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    verwirrt Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    bin ein blutiger Neuling und habe mich nach etwas Herumlesen entschlossen Euch von meinem kleinen Problem zu erzählen, in der Hoffnung jemanden zu treffen dem es ähnlich ging und der evtl. ein paar Tipps hat...

    Bin seit nunmehr 6 Monaten mit meiner Freundin zusammen, sie ist fast 10 Jahre älter als ich. Da ich selbst bereits zwei sehr lange Beziehungen hinter mir habe, glaube ich bereits einige meiner Vorlieben, Ticks und Besonderheiten beim Aufbau einer Beziehung zu kennen. Eine diese Besonderheiten ist wohl, dass mich die Beziehungs-Vergangenheit meiner Freundinnen zu Beginn oft sehr beschäftigt.
    Ich habe das Bedürfnis viel zu von mir zu erzählen und ebenso viel zu erfahren, da ich das tiefe Gefühl habe, dass mich dies mit meiner Partnerin noch viel stärker zusammenschweißt. Und gerade die unrühmlichen Dinge in der Beziehungsvergangenheit sind dabei für mich absoluter Schlüssel. Indem ich von meinen Schwächen erzähle, erleichtert mich dies sehr. Ich habe einfach das Gefühl, dass diese unrühmlichen Dinge eben auch ein Teil von mir sind (wenn acuh kein schöner) und , dass es eben nur fair ist diesen zu erzählen. Umgekehrt erwarte ich aber auch, dass sie mit mir offen und vor allem ehrlich über ihre Vergangenheit spricht.
    Meine Freundin hatte vor einiger Zeit (2 Jahre her) ein Verhältnis zu einem Mann, welches insgesamt über den Zeitraum von einem guten Jahr ging, jedoch von häufigen auch längeren Unterbrechungen geprägt war. Sie kam aus einer langen Beziehung, fühlte sich allein und einsam, noch dazu hatte ihr Ex recht schnell eine neue. Dann lernte sie diesen Mann kennen, der ihr einfach sein Gehör schenkte, ihr etwas Geborgenheit, Zuneigung und Nähe gab. Obwohl sie von Anfang an wusste, dass sich nie eine Beziehung entwickeln könnte hatte sie dann über mehrere Monate ein Verhältnis mit ihm, in dem auch Sex eine nicht unwesentliche Rolle spielte. Nach einigen Monaten haben jedoch beide beschlossen, dass es so nicht weitergehen kann, da er langsam deutlich mehr Bindung und eine echte Beziehung wünschte, sie dies aber nicht geben konnte. Bis hierhin habe ich kein Problem mit dieser Vergangenheit - auch wenn ich dies so nie erlebt habe, kann ich mich in sie hineinversetzen und dies für mich irgendwie wichtig, um dies alles zu verarbeiten...Dann jedoch lernte sie jemand anderes kennen und verliebte sich, nach 3 Monaten jedoch wurde hieraus nichts und sie war wieder allein. Unmittelbar danach gab es wieder Kontakt zu dem Mann mit welchem sie zuvor das Verhältnis hatte und es begann erneut sporadisch für insgesamt 5 Monate mit größeren Unterbechungen...

