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Thema: Gendern
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15.08.2021, 12:24
AW: Gendern
see you on be friends online!
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15.08.2021, 13:01
AW: Gendern
Ja, ist doch super. Mach doch.
Was Begriffe "sind", das entscheidet die Sprachgemeinschaft, die sie verwendet. Wenn ein Sprachgebrauch sich einbürgert, wird sich über kurz oder lang keiner mehr darüber wundern, sondern es als völlig natürlich erachten.
Da es den letzteren Begriff meines Wissens bisher noch gar nicht gibt bzw. er nicht verwendet wird, kannst du doch gar nicht wissen, was damit gemeint ist. Sollte er einmal gebräuchlich werden, wird sich durch den Kontext leicht erschließen lassen, was nun gemeint ist.Und nochmal komischer wird es, wenn sich dadurch die komplette Bedeutung ändert. Unter "Busfahrer" versteht man üblicherweise die Leute, die den Bus steuern, "Busfahrende" sind dagegen diejenigen, die als Fahrgäste im Bus sitzen.
Dazu gibt es hinreichend Diskussionen und Studien, dieses Thema hier nochmal aufzudröseln, würde das Thema "Gendern" sprengen.
Nur so viel: so frei ist die WAhl nicht, denn gerade Kinder und Jugendliche, bei denen sich die Berufswünsche entwickeln, sind beeinflussbar.
Na, dann ist doch alles flauschig, freu dich, dass du so toll bist. Mit dem Thema "Gendern" hat das alles aber wenig zu tun.Beruflich tun mir fast schon mache Männer leid, die mit mir zu tun haben. Ich werde regelmässig unterschätzt, weil ich nur 1580 mm gross bin. Da habe ich schon manchen Zweizentnermann locker über den Tisch gezogen, 30 Jahre Selbständigkeit in einer Männerdomäne haben mich da echt gestählt. Reines „survival of the fittest“ halt.
Zum Glück bin ich nicht arrogant, das sieht von unten nur so aus . . *kicher*
Und inwiefern wärest du nun gezwungen, deswegen deinerseits zu gendern?
Inwiefern zwingt dich das, deinerseits zu gendern?Viele Regierungsvertreter auf Twitter: Oft schon gegendert.
Wenn du als Vetreterin deines Arbeitgebers sprichst, musst du dich natürlich an dessen Vorgaben halten - wenn du z.B. Formulare in turkmenischer Sprache oder nur mit Kleinbuchstaben schreiben wolltest, würdest du damit ebenfalls Probleme bekommen.Etliche Arbeitgeber, darunter meiner, (an den ÖD angelehnt) machen Vorgaben dazu.
Ich muss, wie alle Kolleginnen und Kollegen, laut Dienstvereinbarung jetzt "genderneutrale" Begriffe verwenden.
Formulierung freigestellt.
Wenn du es nicht weißt, frag doch. Dein Arbeitgeber wird dir da sicher gerne behilflich sein.Was heisst das? Keiner weiss es genau.
Leute nicht mehr mit Frau und Herr ansprechen? Wäre konsequent aber unhöflich.
Mitarbeitende statt Mitarbeiter oder auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Wäre "genderneutral" aber falsch (s.o.).
Aber da wirst du doch sicherlich sehr gut mit leben können, wenn die Leute, die "Gendergaga" betreiben, dein Verhalten nicht gut finden? Oder legst du auf deren Zustimmung so viel Wert?Aber heute gilt, wer das "Gendern" ablehnt in den Augen vieler als rückständig, homophob und was weiss ich alles."Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“
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15.08.2021, 13:29Inaktiver User
AW: Gendern
beim busfahren gebe ich dir recht, möchte dich aber darauf hinweisen, dass es eine menge ungegenderte wörter gibt, die auch mit dem partizip arbeiten, ohne dass sich in der bedeutung die von dir genannte schräglage ergibt:
alleinerziehende, auszubildende, stellensuchende.
es ist also durchaus möglich, dass wir unsere sprache in diese richtung ändern.
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15.08.2021, 16:52
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15.08.2021, 16:53
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15.08.2021, 16:54
AW: Gendern
Luci
LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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15.08.2021, 17:11Inaktiver User
AW: Gendern
(Hervorhebung von mir)
Ich kann es nicht glauben, dass du nach 15 Jahren nicht mitgekriegt haben kannst, dass am 14. August 2006 nach einem völlig demokratischen Gesetzgebungsverfahren das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erlassen wurde und zwei Tage später in Kraft trat. Ist das ein bewussster Einsatz von Unwahrheiten, oder warum verbreitest du so eine Behauptung?
