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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    ... aber non-binär, da hakt irgendwas.
    Vielleicht hakt es weniger, wenn du dir vorstellst, dass einige Menschen sich als Mann UND Frau zugleich fühlen.
    Und die Vokabel 'non-binär' ist gewissermaßen eine Art von überflüssiger Kunstvokabel, die der eigenen Identitätsfindung und Abgrenzung dienen soll, aber in Wahrheit ist es das, was es schon immer gab, nämlich das Gefühl zu haben, männliche und weibliche Anteile zugleich in sich zu tragen.

    Zitat Zitat von Renee_2021 Beitrag anzeigen
    Manchmal muss man halt aushalten eine Minderheit zu sein. Ich kenne das aus anderen Bereichen.
    Wichtig ist es aber, trotzdem mit Respekt behandelt zu werden. Darauf hat jeder Anspruch.

    Ich finde Sprache muss klar und verständlich bleiben.
    Daher wird sie manchmal auch vereinfachen.

    Ansonsten wird Sprache auch zum Elfenbeinturm.
    Und ist damit eher exklusiv als inklusiv.
    Deinen Sätzen stimme ich zu bzw. ich kenne es auch selbst mit der Minderheit.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von _lufti Beitrag anzeigen
    Heute bin ich Frau und morgen bin ich Mann....

    Wenn sie sich wirklich zwischen beidem fühlt..... Dann kann sie beides sein (und dann ist weder Mann oder Frau eine ausgrenzung/nicht sichtbar sein - sondern doppelt angesprochen )

    Oder sie fühlt sich weder als Frau oder Mann

    Dann ist die Bezeichnung Frau Veith, niemals ok für sie
    Ich verstand Lucie Veith so, dass LV sich als „wedernoch“ empfindet. Als Mädchen großgezogen ist da wahrscheinlich/eventuell eine gehörige Portion Gewöhnung dabei, immerhin würde man ja bei Lucies Anblick spontan „Frau Veith“ sagen und ich habe es so verstanden, dass LV am liebsten keine Anrede hätte - alle Teilnehmenden vermieden das ja auch oder sprachen „Lucie Veith“ mit dem Namen an.

    Ich fand die Geschichte sehr interessant und konnte mir zum ersten Mal wirklich vorstellen, wie das so sein muss „wedernoch“ zu sein…

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von _lufti Beitrag anzeigen
    Ach bitte..... Es geht hier nicht um einen Kosenamen zwischen zwei liebenden sondern darum das er sie als Frau bezeichnet (und sie sich selber auch)
    Nein, es geht um Analogien - dass eine Bezeichnung in einem Kontext okay sein kann, in einem anderen Kontext eine andere.

    Sowas muss ich dir nicht erklären.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Vielleicht hakt es weniger, wenn du dir vorstellst, dass einige Menschen sich als Mann UND Frau zugleich fühlen.
    Und die Vokabel 'non-binär' ist gewissermaßen eine Art von überflüssiger Kunstvokabel, die der eigenen Identitätsfindung und Abgrenzung dienen soll, aber in Wahrheit ist es das, was es schon immer gab, nämlich das Gefühl zu haben, männliche und weibliche Anteile zugleich in sich zu tragen.
    Kommt drauf an, wie man männliche und weibliche Anteile definiert. Gesellschaftlich/sozial oder biologisch? Mir geht da im Moment zu viel durcheinander.
    *lost in the woods*

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich verstehe einerseits schon, was Du sagst, aber andererseits faenden ich, und Rene, wenn ich sie richtig verstanden habe, und womoeglich noch andere es einfach weniger schoen, sprachverarmend, unpersoenlich, wenn wir allzeit, womoeglich auch im 1-zu-1-Umgang unspezifisch als "Mensch" angesprochen werden. Wobei das ja andererseits schoen ist und so gerne stolz verkuendet wird: "In erster Linie bin ich Mensch!" Das ist auch ein schoenes Statement, im Sinne eines Solidaritaetsgefuehl. Aber manchmal bin ich zumindest auch gerne "Frau Flau", was mich allein ausmacht. Wir sind schon darauf geeicht, dass unsere Geschlechteridentitaet stark zur Persoenlichkeitsidentitaet beitraegt. Naja, und in diesem Sinne kann ich es natuerlich auch gut verstehen, wenn jemand ein Stueck weit daran leidet, in der nicht-binaeren Identitaet fortwaehrend nicht wahrgenommen oder angesprochen zu werden. Ich hab jetzt auch keine Universalloesung bereit, aber ich verstehe das Gefuehl und daraus resultierend den Diskurs ueber moegliche Loesungen.
    Naja, du sagst, du findest es schön Frau Flau zu sein, Lucie Veith, möchte, obwohl äußerlich als Frau einzuordnen, nicht so angesprochen werden. Wird irgendwie schwierig. Um korrekt jemanden anzusprechen, müsste ich denjenigen fragen, wie er/sie/es angesprochen werden möchte. Und das finde ich ziemlich übergriffig.