    Diese letzte Episode des Verhältnisses ist nun die, mit der ich ein großes Problem zu haben scheine. Irgendwie nehme ich ihr ein bisschen übel, dass sie wieder mit ihm begonnen hat, obwohl sie wusste, dass dies nie eine Beziehung werder würde und obwohl eigentlich alles geklärt war zwischen ihnen. Die Vorstellung, dass sie sich einfach nach Nähe, Verständnis, Zuneigung und letztlich Sex sehnte ist für mich zwar verständlich. Ich selbst kenne dies von einigen One Night Stands, wo ich jedoch sagen muss, dass ich selbst daraus nie hätte eine längere Affäre werden lassen können. Sex den ich mit einer Person hatte, welche ich nicht liebe ist für mich irgendwie "oberflächlich" und schreckt mich schon in der Stunde danach ein wenig ab. Daher könnte ich von diesen One Night Stands nie sagen, dass ich sie genossen habe, ich denke es ging eher um das Ego und die Befriedigung einer momentanen Lust...Sie aber sagt, dass sie die Momente mit ihm über Monate genossen habe, auch wenn ihr die gesamte Situation irgendwie unangenehm und unheimlich war. Ich glaube, dass für mich Sex letztendlich untrennbar mit tiefen Emotionen und Liebe (oder zumindest Hoffnung darauf) verbunden ist. Die Ausnahme sind ONSs, wo ich für einen kurzen Moment (nämlich eine Nacht) aus Schwäche und oft für mein Ego Dinge tat, die ich evtl. später ein wenig bereut und nicht schön gefunden habe. Häufige ONSs oder eben eine lange Affäre, in der Sex eine Rolle spielt käme für mich daher nie in Frage. Irgendwie habe ich selbst an mich (und eben auch die Partnerin) den Anspruch, dass man sich Sex dann eben "aufhebt" für die Beziehungen mit tiefen Emotionen und Gefühlen...
    Indem sie nun von diesem Verhältnis erzählt (was ich ihr sehr sehr hoch anrechne und was mir viel Vertrauen gibt) und sagt, dass sie es sehr genossen habe in dem Moment, habe ich ein wenig das Gefühl, dass Sex für uns einen ganz anderen Stellenwert hat. Eben für sie nicht mehr die Magie des Besonderen sondern ein Akt der Zuneigung auch unter ansonsten guten Freunden/Gesprächspartnern...

    Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann weiß ich, dass dies heute wohl ziemlich normal ist. Ich denke Eifersucht spielt sicher eine gewisse Rolle hierin, wiel ich im Unterbewusstsein evtl. befürchte, dass der Sex den wir haben für sie keinen so großen Stellenwert hat wie für mich...Dazu kommt, dass ich einfach eine solche Situation (sprich ein langes Verhältnis im Gegensatz zum ONS) selbst nie erlebt habe und daher nicht weiß wie es sich anfühlt. Außerdem kommt vielleicht ein ganz klein bisschen Neid hinzu, dass sie hier eine Erfahrung hat, die ich nicht teile, die mich aber sehr kränkt...

    Sie spricht mittlerweile (nach Anfänglichen Verschönigungen und kleinen Mogeleien) sehr offen über diese Vergangenheit und gibt mir damit im Prinzip ein gutes Gefühl. Auch sagt sie mir immer wieder wie gut es ihr jetzt geht und, dass sie mit den Emotionen und Empfindungen, die ich ihr gebe im Nachhinein bereut, sich jemals auf dieses Verhältnis eingelassen zu haben - dies erleichtert mich sehr. Dennoch habe ich noch oft diese Gefühle von Unverständnis, Eifersucht und ein bisschen Verachtung (ich weiß, dass dies sehr sehr hart klingt - trifft es aber leider gut)...Ist dies nun Machotum, dass ich meiner Freundnin keine (sexuelle) Erfahrung gönne, die ich selbst nicht hatte? Eifersucht und Neid? Es kränkt mich einfach sehr, dass sie anscheinend Spaß daran hatte, wo doch gar keine tiefen Emotionen dar waren und dies damit für sie evtl. der gleiche "Spaß" ist den sie in ihrer Liebe zu mir empfindet...

    Ich weiß, dass dies in erster Linie mein Problem ist und wünsche mir einfach einen Weg zu finden, dies alles schnell verstehen und akzeptieren zu können. Wenn wir ruhig und sachlich über das Thema sprechen ist es für sie ok und sie merkt, dass sie mir damit bei der Verarbeitung hilft. Oft werde ich jedoch ein wenig unsachlich, wertend und manchmal verletzend vor lauter Kränkung und Emotionalität, dies führt dann zu unschönen Diskussionen und Verletzungen auf beiden Seiten...Wie kann ich dies verhindern? Habt ihr mal ähnliches erlebt und könnte mir helfen, dass dieses Thema unsere Beziehung nicht weiter belastet?

    Weiß einfach nicht mehr weiter und zweifele ganz doll an mir selbst. Mein Kopf sagt mir, dass dies durchaus normale Dinge sind aber manchmal lassen sie mich nachts aufschrecken und mich ihr gegenüber einfach kränkend und ein bisschen "moralisch verachtend" verhalten...

