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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Also das heisst, man würde zB sagen: Du hast eine Gebärmutter. Menschen mit Gebärmutter können später mal Babys im Bauch haben. Mama hat eine, Papa hat keine … - und dann die Info für jede Frage einzeln, aber ohne Kategorisierung?

    ( Hilde hat eine, Gustav hat keine … )

    Und zB auf die Frage “haben alle Jungen einen Penis” eine längere Antwort geben wie “die meisten ja. Es gibt aber auch Jungen mit einer Vagina” ?
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Also meine Kinder wollten so mit 3 dann doch mal mehr über Penis und Vulva/Vagina und Brüste wissen.

    Sie haben mich zB das kleine Geschwister stillen sehen und wollten wissen, ob aus ihren Brüsten auch mal Milch kommt, wenn sie gross sind.

    Und ob in ihrem Bauch Babys wachsen. Und wie die Babys in den Bauch kommen. Und ob sie mal Mamas oder Papas werden.
    Ich glaube, niemand hat etwas dagegen, dass Fragen eines Kindes beantwortet werden. Und die Fragen nach Körperlichkeiten sind da gewiss sowieso noch die am wenigsten problematischen.

    Ich kann mir nicht recht vorstellen, wie man Kinder ohne Erwähnung ihres Geschlechts erzieht.
    Das weiß ich auch nicht - mir ging es mehr darum zu klären, warum es ein Problem sein könnte, wenn man es täte.
    Hast du dazu eine Idee?
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Gendern

    Die meisten Fragen zum Geschlecht, sind wirklich konkret. Wie pinkelt man, wenn man keinen Penis hat ? Warum hast du da unten einen blauen Faden? Blute ich auch mal?
    Warum kommt aus meiner Brust keine Milch?
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    AW: Gendern

    Ich glaube, ich fände es sehr anspruchsvoll und käme mir auch etwas gestelzt dabei vor, all diese Fragen zu beantworten ohne das Konzept von Mann und Frau und was werd ich dann mal.

    Aber vielleicht verstehe ich auch nur noch nicht, wie genderneutrale Erziehung konkret aussieht.
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    AW: Gendern

    Und ich glaube tatsächlich auch, dass es ein kleines Kind überfordern würde, wenn dann alle Antworten “korrekt” wären.

    Also zB “Du hast eine Gebärmutter und drum kann in deinem Bauch ein Baby wachsen. Du kannst aber auch ein Papa werden.”

    “Damit das Baby in den Bauch kommt, muss Samen aus einem Hoden in die Gebärmutter. Die meisten Menschen machen das direkt mit dem penis. Man kann aber auch …”

    Puh … da muss ich gestehen, dass ich ganz klassisch mit “wenn eine Frau und ein Mann sich ein Kind wünschen …” gegangen bin
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  6. Moderation

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    AW: Gendern

    Danke, agathe, offenbar hatte ich Dich missverstanden, bzw. ich hatte mich (und fälschlicherweise Dich dann auch) enger auf meistens-heiters Bekannte bezogen.
    Dass man das Geschlecht nicht dolle thematisieren muss, sehe ich auch so. Das ergibt sich einfach mit dem natürlichen Flow. minstrel hat das gut beschrieben. Und dabei ergeben sich auch ganz natuerlich die verschiedenen Vielfaeltigkeiten. Im ganz kleinen: Meine Kinder sind nicht vaginal zur Welt gekommen, sondern per Kaiserschnitt, natuerlich wird das thematisiert, wenn sie fragen, ob sie aus meinem Bauch gekommen sind, oder wenn man so ein Woher-kommen-Babies-Buch liest. Zunehmend mehr Kinder werden Freunde haben, die in-vitro entstanden sind, kommt das vor, kann man das auch thematisieren. Genauso wie sie homosexuellen und Transmenschen irgendwann begegnen werden. Darauf ist man doch nicht besser vorbereitet, wenn vorher so getan wurde, als gaebe es da nichts zu bereden. Viel sinnvoller ist es doch anzusprechen, was es gibt.

    Genau der fehlt mir bei der Beschreibung von meistens-heiter. Hier wird ja mit einiger Anstrengung etwas ganz natürliches, hmm, vielleicht nicht gerade geleugnet, aber irgendwie...ausgeblendet. Und damit gleichzeitig erst thematisiert. Ich seh da eben keine größere Freiheit für das Kind sondern hauptsächlich Einschränkung. Wie bei diesen unbunten Farben.
    Aber naja, ich will mich jetzt nicht zu sehr an den nur ausschnitthaft bekannten Erziehungsmethoden fremder Leute festbeißen. Ich wiederhole noch einmal mein Credo, dass Freiheit für mich in erster Linie ein möglichst buntes Angebot ist, statt eines kleinsten gemeinsamen Nenners.

