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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Beispiel "wieder": Einrichtung von Unisex-Toiletten
    Na die sind ja nun echt nicht so weitverbreitet, dass man oder frau sich geknechtet fühlen könnte.

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Gehorsam wem: Einer prozentual kleinen Gruppe oder Grüppchen, die, weil sie so laut "Diskriminierung" schreit bzw. schreien, unabhängig davon, ob Diskriminierung tatsächlich stattfindet, dies den politischen und gesellschaftlichen Tod bedeuten kann.
    Hülfe. Ich finde, das kann unsere Welt schon aushalten, diese “prozentual kleine Gruppe oder Grüppchen” von Frauen oder Diversen mit ins Sprachboot zu nehmen.
    see you on be friends online!

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Und mein Wunsch ist, keine *innen oder :innen zu verwenden, sondern echt neutrale Ausdrücke, so wie mit den "Studierenden". Oder "Pflegekräfte" statt "Pfleger*innen".
    Ja, ist doch super. Mach doch.

    Zitat Zitat von Slipperman Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass Begriffe wie "Studierende" eben nicht das gleiche sind wie "Studenten". "Studierende" sind Personen, die gerade der Tätigkeit des Studierens nachgehen, "Studenten" haben momentan eben Studenten-Status.
    Das wird etwas offensichtlicher, wenn man z.B. "Laufende" mit "Läufern" vergleicht. "Laufende" sind Personen, die gerade laufen, "Läufer" sind Personen, die generell die Sportart Laufen ausüben, momentan aber vielleicht auch etwas ganz anderes machen.
    Was Begriffe "sind", das entscheidet die Sprachgemeinschaft, die sie verwendet. Wenn ein Sprachgebrauch sich einbürgert, wird sich über kurz oder lang keiner mehr darüber wundern, sondern es als völlig natürlich erachten.

    Und nochmal komischer wird es, wenn sich dadurch die komplette Bedeutung ändert. Unter "Busfahrer" versteht man üblicherweise die Leute, die den Bus steuern, "Busfahrende" sind dagegen diejenigen, die als Fahrgäste im Bus sitzen.
    Da es den letzteren Begriff meines Wissens bisher noch gar nicht gibt bzw. er nicht verwendet wird, kannst du doch gar nicht wissen, was damit gemeint ist. Sollte er einmal gebräuchlich werden, wird sich durch den Kontext leicht erschließen lassen, was nun gemeint ist.

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Das sollte so sein. Warum ergreifen Mädchen dann oft schlecht bezahlte Frauenberufe? Es hat doch jeder (m/w/d oder was auch immer) die Wahl.
    Dazu gibt es hinreichend Diskussionen und Studien, dieses Thema hier nochmal aufzudröseln, würde das Thema "Gendern" sprengen.
    Nur so viel: so frei ist die WAhl nicht, denn gerade Kinder und Jugendliche, bei denen sich die Berufswünsche entwickeln, sind beeinflussbar.

    Beruflich tun mir fast schon mache Männer leid, die mit mir zu tun haben. Ich werde regelmässig unterschätzt, weil ich nur 1580 mm gross bin. Da habe ich schon manchen Zweizentnermann locker über den Tisch gezogen, 30 Jahre Selbständigkeit in einer Männerdomäne haben mich da echt gestählt. Reines „survival of the fittest“ halt.

    Zum Glück bin ich nicht arrogant, das sieht von unten nur so aus . . *kicher*
    Na, dann ist doch alles flauschig, freu dich, dass du so toll bist. Mit dem Thema "Gendern" hat das alles aber wenig zu tun.

    Zitat Zitat von Renee_2021 Beitrag anzeigen
    Ich kann mir vorstellen, dass das daran liegt, dass von den wenigen Genderbefürwortern (laut etlichen Umfragen eine deutliche Minderheit) Fakten geschaffen werden.

    Hier wird immer betont jeder wie er will, im echten Leben ist das an vielen Stellen schon nicht mehr so.

    Stellenanzeigen in meinem Bereich: Fast immer gegendert (und da meine ich die Form mit *, Binnen-I oder weiteres.)
    Und inwiefern wärest du nun gezwungen, deswegen deinerseits zu gendern?

    Viele Regierungsvertreter auf Twitter: Oft schon gegendert.
    Inwiefern zwingt dich das, deinerseits zu gendern?

    Etliche Arbeitgeber, darunter meiner, (an den ÖD angelehnt) machen Vorgaben dazu.
    Ich muss, wie alle Kolleginnen und Kollegen, laut Dienstvereinbarung jetzt "genderneutrale" Begriffe verwenden.
    Formulierung freigestellt.
    Wenn du als Vetreterin deines Arbeitgebers sprichst, musst du dich natürlich an dessen Vorgaben halten - wenn du z.B. Formulare in turkmenischer Sprache oder nur mit Kleinbuchstaben schreiben wolltest, würdest du damit ebenfalls Probleme bekommen.