    DANKE für Eure Geduld und für Eure Kommentare,

    Sommerhase

  2. Inaktiver User

    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Warum zerbrichst Du Dir den Kopf über die Vergangenheit?

  3. Inaktiver User

    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    wenn deine freundin einigermassen helle im kopf ist, dann wird sie dir sagen, was von deinen "moralisch-verachtenden" einstellungen zu halten ist und dich rausschmeissen.

    wenn du mit ihrer vergangenheit nicht leben kannst-

    dann lasse es sein. denn es heisst nicht umsonst:

    vergangenheit! es ist vergangen.

  4. Inaktiver User

    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Hallo, Sommerhase.

    Die Vergangenheit ist das, was uns prägt. Jeder hat eine Geschichte, die sich äußerlich und innerlich widerspiegelt. Dazu gehören auch Dinge, die einem selber oder anderen nicht immer gefallen, aber die genauso dazugehören.

    Ich habe nach der Trennung von meinem Exmann auch einige Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin. Aber auch darüber habe ich immer offen erzählt. Wenn jemand damit ein Problem hat, kann ich es nicht ändern, weder das Geschehene noch das Gefallen. Niemand hat das Recht dazu, meine Vergangenheit zu kritisieren.

    Pass auf, dass du es mit deiner wirklich überflüssigen Kritik nicht übertreibst. Du legst DEINE Maßstäbe an IHR Verhalten an - wenn du nicht bereit bist, bei einer Partnerin zu akzeptieren, dass sie anders handelt, andere Prioritäten setzt und andere "Bewältigungsstrategien" für ihren Schmerz hat, dann sehe ich keine Zukunft für eure Beziehung.

    Das Zauberwort heißt Toleranz - du bist nicht der Nabel der Welt, und wenn du sie lieb hast, gestehst du ihr zu, dass sie ein Individuum ist. Wenn du glaubst, einen Menschen ohne Vergangenheit zu finden - oder mit einer Vergangenheit, in der alles so gelaufen ist, wie es dir gefällt - dann stell dich darauf ein, dass du alleine bleiben wirst.

  5. Inaktiver User

    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn deine freundin einigermassen helle im kopf ist, dann wird sie dir sagen, was von deinen "moralisch-verachtenden" einstellungen zu halten ist und dich rausschmeissen.

    wenn du mit ihrer vergangenheit nicht leben kannst-

    dann lasse es sein. denn es heisst nicht umsonst:

    vergangenheit! es ist vergangen.
    Für das was deine Freundin vor dir tat muß sie sich nicht rechtfertigen, weder vor sich selbst noch vor dir.

    Das du mit Affairen nichts anfangen kannst, ist allein Dein Ding.

    Ich hoffe sehr, du hast deine Bedenken deiner Freundin noch nicht mitgeteilt! Bei mir wäre damit die Geschichte auch beendet, denn für das was ich im Leben gemacht habe würde ich mich von niemandem maßregeln lassen.

    Behalte deine komische Einstellung für dich wenn du kannst

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    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Hast Du Angst davor, daß sie nochmals zu ihm zurückgeht, wenn es mal Streß mit Euch gibt?

    Oder wovor?

    Wann müssen wir andere "klein machen"? ("verachten")
    Wenn wir selber uns winzig fühlen.
    Und durch die Abwertung des anderen wachsen wir (vermeintlich) ein Stückchen, fühlen uns besser.
    Kein feiner Stil. Aber menschlich.

    Ehrlich, Deine Intoleranz und Ängstlichkeit wirkt auf mich sehr schulmeisterlich und ältlich. Überprüfe Deine Einstellung mal. Jemanden zu lieben heißt doch, ihn mitsamt der Vergangenheit zu akzeptieren. Niemand ist perfekt, und niemand muß perfekt sein. Würdest Du je eine Partnerin finden, die alle Deine Vorstellungen erfüllt? Und bist Du selber auch so perfekt für jemand anders? Da gibt es nichts, worüber sich jemand mokieren könnte? Glaub ich nicht!

