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13.07.2009, 13:03
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Wer Unsinn hören und glauben will, der wird auch Unsinn zu hören bekommen.
Cave: Meine Beiträge könnten Spuren von Ironie enthalten!
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13.07.2009, 15:19Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Ich weiß nicht, ob ich das, was Wilma hier kundgetan hat, witzig oder traurig finden soll.
Ein Körnchen Wahrheit steckt natürlich in dem, was sie sagt. (ich würde das allerdings nicht zwingend auf Blondinen beschränken, ich denke sie meint eher junge, hübsche Frauen?)Mir ist in dem ganzen nur irgendwie zu viel Hass und Verbitterung und dies ist für mich auch der Kern der Problematik.
Es ist ja tatsächlich so, früher hatten Männer und Frauen ihre eindeutigen Rollen. Noch vor dreißig Jahren hat niemand von Frauen verlangt, auch mit 50 oder 60 noch sexy zu sein. Heutzutage begibt man sich auch in diesem Alter wieder auf Partnersuche und konkurriert eben auch mit den jüngeren Frauen.
Ich finde mit 50, 60 oder älter kann eine Frau schön, stilvoll, attraktiv, atemberaubend sein, aber was die sexuelle Attraktion betrifft, kann sie nun einmal nicht mit einer 20-Jährigen konkurrieren. Das ist Fakt und war schon immer so, war aber noch nicht immer ein Problem für Frauen, weil sie eben nicht immer unter diesem Druck gestanden haben. Das ist ein modernes Problem, und ich glaube, dass es in vielen Frauen so aussieht wie in Wilma, sie steht damit bestimmt nicht alleine da. Für mich ist das erschreckend, denn ich möchte in 10, 20 Jahren nicht so fühlen und denken wie sie. Ich möchte dann souveräner sein und mich nicht allein über meine Sexualität definieren und darüber, wie begehrenswert für Männer ich bin.
Was Wilma aber vergessen hat, ist, dass Männer ja auch Ängste haben, genau wie wir Frauen. Auch sie haben Angst, nicht gut genug, attraktiv genug, stark genug zu sein, verlassen, betrogen, ausgetauscht zu werden, nicht liebenswert genug zu sein. Das scheint sie völlig zu verdrängen, so als ob Männer nur aus Augen bestehen. Und Liebe fängt doch gerade dann an, wenn ich einen Anderen auch mit seinen Schwächen sehe. Und in diesem Punkt sind Männer auch nicht anders als Frauen. Was sexuelle Phantasien betrifft, sage ich: Die Gedanken sind frei. Das ist Privatsache und geht den Partner/die Partnerin nichts an, es sei denn, man möchte seine Phantasien mitteilen. Freiwillig.
lg
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13.07.2009, 15:36
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
@farrah, ein wirklich schönes + versöhnliches Schlussplädoyer, vielleicht kann ja sogar Wilma sich dem anschließen ...
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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13.07.2009, 15:47Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
So möchte ich das nicht stehen lassen.
Wie erklärst du dir denn dann eine Beziehung, wo die Frau vielleicht 15 Jahre älter ist als der Mann - und somit mit Frauen konkurriert, die über 20 Jahre jünger sind als sie selbst, denn der Mann könnte ja auch eine deutlich jüngere Freundin haben.
Du meinst doch sicher nicht, dass in einer solchen Beziehung die sexuelle Attraktivität für den Mann nicht gegeben ist?????
Für mich entscheidet der makellosere, jüngere Körper nicht allein über die sexuelle Ausstrahlung!!
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13.07.2009, 15:55
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Und definierst Du Dich denn jetzt als Jüngere 'allein' über Deine Sexualität?
Also, 20jährige betrachte ich immer noch nicht als Bedrohung.
Männer wollen doch nicht bloß Frischfleich.
Liebe Grüße,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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13.07.2009, 17:13Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Liebe Farrah,
ich sehe das anders: KeineR hier hat je geleugnet, dass es nicht durchaus genügend "Verführungen" gibt. Und selbstverständlich gibt es Frauen, die einen Sport daraus machen, ihren "Marktwert" bei Männern (gebundenen und ungebundenen) zu testen. Wir müssen auch nicht darüber streiten, dass das blondinen-unabhängig ist. Es ist doch klar, dass wir alle auch sexuelle Wesen sind und das Stammhirn seine Arbeit tut, wenn leckere Menschen durch unser Blickfeld spazieren. Hat hier darin Ausdruck gefunden, dass viele der Diskutierenden das auch locker-flockig eingestehen. Ob es ein Schauspieler ist, der nette Steuerberater oder einfach ein Tischnachbar im Cafe - wir gucken doch gerne mal.
