie war seine "retterin". sie war in der ehekrise, sie entdeckten in langen gesprächen an langen abenden unzählige gemeinsamkeiten. sie verliebte sich in ihn. er war total verzweifelt wegen des todes seiner frau, gleichzeitig "wie verliebt" in X (zitat: "kann nicht sagen, was für gefühle das damals waren"), totale verwirrung der gefühle.
    dann kam ich. war immer für ihn da. was sie nicht konnte, sie lebt weiter weg, kommt nur ab und zu hierher auf besuch zu ihrer familie. mein freund und ich kamen uns auch sehr schnell nahe, aber es war klar, dass er so bald keine beziehung haben wollte/konnte.
    wenn X da war, hatte er für mich keine zeit, sie ging vor. sie telefonierten, mailten, smsten ständig, wenn sie da war, verbrachten sie soviel zeit wie möglich zusammen - mich erinnerten sie an ein heimliches liebespärchen.
    mit der zeit wurde der kontakt weniger. gleichzeitig kamen mein freund und ich uns näher. es gab aber immer noch sehr viel streit wegen ihrer - wie ich es empfand - "vormachtsstellung".
    heute ist vieles anders geworden. mein freund hat sich in mich verliebt, wir sind zusammen. er ist keiner, der viel von liebe redet, aber er zeigt sie mir jeden tag. er ist keiner, der sein herz täglich neu verschenkt. und er hat mir einmal gesagt, ich sei die zweite frau in seinem leben, die er liebt (die erste war seine ehefrau). ich weiß, dass das wahr ist. dass er niemals mit X zusammensein wollte, auch nicht, wenn sie zu ihm käme.
    aber ich werde die vergangenheit einfach nicht los. wie auch, wenn sie sich in regelmäßigen abständen zurückmeldet?
    vielleicht kann mich jemand verstehen... ?
    Ja, ich kann dich verstehen......

    Aber:

    Ich finde trotzdem Gegensätze in deinen Postings.... Du weißt, dass er nicht mit X zusammensein möchte, aber ich lese aus Nr. 1 und den etwas späteren Postings in einer tiefen Ecke deines Herzens Misstrauen heraus.....

    Ich glaube, wenn das nicht so wäre, wäre dir Frau X völlig egal und du würdest sie, ihre blöde Decke und ihre Geschenke müde belächeln.

  8. Moderation

    User Info Menu

    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber:

    Ich finde trotzdem Gegensätze in deinen Postings.... Du weißt, dass er nicht mit X zusammensein möchte, aber ich lese aus Nr. 1 und den etwas späteren Postings in einer tiefen Ecke deines Herzens Misstrauen heraus.....

    Ich glaube, wenn das nicht so wäre, wäre dir Frau X völlig egal und du würdest sie, ihre blöde Decke und ihre Geschenke müde belächeln.
    So geht es mir auch, ich lese da viel Ambivalenz heraus.

    Und eine Frage drängt sich mir auf: Wie kommt es, dass ihr nicht zusammen wohnt?

    Ich weiß, dass es Beziehungen gibt, wo das von beiden so gewollt ist und die wunderbar funktionieren. Das halte ich aber für die Ausnahme. Wie ist das bei Euch? Ist das evtl. ein Punkt, der Dich daran zweifeln lässt, dass Du wirklich die Nummer 1 bist?
    Islabonita

    Moderation im Freundschaftsforum, Umgangsformen, Familiensache, Mietforum und in Rund um die Bewerbung - ansonsten normale Userin

  9. Inaktiver User

    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Woltera: schöner Brief!!

  10. User Info Menu

    AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es könnte aber auch sein, gesetzt den Falles es würde ihm nun die Leuchte aufgehen, dass Antworten folgen, die nicht gehört werden wollen.....
    ja, aber dann käme Butter bei die Fische und ich wüßte ob ich ihm wirklich nahe wäre. oder er mir, wir uns wie auch immer. ein ewiger innerer Kampf gegen meine eigenen Gefühle wäre nichts was ich in meinem Alter noch aushalten möchte. Diese anzugehen im Wissen daß mein Partner mich versteht und in der Lage ist, diesen Kontakt zu leben ohne mich an die Seite zu schieben, das könnte ich. Niemand anderes muß meine Angst ausbaden aber bitteschön anerkennen daß sie da ist. Sich nicht nach ihr richten aber sich selbst auf unsere Partnerschaft ausrichten, das würde ich mir wünschen. Und meiner Meinung nach geht das am besten wenn kein anderer Mensch zwischen uns steht. Gerne bei ihm aber nicht dazwischen.

    Woltera
    Das Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!

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