Immer wieder interessant die verschiedenen Meinungen und Blinkwinkel.
Es ist für mich schön, wenn sich jemand für mich interessiert. Daran merke ich ja auch, dass man dem anderen nicht egal ist. Aus welchen Motiven auch immer. Aber wenn es meinem Partner völlig wurscht ist was ich tue, dann stimmt ja was nicht. Kann sein, muss nicht sein.
Aber ich denke jeder hat eine andere Sicht der Dinge.
Da wird man nie auf einen Nenner kommen.
Selbst in der Partnerschaft schafft man es ja nicht immer. Und da sind nur zwei Menschen dran beteiligt.
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Thema: Vertrauensmissbrauch
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13.08.2009, 11:30Inaktiver User
AW: Vertrauensmissbrauch
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13.08.2009, 11:59
AW: Vertrauensmissbrauch
Hmm, ja, .. aber

Nicht in der heutigen Zeit, wo die Verführung an jeder Ecke lauert, Beziehungsmodelle neu diskutiert und entwickelt werden und man die soundsovielte, wenn auch langjährige, Beziehung mit nunmehr zB 40 Jahren eingeht und so einige male miterlebt hat, dass Vertrauen in Verarschung mündet. Da muss Vertrauen lange wachsen, das gestehe ich jedem ein und habe grösstes Vertständnis für Unsicherheiten und daraus resultierende Verhaltensweisen.
Sie müssen nur ansprechbar sein und dürfen natürlich nicht darin münden, den Partner zu unterdrücken. Ein gesundes Maß, wie bei allen Dingen schwebt mir da vor.
Was mir an Eifersucht oder Verlustangst des Partners in dem Moment schmeichelt? Ich deute es als Zeichen, dass ich ihm etwas bedeute, dass ich nicht bloss eine temporäre Schnecke für ihn bin, zumindest nicht hier und jetzt, dass ich ihm nicht egal bin vielleicht, dass er mich attraktiv (auch für andere Männer) findet, es nicht als selbstverständlich nimmt, dass wir zusammen sind und auch - zumindest zu Beginn einer Beziehung oder in einer Fernbeziehung - dass er einen gewissen Stolz hat und nicht verarscht werden will.
Ein übles Bauchgefühl kommt ja nicht von ungefähr. Das muss dann auf den Tisch. Ansonsten sehe ich es so, dass wir alle nur Menschen sind ..und die menscheln halt ab und an.
Ich konnte auf soetwas noch nie böse oder enttäuscht reagieren. Es war stets eine Gelegenheit den anderen ein bisschen "an die Hand zu nehmen" und ihm zu erklären und zu zeigen, dass die Ängste unbegründet sind. Einengen musste ich mich deswegen aber noch nie oder habe es nie so empfunden. Es ging dann eher darum, es vorzuleben mit dem Augenmerk darauf, dass der Partner mit einer Situation vielleicht ein Problem haben könnte. Dann macht man gewisse Dinge eben transparenter, für den anderen einchschätzbar.
Soweit mein Senf.
Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.
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13.08.2009, 12:02
AW: Vertrauensmissbrauch
Nachsatz:
Wobei ich ausdrücklich nicht der Meinung bin, dass eine Beziehung ohne Eifersucht bedeutet, man sei dem anderen egal.
!Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.
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13.08.2009, 12:24
AW: Vertrauensmissbrauch
Meiner Meinung solltest du ihm alles beichten.
Wie schon gesagt wurde, du hast es getan, weil sein Verhalten sich dir gegenüber verändert hat!
Natürlich ist es nicht gut, wenn man in dem Handy des Partners schnüffelt, aber wenn es das erste Mal war und wenn du ihm sagst, dass du einen Grund hattest, dann find ich, ist es etwas anderes.
Ich habe auch einmal in dem Handy meines Partners nachgeschaut, weil er sich auch vollkommen anders verhalten hat.
