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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Ich stelle fest, dass ich mich bei dem Thema keiner Fraktion wirklich zugehörig fühlen kann.

    Ich sehe durchaus den Sinn des Genderns und finde es in vielen Kontexten richtig und wichtig.
    Aber manche dadurch entstehende sprachliche Verwurschtelung treibt mir schon auch die Tränen in die Augen.

    Was ich wirklich ablehne, ist, wenn nun alles radikal plattgegendert wird.
    Beispiel: Es gibt in dem Film Toy-Story eine Figur, die heißt Mr. Potatohead.
    So darf sie zukünftig aber nicht mehr heißen.
    Sie wird jetzt von der Firma Hasbro zu Potatohead gemacht, damit sich keiner durch die männliche Form benachteiligt fühlt.
    Hä? Was?
    Benachteiligt dadurch, dass eine Comicfigur männlich bezeichnet wird?

    Ich verstehe das nicht und finde es überzogen und albern.
    Wir werden weitermachen!

  2. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Vor allem, das es ja Mrs. Potatohead gibt!
    Auch im Film.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Was ich wirklich ablehne, ist, wenn nun alles radikal plattgegendert wird.
    Beispiel: Es gibt in dem Film Toy-Story eine Figur, die heißt Mr. Potatohead.
    So darf sie zukünftig aber nicht mehr heißen.
    Sie wird jetzt von der Firma Hasbro zu Potatohead gemacht, damit sich keiner durch die männliche Form benachteiligt fühlt.
    Hä? Was?
    Benachteiligt dadurch, dass eine Comicfigur männlich bezeichnet wird?

    Ich verstehe das nicht und finde es überzogen und albern.
    Ja, es IST überzogen und albern. Sowas ist sicher auch ein Grund, warum dieses Thema bei so vielen Leuten aut negative Reaktionen stößt.

  4. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Aus der hiesigen Bücherei habe ich mir gerade "Was Männer nie gefragt werden - Ich frage trotzdem mal." von Fränzi Kühne ausgeliehen. Darin findet sich eine, wie ich finde, nachdenkenswerte Vorbemerkung:

    Ein Wort vorab. Noch vor allen anderen. Dieses Buch verwendet Gendersternchen als eine Form inklusiverer Sprache. Das ist der Autorin wichtig. Nicht so wichtig ist es ihr, das an dieser Stelle zu begründen oder zu rechtfertigen. Die Diskussion wird schon so lange und auf so vielen Kanälen geführt, da dürfte jede*r Leser*in eine eigene kleine Meinungsfestung gebaut und gut abgesichert haben. Ein kleiner Hinweis in einem Buch über Frauen- und Männerfragen rüttelt daran wenig. Vielleicht nur so viel: Der Genderstern ist nicht nur ein Symbol für Gleichberechtigung. Er ist fast noch mehr ein Symbol für die Bereitschaft, Traditionen zu hinterfragen. Dafür, Dinge nicht nur deshalb so zu machen, weil sie schon immer so gemacht wurden. Und dafür, Ideen wie »Frauen sind halt mitgemeint« nicht einfach als gegeben hinzunehmen. ...

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    AW: Gendern

    Tja. inklusiv kann da auch ziemlich exklusiv sein, im Wortsinn, wenn man keinen Wert darauf legt, Menschen zu erreichen, die nicht unbedingt lese-affin und -geübt sind. Ausgerechnet aus dieser Ecke.

    ist auch wurscht, weil eh hoffnungslos. Diese Clientèle hört schon beim -er und -innen auf.

  6. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Die Ablehnung des Genderns = schreiben mit * I _ etc. steigt bei Frauen scheinbar.
    Allgemein ist sie in der Bevölkerung groß:

    Grosse Mehrheit laut Umfrage gegen Gendersprache

    Ich kann mir vorstellen, dass das zum Beispiel auch durch vermehrte Zwänge zum Gendern auch durch Arbeitgeber (beispielsweise Audi, Klage dagegen läuft) kommt.

    So starke Eingriffe in das persönliche Schreiben sind schon massiv.

  7. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Ich kann mir vorstellen, dass das zum Beispiel auch durch vermehrte Zwänge zum Gendern auch durch Arbeitgeber (beispielsweise Audi, Klage dagegen läuft) kommt.
    ...
    Diese Klage wird unterstützt vom "Verein Deutsche Sprache", da wird schon deutlich, woher der Wind weht.

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    AW: Gendern

    Richtig: Der Wind kommt von Leuten, die was in der Birne haben.

  9. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Richtig: Der Wind kommt von Leuten, die was in der Birne haben.
    Zeigt sich beispielsweise daran, dass der Vorsitzende des Vereins bei mehreren Rundfunk- und Fernsehanstalten dagegen protestiert hat, dass Sprecher/innen beim geschlechtergerechten Sprachgebrauch vor dem "-innen" einen Kehlkopf-Klacklaut einfügen, denn:
    Der gesprochene Genderstern verstoße nicht nur gegen die deutsche Grammatik. Er benachteilige Männer.
    „Dieser Knacklaut (der von sehr geringer akustischer Stärke ist) bleibt allerdings oft unhörbar oder wird gar gänzlich vermieden. Dann wird ausschließlich die gemäß aller deutschen Grammatiken und Wortbildungslehren unstrittig feminine Form hörbar, womit die jeweilige Personenbezeichnung männliche Mitglieder explizit ausschließt.“
    Krämer fordert:
    „Da die Beitragszahler … etwa zur Hälfte männlich sein dürften, sollte diese diskriminierende Praxis umgehend unterlassen werden.“
    Quelle

  10. VIP

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    AW: Gendern

    An sich bin ich ein große Befürworterin des Genderns, finde es aber als eine aus der schreibenden Zunft schwierig umzusetzen. Die Auftraggeber erwarten, dass wir gendern, manche geben auch konkrete Richtlinien vor, die meisten bleiben aber dann doch leider nur bei "Patientinnen und Patienten" hängen.

    Diversität bleibt oft außen vor. Das finde ich nicht zielführend und es stört mich.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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