Aus meiner Sicht besteht meine Person aus deutlich mehr Dingen und vor allem aus unvergänglicheren und unveränderlicheren Dingen als aus meiner äußeren Erscheinung.
Es ist schön, wenn mir jemand sagt, dass er mich attraktiv findet, aber wenn das das einzige ist, dass jemandem einfällt, wenn ich ihn frage warum er mich liebt, dann wäre mir das auch nicht genug.
Für einige Dinge, die mich ausmachen, kann ich deutlich mehr als für mein Aussehen. Ich bin nunmal so groß wie ich bin, aber das was ich erreicht habe, meine Fähigkeiten meine Person etc. zu der bin ich auch durch mein eigenes Zutun, meine eigenen Entscheidungen etc. geworden. Das macht mich aus.
Wie gesagt, mal ein Kompliment über das Aussehen freut mich auch, aber wenn das das einzige ist, dann wäre das für mich ein Zeichen, dass jemand nicht wirklich hinschaut.
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03.08.2009, 20:56Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
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03.08.2009, 20:59Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Ich möchte wirklich nicht toll gefunden werden, weil ich schön bin.
Natürlich freue ich mich über Komplimente über mein Aussehen, aber ich wollte nicht, dass mein Aussehen das ausschlaggebende Argument ist, warum jemand mit mir zusammen sein will.
Für charakterliche Eigenschaften kann ich sehr wohl etwas, manche sind mir in die Wiege gelegt, andere nicht, aber ich finde auch, dass ich mich immer stetig verändere und versuche, dazuzulernen. Wenn ich in 40 Jahren genau so bin wie heute, habe ich was falsch gemacht.
Ich finde, Du sprichst über Talente. Ich liebe ja jemanden auch nicht, weil er gut Klavier spielt. Ich würde ihn eher toll finden, wenn er Begeisterung dafür zeigt, Leidenschaft, hartnäckig übt usw. Das wären für mich anziehende Charaktereigenschaften und in ein Konglomerat aus charakterlichen Eigenschaften und Optik verliebe ich mich dann.
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03.08.2009, 21:04Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Bist du sicher? Du hättest auch in irgendeinem armseligen indischen Dorf in einem Pappkarton zur Welt kommen können.
Kluge Entscheidungen kann man nur dann treffen, wenn man den dazu nötigen Verstand hat, und auch der ist in der Bevölkerung ebenso wenig gerecht verteilt wie Schönheit usw.
Dein Äußeres ist doch nicht nur deine Hülle, sondern gehört genauso zu dir wie alles andere auch, nicht mehr und nicht weniger. Aber Schönheit ist nun mal im Gegensatz zu vielen anderen Eigenschaften ein Faktor, der mehr oder weniger leicht verliebtsein auslösen kann.
Und Männer, die NUR auf das Äußere einer Frau abfahren, muss eine schöne Frau gar nicht erst nehmen. Wenn sie klug ist, nimmt sie gleich den Richtigen und den kriegt sie mit höherer Wahrscheinlichkeit als ein Mauerblümchen, allein schon wegen der größeren Auswahlmöglichkeit.
lg
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03.08.2009, 21:15Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Mich ziehen Menschen in erster Linie an, die auch ihre charakterlichen Eigenschaften nicht als zementiert betrachten und konstant dazulernen wollen und Veränderungen zulassen von daher ist das für mich etwas anderes als Schönheit.
Aber ich muss Dir schon zustimmen, dass schöne Frauen bestimmt eine größere Auswahlmöglichkeit haben, weil sie eine größere Beachtung erfahren. Das macht sie aber nicht zu glücklicheren Menschen.
Wenn ich im Lotto gewinne, habe ich genau ein Problem weniger, nämlich keine Geldsorgen mehr. Alle anderen Probleme bleiben erhalten. Unter Umständen ist der Geldfaktor womöglich immer noch ein Problem: Vielleicht will ich ja noch mehr Geld, weil ich doch noch nicht das Traumhaus kaufen kann.
So verhält es sich auch mit der Schönheit. Hier ist es nur dieser eine Punkt, der einen von den anderen Menschen und ihren Problemen unterscheidet.
Von daher ist mir hier in diesem Strang (bei Wilmas Aussagen beispielsweise) der Stellenwert von Schönheit einfach zu hoch.Geändert von Inaktiver User (03.08.2009 um 21:25 Uhr)
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03.08.2009, 21:16Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Man kann das Beste aus sich und seiner Situation machen, darum geht es. Um Charaktereigenschaften, die sich in den Taten zeigen. Ich bin heute nicht dieselbe, die ich mit 20 war und bin in 10 Jahren wahrscheinlich auch nicht mehr die, die ich heute bin und das genau aufgrund meiner täglichen Entscheidungen und meiner persönlichen Ziele.