    Was heisst das? Keiner weiss es genau.
    Leute nicht mehr mit Frau und Herr ansprechen? Wäre konsequent aber unhöflich.
    Mitarbeitende statt Mitarbeiter oder auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
    Wäre "genderneutral" aber falsch (s.o.).
    Wenn du es nicht weißt, frag doch. Dein Arbeitgeber wird dir da sicher gerne behilflich sein.

    Aber heute gilt, wer das "Gendern" ablehnt in den Augen vieler als rückständig, homophob und was weiss ich alles.
    Aber da wirst du doch sicherlich sehr gut mit leben können, wenn die Leute, die "Gendergaga" betreiben, dein Verhalten nicht gut finden? Oder legst du auf deren Zustimmung so viel Wert?
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  3. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Slipperman Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass Begriffe wie "Studierende" eben nicht das gleiche sind wie "Studenten". "Studierende" sind Personen, die gerade der Tätigkeit des Studierens nachgehen, "Studenten" haben momentan eben Studenten-Status.
    Das wird etwas offensichtlicher, wenn man z.B. "Laufende" mit "Läufern" vergleicht. "Laufende" sind Personen, die gerade laufen, "Läufer" sind Personen, die generell die Sportart Laufen ausüben, momentan aber vielleicht auch etwas ganz anderes machen.
    Und nochmal komischer wird es, wenn sich dadurch die komplette Bedeutung ändert. Unter "Busfahrer" versteht man üblicherweise die Leute, die den Bus steuern, "Busfahrende" sind dagegen diejenigen, die als Fahrgäste im Bus sitzen.
    beim busfahren gebe ich dir recht, möchte dich aber darauf hinweisen, dass es eine menge ungegenderte wörter gibt, die auch mit dem partizip arbeiten, ohne dass sich in der bedeutung die von dir genannte schräglage ergibt:
    alleinerziehende, auszubildende, stellensuchende.

    es ist also durchaus möglich, dass wir unsere sprache in diese richtung ändern.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen
    Wenn's für dich ok ist, isses doch ok!
    So schauts aus!

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum machst du in einer m. E. erfreulich unaufgeregten Diskussion jetzt solche Fronten auf? Niemand außer dir hat diese Begriffe im Zusammenhang mit der von dir gewählten Berufsbezeichnung genutzt. Wenn du möglicherweise für dich den Eindruck gewonnen hast, dich hier als "intolerant und rückständig " dargestelltzu haben, mach bitte nicht "immer nur die anderen" dafür verantwortlich.
    Darf ich fragen wie alt Du bist? Vielleicht ist das mit den Gendern wirklich ein Generationending.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Gendern

    Luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  7. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Beispiel "wieder": Einrichtung von Unisex-Toiletten, Universitätsprofessoren, die Gendern erwarten (selbst mehrfach erlebt), in der Schule hat es eine Kollegin vorgestern gewollt und das soll so in unseren Förderplänen und Schullehrplänen so umgesetzt werden.

    Alles ohne demokratisch-rechtliche Grundlage.

    ...
    (Hervorhebung von mir)
    Ich kann es nicht glauben, dass du nach 15 Jahren nicht mitgekriegt haben kannst, dass am 14. August 2006 nach einem völlig demokratischen Gesetzgebungsverfahren das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erlassen wurde und zwei Tage später in Kraft trat. Ist das ein bewussster Einsatz von Unwahrheiten, oder warum verbreitest du so eine Behauptung?

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    In Jura werden doch nach wie vor das generische Maskulinum benutzt, warum sollte es da dann auch einen Aufschrei geben, wenn alles beim alten geblieben ist, zwekke?
    (Hervorhebung wieder von mir)
    Auch hier wieder eine falsche Behauptung jenseits nachweislicher Fakten. Aus dem Link in #788:

    2008 heißt es in der 3. Auflage des Handbuchs im Abschnitt Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern, in juristischen Texten seien Frauen direkt anzusprechen und sichtbar zu machen (Abschnitt 1.8, § 111).
    ...
    2004 war das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) geschlechtergerecht formuliert worden: Gesetz über die Vergütung von Sachverständigen, Dolmetscherinnen, Dolmetschern, Übersetzerinnen, Übersetzern sowie die Entschädigung von ehrenamtlichen Richterinnen, ehrenamtlichen Richtern, Zeuginnen, Zeugen und Dritten.

    2013 wurde die Straßenverkehrs-Ordnung neben kleinen Anpassungen auch einem umfangreichen Gendern des Wortlauts unterzogen, bei dem geschlechtsneutrale Formulierungen und stellenweise Paarformen (Beidnennung) verwendet wurden.


