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Thema: Gendern

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Ich finde Gendern zwar furchtbar, aber ob ein * ein Buchstabe ist oder nicht, ist reine Definitionssache. Man könnte Deutsch auch mit japanischen Schriftzeichen schreiben, wenn man wollte.
    Wenn der Stern ein Buchstabe wäre, dann würde er einen Laut oder eine Lautfolge ausdrücken und könnte auch in anderen Wörtern vorkommen. Das ist ja das Wesen eines Buchstaben (im Gegensatz zum Schriftzeichen).

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Wir haben uns an das "generische Maskulinum" gewöhnt (das übrigens im Deutschen eine sehr junge Erfindung ist!),
    Hierfür hätte ich dann doch ganz gern noch einen Beleg.

    Gendergerechte Sprache greift ja auch auf die Grammatik zu. Ich stoße mich nicht daran, wenn Pronomen "wer" "der" "jemand" "man" sich auch auf nicht-männliche Personen beziehen. "Gibt es jemanden, der diese Aufgabe übernehmen kann?" schließt für mich alle biologischen wie sozialen Geschlechter ein.

    Unlängst bekam ich beruflich eine Mail mit folgender Formulierung (Originalzitat): "... wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie das Thema so formulieren können, dass auch ein*e andere*r Prüfende*r es übernehmen könnte." Ich finde das sowohl unnötig (ich kann schon abstrahieren, dass der andere, der das evt. übernimmt, nicht notwendig mein Geschlecht haben muss) als auch sprachlich unschön. Auch wenn solche Mails bei uns inzwischen üblich sind, gewöhne ich mich nicht daran.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Du willst das Frau einem Mann gleichgestellt ist. Du bestehst auf die richtige Bezeichnung um das auch sicher zustellen.

    Gleichzeitig vergisst Du aber das "dritte" Geschlecht. Was Dich damit nicht wirklich fortschrittlicher macht, als die Machthungrigen Männer.....
    Doch, ich bin einen entschiedenen Schritt weiter! Frauen werden sichtbar! Dann ist es nur noch ein kleinerer Schritt für die Diversen!!

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Genau das sag ich auch immer.
    Wäre meine favorisierte Variante.
    Wir haben x-hunderte Jahre Schüler gesagt und geschrieben.
    Dann sagen und schreiben wir halt mal die nächsten 500 Jahre Schülerinnen - und alle weiteren Wörter entsprechend.
    Hach, einer versteht mich!!!

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen
    "Der*die Bürger*in hat die Möglichkeit, sein*ihr Anliegen dem*der zuständigen Sachbearbeiter*in vorzutragen... Beschwerden können an den*die Ombundsmann*frau..."
    Ja, das holpert gewaltig. Hmm, wie könnte frau das besser machen … fällt mir nix ein. Da müssen wir durch. Ich schreib's ja immer mit /, das ist besser lesbar. Der/die Bürger/in hat die Möglichkeit, sein/ihr Anliegen …

    Aber immer noch besser als Der Bürger kann sein Anliegen dem Sachbearbeiter und dem Ombudsmann geben … das kommt mir jetzt so beim schreiben richtig altbacken vor!
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ja, das holpert gewaltig. Hmm, wie könnte frau das besser machen … fällt mir nix ein. Da müssen wir durch. Ich schreib's ja immer mit /, das ist besser lesbar. Der/die Bürger/in hat die Möglichkeit, sein/ihr Anliegen …
    Solche Konstruktionen zwingen einen dazu, zumindest jeden Artikel zu verdoppeln und in jedes Substantiv einen Schrägstrich einzubauen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Sprache auf Dauer so funktionieren kann. Das ruckelt in jedem Zeitungsartikel und in einem literarischen Text erschlägt es einen vollends.

    Immerhin kennt das Deutsche schöne Passivkonstruktionen (Anliegen/Beschwerden können vorgetragen werden...), da spart man sich zumindest den/die Bürger/in. Aus dem Ombudsmann kann man zwanglos eine Ombudsperson machen, damit hat man noch etwas erschlagen. Wobei Passivkonstruktionen wieder den Nachteil haben, dass sie für ungeübte Leser weniger leicht zugänglich sind.

    Aber immer noch besser als Der Bürger kann sein Anliegen dem Sachbearbeiter und dem Ombudsmann geben … das kommt mir jetzt so beim schreiben richtig altbacken vor!
    Anliegen, die auf der Sachbearbeiter-Ebene zurückgewiesen worden sind, können im nächsten Schritt der Ombudsperson vorgetragen werden.

