Selbstporträt finde ich auch merkwürdig, aber eine Kuscheldecke für zwei nicht so. Sie weiß ja, dass er eine Freundin hat und mit IHR darunter kuscheln wird und nicht mit ihr.
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17.11.2009, 13:51
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
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17.11.2009, 14:23
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
Ich finde das auch taktlos und übergriffig und mich würde das auch triggern - aber das Buch ist glaub ich trotzdem gut (habs erst angefangen).

Der Hinweis kommt deswegen, weil es am meisten Erfolg bringt, bei sich was zu verändern - die TE hat es beim Freund ja schon oft angesprochen, geändert hat sich nix...... wie Du selber geschrieben hast (oder ?), es wird ihn nur irgendwann total nerven und zu nix Gutem führen
Die eigene Einstellung ändern kann durchaus weiterhelfen - sich einfach nicht mehr ärgern lassen und selbstbewusster reagieren... und je selbstbewusster man ist und je besser die Laune, desto besser klappts meist auch mit der Beziehung
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17.11.2009, 14:26Inaktiver User
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
Ich finde das auch nicht okay, überhaupt nicht.
@ Verwirrung
Ehrlich gesagt darf das Thema nicht nerven. Ein Mann, dem seine Beziehung wichtig genug ist, setzt sich auseinander und handelt.
Es ist hier nicht die Rede von normalen Treffen, wo man einmal im Monat einen Kaffee trinken geht.
Würde ich mir nicht antun. Das scheint doch einfach weh zu tun und anstrengend zu sein.
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17.11.2009, 14:28Inaktiver User
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
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17.11.2009, 14:29Inaktiver User
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
Warum hörst Du nicht erst einmal auf, die Dinge zu relativieren?
1. Du vertraust Deinem Freund nicht, und schon gar nicht GRUNDSÄTZLICH. Vertrautest Du ihm, und wäre Eure Beziehung "klar", könnte eine andere Frau splitterfasernackt auf seinem Schoss tanzen, ohne dass es Dich aufregte, weil für Dich entscheidend wäre, was DEIN FREUND tut, denkt und empfindet, und Du IHM vertraust.
2. Du kommst auch mit der Freundschaft der beiden nicht GRUNDSÄTZLICH klar. Warum redest Du Dir ein, die Existenz dieser Frau störe Dich nicht, nur um dann im nächsten Satz zu relativeren, dass es Dir um den TON geht, mit dem die beiden kommunizieren? Kommunikation ist das Strickmuster einer Beziehung, Du führst damit Deine vordergründige Toleranz ad absurdum. Für mich drückst Du neben Deinem Misstrauen Deinem Freund und seinen Gefühlen, seiner Aufrichtigkeit Dir gegenüber, aus, dass Dir vor allem die Unkontrollierbarkeit dieses Kontaktes zusetzt. Das hat wenig mit dieser Frau und viel mit Deinem mangelnden Vertrauen zu Deinem Freund zu tun.
Ich fände es angebracht, Dir selbst und Deinem Freund einzugestehen, DASS Du so empfindest, statt vordergründig eine Grosszügigkeit zu demonstrieren, die gar nicht existiert.
3. Solange Ihr nicht zusammen wohnt, steht es Deinem Freund frei, sein Zuhause mit den Geschenken dieser Frau zu dekorieren, ob Du das nun angemessen findest, oder nicht. Sinnvoll wäre auch hier Offenheit: Steh dazu, dass es Dir Unbehagen verursacht, und Du damit nicht umgehen kannst, und auch nicht umgehen willst.
Du bist momentan nicht souverän und gelassen hinsichtlich dieses Kontaktes, also wäre es nur folgerichtig, dazu erst einmal ehrlich zu stehen, Deine persönlichen Grenzen zu definieren und einzuräumen, dass es in Sachen Vertrauen zwischen Dir und Deinem Freund offenkundig hakt. Hierfür spricht u.a. auch die mangelnde Offenheit Dir gegenüber, und die Befürchtung, Du könntest bei Ehrlichkeit überreagieren - auch dies ist Ausdruck eines Misstrauensvotums, diesmal Dir gegenüber.
Sinnvoll fände ich, das Thema offen und ehrlich zu besprechen, statt Euch auf Nebenkriegsschauplätzen zu tummeln, und beispielsweise über das Verhalten dieser Frau zu meditieren. Diese Frau ist nicht verpflichtet, Eure Beziehung zu respektieren, und kann und darf jederzeit ihre eigenen Interessen vertreten, auch in Form von Handlungen, die Eure Beziehung angreifen.
Es wäre Dein Freund verantwortlich und gefragt, Grenzen zu setzen und für Klarheit zu sorgen - es ist SEINE Freundin, und damit seine Verantwortung, Eure Beziehung entweder zu öffnen, oder eine Grenze zu ziehen. Unterbleibt diese Grenzziehung, ist das durchaus eine Aussage, allerdings möglicherweise keine, die Eure Beziehung stärkt. Vielleicht ist es dieser Punkt, der Dein Vertrauen bröckeln und Dich an Deinem Freund zweifeln lässt. Hier fände ich beispielsweise wichtig zu klären, aus welcher Motivation Dein Freund handelt, was ihn bewegt, sich auf zärtliches Gurren und rosige Retrospektiven einzulassen, welche Empfindungen das bei Dir auslöst, und wie das zukünftig für beide Seiten zufriedenstellender laufen könnte.