    Dieses dauernd ausführlich über "Früher" sprechen zu wollen, hätte mich an ihrer Stelle schon abgeschreckt, ehrlich gesagt. Früher ist vorbei.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn deine freundin einigermassen helle im kopf ist, dann wird sie dir sagen, was von deinen "moralisch-verachtenden" einstellungen zu halten ist und dich rausschmeissen.

    wenn du mit ihrer vergangenheit nicht leben kannst-

    dann lasse es sein. denn es heisst nicht umsonst:

    vergangenheit! es ist vergangen.
    Der TE bittet um Hilfe, mit "seinem" Problem umzugehen (dessen er sich durchaus bewusst ist) und Dir fällt nichts besseres dazu ein, als das Du seiner Freundin wünscht ihn rauszuschmeissen.

    Ich versteh nicht, wo da die geforderte Hilfestellung bleibt?

    Zum TE:
    Was ich so rauslese hört sich eher nach Unsicherheit des TE an. Die Unsicherheit, (da sie immer wieder auf diese Affaire zurückgreift), das es wohl auch mal während der Beziehung passieren könnte. Kann das sein?

    Was ich persönlich auch nicht so toll finde, sind Deine Ausschweifungen und Deine pers. Angriffe weil Du mit ihrem vorrangegangen Lebensstil nicht klarkommst und vorallem, dass jedes Gespräch im Streit endet.

    Ich habe auch hohe moralische Wertvorstellungen, würde mir aber nicht anmaßen andere zu verurteilen, die das anders sehen. Das ist eh eine ganz schlechte Grundlage für eine Kommunikation auf Augenhöhe.

    Überlege Dir, was Du an ihr liebst und achtest? Resepkt ist ein sehr wichtiger Bestandteil in einer Beziehung. Finde raus, welche Grund -und Eckpfeiler Eure Beziehung hat. Vorallem solltest Du Dir klar werden, ob Du mit Ihrer Vergangenheit leben kannst, und auch willst.

    Ich wünsche Dir vor allem Ruhe zu bewahren. Es wurde noch keine Beziehung durch Streit und Intoleranz gerettet.


    Röschen11

  8. Inaktiver User

    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    er bittet nicht um hilfe.

    er stellt seine moralische überheblichkeit zur schau.

    nichts anderes.

  9. Inaktiver User

    AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Zitat Zitat von Sommerhase Beitrag anzeigen



    Weiß einfach nicht mehr weiter und zweifele ganz doll an mir selbst. Mein Kopf sagt mir, dass dies durchaus normale Dinge sind aber manchmal lassen sie mich nachts aufschrecken und mich ihr gegenüber einfach kränkend und ein bisschen "moralisch verachtend" verhalten...



    Sommerhase

    Das solltest Du ganz schnell ändern und hoffen, dass deine Freundin niemals deinen Beitrag hier liest.
    Ich würde Dir raten, deine Maßstäbe nicht auf andere anzuwenden, und schon gar nicht von moralischer Überlegenheit zu sprechen.

    Auch wenn ich brighids Beitrag etwas harsch fand, so ist der Inhalt ihrer Botschaft richtig.

    Zudem geht dich das Vorleben deiner Freundin wenig an, und es steht dir auch kein Urteil darüber zu. Das muss und wird sie ganz alleine mit sich ausmachen.

    lg bujo

  10. User Info Menu

    Erleuchtung AW: Problem mit früherer Affäre meiner Freundin...

    Danke all Euch für Eure Beiträge, die ich (meist) für sehr hilfreich halte!

    @brighid: Dass ich mit dieser Vergangenheit leben muss, will und auch kann, zeigt wohl die Tatsache, dass ich erkannt habe, dass dies mein Problem und nicht ihres ist und ich hier im Forum nach Hilfe für MICH und nicht sie frage...Ob Rausschmeißen/Austauschen immer die beste Wahl ist überlasse ich Dir, ich selbst würde mich im umgekehrten Fall freuen meiner Parterin bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen zu können (vorausgesetzt es ist Bereitschaft da!)