    Der Wikipedia-Artikel ist voll von weiteren Beispielen.

  8. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen wie alt Du bist? Vielleicht ist das mit den Gendern wirklich ein Generationending.
    Ich hab zwar nicht den Hauch einer Ahnung, was das mit meinem Beitrag zu tun haben soll, aber ich bin älter als du.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Wenn du als Vetreterin deines Arbeitgebers sprichst, musst du dich natürlich an dessen Vorgaben halten - wenn du z.B. Formulare in turkmenischer Sprache oder nur mit Kleinbuchstaben schreiben wolltest, würdest du damit ebenfalls Probleme bekommen.
    Nein, darum geht es nicht. Es geht um jedwede Kommunikation, die genderneutral passieren soll.
    Also auch (theoretisch) der Hausmeister, der den Elektromeister anruft.....
    Das ist ja eben der massive Eingriff, dem einige sich anschliessen, indem sie auf einmal mit Sternchenschrift kommunizieren.
    Die werden ja nicht von heute auf morgen überzeugt davon sein....
    Andere ignorieren es halt.
    Und in jedweden Mailverkehr derart einzugreifen finde ich schon massiv.


    Wenn du es nicht weißt, frag doch. Dein Arbeitgeber wird dir da sicher gerne behilflich sein.
    Nein, danke. Wenn dem Arbeitgeber auf einmal nicht mehr passt, wie ich seit vielen Jahren kommuniziere kann er mich ja ansprechen.
    Ich habe keinen Diskussionsbedarf.

    Aber es hat schon etwas Loriothaftes, wenn Kommunikation bis ins Kleinste derart von oben diktiert werden soll.

    Und eben nicht die Kommunikation in offiziellen Papieren, Pressemeldungen und Co. Da finde ich Einheitlichkeit nachvollziehbar.

    Die derart schwammige Verordnung lässt erahnen (erhoffen), dass der AG das nur tut, um etwas getan zu haben und "modern" zu sein.
    Oder aber es ist einfach noch nicht klar, welche Eingriffe arbeitsrechtlich erlaubt sind.

    Zugleich offenbart sich auch eine grosse Unsicherheit und Unklarheit bei dem Thema, da mit dem "Gendern" wie man hier gut nachvollziehen kann ganz unterschiedliches erreicht werden soll.

    So das sichtbar machen von Frauen wie von anderen eben auch das Gegenteil: Das Eliminieren der Sichtbarkeit von Geschlechtern. (Unisex).

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Aber da wirst du doch sicherlich sehr gut mit leben können, wenn die Leute, die "Gendergaga" betreiben, dein Verhalten nicht gut finden? Oder legst du auf deren Zustimmung so viel Wert?
    Ich persönlich ziehe mir tatsächlich nicht jeden Schuh an, der irgendwo herum steht.

    Trotzdem mag ich keine pauschalen Schubladen und rede anders als Du auch nicht von "Gendergaga".

    Die Frage war ja - warum wird immer mehr gegendert, wenn es doch eine deutliche Mehrheit ablehnt?
    Natürlich werden mit Vorgaben wie der Pflicht zu genderneutraler Sprache Fakten geschaffen.

    Leute tun es nicht aus Überzeugung, sondern aus Furcht vor Druck von oben.

    Ich werde aus Anonymitätsgründen nicht mehr über meinen AG schreiben (ist hoff. nachvollziehbar), aber als ich die Verordnung las, war ich doch erst mal sehr erschrocken und ich habe mir juristischen Rat geholt.
    Geändert von Renee_2021 (15.08.2021 um 19:08 Uhr)

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Was Begriffe "sind", das entscheidet die Sprachgemeinschaft, die sie verwendet. Wenn ein Sprachgebrauch sich einbürgert, wird sich über kurz oder lang keiner mehr darüber wundern, sondern es als völlig natürlich erachten.
    Na ja, ganz so beliebig geht es auch nicht. "Studierende" ist ein (substantiviertes) Partizip I, grammatikalisch hat das nun mal die Bedeutung der Gleichzeitigkeit. Wenn ich ich z.B. sage "die Biertrinkenden" dann meine ich Leute, die gerade eben Bier trinken. Der Satz "Studien haben ergeben, dass Biertrinkende besser schlafen als Weintrinkende" funktioniert nicht, denn Schlafen und Trinken gleichzeitig geht nicht. Mit Biertrinker und Weintrinker funktioniert das aber, denn damit meint man Leute, die das generell machen, nicht gerade eben.
    Wenn man nicht die Grammatik umdeuten möchte, dann ist "Studierende" einfach etwas anderes als "Studenten", nur weil sich da irgendwas in den Sprachgebrauch einbürgert, macht es das nicht korrekt.

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