Es geht nicht darum "klug" zu sein, sondern jemand zu sein mit dem ich selbst zufrieden bin und daran arbeite ich.
Mein Äußeres ist etwas was ich in gewissem Maße beeinflussen kann, aber eben nur bedingt. Ich finde auch, dass es ein Faktor ist, das habe ich nie bestritten, aber wenn der einzige Faktor wäre, warum ein Mann mich liebt, dann wäre mir das nicht genug. Wenn mich jemand anspricht weil er mich attraktiv findet, ist das völlig o.k. aber ich bin nunmal nicht der Meinung, dass sich jemand "nur" in ein hübsches Äußeres verliebt bzw. dass aus einer solchen "Verliebtheit" dann auch eine wirkliche "Liebe" entstehen kann.Dein Äußeres ist doch nicht nur deine Hülle, sondern gehört genauso zu dir wie alles andere auch, nicht mehr und nicht weniger. Aber Schönheit ist nun mal im Gegensatz zu vielen anderen Eigenschaften ein Faktor, der mehr oder weniger leicht verliebtsein auslösen kann.
Mehr Auswahl heißt nicht, dass da auch was Gutes dabei sein muss. Ich gönne jeder Frau die Auswahl und wünsche jedem dabei das Beste. Ich habe da ja bereits Glück gehabt.Und Männer, die NUR auf das Äußere einer Frau abfahren, muss eine schöne Frau gar nicht erst nehmen. Wenn sie klug ist, nimmt sie gleich den Richtigen und den kriegt sie mit höherer Wahrscheinlichkeit als ein Mauerblümchen, allein schon wegen der größeren Auswahlmöglichkeit.
lg
Mir geht es auch eher darum, dass z.B. Wilma die Behauptung aufstellt, dass Männer auch dann immer eine schönere Frau vorziehen würden, wenn sie eigentlich eine andere Frau lieben und genau das glaube ich nicht.
Schönheit ist ein Faktor, einer der evtl. das Kennenlernen erleichtert / die Auswahl vergrößert, aber eben nur ein Faktor von vielen für eine wirkliche tiefe Liebe.
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03.08.2009, 22:36
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Da stimm ich in allem absolut zu. Und möchte ergänzen: Mir wär allemal ein nicht so toll aussehender Mann mit viel Humor und Herzenswärme lieber, als ein gutaussehender, der beides nicht oder nur ganz wenig davon besitzt.
Ich hab meinen LG mal gefragt, warum er mich liebt. Und er nannte vorneweg eben Herz und Charakter. (Gefallen muss ich ihm wohl, denn er begehrt mich sogar in ausgebeulten Jogginghosen
)
Also sind mir die genannten Gründe doch tausend mal lieber, als wenn es ihm in erster Linie um mein Aussehen geht, denn mein Aussehen kann sich negativ verändern. Krankheit, Alter... ?!?! Aber wenn ich es richtig mache, (wie schon erwähnt) kann sich meine "Herzensbildung" und mein Charakter nur positiv verändern... dann passt doch alles fürs Zusammenbleiben, oder ?
Und nur so am Rande: Als wir uns kennenlernten, fand ich ihn äusserlich auf den ersten Blick nicht den absoluten Renner.... je mehr ich ihn mochte, je mehr ich mich verliebte, umso mehr gefiel er mir... heut kann ich mir keinen anderen mehr vorstellen, der mir äusserlich besser gefällt... (wobei ich zugeben muss, den supertollen body konnte ich unter den Klamotten auf den ersten Blick auch nicht so abschätzen
)
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04.08.2009, 07:35Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Annew, Talita, Jolanda: Ich stimme Euch völlig zu.
Sicher sind auch Anlagen wie Intelligenz einem gegeben oder nicht. Das ganze Sammelsurium an inneren und äußeren Eigenschaften ist das Paket, das wir mitbekommen. Was wir daraus machen, ist dann komplett in unserer Verantwortlichkeit.
Mein Partner ist äußerlich keine Bombe, aber ein äußerst intelligenter, warmherziger und zugewandter Mensch. Das ist er auch geworden, weil er mit den Krisen in seinem Leben entsprechend umgegangen ist, sich auseinander gesetzt und seine Schlußfolgerungen gezogen hat, und denen treu bleibt. DAS macht ihn liebenswert! Harvard-Absolventen, die arrogant auf andere herabsehen, nutzen ihre Intelligenz in ganz anderem Sinn - ich fände sie nicht die Bohne anziehend!
Und leider gehts mir auch mit Wilma so: Eine intelligente, feinfühlige Frau. Aber total verbittert, weil sie aus ihren Erfahrungen sehr oberflächliche Schlußfolgerungen gezogen hat.