Aber das, was eine Beziehung aus macht, geht doch weit über das hinaus! Wir sind doch keine Affen mehr! Da zeigt sich doch ein Teil unseres Mensch-Seins, das mit Trieben, aber nicht triebgesteuert lebt! Das ist wahrscheinlich für jeden etwas anderes, aber wollen wir nicht mehr er-leben als nur Sexualität? Ab einem gewissen Alter, mit diversen Erfahrungen und "Lernergebnissen" komme ich doch dahinter, dass ich zugunsten meiner Beziehung nicht triebgesteuert im nächstmöglichen Bett lande. Weil es mir wert ist, für meine Beziehung auch auf etwas zu verzichten. Und genau damit bleibe ich nicht nur meinem Partner, sondern erst recht mir selbst treu.
Es gibt einen schönen Spruch: "Im Zweifel trenne dich von anderen, nie von dir selbst." (Autor weiß ich nicht mehr). Darin kommt alles zum Ausdruck: Wenn meine Partnerschaft es mit sich bringen sollte, dass ich mich permanent selbst verleugne (ich meine NICHT die notwendigen Kompromisse), weil ich etwas leben soll, was nicht meins ist, dann ist es an der Zeit, sich zu trennen. Und das tunlichst, bevor ich mich völlig aus den Augen verloren habe!
Ich traue diese Reife auch Männern zu. (
) Deswegen können mir alle gestohlen bleiben, die ihren Trieb ausleben wollen; an denen ziehe ich vorbei und weiter (oder auch nicht, wenn ich gerade in einer Phase bin, in der es mir auch nur um Trieb-Auslebung geht). Der Mann, mit dem ich eine Beziehung eingehe, ist dann doch einer, der weiß, was er will und bereit ist, dafür seinen Teil zu tun. Genau wie ich, genau wie wir.
Ja, Farrah, auch ich möchte in einer Beziehung das erleben, was ich mal etwas kitschig als "ganzheitlich" bezeichnen möchte: In meiner Beziehung mit meinen Stärken und Schwächen, als ganze Person, wahrgenommen zu werden. Das geht nur mit Vertrauen. Und das scheint Wilma grundlegend zu fehlen, sowohl zu sich selbst im Sinne von "So, wie ich bin, bin ich es wert, geliebt zu werden" (Liebe im beschriebenen Sinne), als auch zu ihrem Partner und ihrer Umwelt. Es geht nicht um blinde Naivität, es geht um Vertrauen. Wenn dies abgelöst wird von einem Regelwerk, dass das Leben detailgetreu einteilt, kommt in mir ein fürchterliches Gefühl von Beklemmung hoch. Da stirbt doch alles! Ich glaube, dass dies dann eintritt, wenn man die Selbstliebe ersetzt. Das, was sonst jeder Mensch in ganz normalen Kontexten selbst klärt ("DAS machst du mit mir nicht! Bis hierhin und nicht weiter!" --> weil ich es mir selbst wert bin, dass Menschen mich nicht verletzen), hat Wilma durch ein rigides Feindbild ersetzt und die Kriegsführung ausführlich beschrieben.
Das Ganze auch noch versetzt mit einem total widersprüchlichen Absolutheitsanspruch hat mich wirklich wütend gemacht, weil dies mit einer Abwertung der vielen klugen und durchdachten Meinungen hier einherging - die Wilma ja hier sogar in einigen Einzelfällen direkt mit ihren wilden Interpretationen verstärkt hat. Das ist unter aller Kanone! Selbst wenn mir einige Fantasien kommen, was dahinter stecken könnte - so etwas geht gar nicht!
Deswegen habe ich gerade großen Spaß an diesen wunderbaren Denk- und Wortspielen hier. Das löst den Spuk ein wenig auf...Geändert von Inaktiver User (13.07.2009 um 18:28 Uhr) Grund: Ist es die Technik oder ich??? Sorry, hier der komplette Text
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13.07.2009, 17:46Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Ich habe doch nichts anderes behauptet. Es gehört doch weit mehr als "primitivste" sexuelle Reize dazu, eine Beziehung einzugehen, einen anderen Menschen liebenswert, anziehend und attraktiv zu finden.
@Einewiekeine: natürlich gibt es auch Beziehungen, in denen die Frau deutlich älter ist und trotzdem vom Mann als anziehend empfunden wird. Es gehört ja weit mehr zur Anziehung als ein makelloser Körper. Zudem gibt es tausende Gründe eine Beziehung mit einem Menschen anderen Geschlechts einzugehen; natürlich ist Sex ein wichtiger Grund. Selbstverständlich kann auch ein solches Paar tollen Sex haben und Beide können einander lieben.