Er hat sein Handy versteckt, war immer weg und hat sich kaum um unsere Beziehung gekümmert.
Das kam mir alles komisch vor und da hab ich einen Blick in sein Handy geworfen, nach dem ich es im Auto liegen sah.
Und meine Befürchtungen haben sich bestätigt:
Er hatte auch mit einer Exfreundin von ihm wieder Kontakt aufgenommen und wollte sich mit ihr treffen usw.
Mir wurde sofort schlecht, als ich das las.
Ich bin auch direkt zu meinem Partner hingegangen und hab ihn zur Rede gestellt. Er hat mich erst beschimpft, dass ich an seinem Handy war. Aber das war mir in diesem Moment egal, weil ich richtig verletzt war.
Als wir uns beide etwas beruhigt hatten, haben wir ganz offen darüber gesprochen und jetzt ist wieder alles in Ordnung!
Deshalb solltest du mit ihm ganz offen reden.
Sag ihm auch die Wahrheit, denn du erwartest das gleiche doch auch von ihm.
Vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm, wie du denkst.
Vielleicht findet er es nicht so schlimm, dass du an seinem Handy warst, weil er vielleicht einsieht, dass er dir davon hätte erzählen sollen.
Glaub mir, reden hilft immer! Es hilft dir, ihm und vor allem eurer Beziehung!
Ich wünsche dir viel Kraft und viel Glück!
GLG
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13.08.2009, 12:43
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13.08.2009, 12:44Inaktiver User
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13.08.2009, 12:45Inaktiver User
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13.08.2009, 13:33Inaktiver User
AW: Vertrauensmissbrauch
Dass ich meinem Mann nicht egal bin, merke ich an ganz anderen Dingen. Ganz sicher nicht daran, dass er mir hinterherschnüffelt.
Natürlich wäre es meinem Mann auch nicht wurscht was ich tue und mir ist es auch nicht wurscht was er tut, aber Schnüffeleien zeigen mir, dass er sich entweder nicht traut mich etwas zu fragen (dann stimmt was nicht) oder dem was ich ihm sage nicht glaubt (dann stimmt noch mehr nicht).
Ganz ehrlich wäre für mich die Entdeckung, dass mein Mann mir hinterherschnüffelt genau so ein Trennungsgrund wie die Entdeckung, dass er fremdgeht. In beiden Fällen missbraucht er mein Vertrauen und tritt unsere Beziehung mit Füßen.Geändert von Inaktiver User (13.08.2009 um 13:36 Uhr)
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13.08.2009, 14:21Inaktiver User
AW: Vertrauensmissbrauch
Ich bin oft überrascht darüber, wie schnell sich in diesem Forum getrennt wird. Und für was.
Ein Fremdgehen damit gleich zu setzen ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Aber es ist vermutlich wieder Einstellungssache. Ich würde mich wegen sowas nie trennen. Man kann es ja klären.
Ist wie folgendes: mein Partner hat gesagt, dass er nie in anderen Handys gucken würde.
Sagte ich doch, würdest du. Wenn du wüsstest deine Tochter ist drogenabhängig und du würdest gerne wissen wollen, ob sie weiter konsumiert.
Ach meinte er, das wäre ja was völlig anderes....
So so.....
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13.08.2009, 14:28Inaktiver User
AW: Vertrauensmissbrauch
Für mich ist Scnüffeln ein Vertrauensbruch und eine Verletzung meine Intimsphäre.
Sicherlich wäre das was Du da als Vergleich gesetzt hast etwas ganz andere.
Mit einem Partner möchte ich offen über Probleme sprechen. Wenn es da ein Vertrauen mehr gibt und man dem gesprochenen Wort nicht mehr glaubt und daher in privaten Unterlagen, Mails, SMS etc. rumwühlt, dann stimmt so gar nichts mehr in der gemeinsamen Kommunikation.
Eine süchtige Tochter ist nicht mein gleichberechtigter Lebenspartner.



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