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    Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Hallo zusammen,

    ich würde hier gerne einen Strang starten, in dem wir uns gegenseitig bestärken können:

    Internationaler Frauentag ist nur heute, an einem einzigen Tag im Jahr,

    doch Frauen sind wir auf der ganzen Welt das ganze Jahr hindurch.

    Damit wir dann, wenn es mal nicht so gut läuft, zwischendurch ein bisschen auftanken können,
    ist die Idee,
    Zitate, Fotos, Links zu Büchern, Musik und allem anderen, was zum Thema passt
    (außer kommerzieller Werbung), hier einzustellen:
    als Kraftquelle und Inspiration.

    (Natürlich sind auch Diskussionen zum Thema wichtig, aber vielleicht könnte man dafür einen weiteren Strang aufmachen, damit es nicht zu sehr durcheinander geht, und einiges gibt es sicher schon. )


    Von daher sind meine Fragen:

    Was bedeutet es für euch, Frau zu sein? Habt ihr Vorbilder? Wenn ja, wen?

    Welche Musik, welche Gedanken, welche Literatur spiegelt oder inspiriert euch?



    Zeigt euch und eure Ideen!




    Ich selber kann mich oft am besten über Musik ausdrücken:

    Nehmt das folgende Lied und den Text dazu – ein Klassiker in etwas modernerer Version:

    Sisters Are Doin' It for Themselves (Peacetour Live) - YouTube


    Ich freue mich auf eure Beiträge!
    Geändert von skinhype27 (08.03.2021 um 15:15 Uhr)

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    ok, Sister, dann fang ich mal an!

    Ich weiß gar nicht, was es für mich bedeutet. Frau zu sein.
    Weil ich mich als Individuum sehe.
    Ich bin Kaffeesahne.

    Aber beim nachdenken kam ich darauf, das das nicht immer so wahr.
    Als Kind und als Jugendliche war ich eher Mädchen. Kein rosares, kein Puppenfan, kein Klischee passte auf mich.
    Aber ich war die, die vom Mathe-Lehrer in der Grundschule gesagt bekam, ich bräuchte nicht weiterzufragen und mich anzustrengen. Ich würde eh heiraten und Kinder bekommen.

    Muss ich erwähnen, das Mathe und ich noch nicht wirklich Freundschaft geschlossen haben?

    Ich bin Bauerntochter.
    Immer habe ich hart arbeitende Menschen gesehen.
    Meine Eltern, Großeltern, Helfende..
    Mir war zwar klar, das der Hof meinem Vater gehörte.
    Und mir war auch klar, das er ohne die Arbeit, die Disziplin und Vielseitigkeit meiner Mutter keinen Meter weit gekommen wäre.

    Als Kind und Jugendliche hatte ich Ideen, welche Berufe ich gerne machen würde.
    Regelantwort: Ob du das schaffst?
    Dann müsstest du aber ... können (wozu Ausbildung/Studium?)!
    Dann wärst du ganz weit weg von hier, dann bist du hier nicht mehr zuhause.
    tbc.

    In der heutigen Zeit habe ich keine Vorbilder oder Idole.
    Aber ich habe eines in der Vergangenheit gefunden:

    Eleonore von Aquitanien – Wikipedia

    Die Frau hat mich nachhaltig beeindruckt.
    Ich weiß nicht, ob all die Dinge tun würde, die sie getan hat.
    Was mir wichtig ist: Sie hatte keine Selbstzensur "eine Frau macht sowas nicht".
    Sie hat einfach gemacht.
    Was sie wollte, was sich ergeben hat, was sie konnte.

    Sie war einfach sie selbst.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!


    Anstand - find ich gut!

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Was es für mich bedeutet, Frau zu sein, ist unter anderem ein Jahrzehnte dauerndes Engagement für Gleichberechtigung und Frauenrechte und ganz viel Ernüchterung gerade in den letzten Jahren. Immer wieder stellt sich mir die Frage, wofür ich mir seit Ende der 70er Jahre ständig den Mund fusselig geredet und mich oft unbeliebt gemacht habe, wenn Frauen sich heute immer noch damit zufriedengeben, im Beruf benachteiligt zu werden (morgen ist übrigens Gender Pay Day), die Hauptlast an Care-Arbeit übertragen zu bekommen, bzw. zu übernehmen, und so manchen Chauvinisten gewähren lassen, als wären sie in 50ern steckengeblieben, obwohl sie erst über 30 Jahre später geboren sind. Von der Passivität, wenn das Problem häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt zur Debatte steht, ganz zu schweigen.

    Vorbilder im Wortsinne habe ich nicht, aber mich inspirieren und motivieren derzeit viele Frauen, die nach dem Verlust von Heimat, gesellschaftlichen Traditionen und Alltags-Strukturen die Chancen auf einen Neuanfang erfolgreich nutzen.

    Dazu passt, dass zu meinen vielen Lieblingsbüchern „Mama Superstar“ von Melisa Manrique und Manik Chander gehört. Als ich vor ein paar Jahren „Der Ursprung der Liebe“ von Liv Strömquist geschenkt bekommen habe, war das Buch geradezu ein Augenöffner für mich. Und auch, wenn ich Margret Stokowski nicht immer uneingeschränkt zustimmen kann, verleihe ich ihr „Untenrum frei“ gerne.