Trotzdem ist es wohl so, dass alle (die meisten) Männer sehr junge Frauen sexy finden. Das muss man doch nicht diskutieren? Ich messe dieser Tatsache nur keine so große Bedeutung zu wie Wilma dies tut. Mich bedroht es nicht. Wilma hat einmal von "absolut" und "relativ" lieben gesprochen: Ihrer Meinung nach lieben Frauen absolut und Männer relativ. Hm. Also, ich bin eine Frau, dennoch denke ich, dass es bestimmte Dinge auf sexuellem Gebiet gibt, die mich anmachen, die mir aber ein Mann, den ich liebe, nicht unbedingt erfüllen muss. Trotzdem liebe ich diesen Mann dann weiterhin. Ich kann diese Bereiche trennen. Liebe ich dann also wohl auch relativ? Weil ich so bin, wäre ich nicht verletzt, wüßte ich, dass mein Mann Phantasien hat, in denen auch mal andere Frauen vorkommen. Ich weiß, dass dies nur der Befriedigung der Triebe gilt und sonst nichts zu bedeuten hat. Soll es keine Göttin neben mir geben? Darf er nur mich sexy finden? Wenn ich 20 Jahre verheiratet bin, darf er in der ganzen Zeit keine Andere begehren? Das wäre doch absurd.
Frauen, die 17 sind, werden von Männern von 17 - 70 begehrt. Aber diese Phantasien in Aktionen umzusetzen, dazu gehört schon mehr. Menschen sind nicht nur biologische sondern auch soziale Wesen. Wir lassen unseren Trieben in der Regel nicht einfach freien Lauf.
Die meisten Männer, die deutlich älter sind, werden sich beherrschen
Ich finde es auch menschlich, wenn man, wie Wilma, mit Neid und Eifersucht reagiert. Ich finde sie etwas extrem, dennoch muss man anerkennen, dass sie ehrlich ist und ihre Gefühle zugibt. Dazu gehört schon auch Mut. Und ich kann mir eben vorstellen, dass sie nicht die einzige Frau ist, der es so geht.
@Matratze: Ich definiere mich natürlich nicht allein über Sexualität. Dennoch spielt sie eine große Rolle, das gebe ich zu. Und ich weiß ja nicht, was in mir vorgehen wird, wenn die Blicke der Männer irgendwann ausbleiben. Deshalb finde ich es anmaßend, darüber zu urteilen, was in Wilma vorgeht.
Jede von uns war mal zwanzig, jede wird mal sechzig, siebzig, achzig (hoffentlich!). Warum nicht den Jungen gönnen, was man selber doch schon erlebt hat (hoffentlich). Es gibt doch keinen, der als Zwanzigjähriger auf die Welt kommt und dies ewig bleibt, so wie es keinen gibt, der sein ganzes Leben lang sechzig ist.
Und außerdem, wie ich schon geschrieben habe, auch die Männer haben ihre Wehwehchen und Problemchen. Ach, und jetzt fällt mir dazu nichts mehr ein
lg
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13.07.2009, 18:23Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
Äh, doch, anscheinend schon.
Ich unterscheide schon zwischen körperlicher Makellosigkeit und Erotik. Eine durchschnittliche 17jährige wird den makelloseren Körper, die schönere Haut, den strafferen Busen etc haben, das musst du auch mit mir nicht diskutieren.
Aber daraus folgert nicht unbedingt, dass sie auch als sexier empfunden wird als eine ältere Frau. Weil für sexuelle Anziehung und Spannung Makellosigkeit für mich nicht ausreicht - und auch für viele Männer nicht. Gibt ja nicht nur Hugh Hefners auf der Welt!!!
Gerade das Unreife, das Vieles-Nicht-Wissen, die weniger ausgeprägte Persönlichkeit finden keineswegs alle Männer sexuell anziehend oder erregend!!
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13.07.2009, 18:23Inaktiver User
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13.07.2009, 18:37Inaktiver User
AW: Blondinen-Phobie (ist lang geworden)
[QUOTE=Inaktiver User;6037916]Ich weiß nicht, ob ich soeben das Vorurteil "Frauen und Technik" betätigt habe oder ob die Technik aus dem Hinterhalt zugeschlagen hat.
Immerhin konnte Farrah ja noch zitieren, ich habe zum Glück den Text gespeichert, sodass Du jetzt mehr erfahren kannst als die "Fabelhafte Welt der Hieroglyphen"! 
Ansonsten gibt es Deinen Worten nicht mehr viel hinzuzufügen.
Vielleicht noch: Früher oder später werden wir alle damit konfrontiert, dass unsere körperliche Schönheit abnimmt. Wie schön, dass viele Frauen - objektiv keine Schönheit - mit ihrer Ausstrahlung beweisen, dass sie jede Makellosigkeit wegputzen können!
Farrah, Neid und Eifersucht kann ich verstehen, keine Frage! Aber genau das meinte ich doch: das sind die eigenen Gefühle, mit denen man sich beschäftigen muss. Und nicht "Outsourcing" betreiben muss, in dem die böse Blondinen-/Männerwelt verantwortlich gemacht wird! Du kommst an dieser Stelle nur weiter, in dem Du Dich Deiner Eifersucht, Deinem Neid stellst - nicht, indem Du abwertest und aburteilst!
Mal schauen, ob es jetzt klappt mit dem Text...



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