    @Blacklight: Ja, Du hast Recht. Eine Person ohne Vergangenheit will ich nicht. Toleranz ist hier ein Stichwort, ich darf einfach nicht erwarten, dass andere Mensche so handeln wie ich mir wünschte in solch einem Moment zu handeln (und ich kann ja nichtmal sagen, dass ich in dem Moment Willen/Stärke etc. dazu hätte). Ich denke es hilft mir ungemein mit ihr darüber zu sprechen und dadurch zu verstehen, wie sie sich in dem Moment gefühlt hat (Stichwort nachvollziehen können). Dies habe ich bereits viel getan (und zwar sehr defensiv, da ich ja selbst weiß, dass ICH hier ein Problem habe und nicht sie). Mittlerweile fühle ich mich damit auch schon sehr viel besser, auch wenn der Gedanke daran mich immernoch ein wenig kränkt/schmerzt...ich weiß jedoch, dass dies eben Teil IHRER Vergangenheit ist, der mich nichts angeht und den ich akzeptieren muss, so wie sie dies auch mit Dingen in meiner Vergangenheit tut...

    Dharma05: Stimme Dir zu, sie muss sich nicht vor mir rechtfertigen, für Dinge die sie vor mir gemacht hat - den Eindruck habe ich ihr anfänglich gegeben und dafür habe ich mich mehrfach entschuldigt...diese Dinge für mich zu behalten find ich aber völlig daneben!? Konnte/wollte das Thema nicht für mich behalten, gebe ihr aber zu verstehen, dass ich mir darüber bewusst bin, dass dies MEIN Problem ist. Ich freue mich und bin ihr ja auch sehr dankbar, dass sie bereit ist so viel mit mir darüber zu sprechen und mir somit zu helfen sie "nachvollziehen zu können". Das muss sie nicht (und das weiß sie und ich) aber in einer vertrauensvollen Beziehung ist es doch auch mal ganz schön, wenn man sich gegenseitig bei der Klärung von Problemen (so abwägig sie auch klingen mögen) hilft!?

    @Karla48: Du hast ins Schwarze getroffen. Wünsche mir oft, dass wir in vielen Dingen gleich Denken/Handeln etc...(ist wohl bis zu einem gewissen Grad normal oder?). Wenn dann Unterschiede da sind, die mir missfallen ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich ihren Standpunkt dann irgendwie schlecht mache/abwerte...Meist nur eine spontane Reaktion, wenn ich einen Moment drüber nachdenke merke ich selbst, dass es eigentlich nur billige Rechthaberei ist, die zu nichts führt und es manchmal auch so viel netter ist, sich mal von einem anderen Standpunkt überzeugen zu lassen;-) Mit Deinem zweiten Punkt hast Du noch viel mehr Recht - denn natürlich gibt es in meiner Vergangenheit ein/zwei Dinge auf die ich gar nicht stolz bin und die meinen oben genannten Einstellungen eher diametral gegenüberstehen:-( Schäme mich ziemlich dafür und glaube es könnte der Grund sein, warum ich diese Dinge an ihr nun so kritisiere, in gewissem Maße kritisiere ich auch mich selbst...dies erklärt mir nun auch die Heftigkeit meiner Reaktionen, wenn ich von anderen höre, die ähnliches gehandelt haben wie ich! Habe inzwischen mit ihr über alles gesprochen und ihr vor allem von meiner "Leiche im Keller" erzählt - uns ist beiden ein Stein vom Herzen gefallen, weil es so vieles erklärt!

