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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Im Norwegischen sage ich ganz selbstverständlich "Jeg er lege" = "ich bin Arzt", generisches Maskulinum, und es wird tatsächlich auch als solches verstanden.

    Im Deutschen sage ich "Ich bin Ärztin", weil meiner Erfahrung nach das generische Maskulinum nicht wirklich so aufgefasst wird, sondern lediglich ein Lippenbekenntnis ist. Ungefähr so, wie von Hypathia beschrieben:
    Das finde ich interessant. Hat das was damit zu tun, dass es im norwegischen gar keine weiblichen Endungen gibt und man somit tatsächlich gezwungen ist alle mit zu meinen? Ähnlich wie im Englischen.

    Da ist in dieser Hinsicht die deutsche Sprache schon ein wenig „verkorkst“
    Es gibt weibliche Formen und Endungen, die werden aber nicht verwendet und man soll sich in der männlichen Form mit gemeint fühlen. Manche tun das manche weniger oder gar nicht. Ich sehe das auch problematisch.

    Ich denke im Vordergrund sollte bei der Sprache stehen, dass sich jeder mitgenommen fühlen kann. Da kommt es auch nicht auf Perfektion an. Bei meiner Tochter achte ich schon stark darauf immer auch von Ärztinnen, Polizistinnen oder Politikerinnen zu reden. Einfach damit sie es selbstverständlich findet, dass ihr alle Berufe offen stehen.

    Denn Kinder denken tatsächlich aufgrund von Vorbildern. Letztlich meinte ich zu meiner Tochter ob sie vielleicht im Verein Fußball spielen möchte. Weil es ihr im Sommer soviel Spaß gemacht hat mit meinem Mann im Garten Fußball zu spielen. Darauf sagte sie nur, dass das ja nur Jungs machen. Ich erklärte ihr, dass es bei uns auch eine Mädchenmannschaft gibt. Sie sagt nur, sie will nur im Garten Fußball spielen wo sie keine anderen Kinder sehen können. Weil es für sie trotzdem ein Jungensport ist.
    Das hat mit Gendern erst mal nichts zu tun, aber mit der Selbstwahrnehmung von Mädchen und Frauen.
    Kontrolle ist unser größtes Streben und eine der größten Illusionen.


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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich bin noch als "student" immatrikuliert worden und das war schon ein komisches gefühl.
    lies mal alte unizeitungen aus den 60ern oder so, wo konsequent gar nicht gegendert wurde. damals waren frauen noch gar nicht erfunden

    das ist wirklich eine ausgrenzung, und doch, sowas macht was mit einem.
    Es hat was mit DIR gemacht (was eigentlich?). Mit mir? Ich wüsste nichts. Nichts, was das Leben nicht sowieso mit mir gemacht hätte. Von Schicksalsschlägen abgesehen, bin ich dafür verantwortlich

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das könnten wir auch, wir würden dann „de“ sagen: de Mann, de Frau, de Kind.

    Wäre vielleicht eine Alternative.
    Aber gerade tragen u.a. die Artikel zu einem Teil unserer sprachlichen Identität und Eigenheit bei.

    Wozu das aus trivialen Gründen aufgeben? Ich sähe da überhaupt keine Notwendigkeit und mich würde das extrem stören. Und nein, nicht weil ich nicht offen für Neues bin, sondern weil eine Neuerung zumindest einen Sinn machen sollte.

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    AW: Gendern

    Auf den (entscheidenen) Punkt gebracht!

  5. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wären gendersternchen denn keine option für dich?
    Ehrlich gesagt nicht.

    Wenn es um das Schreiben geht, würde es vielleicht gehen.

    Aber in der persönlichen Kommunikation?

    Soll ich die * dann wirklich "Sternchen" aussprechen?


    Mir ist klar das dieser Strang eigentlich nur um m/w ging.

    Das fühlt sich für mich aber falsch an. Das dritte Geschlecht gibt es nicht erst seit 5 Jahren. Die waren auch schon immer da.

    Nur jetzt erst auch anerkannt.

    Wenn wir uns aber ums gendern streiten und korrekte Ansprache verwenden bzw Lösungen finden sollen.

    Dann bitte gleich richtig und für alle gleichberechtigt...

    Entweder komplett neue Wörter (die es noch nicht gibt) oder Neutralität.

    Die deutsche Sprache ist nun auch jetzt schon nicht die einfachste.

    Sollen wir es noch komplizierter machen oder vereinfachen?

    Aber eine Änderung ist absolut notwendig.

  6. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soll ich die * dann wirklich "Sternchen" aussprechen?
    man spricht dann eine kleine lücke, kann man doch schon vielfach hören.

    - ich will es aber nicht propagieren, bin selbst mitten in der meinungsbildung und unschlüssig.

  7. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Es hat was mit DIR gemacht (was eigentlich?).
    es hat mich eingeschüchtert und entmutigt (soweit ich davon noch betroffen war, habe nicht in den 60ern studieren müssen zum glück).
    natürlich gekoppelt mit einer entsprechenden haltung. sprache drückt ja immer was aus, was auch da ist.

    und da ich das auch von anderen weiß, habe ich mir die verallgemeinerung erlaubt.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Auf den (entscheidenen) Punkt gebracht!

  9. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen

    Wozu das aus trivialen Gründen aufgeben?
    Schwierig.....

    Wenn alles bleibt wie es ist, wird es immer jemanden geben, der sich ausgeschlossen fühlt.

    Aber jeden immer korrekt (soweit es die Sprache zulässt) anzusprechen..... Ist nervig und mühsam wenn es um allgemeine Ansprachen geht.

    Vielleicht ist es wirklich eine Sache des Alters.

    Seit meiner Geburt war ich dem männlichen Geschlecht gleichgestellt. Eine Generation früher war es noch anders....

    Da durfte Frau nicht wählen oder einen Job nur annehmen wenn der Ehemann es erlaubte. Alleinerziehend und auch Scheidung war nur für die Frau ein gesellschaftliches no-go

    Diese Frauen haben für ihre Rechte gekämpft und diese legen wahrscheinlich auf die korrekte Ansprache wesentlich mehr Wert...

    Andere (jüngere) tragen diese Geschichte als Warnung in ihrem Kopf und wollen sicher stellen, daß dies auch so bleibt.


    Ich kann das auch verstehen. Nur sehe ich in einem Mann heutzutage keine Gefahr für meine Freiheit.

    Dieser geschlechterkampf...... Puh.

    Sind wir bei 100% Gleichberechtigung? Nein sind wir nicht... Das weiß ich.

    Aber wenn wir Frauen uns nun, nur für unsere Dinge einsetzen und diese durchsetzen wollen, dabei das dritte Geschlecht vergessen. ..

    Dann sind wir genauso egoistisch und es geht nur um geschlechterkampf....nixht um Gleichberechtigung

    Eine gemeinsame Lösung..... Mit dem dritten Geschlecht.

    Und vielleicht ist es in einigen Jahren wirklich soweit, daß wir in jedem erstmal einen Menschen sehen.

    Und das verhindert *, in,.....

    Es macht den Unterschied erst recht offensichtlich.

  10. Inaktiver User

    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    man spricht dann eine kleine lücke, kann man doch schon vielfach hören.

    - ich will es aber nicht propagieren, bin selbst mitten in der meinungsbildung und unschlüssig.
    Eine kleine Lücke als korrekte Ansprache?

    Uns fehlen einfach Worte....

    Herr - Frau -?

    Ich persönlich würde eine kleine Lücke bei der Aussprache wirklich negativ auffassen, wenn ich das dritte Geschlecht wäre.....

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