Farrah, Du sprachst "das Glück der Geburt" an. Hierbei bedenke, dass die sogenannte romantische Liebe noch relativ jung ist. Und tatsächlich eher in solchen Regionen zu finden ist, die nicht von Existenzkampf geprägt sind. In Indien kommt noch die religiöse Einstellung hinzu, hier sind Heiraten meistens zwecksgebunden. Fang also nicht an, Birnen mit Äpfeln zu vergleichen.
Ich finde es interessant, dass diese Diskussion hier nach wie vor zu großen Teilen über die Beweggründe der Männer spekuliert. Warum geht es so wenig darum, was wir Frauen eigentlich wollen? Sind unsere Wünsche, Ansprüche und Vorstellungen weniger relevant? Ist es tatsächlich so, dass wir froh sein können, überhaupt von Männern wahrgenommen zu werden? Eher passiv als aktiv?Geändert von Inaktiver User (04.08.2009 um 07:38 Uhr)
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04.08.2009, 08:25Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Ich finde auch, dass dieser Aspekt bisher zu kurz kam (obwohl weibliche Wünsche und Vorstellungen ja in anderen Strängen ausführlich diskutiert werden).
Dieses Schönheitsdiktat, was hier in diesem Strang verkündet wurde, stammt ja auch von Frauen, nicht von Männern! Hier basteln sich also Frauen ihren Schönheitszwang selber, indem sie Enttäuschungen des Lebens und mediale Vorgaben so interpretieren, dass die Schönheit einen so großes Stellenwert und Männer so viel Macht bekommen.
Ich habe eher den Ansporn, die Dinge für mich in meinem Umfeld anders zu gestalten. Damit kann ich nicht verhindern, dass in Medien Äußerlichkeiten überbetont werden und viele Menschen, beeinflusst durch dieses Leitbild, Komplexe oder oberflächliche Vorstellungen haben. Trotzdem kann ich in meinem kleinen Umfeld mein Leben anders gestalten und hier aktiv meine Wertvorstellungen leben (die sich nicht darum drehen, wie ich möglichst vielen Männern gefallen kann).
Wenn beispielsweise in einer Runde die Rede ist von irgendeiner Frau und es oftmals heißt "eine sehr schöne Frau", sage ich immer: "Und, ist die auch noch was anderes als nur schön? Was kann sie denn noch?" Vielleicht müssen wir Frauen uns (zum Teil) auch selber noch stärker aktiv befreien aus der Reduzierung auf optische Reize?Geändert von Inaktiver User (04.08.2009 um 08:28 Uhr)
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04.08.2009, 08:28
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Es gibt Untersuchungen, daß es sich für Geschäfte als nachteilig erweist, wenn sie sehr gut aussehende Verkäuferinnen einstellen, die traut sich keiner anzusprechen, daher werden die bewußt aussortiert. Wenn es um Umsatz geht, machen Geschäfte keine Kompromisse und forschen gründlich.
Vertrauen ist die Mutter aller Ausschweifungen
The road to hell is paved with good intentions
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04.08.2009, 08:50
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Jetzt muß ich doch mal philosophisch werden, verzeiht mir.
Ich habe immer gesagt, ein Mann kann aussehen wie Quasimodo, wenn er denn alle sonstigen Ansprüche an die inneren Werte erfüllt, ist das gerade egal. Tatsächlich waren sie - die wenigen - auch nie im landläufigen Sinne gutaussehend. Aber solange ich sie liebte, waren sie für mich der Schönste und Begehrtenswerteste auf der Welt. Der Herzliebste mein (er soll auch der endgültig letzte sein) ist er erste der wirklich gut aussieht und wißt ihr was? Es MACHT KEINEN UNTERSCHIED. (OK, ich bin furchtbar stolz auf ihn, wenn wir zusammen ausgehen, aber die eine oder andere Schwäche ist erlaubt
)
Was ist mir an einem Menschen wichtig (egal ob Lebenspartner oder enge Freunde)? Das sie das Beste aus dem machen, was ihnen gegeben wurde, die leidenschaftlich für ihre Ziele und Ideen arbeiten oder auch kämpfen, die mitfühlen können und denen das Wohl anderer am Herzen liegt, die Dinge mit Humor nehmen, die etwas von sich hinterlassen wollen, wenn sie gehen. Menschen sind nicht dazu da, dagewesen zu sein und nur einen Grabstein zu hinterlassen. All dies errreicht nicht gutes Aussehen, sondern die Herzensbildung und die hält mich bei einem Menschen. Wenn er dazu noch gut aussieht, dannist das der Zuckerguss auf dem Kuchen, der aber ohne Kuchen keine Basis hat.
So suche ich die Menschen in meinem Umfeld aus, daher treffe ich auch nicht die Männer die sabbern, denn die haben andere Prioritäten in ihrem Leben.Vertrauen ist die Mutter aller Ausschweifungen
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