    @Roeschen11: Dass dies alles eine beschissene Grundlage für eine Beziehung ist weiß ich und das ist der Grund, warum ich hier um Hilfe gebeten habe. Ich wusste/weiß selbst um die Irrationalität meiner Gefühle und habe sie (s.o.) mittlerweile auch ganz gut besänftigt.
    Unsicherheit ist auch ein Thema, vor allem weil sie mich während der letzten 2 Monate in diesem Themenkreis immer wieder (vorsätzlich) belogen und getäuscht hat. Stimme Euch zu, sie muss mir nichts erzählen aus ihrer Vergangenheit. Wenn sie mir jedoch sagt, dass sie dies (auch) wünscht, um mir dann Dinge zu erzählen die z.T. unwahr/geschönt sind macht mich dies unsicher und zerstört viel Vertrauen. Leider hat sie die ihr unangenehmen Dinge nicht einfach für sich behalten sondern in sich widersprechenden Versionen erwähnt/erzählt und dies hinterlässt einfach den Eindruck der Unehrlichkeit und macht mich unsicher. Mittlerweile habe wir alles geklärt und ich weiß, dass sie vieles erzählen wollte ich ihr jedoch scheinbar den Eindruck gegeben habe die Wahrheit würde mich abschrecken...daher hat sie sich in einem immer dichteren Geflecht von Lügen/Halbwahrheiten verfangen und mich damit zutiefst verunsichert... Mittlerweile ist die aufgeräumt, weil es mir gelungen ist ihr zu zeigen, dass es nichts gibt, was mich so doll abschreckt/beschäftigt, dass es eine Lügen/Täuschen rechtfertigen/notwendig machen würde...etwas zu verschweigen ist ihr gutes Recht, aber dann am liebsten so, dass ich nicht dauernd indirekt mitbekommen (durch aufmerksames Zuhören), dass sie Dinge beschönt oder verschweigt...

    @Brighid2: Mein Ziel war hier nicht, irgendetwas zur Schau zu stellen. Ich denke spätestens hiermit
    Weiß einfach nicht mehr weiter und zweifele ganz doll an mir selbst. Mein Kopf sagt mir, dass dies durchaus normale Dinge sind aber manchmal lassen sie mich nachts aufschrecken und mich ihr gegenüber einfach kränkend und ein bisschen "moralisch verachtend" verhalten...
    habe ich recht klar gemacht, dass ich das Problem durchaus bei mir sehe und Euch um Hilfe/Kommentare bitte warum dies so sein kann und wie ich damit umgehen kann/soll (erstmal für mich, dann aber auch mit meiner Freundin)...Deine Kommentare sprechen nicht unbedingt dafür, dass Du dies auch nur ein bisschen verstanden hast

    @Bujo: Stimme Dir fast ausschließlich zu. Die Vergangenheit meiner Freundin geht mich nichts an, interessiert mich jedoch. Kann man jetzt positiv (Interesse an Einstellungen, Verhalten und Denkweisen in besoderen Situationen etc.) oder negativ (Eifersucht, Einmischen, Kontrolle, Verurteilen) sehen. Ich versuche primär die positiven Seiten zu beherzen, nämlich das Interesse an ihrer Person, ihren Einstellungen und ihrem Charakter und freue mich einfach und bin dankbar wenn Sie diese mit mir teilt indem sie mir aus ihrer Vergangenheit erzählt - aber ich bin mir bewusst, dass sie dies nicht muss! In diesem Sinn würde es mich nun gar nicht stören, wenn meine Freundin diesen Beitrag lesen würde, denn all dies habe ich genau so mit ihr besprochen und stehe dazu. Ja, einige der Gedanken, die ich hatte sind nicht schön -aber ich bin mir dieser Tatsache bewusst, habe die Gründe dafür erforscht (und größtenteils gefunden), arbeite daran sie zu verwerfen und insofern stehe ich zu dieser Diskussion und den hierin gemachten Äußerungen - und dies auch vor meine Freundin!


    Wie Ihr hoffentlich seht geht/ging es mir hier nicht darum, meine teilweise abwägigen Gedanken gutzuheißen und "zur Schau zu stellen". Ich war und bin mir der Irrationalität bewusst und habe deshalb hier geschrieben. Danke Euch für die größtenteils hilfreichen und sehr deutlichen Beiträge, ich für meinen Teil glaube einen großen Schritt gemacht zu haben und fühle mich deutlich besser...und für die, die es interessiert: Auch meine Freundin ist sehr erleichtert, dass ich dies alles so offen mit ihr angesprochen habe und ich bin ihr sehr dankbar, dass sie mich nicht direkt verstoßen hat sondern mit ein bisschen Verständnis/Geduld auf mich zukam und mir half dieses Problem in den Griff zu bekommen. Nicht zuletzt, weil ich dies bei ihr wohl acuh getan/habe und tue (Stichwort Unehrlichkeit und unnötiges Belügen)...

    DANKE Euch allen,
    Sommerhase

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