    Edit: Das versucht man meines Erachtens auch duch neue Sprachangebote. Der kleinste gemeinsame Nenner, der so tut, als gaebe es keine unterschiedlichen Geschlechter bzw. der das ausblendet, ist doch genau das generische Maskulinum. Wenn das Ziel waere, dass Geschlechteridentitaet sooooo unwichtig ist, dann wuerde man den doch beibehalten bzw. ausweiten. Aber gerade weil vielen Frauen ihre Identitaet als Frau wichtig ist und diversen Menschen ihre Identitaet als Diverse (-sorry fuer das schreckliche Wort, aber es gibt momentan halt kein schoenes-), versucht man ja genau dafuer Loesungen zu finden, sie auch zu (be)nennen.

    Das ist aber jeweils eine komplett andere Kiste als Klischeereiterei und Beschraenkung auf die Geschlechteridentitaet: "Frauen / Maenner / Maedchen / Non-Binaere / Buben haben/koennen/sollen/fuehlen sich nur/nicht soundso".
    Geändert von Flau (10.08.2021 um 23:08 Uhr)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Gendern

    Ich habe nur bei rosa und blau das Gefühl, dass diese Farben bei Babykleidung als eindeutig stereotypische Geschlechtszuordnungen zugewiesen sind.

    Ich sehe aber z.B. beim dm in der Babyabteilung jede Menge Babystrampler in Ringelmustern, Grün, Gelb, Lila, Rot, Dunkelrot etc., wo ich sagen würde, das ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet.

    Und ich hab es in meinem Bekanntenkreis auch erlebt, dass ein Paar nicht sagen wollte, welches Geschlecht das bereits geborene Kind hat. Die haben das aber dann damit begründet, dass sie sonst entweder nur rosa Babyklamotten geschenkt bekommen oder nur blau. Sie haben gesagt, welche Kleidungsgröße das Kind hat und dass Kleidergeschenke bitte neutral gewählt werden sollen.

    Das kann ich sogar nachvollziehen.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

  8. Moderation

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    AW: Gendern

    @vloubout, das kann ich auch nachvollziehen, denn auch hier geht es wieder darum, ein weiteres Angebot zu schaffen und dem Kind eben nicht nur blassrosa oder blassblaue Kleidung zuzumuten, sondern eben auch gelbe, gruene, lilane, schokoladenbraune. Also es geht um "mehr" und nicht um ein "bloss nicht".
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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen

    Was wäre schlimm dran, wenn ein Mensch seine Identität erstmal darüber bilden würde, dass er/sie ein Mensch ist und zwar ein ganz bestimmtes Individuum? Inwiefern würde es ihm/ihrschaden, dass er/sie sich nicht als Frau oder Mann identifiziert, sondern sich mit der Frage so wenig befasst wie mit der Frage, welche Blutgruppe er/sie hat?
    Nun, da gäbe es ja noch die Befindlichkeiten der anderen Individuen. Man möge mich altmodisch nennen, aber ich persönlich habe Probleme damit, wenn Mütter ihre pubertierenden Söhne in die Frauendusche im Schwimmbad mitbringen (was ich schon erlebt habe). Nun gut, kann ich da mit Müh und Not vielleicht noch drüber hinwegsehen, hätte ich spätestens ein Problem, wenn der Junge 20 ist und mir erklärt, er sei genderneutral erzogen und heute hätte er mal Lust auf Frauendusche.

    Naja, wahrscheinlich bin ich zu alt und konservativ und in ein paar Jahren haben wir eh nur noch die Gemeinschaftsduschen und für mich hat sich damit Schwimmbad erledigt.

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    AW: Gendern

    Ich finde es schon wichtig, ab irgendeinem Punkt zu thematisieren, ob ein menschliches Kind weiblich oder männlich ist. Zum Beispiel dahingehend, dass ein weiblicher Mensch ab irgendeinem Punkt schwanger werden kann und eine Menstruation bekommt. Und ein männlicher Mensch eben nicht. Dafür aber Bartwuchs im Gesicht. Usw.

    Und einem Kind zu sagen "du bist ein Mädchen" oder "du bist ein Junge" als Geschlechtszuweisung finde ich jetzt auch keine Einschränkung.

    Erst wenn es um so was geht wie "weil du ein Mädchen bist, kriegst du nur Puppen zum Spielen oder darfst keine Hosen anziehen" oder "ein Junge trägt kein Pink und keinen Nagellack" - daraus entstehen für mich echte Einschränkungen.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

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