(Hervorhebung wieder von mir)
Auch hier wieder eine falsche Behauptung jenseits nachweislicher Fakten. Aus dem Link in #788:
2008 heißt es in der 3. Auflage des Handbuchs im Abschnitt Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern, in juristischen Texten seien Frauen direkt anzusprechen und sichtbar zu machen (Abschnitt 1.8, § 111).
...
2004 war das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) geschlechtergerecht formuliert worden: Gesetz über die Vergütung von Sachverständigen, Dolmetscherinnen, Dolmetschern, Übersetzerinnen, Übersetzern sowie die Entschädigung von ehrenamtlichen Richterinnen, ehrenamtlichen Richtern, Zeuginnen, Zeugen und Dritten.
2013 wurde die Straßenverkehrs-Ordnung neben kleinen Anpassungen auch einem umfangreichen Gendern des Wortlauts unterzogen, bei dem geschlechtsneutrale Formulierungen und stellenweise Paarformen (Beidnennung) verwendet wurden.
Der Wikipedia-Artikel ist voll von weiteren Beispielen.
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15.08.2021, 17:18Inaktiver User
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15.08.2021, 18:19
AW: Gendern
Nein, darum geht es nicht. Es geht um jedwede Kommunikation, die genderneutral passieren soll.
Also auch (theoretisch) der Hausmeister, der den Elektromeister anruft.....
Das ist ja eben der massive Eingriff, dem einige sich anschliessen, indem sie auf einmal mit Sternchenschrift kommunizieren.
Die werden ja nicht von heute auf morgen überzeugt davon sein....
Andere ignorieren es halt.
Und in jedweden Mailverkehr derart einzugreifen finde ich schon massiv.
Nein, danke. Wenn dem Arbeitgeber auf einmal nicht mehr passt, wie ich seit vielen Jahren kommuniziere kann er mich ja ansprechen.Wenn du es nicht weißt, frag doch. Dein Arbeitgeber wird dir da sicher gerne behilflich sein.
Ich habe keinen Diskussionsbedarf.
Aber es hat schon etwas Loriothaftes, wenn Kommunikation bis ins Kleinste derart von oben diktiert werden soll.
Und eben nicht die Kommunikation in offiziellen Papieren, Pressemeldungen und Co. Da finde ich Einheitlichkeit nachvollziehbar.
Die derart schwammige Verordnung lässt erahnen (erhoffen), dass der AG das nur tut, um etwas getan zu haben und "modern" zu sein.
Oder aber es ist einfach noch nicht klar, welche Eingriffe arbeitsrechtlich erlaubt sind.
Zugleich offenbart sich auch eine grosse Unsicherheit und Unklarheit bei dem Thema, da mit dem "Gendern" wie man hier gut nachvollziehen kann ganz unterschiedliches erreicht werden soll.
So das sichtbar machen von Frauen wie von anderen eben auch das Gegenteil: Das Eliminieren der Sichtbarkeit von Geschlechtern. (Unisex).
Ich persönlich ziehe mir tatsächlich nicht jeden Schuh an, der irgendwo herum steht.
Trotzdem mag ich keine pauschalen Schubladen und rede anders als Du auch nicht von "Gendergaga".
Die Frage war ja - warum wird immer mehr gegendert, wenn es doch eine deutliche Mehrheit ablehnt?
Natürlich werden mit Vorgaben wie der Pflicht zu genderneutraler Sprache Fakten geschaffen.
Leute tun es nicht aus Überzeugung, sondern aus Furcht vor Druck von oben.
Ich werde aus Anonymitätsgründen nicht mehr über meinen AG schreiben (ist hoff. nachvollziehbar), aber als ich die Verordnung las, war ich doch erst mal sehr erschrocken und ich habe mir juristischen Rat geholt.Geändert von Renee_2021 (15.08.2021 um 19:08 Uhr)
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15.08.2021, 21:10
AW: Gendern
Na ja, ganz so beliebig geht es auch nicht. "Studierende" ist ein (substantiviertes) Partizip I, grammatikalisch hat das nun mal die Bedeutung der Gleichzeitigkeit. Wenn ich ich z.B. sage "die Biertrinkenden" dann meine ich Leute, die gerade eben Bier trinken. Der Satz "Studien haben ergeben, dass Biertrinkende besser schlafen als Weintrinkende" funktioniert nicht, denn Schlafen und Trinken gleichzeitig geht nicht. Mit Biertrinker und Weintrinker funktioniert das aber, denn damit meint man Leute, die das generell machen, nicht gerade eben.
Wenn man nicht die Grammatik umdeuten möchte, dann ist "Studierende" einfach etwas anderes als "Studenten", nur weil sich da irgendwas in den Sprachgebrauch einbürgert, macht es das nicht korrekt.



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