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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    ... während es möglich ist, dass es sein Leben lang nicht erfährt, was es für eine Blutgruppe hat und was es deshalb angeblich besonders gut oder schlecht kann, was seine Bestimmung ist etc.)
    Ich verstehe die Frage mal wieder leider nicht, weil ich den Zusammenhang nicht sehe.

    Kinder interessieren sich idR nicht für ihre Blutgruppe. Und wenn sie es tun, dann fragen sie ihre Eltern und bekommen eine sachliche Antwort.


    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Genau der fehlt mir bei der Beschreibung von meistens-heiter. Hier wird ja mit einiger Anstrengung etwas ganz natürliches, hmm, vielleicht nicht gerade geleugnet, aber irgendwie...ausgeblendet. Und damit gleichzeitig erst thematisiert. Ich seh da eben keine größere Freiheit für das Kind sondern hauptsächlich Einschränkung.
    Ja, das trifft es gut.

    Und ich denke, dieses Erziehungskonzept wird sich auch nicht großartig durchsetzen.

  2. VIP

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von meistens-heiter Beitrag anzeigen
    Nun, da gäbe es ja noch die Befindlichkeiten der anderen Individuen. Man möge mich altmodisch nennen, aber ich persönlich habe Probleme damit, wenn Mütter ihre pubertierenden Söhne in die Frauendusche im Schwimmbad mitbringen (was ich schon erlebt habe). Nun gut, kann ich da mit Müh und Not vielleicht noch drüber hinwegsehen, hätte ich spätestens ein Problem, wenn der Junge 20 ist und mir erklärt, er sei genderneutral erzogen und heute hätte er mal Lust auf Frauendusche.
    Ich finde du dramatisierst. So was wird nicht passieren. Genderneutral erziehen heißt „Genderneutral“ und nicht geschlechtsneutral.

    Ein Baby weiß nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Das erfahren Kinder später. Weil sie erst später dazu in der Lage sind. Rein von der Entwicklung gesehen.

    Wenn meine Freundin mit ihrem Sohn, der behindert ist und ihre Hilfe braucht, ins Schwimmbad gehen will, ist das jedes Mal ein Problem. Weil er 15 ist.
    Meine Söhne übernehmen dann die Dusche, weil es immer wieder Komplikationen gibt, weil ein Teenager in der Frauendusche ist, der überhaupt nicht versteht, warum es zu dem Aufruhr kommt.
    Die Unterstellungen dahinter haben mit Sex = körperlichem Geschlecht zu tun und nicht mit Gender = sozialem Geschlecht.
    https://queerfor.uber.space/fileadmi...lecht_2016.pdf


    Naja, wahrscheinlich bin ich zu alt und konservativ und in ein paar Jahren haben wir eh nur noch die Gemeinschaftsduschen und für mich hat sich damit Schwimmbad erledigt.
    Die Frage ist, warum können alle Menschen nicht gemeinsam duschen?

    Ohne dass Nacktheit eine Einladung zu sexuellen Übergriffen gesehen wird?
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von meistens-heiter Beitrag anzeigen
    Nun, da gäbe es ja noch die Befindlichkeiten der anderen Individuen. Man möge mich altmodisch nennen, aber ich persönlich habe Probleme damit, wenn Mütter ihre pubertierenden Söhne in die Frauendusche im Schwimmbad mitbringen (was ich schon erlebt habe).
    Gutes Beispiel, das zeigt, was ich meine: An Gender werden Ge- und Verbote festgemacht, und deswegen ist es für die meisten auch so wichtig zu wissen, ob jemand nun weiblich oder männlich ist. Zwingende biologische Gründe gibt es dafür nicht, es geht um Verhaltensregeln.
    An der Hautfarbe wird das mittlerweile nicht mehr festgemacht, früher aber schon, da dachte man auch, das kann gar nicht anders sein.
    An der Blutgruppe wird gar nichts festgemacht (außer glaub ich in Japan), daher wird das auch nicht groß thematisiert und kaum jemand findet, man müsste wissen, wer welche hat.

    Naja, wahrscheinlich bin ich zu alt und konservativ und in ein paar Jahren haben wir eh nur noch die Gemeinschaftsduschen und für mich hat sich damit Schwimmbad erledigt.
    Oder es ist für dich dann so selbstverständlich, dass alle zusammen duschen, wie heute, dass eine schwarze Frau neben dir duscht. Wäre für viele vor 70 Jahren oder so auch nicht denkbar gewesen, z.B. in US-Südstaaten.