    Man kann da schon einfallsreich sein, aber trivial ist das alles nicht.

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    AW: Gendern

    @rotwein

    Ich kann deiner Argumentation absolut folgen.

    Ich habe einfach nur eine andere Meinung dazu wie Frauen "gleichberechtigt" werden.

    Nämlich nicht um den Kampf *in, sondern um generelle Neutralität.

    Denn dann gibt es überhaupt kein hinsehen/aufrechnen/Machtkampf/Benachteiligung usw ob nun auch jeder benannt wird.

    Denn alle drei gender werden gleich neutral behandelt.

  6. Moderation

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    AW: Gendern

    Ich beobachte diese ganze Diskussion ja aus der Ferne und empfinde vor allem die Sternchenloesung als sehr ungluecklich und kompliziert im Lesefluss. Die Sprechpause vor ‘in/-innen’ fiel mir neulich bei einem Nachrichtensprecher auf und ich konnte es erst ueberhaupt nicht zuordnen. Fand es nur seltsam.

    Die armen Menschen, die Deutsch lernen muessen und eh schon mit der, die, das kaempfen, da ist jetzt noch eine Schwelle mehr.

    Dass im Englischen ‘Nurse’ und Midwife’ sowohl Mann als auch Frau sein kann, daran hab ich mich schnell gewoehnt. Wenn es fuer den Kontext wichtig ist, setzt man ein ‘male’ davor.
    Im Grunde tut man es bei allen Berufsbezeichnungen, wenn es wichtig ist. ‘Our female and male doctors are specialised in ....’

    Feuerwehrleute, statt -maenner und -frauen? So wie hier ‘firefighters’?

    Zugegeben, die englische Sprache ist generell einfacher als die deutsche. Aber man muss es ja nicht noch komplizierter machen.

    Und die Frauen in den alten typischen Maennerberufen muessen noch mehr und selbstverstaendlich in die Oeffentlichkeit, auch oder grade fuer Kinder. Vielleicht wird dann ‘Pilot’ auch einfach genderneutral.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Gendern

    [QUOTE=schafwolle;35024367]Wie lautet denn das zeitgemäße Kürzel für männliche Auszubildende? Azudrohne?? ... /QUOTE]

    Azubi oder ganz einfach Stift. Wobei das bei Mädchen auch wieder doof ist....

    Zu meiner Zeit hieß das noch Lehrling und schloss alle mit ein.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Gendern

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Besser wäre es, alle Artikel außer dem Neutrum abzuschaffen: Das Gabel, das Frau, das Mann, ...
    So weit wird es hoffentlich nie kommen.

    Das nenne ich mal vorsätzliche Verunstaltung der deutschen Sprache.


    Zitat Zitat von Lori-OT Beitrag anzeigen
    "... wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie das Thema so formulieren können, dass auch ein*e andere*r Prüfende*r es übernehmen könnte."
    Einfach nur furchtbar.
    An solche sprachlichen Entgleisungen werde ich mich mit Sicherheit nie gewöhnen.


    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Die Sprechpause vor ‘in/-innen’ fiel mir neulich bei einem Nachrichtensprecher auf ...
    Es ist noch gar nicht so lange her, dass mir dieser Sternchen-Sprech überhaupt das erste Mal aufgefallen ist, und zwar ebenfalls bei einer Nachrichtensprecherin.

    Hier schrieb es schon jemand:
    bei zB Schriftsteller*innen liegt rein akustisch die Betonung auf der weiblichen Form - also die ursprüngliche Intention der gesprochenen Gleichstellung wird hier geradezu ad absurdum geführt.

  9. VIP

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    AW: Gendern

    Nun, der Schriftsteller ist in den Schriftsteller*innen. Die Schriftstellerinnen nicht im Schriftsteller.

    Wenn das generische Maskulinum alle mitbedenkt, sollte ein generisches Femininum kein Problem sein - oder?
    Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

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    AW: Gendern

    Es gab ja mal eine Zeit, da hat man per Gesetz versucht, Fremdwörter aus der deutschen Sprache zu eliminieren (ich liebe ja den Knalltopftreibling als Ersatz für Motor).

    Man könnte doch zumindest die offiziellen Berufsbezeichnungen in neutrale Formen umwandeln.

    Krankenschwester - Fachkraft für Krankenpflege

    usw.

    Dann wäre man doch schon einen Schritt weiter ...

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