Du kannst Deine Empfindungen 1000 x verbalisieren. Dein Freund ist nicht verpflichtet, etwas zu verändern. Er muss es auch nicht verstehen. Worum es geht ist, dass hier zwei Bedürfnisse aufeinander prallen, die so nicht zueinander passen.
Lösbar ist ein solcher Konflikt nur, wenn Euch BEIDEN daran gelegen ist, einen Konsens zu erarbeiten, also auch BEIDE Wunsch und Willen zur Veränderung haben. Das Vorhandensein eines solchen Wunsches und Willens festzustellen funktioniert nicht, wenn beide mit gezinkten Karten (scheinbare Souveränität / scheinbare Ehrlichkeit) spielen.
Es geht um Offenheit, Kommunikation, und sekundär den Aufbau echten Vertrauens, wenn dafür denn die Grundlage (eben: Offenheit, Kommunikation) gelegt werden kann. Dazu ist es notwendig, klar zu Bedürfnissen, Wünschen, Verletzungen, Ängsten zu stehen, und bei sich zu bleiben, statt Vorwürfe zu machen, Schuldzuweisungen zu treffen, und von der "man" Position aus zu argumentieren ("sowas tut man einfach nicht, wenn man in einer Beziehung ist"). Dazu gehört auch, unbequeme Empfindungen einzuräumen, und mit Ambivalenzen umzugehen. Einen anderen, gegengeschlechtlichen Menschen ausserhalb der Paarbeziehung zu lieben ist mit Sicherheit ganz grosses Kino, und nicht leicht zu leben - gelingen kann so etwas nur über Transparenz auf beiden Seiten, und Wunsch, Wille und Überzeugung, an einem Strang zu ziehen.
Selbst_bewusstsein bedeutet in diesem Zusammenhang im übrigen genau dies: Sich eigener Empfindungen, so, wie sie sind, bewusst werden, zu ihnen stehen, sie mitteilen, schauen, wie das auf der anderen Seite aussieht, und mit den vorhanden oder zu erstellenden Schnittmengen arbeiten. U.U. eben auch Richtung Trennung, wenn die Schnittmengen zu klein ausfallen.
Grüssle
Seawasp
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17.11.2009, 14:30
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
dass er mit mir unter der decke ganz sicher nicht an sie denken wird, ist klar ;-) vielleicht sollte man das ding einfach einmal waschen... und dann weitersehen...
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17.11.2009, 18:46
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
Seawasp, toller Beitrag!!!
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17.11.2009, 19:19
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
Universe, ich finde es total nachvollziehbar, dass dir diese Freundschaft nicht gefällt.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich wäre in der Lage deines Partners, würde ich von dieser Freundschaft Abstand nehmen, denn es käme für mich überhaupt nicht infrage, mit einem Mann befreundet zu sein, der in mich verliebt ist, mir teure Geschenke macht etc. Das wäre mir unangenehm und ich empfände es als unpassend und respektlos meinem Partner gegenüber.
Wenn ich in deiner Lage wäre, würde ich dieses Verhältnis nicht akzeptieren und dies meinem Partner unmißverständlich klar machen. Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, es gibt einfach gewissen Grenzen. Ich finde sein Verhalten und sein fehlendes Verständnis nicht in Ordnung. Vermutlich fühlt er sich geschmeichelt, aber er sollte sich doch überlegen, was ihm wichtiger ist. Und das solltest du sein.Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft, der zu sein, der man ist
(Erasmus von Rotterdam)
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18.11.2009, 08:21Inaktiver User
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
seawasp, besser hätte man es nicht sagen können...........
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18.11.2009, 09:19
AW: was soll ich von dieser "guten freundschaft" halten?
wenn ich sage, dass ich meinem freund GRUNDSÄTZLICH vertraue, dann meine ich, dass ich überzeugt bin, dass er mit keiner anderen (in diesem fall mit besagter freundin) etwas anfangen würde, geschweige denn, mit ihr zusammen sein.
es geht um seine gefühle, und - da hat seawasp mir aus der seele gesprochen - um die grenzen, die er nicht oder nicht ausreichend setzt. ich habe das gefühl, dass er vor ihr (und nur vor ihr) nicht genug zu mir steht - als ob ich, wenn sie zusammen sind, "ausgeblendet" wäre.
um festzustellen, ob das wirklich so ist, müsste ich die beiden einmal zusammen erleben (was ich bisher so gut wie möglich vermieden habe, der letzte gemeinsame abend hat vor 2 jahren stattgefunden). nur sträubt sich alles in mir dagegen... aus angst, dinge zu sehen, die mich verletzten, klar.
dass ich - wie seawasp sagt - die dinge "relativiere", zeigt meine innere zerrissenheit. was bleibt, ist ein flaues gefühl... wie ich damit umgehen soll, weiß ich nicht. reden, streiten, grübeln, ignorieren, versuchen, darüber zu stehen... das hat alles nichts gebracht. manchmal gelingt es mir, mir einzureden, ich könne es akzeptieren, aber das ist selbstbetrug.


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