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Edit: Das versucht man meines Erachtens auch duch neue Sprachangebote. Der kleinste gemeinsame Nenner, der so tut, als gaebe es keine unterschiedlichen Geschlechter bzw. der das ausblendet, ist doch genau das generische Maskulinum.
    Für mich nicht. Für mich ist es bestenfalls missverständlich, weil eine mögliche weibliche Markierung, die es in der Sprache nunmal gibt, nicht verwendet wird und damit unklar bleibt, ob man es nicht verwendet, weil man weibliche Personen ausschließen will oder weil man sie mitmeint.

    Wenn das Ziel waere, dass Geschlechteridentitaet sooooo unwichtig ist, dann wuerde man den doch beibehalten bzw. ausweiten. Aber gerade weil vielen Frauen ihre Identitaet als Frau wichtig ist und diversen Menschen ihre Identitaet als Diverse (-sorry fuer das schreckliche Wort, aber es gibt momentan halt kein schoenes-), versucht man ja genau dafuer Loesungen zu finden, sie auch zu (be)nennen.
    Ich sage eher: solange Gender so viel stärker mit Bedeutung "aufgeladen" wird als z.B. die Blutgruppe, solange macht es Sinn, Frauen und andere Geschlechter explizit zu benennen, um og. Uneindeutigkeit zu minimieren und noch immer teilweise existierende Ge- und Verbote qua Geschlecht nicht noch zu verfestigen.

    Das ist aber jeweils eine komplett andere Kiste als Klischeereiterei und Beschraenkung auf die Geschlechteridentitaet: "Frauen / Maenner / Maedchen / Non-Binaere / Buben haben/koennen/sollen/fuehlen sich nur/nicht soundso".
    Nachweislich wollen viel weniger Mädchen Feuerwehrmann werden als "Feuerwehrleut". Niemand verbietet Mädchen, Feuerwehrmann zu werden, aber sie hören halt man und denken unbewusst "offenbar ist das was für Männer, und das bin ich ja nicht, wenn ich groß bin, daher nix für mich". Sagt man "Feuerwehrleute", reduziert sich dieser Effekt. Nachweislich, wie gesagt.

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Kinder interessieren sich idR nicht für ihre Blutgruppe. Und wenn sie es tun, dann fragen sie ihre Eltern und bekommen eine sachliche Antwort.
    Sie interessieren sich unter anderem deshalb nciht dafür, weil die Blutgruppe nicht mit so viel Bedeutung versehen wird und sich keine Ge- und Verbote daran knüpfen. "Guck mal, ein richtiger kleiner AB-Gruppler - schon richtig intellektuell!" - hört man nicht. Es gibt keine getrennten Spielzeugabteilung für Blutgruppe A und Blutgruppe Null. Es gibt keine Vergangenheit, in der eine bestimmte Blutgruppe weniger Rechte hatte etc. pp.


    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, warum können alle Menschen nicht gemeinsam duschen?

    Ohne dass Nacktheit eine Einladung zu sexuellen Übergriffen gesehen wird?
    Genau. So wie das viele in der Sauna oder an FKK-Stränden tun.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, warum können alle Menschen nicht gemeinsam duschen?
    Ich verstehe nicht, was daran so erstrebenswert ist.

    Ohne einen Beleg dafür zu haben, gehe ich davon aus, dass das Gros der Menschen getrenntes Duschen bevorzugt.


    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    So wie das viele in der Sauna oder an FKK-Stränden tun.
    Es ist ja immer noch eine freiwillige Entscheidung, in die *gemischte* Sauna oder an den FKK-Strand zu gehen. Stichwort: Gleichgesinnte.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von meistens-heiter Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig verstanden habe, soll das Kind neutral aufwachsen. Also es bekommt gar keine farbige Kleidung. Nur beige und nude. Beim Spielzeug weiß ich nicht wie sie das machen.
    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Damit hätte ich als Kind allerdings ein Problem gehabt .... und kann nur auf eine gute Waschmaschine hoffen.
    Meine Kleidung als Kind war genderneutral bunt. Alle Farben wild gemischt, aber eben nicht betont rosa oder pink (wobei ich pink so mit sechs Jahren auch mal eine Zeit lang toll fand).
    Wozu man bei einer genderneutralen Erziehung auf Nicht-Farben setzen sollte, erschließt sich mir nicht.

