Vielleicht auch der Beginn eines hübschen Kontrollzwangs?
Ich gehöre zu den menschen, die sich von ihrem Partner nie reinreden lassen würden, wenn es um das Treffen mit Freunden geht. Und genauso halte ich es umgekehrt.
Man kann Unbehagen über die Situation vorsichtig ansprechen, und dann müssen sich beide damit auseinandersetzen, aber mehr auch nicht.
Dem TE scheint es ja ganz gewaltig an Vertrauen in seine Beziehung zu fehlen. Warum würde man sich sonst Gedanken darüber machen, daß sie allein zu einem Fest geht oder ob dort irgendjemand denken könnte, es handele sich bei seiner Freundin um die Freundin des anderen. Mal ehrlich: wenn scherts?
Mein Partner und ich sind häufig getrennt, da Fernbeziehung und viele Dienstreisen. Natürlich geht er ständig ohne mich Essen/Tanzen/Dinge besichtigen. Häufig mit Frauen (seine beiden besten Kumples sind weiblich), und sicher denkt ab und an jemand, der sie nicht kennt, daß diese dann seine Partnerin seien.
Soll ich mir jedesmal darum einen Kopf machen? Wohl kaum.
Antworten
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22.09.2009, 09:59
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
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22.09.2009, 10:44
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
Hi Polarstern
das meine ich ja:
Ungleichgewicht.
Wenn beide unterwegs sind, dann noch Fernbeziehung, dann müssen beide unabhängig sein.
Es kann auch in einer Fernbeziehung vorkommen dass das nicht für beide gleich ok ist.
Ich hatte dieses Problem z.B. auch schon und wollte gerne mit meinem damaligen Freund zusammen wohnen.
Solche Diskrepanzen können sich schnell zu größeren Problemen auswachsen.
Ich denke, man muss sich selbst da auch ernst nehmen. Einfach sagen "der hat nen Kontrollzwang" ist zu kurz gegriffen.
Würde er sich nicht unsicher fühlen, wäre er lockerer.
Warum ist er so unsicher?Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)
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22.09.2009, 11:53
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
Seine Unsicherheit darf aber nicht ihr Problem sein - es ist seins.
Ich spreche da einfach aus der Perspektive einer (früher) Betroffenen. Ich hatte mal einen Freund, der so eifersüchtig war, daß er uns das Leben zur Hölle gemacht hat - nicht mir, uns. Er hat jeden Schritt kontrolliert und ist aus den nichtigsten Gründen ausgerastet.
Er war hochgradig unsicher, aber aus Gründen, die in seiner Vergangenheit lagen. Und statt sich damit auseinanderzusetzen, hat er Tobsuchtsanfälle ohne Ende gehabt. Ich war wahnsinnig in diesen Mann verliebt und wäre im Traum nicht darauf gekommen, ihn zu betrügen, habe es aber nach einem dreiviertel Jahr nicht mehr ausgehalten und die Beziehung beendet.
Damit will ich nicht unterstellen, der TE würde zu Szenen oder Tobsuchtsanfällen leiden, aber wenn Eifersucht aus Unsicherheit entsteht, muß der Betroffene sich Sicherheit suchen (zb im Gespräch mit der Partnerin). Einsperren des Partners in einen mentalen Käfig ist sicher nicht der Weg zu Lösung.
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22.09.2009, 11:56Inaktiver User
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22.09.2009, 11:56
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23.09.2009, 00:15
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)
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23.09.2009, 06:30
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
Ich verstehe auch nicht was die Aufregung hier soll. Er will einfach nicht alleine zur Hochzeit und möchte gerne, dass ihn eine bestimmte Frau begleitet.
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23.09.2009, 09:16
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
Also ich finde das Joshuatree es ganz gut versteht worum es mir geht. sicher finde ich es nicht gut aber als kontrollzwang sehe ich das nicht an. hab auch nochmal mit ihr drüber gesprochen und sie meinte, dass sie es andersrum auch etwas komisch finden würde...
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23.09.2009, 10:21
AW: Meine Freundin als Tischdame auf Hochzeit ihres Kumpels.
Hast Du genau richtig gemacht. Erst mal seine Unsicherheit klarlegen und fragen wie er/sie sich dabei fühlen würde.
Ich würde meiner Freundin keinen Stein in den Weg legen, wenn die gleiche Situation bestünde. Allerdings würde ich ihr schon deutlich machen, dass ich mich dabei unwohl fühle. Was sie dann daraus macht ist ihre Sache.
Zum Thema Kontrollzwang möchte ich noch etwas los werden:
Manche scheinen hier etwas überempfindlich zu sein. Liegt aber wohl daran, daß wir hier im Eifersuchtsforum sind und viele hier sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen krankhafter Eifersucht und dem was der TE beschreibt. Ich würde mir die gleichen Gedanken machen. Und wie gesagt, es ist kein guter Freund, sondern ein Kumpel, den man ab und an mal auf einer Party sieht. Ich habe auch keinen Bock drauf, dass irgendein Kumpel meine Freundin anbaggert, mag er es auch noch so geschickt anstellen (die Aussage mit der Verkuppelmutti finde ich schon geschickt, muss ich mir merken
). Trotzdem gehören zum Anbaggern immer zwei.
Ein gewisses Maß an Eifersucht gehört zur Liebe einfach dazu. Erst wenn das Vertrauen kein ausreichendes Gegengewicht mehr leistet, sollte man sich Gedanken machen.
Cheers
Lothy
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23.09.2009, 17:00



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