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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Elisabeth Selbert sagte: „Ich möchte eigentlich diese Zeit noch einmal erleben: Welchen ungeheuren Einfluss diese politische Bewegung der Frauen, die plötzlich wie ein Sturm über den Rat wegging, bedeutet hat – erst dann trat diese große Wende ein, und dann kam ein gewisses Gestammel von allen Seiten – wir waren ja gar nicht dagegen, wir wollten nur nicht das Rechtschaos – wir sehen ein, dass die Frau Ungeheures geleistet hat, wir sehen ein, dass wir das den Frauen unserer Zeit – nach einem Zweiten Weltkrieg schuldig sind.“

    Diese Mutter des Grundgesetzes hat das entscheidende gesagt, wenn Frauen sich nicht stärker engagieren wird es nichts mit Gleichberechtigung.
    Und wenn sie sich doch engagieren, heißt es "man darf die Männer nicht überfordern, es ist alles eine Frage der Zeit, das wird schon".
    In jedem Fall aber liegt es an den Frauen, wenn es nicht vorwärts geht, das ist schon mal sicher.

    Da hilft auch nicht das in meinen Augen hilflose Gendern.
    Man kann das eine tun und das andere nicht lassen.
    Ist ja nicht so, dass man entweder Kaffee trinken oder Kuchen essen kann. Oder dass der Kuchen schlecht wäre, weil er kein Koffein enthält.

    Ich zumindest kenne keinen einzigen Beruf, in dem Frauen nicht arbeiten. Und das wissen wir alle.
    Äh. Und? Was hat das mit der hier diskutierten Thematik zu tun?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe extra vor meinem Kommentar gegoogelt, weil ich mir auch nicht sicher war. Aber die Google-Treffer aus 2014 [zum Begriff "maximal pigmentiert" Anm. von mir, Agathe] waren aus normalen Zeitungen.
    Hättest du mal einen für mich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ging um die künstliche Kreationen von Sternchen, Doppelpunkten, Endungen usw.

    In deinem Beispiele wurden existierende Worte genommen.
    Gendern umfasst aber nicht nur die Nutzung von Sternchen etc. - schön, dass du immerhin die vielfältigen anderen Möglichkeiten nicht ablehnst.

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Ich kann momentan nicht abschätzen, wie viel tatsächliche Akzeptanz die vorgeschlagenen oder sogar verordneten Gender-Formulierungen in der Sprechergemeinschaft finden.
    Die von mir geposteten Umfrageergebnisse hast du gesehen?

    Wenn eine Sprechergemeinschaft einer natürlichen Sprache einen Begriff nicht großflächig akzeptiert, dann verwenden sie ihn vielleicht unter Zwang, aber nicht aus Überzeugung.
    Macht nix. Wie erwähnt: Sicherheitsgurte wurden anfangs auch nur unter Zwang genutzt, jetzt stellt das niemand mehr in Frage.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Renee_2021 Beitrag anzeigen
    Es gibt kein drittes Geschlecht, diese Behauptung ist eine Verulkung der 3. Option eines optionalen Geschlechtseintrags für Menschen, die nicht eindeutig einem Geschlecht zugehörig sind.
    Okay, das ist mir bewusst.

    Ein anderer Aspekt. Ich finde es an der deutschen Sprache so ziemlich einmalig, wie Artikel angewendet werden. Selbst bei Anglizismen wird sofort ein Artikel zugeordnet.

    Das Home-Office, die Hausarbeit.
    Der Lock-down, die Bewegungseinschränkung, das Geschäftsverbot

    Eine Logik kann ich daran nicht erkennen, genauso wie : der Löffel, die Gabel, das Messer. Aber es funktioniert sehr schnell und mir ist kaum ein Wort bekannt, bei dem der Artikel strittig ist.

    @ agathe
    Und wenn sie sich doch engagieren, heißt es "man darf die Männer nicht überfordern, es ist alles eine Frage der Zeit, das wird schon".
    Wer behauptet das?
    Geändert von Opelius (18.08.2021 um 10:22 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Gendern


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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ein anderer Aspekt. Ich finde es an der deutschen Sprache so ziemlich einmalig, wie Artikel angewendet werden. Selbst bei Anglizismen wird sofort ein Artikel zugeordnet.