    Jemand fragte nach genderneutralem Spielzeug und meinte, dass das wohl eine trostlose Sache sei. Äh... nein. Wir hatten Puppen, Bagger, Matchboxautos, Barbies, Carrerabahnen - das waren die Spielsachen, die man typischerweise für Jungs- bzw. Mädchenspielzeug hält. Bei uns spielten alle Kinder damit.
    Zudem gab es Lego, Brettspiele, Bobbycars, Plüschtiere, Bälle, Frisbees, Stelzen, Playmobil, Malsachen, Fingerfarben, ... Was daran jetzt trostlos sein soll, weiß ich nicht.
    Wir werden weitermachen!

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    AW: Gendern

    Na wenn das genderneutral ist, dann erziehen viele so. Und sicher die Mehrheit der Familien mit Geschwistern unterschiedlichen biologischen Geschlechts.

    Ich persönlich hab kein Problem mit Gemeinschaftsduschen.

    Meine Kinder haben im Grundschulalter Scham entwickelt. Sie wollen nicht mehr, dass jede/r ihre “Privatsphäre” sieht.

    Zu einer Frage weiter oben: in Kita und Kindergarten sind die Toiletten hier nicht geschlechtergetrennt.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Jemand fragte nach genderneutralem Spielzeug und meinte, dass das wohl eine trostlose Sache sei. Äh... nein.
    Das war ich ... aber ich glaube, da hast Du mich falsch verstanden.

    Ich hatte nur bei Google-Bilder *genderneutrales Spielzeug* eingegeben und fand die gezeigten Resultate nicht so prickelnd.

    Aus der Praxis kenne ich es ebenfalls nur so, dass Kinder gerne mit allem spielen, sie selbst setzen sich am wenigsten irgend welche Grenzen bzw. ihnen sind eventuelle Vorbehalte der Erwachsenen eher fremd.

  8. Moderation

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    AW: Gendern

    Geschlechtergetrennte Toiletten machen ja auch fühestens Sinn, wenn das Kind allein auf die Toilette gehen kann.
    Ich halte insgesamt getrennte Toiletten für überbewertet.

    Und ich denke in dem Alter, in dem Kinder die Scham entwickeln, ist die nicht unbedingt geschlechtsspezifisch, sondern bezieht sich auf alle anderen (fremen) Menschen, gleich welchen Geschlechts.

    Und ja ich dusche tatsächlich lieber alleine - wenn mit anderen zusammen ist mir deren Geschlecht egal.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Das war ich ... aber ich glaube, da hast Du mich falsch verstanden.

    Ich hatte nur bei Google-Bilder *genderneutrales Spielzeug* eingegeben und fand die gezeigten Resultate nicht so prickelnd.

    Aus der Praxis kenne ich es ebenfalls nur so, dass Kinder gerne mit allem spielen, sie selbst setzen sich am wenigsten irgend welche Grenzen bzw. ihnen sind eventuelle Vorbehalte der Erwachsenen eher fremd.
    Okay. Ich hab jetzt nicht gegoogelt, aber ich kann mir vorstellen, was Du gefunden hast. Pädagogisch wertvolles Spielzeug (hier eben mit dem Schwerpunkt Generneutralität) finde ich auch, naja, meist ziemlich öde.

    Zu Deinem letzten Satz: Ganz genau. Kinder machen sich einfach keinen Kopf um die Dinge, die Erwachsene so wichtig finden, sie spielen einfach, und ob das Spielgerät jetzt eine schicke Glitzerbarbie ist oder ein alter Pappkarton, ist völlig egal (ich finde ja, mit einem alten, total genderneutralen Pappkarton kann man viel mehr anstellen als mit einer Barbie).
    Wir werden weitermachen!

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    AW: Gendern

    Hm, ok. Dann hab ich mir einfach was viel spezielleres unter dieser Erziehung vorgestellt.

    So aktiv verhindern, dass das Kind sein biologisches Geschlecht erfährt. Oder aktiv-bemüht darauf hinarbeiten, dass es sein soziales Geschlecht als offen versteht.

    Übrigens haben wir kürzlich ein Lego-City Pack mit PolizeiHubschrauber und Einbrechern in Fluchtfahrzeugen gekauft. Darin 4 Männchen: ein Polizist und eine Polizistin, ein Einbrecher und eine Einbrecherin.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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