    Da bleibt tatsächlich nur noch: Guten Tag, Mensch Meier. Das würde mich persönlich jetzt gar nicht stören. Ich könnte nichts mehr falsch machen, das Gegenüber kann sich nicht diskriminiert fühlen und ob ich mit Frau oder Mensch angesprochen werde, wäre mir egal.

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    AW: Gendern

    Gendern in Russland
    Russland: Die Frau soll schon sein und dem Mann dienen

    Interessant, das die Schönheit bzw. Ästhetik im doppelten Sinne extra aber genau anders herum betont und herausgehoben wird,
    Einmal als schön (die Frau) und einmal als unschön (Feminitive)

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    AW: Gendern

    Ein Blick auf die öffentliche Debatte in Deutschland über geschlechtergerechten Sprachgebrauch:

    Wer auch immer ein wenig Aufmerksamkeit braucht ... wirft die Worte „Gendersprache“ oder „Gendergaga“ in die öffentliche Arena, polemisiert über zu viele Geschlechter, bei denen niemand mehr durchblickt, und beschwört die gute alte Zeit, die für uns alle einfacher, beruhigender und lebenswerter gewesen sei. Einfach, beruhigend und lebenswert: So wollen wir die Welt doch alle.

    Die Sache ist nur: Das Versprechen, alles werde wieder besser (für wen?), wenn wir nur stur das generische Maskulinum verwenden, stimmt nicht. ...Über Codewörter wie „Gendersprache“ oder „Gendergaga“ wird eine emotionale Übereinkunft hergestellt, die besagt: Die, die unsere schöne und seit Jahrhunderten gleiche Sprache durchs Gendern verhunzen, sind anmaßende Banausen und lächerliche Freaks.
    „Die Tragik unserer Epoche, pflegte Jojo zu sagen, besteht darin, dass die Menschen ihre persönliche Unzufriedenheit mit einem politischen Problem verwechseln.

    Juli Zeh, Über Menschen, S. 173

  8. Moderation

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Ein Blick auf die öffentliche Debatte in Deutschland über geschlechtergerechten Sprachgebrauch:

    [...]
    Die Sache ist nur: Das Versprechen, alles werde wieder besser (für wen?), wenn wir nur stur das generische Maskulinum verwenden, stimmt nicht. [...]
    Finde ich einen wichtigen Satz.

    Ich finde es allerdings auch wichtig, zwischen, ich sag mal vereinfacht "Genderhassern" wie im Bericht beschrieben, und denjenigen zu unterscheiden, die kritisch oder zögerlich sind, oder um Verständnis ringen. Wollte ich mal gesagt haben.

    So, und jetzt hübsch alle Genderhasser im Chor, 2,3,4:
    "Aber durch Gendern wird ja gar nicht jedwede Ungerechtigkeit im Universum mit sofortiger Wirkung anbgestellt!!"
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Finde ich einen wichtigen Satz.

    Ich finde es allerdings auch wichtig, zwischen, ich sag mal vereinfacht "Genderhassern" wie im Bericht beschrieben, und denjenigen zu unterscheiden, die kritisch oder zögerlich sind, oder um Verständnis ringen. Wollte ich mal gesagt haben.
    ...
    Das passiert m. E. allein schon dadurch, dass mit Letzteren vernünftige Gespräche möglich sind, im Gegensatz zu denen, die glauben, sich interessant machen zu können, wenn sie anlasslos und ungefragt auf Krawall gebürstete Unterstellungen rausposaunen.
    „Die Tragik unserer Epoche, pflegte Jojo zu sagen, besteht darin, dass die Menschen ihre persönliche Unzufriedenheit mit einem politischen Problem verwechseln.

    Juli Zeh, Über Menschen, S. 173

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    AW: Gendern

    Hat hier jemand zufällig Infos darüber, inwieweit im Rahmen des Genderns Bemühungen unternommen werden, ggf. auch Pluralwörter zu schaffen, die eine möglichst große Gruppe mit einbeziehen?

    Ein gelungenes Beispiel aus meiner Sicht ist "Studierende" statt "Studenten und Studentinnen". Oder auch ein Begriff wie "Reinigungskräfte" statt "Putzfrau und Putzmann".

    Das sind dann auch nicht übermäßig lange Wortungetüme.

    Bei dem Begriff aus der Medikamentenwerbung könnte ich mir die Umformulierung "zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Ärzte oder Ihre Apotheker" vorstellen.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

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