    Das Home-Office, die Hausarbeit.
    Der Lock-down, die Bewegungseinschränkung, das Geschäftsverbot

    Eine Logik kann ich daran nicht erkennen, genauso wie : der Löffel, die Gabel, das Messer. Aber es funktioniert sehr schnell und mir ist kaum ein Wort bekannt, bei dem der Artikel strittig ist.
    Natürlich gibt es keine Logik, Sprache entsteht ja nicht am Reißbrett (bzw. Sprachen, die am Reißbrett entstanden sind, haben sich nicht durchgesetzt). Wäre Sprache logisch, hätten der Mond, die Sonne, die Sterne in allen Sprachen dasselbe Genus (wenn sie denn überhaupt eins haben). Ein "Geschlecht" jedenfalls, das irgendwie Sexus markiert, haben sie keins.

    Ansonsten: Einmalig ist das natürlich nicht, auch in anderen Sprachen mit Artikel wird "völlig unlogisch" einem neuen Wort sofort einer zugeordnet.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  5. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Nicht unbedingt. Es gibt Sprachen mit logischen Geschlechtern, nicht vom Sinn her, sondern vom Aufbau.
    In Russisch ist das Geschlecht in 99,9% für jeden ersichtlich, weil es sich an Endungen orientiert.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt. Es gibt Sprachen mit logischen Geschlechtern, nicht vom Sinn her, sondern vom Aufbau.
    In Russisch ist das Geschlecht in 99,9% für jeden ersichtlich, weil es sich an Endungen orientiert.
    Ja, das gibt es in anderen Sprachen auch, aber das ist trotzdem "natürlich" entstanden und nicht durch logische Verteilung. Dass nun neue Wörter sich in ein Raster einfügen, geschieht auch durch den Gebrauch. Deshalb haben z.B. im Deutschen viele Wörter zwei verschiedene Artikel, weil sie sich in den jeweiligen Regionen unterschiedlich entwickeln.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Ja, das gibt es in anderen Sprachen auch, aber das ist trotzdem "natürlich" entstanden und nicht durch logische Verteilung. Dass nun neue Wörter sich in ein Raster einfügen, geschieht auch durch den Gebrauch. Deshalb haben z.B. im Deutschen viele Wörter zwei verschiedene Artikel, weil sie sich in den jeweiligen Regionen unterschiedlich entwickeln.
    Genau. Thematisches Register << atlas-alltagssprache
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  8. 19.08.2021, 22:54

    Grund
    Spam/Flodding

  9. 19.08.2021, 23:04

    Grund
    Spam/Flodding

  10. 19.08.2021, 23:08

    Grund
    Spam/Flooding

  11. 19.08.2021, 23:19

    Grund
    Flooding

  12. 19.08.2021, 23:24

    Grund
    Spam/Flooding

  13. User Info Menu

    AW: Gendern

    Während geschlechtergerechter Sprachgebrauch in vielen Diskussionen, u. a. auch im Wahlkampf, als Beispiel für (nicht existierende) Bevormundung bis hin zur "Sprachdiktatur", oder noch übler, "Vergewaltigung" herhalten muss, sind ausgerechnet Wirtschaftsbosse schon viel weiter:

    Der Gebrauch von gendersensibler Sprache scheint in der ersten Liga der deutschen Wirtschaft angekommen zu sein. Denn wie eine aktuelle DAX-30-Analyse von Indeed aufzeigt, kommunizieren die Konzernchefs mehrheitlich geschlechtsneutral in der Öffentlichkeit – zumindest in den sozialen Netzwerken.
    ...
    Doch auch im Englischen ist das generische Maskulinum durch traditionell männliche Pronomen (he/him/his und weitere) häufig vertreten. Wie die Analyse jedoch aufzeigt, vermeiden die CEOs dies bei 100 Prozent ihrer englischen Beiträge.
    ...
    Insgesamt sind 87 Prozent der deutschsprachigen Texte gendersensibel formuliert. Dazu führt mit anteilig 55 Prozent vor allem die gezielte Vermeidung geschlechtsspezifischer Ansprache durch inklusive wie allgemeine Ausdrucksweisen (wir, Team, Menschen). Weitere 32 Prozent werden aktiv gendergerecht durch die Nutzung des Gender-Sternchens oder Binnen-Is und weiteren Optionen verfasst. In 13 Prozent der Texte wird hingegen das generische Maskulinum genutzt.

    Quelle
    Schuldgefühle sind ein sehr starker Empathieblocker.

    Asal Dardan

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