    Zum Thema Musik: In einer nostalgischen Anwandlung habe ich kürzlich mal wieder Ina Deter gehört, die noch mehr zu bieten hat, als den Wunsch nach „neuen Männern“. Bei meiner Suche nach Songs der Frauenband „Schneewittchen“ bin ich dann über diesen 40 Jahre alten Text gestolpert und war wieder mal erschrocken, wie aktuell all das noch ist, was uns damals schon bewegt hat.
    "Generischer Akkusativ. Den anderen Fällen sind mitgemeint."
    Twitterperle

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!


    Anstand - find ich gut!

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Dass in einem Song, in dem es eigentlich um das Outing von (immer noch) diskriminierten Minderheiten geht, sich auch (immer noch) nahezu eine Hälfte unserer Gesellschaft wiederfinden kann, finde ich schon bemerkenswert.
    "Generischer Akkusativ. Den anderen Fällen sind mitgemeint."
    Twitterperle

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Der Threadtitel stört mich schon ein wenig. Ich kenne genug Frauen, so z.B. meine direkte Kolleginnen, die zehn bzw. ein Jahr jünger sind als ich, und leben wie vor .... Jahren (bitte einfügen). Der Ehemann wird es schon richten. Sie haben keinen Grund, so wenig zu arbeiten, paar Std. die Woche, Kids sind mittlerweile "groß". Doch sie möchten es so! Die zehn Jahre jüngere Kollegin hat mir auch gesagt, dass ihr Mann nicht möchte, dass sie mehr arbeitet. So.

    Kürzlich mit meiner Nachbarin eine Diskussion gehabt, die sich sehr, vor allem beruflich, dafür einsetzt, dass Frauen in top Positionen sind. Sie ist es auch. Im Aufsichtsrat einer großen internationalen Bank. Völlig enthusiastisch hat sie mir an der Garage erzählt, wie weit sie in ihrem speziellen internationalen Projekt, Netzwerk etc. gekommen sind, auch mit Hilfe der Politik, Presse usw. usf. Ich habe ihr nur gesagt, dass ich das super finde. Sie hat auch immer gearbeitet, trotz Kind, trotz Mann, der selber super verdient und sie selbst, durch Erbe auch noch abgesichert. Karriere gemacht. Sie kann es nicht verstehen etc. pp. Und ich soll weiter so dranbleiben und auch meiner Schwester das sagen etc. Ich habe ihr nur gesagt, dass sie mir das nicht sagen muss, dass es einfach noch viel zu viele Frauen gibt, die nicht so denken wie wir. Und so lange es die gibt, muss es auch nicht so ein "Bashing" geben, dass Frauen nichts erreichen können etc. pp.

    Weil das, ist schon lange nicht mehr, dass Frauen nichts erreichen können. Zumindest nicht hier in D.

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Heute Abend kommt bei Arte der zweite Teil von "Die Hälfte der Welt gehört uns". Der 1. Teil ist in der Mediathek oder bei Youtube abrufbar.

    Ich finde allerdings, dass auch fördernde Männer Vorbild sein sollen. Gibt es leider noch viel zu wenig.
    Fördernde Frauen? Mir gefallen z.B. die im Podcast "Die Boss" vorgestellten Frauen und Simone Menne selber sehr gut.
    Das ist allerdings schon eine hohe Hirarchie. Darunter fehlen auch noch einige.

    Manch eine Chefin von mir war wirklich toll - sie sind aber meist gegangen oder gegangen worden. Manch eine von ihnen unersetzlich (Wissen, Kompetenz und Empathie). Die nachrückenden Männer sind eher naja. Manch einer mit 1/3, manch einer mit nichts von dreien.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    ...

    Weil das, ist schon lange nicht mehr, dass Frauen nichts erreichen können. Zumindest nicht hier in D.
    Die Schuhfachverkäuferin, der innerhalb von ein paar Jahren der dritte Abteilungsleiter vor die Nase gesetzt wird, könnte das möglicherweise anders sehen. Ebenso, wie die junge, (noch) engagierte Lokalpolitikerin, der die männliche Fraktionsmehrheit nicht den Ausschuss-Sitz zuweist, für den sie eindeutig besser qualifiziert ist, als ihr seit Jahren dort mit mäßigem Erfolg tätiger Parteikollege.
    "Generischer Akkusativ. Den anderen Fällen sind mitgemeint."
    Twitterperle

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    Tolles Thema, da lese ich mal mit. Beitragen mag ich erst mal nichts. In der Lebenmitte desillusioniert in allen Lebensbereichen, was Gleichberechtigung angeht.
    Ich fühle mich nicht in meinen Rechten beschränkt. Bedroht fühle ich mich durch Rechte und Beschränkte.

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    AW: Come on, sisters! Inspirations- und Mutmachthread für Frauen und andere

    spreefee, mir geht es sehr ähnlich. Ich könnte seitenweise über all das schreiben, was mir auch im Jahr 2021 immer noch schwer auf die Eierstöcke geht, weil es sich über Jahrzehnte kaum geändert hat, und hab wenig Ideen, wie ich dem Wunsch der TE nachkommen kann,
    Damit wir dann, wenn es mal nicht so gut läuft, zwischendurch ein bisschen auftanken können ...
    ohne dass es ständig nur nach Dunnemals klingt.
    "Generischer Akkusativ. Den anderen Fällen sind mitgemeint."
    Twitterperle

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