+ Antworten
Seite 5 von 16 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 157
  1. Avatar von Rowellan
    Registriert seit
    03.05.2007
    Beiträge
    13.857

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Ich bin Single und mache darum schon vieles selber, da ich nun mal nicht einfach nach dem Mann im Hause rufen kann. Und bevor ich jemanden aus dem Bekanntenkreis motiviert habe, habe ich die Wand schon lange selber gestrichen, die Steckdose ausgetauscht oder die Kaffeemühle repariert. So schwierig ist das nicht. Ich erlebe allerdings bei meinen weiblichen Bekannten oftmals eine Ablehnung aller Dinge, die mit Technik zu tun haben. So als sei das etwas böses. Da wird gar nicht erst probiert, ob man das nicht vielleicht doch verstehen kann.
    Jein. Elektrik ist nicht soooo kompliziert, stimmt, ich würde jederzeit eine Lampe anschließen z.B. Ich streiche auch gerne und bin anerkannte IKEA-Möbel-Aufbauerin.
    Aber ich hasse Bohrmaschinen wegen des Höllenlärms, den sie machen - da möchte ich mich am liebsten im tiefsten Kellerloch verkriechen und die Ohren zuhalten. Und seit ich mal eine Stromleitung angebohrt habe (die an dieser Stelle gar nicht hätte sein dürfen, wie mir dann der Profi bestätigte), mit dem Resultat, daß ich nach einem ohrenbetäubenden Knall im Stockfinstern stand, ist es nicht besser geworden. Das Thema "bohren" hab ich komplett outgesorced.

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Ich bin übrigens auch in sog. weiblichen Arbeiten ein ziemlicher Depp z.B. Nähen. Da hab ich ein Handarbeitslehrerinnentrauma. Das, was der Fahrlehrer mir mit ein paar Kniffen prima und nachhaltig beigebracht hat (obwohl ich als Frau das angeblich biologisch bedingt schlechter können müsste), das haben die Handarbeitslehrerinnen der 70er mir gründlich von Anfang an schon versaut. Ich habs nie begriffen und Nähmaschinen sind für mich heute noch rote Tücher.
    Kommt mir bekannt vor. Ich hab auch nicht den Nerv und die Geduld dafür; ich finde Handarbeiten einfach stinklangweilig! Generell fehlt mir sowieso das, was man so "Hausfrauen-Gen" nennt - was nicht an fehlenden Bemühungen meiner Mutter - ihres Zeichens begeisterte Hausfrau und Mutter - lag. Sie hat es wirklich versucht; ich hab mich mit Händen und Füßen gewehrt.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bei Einladungen im Freundeskreis ist es ja nach wie vor die Regel, dass nach dem Essen die Frauen sofort aufspringen und in die Küche wuseln, während die Männer gemütlich sitzen bleiben und sich noch ein Glas gönnen.
    DEN Effekt hab ich auch nie kapiert - dieses hektische Aufspringen von Frauen nach dem Essen zum Abräumen und Spülen, während die holde Männlichkeit tiefenentspannt sitzenbleibt. Generell ist es schon ok, dem Gastgeber zu helfen, aber warum nur die Frauen? Ich bin dann auch sitzengeblieben, aber während die Jungs alle sehr tiefenentspannt aussahen, hatte ich zumindest ein schlechtes Gewissen.

    Zitat Zitat von rebellin Beitrag anzeigen
    Mir fällt da gerade der Mann vorm Spiegel ein, der sich (mit riesiger Wampe) im Spiegel anschaut und zufrieden "alles bestens" sagt.
    Diese Selbstkritik von Frauen was Äußerlichkeiten angeht ist in dieser extremen Form, in der ich sie zur Zeit erlebe, aber ein eher neues Phänomen (oder aber eine extreme Rolle rückwärts). Ich bin in den 70er und 80er Jahren sozialisiert... klar haben wir uns auch für Mode interessiert, aber dieses extreme Körperbewusstsein, sehr figurbetonte Klamotten usw., da kann ich mich irgendwie wenig dran erinnern.
    *lost in the woods*

  2. Avatar von Spatz22
    Registriert seit
    29.09.2013
    Beiträge
    3.942

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Ich bin übrigens auch in sog. weiblichen Arbeiten ein ziemlicher Depp z.B. Nähen. Da hab ich ein Handarbeitslehrerinnentrauma. Das, was der Fahrlehrer mir mit ein paar Kniffen prima und nachhaltig beigebracht hat (obwohl ich als Frau das angeblich biologisch bedingt schlechter können müsste), das haben die Handarbeitslehrerinnen der 70er mir gründlich von Anfang an schon versaut.
    Ja, jaaa, jaaaa!!!!

    Zitat Zitat von rebellin Beitrag anzeigen
    Andere Folge ist, dass viele Männer ungern "typisch weibliche" Aufgaben übernehmen, weil sie sich quasi herabgesetzt fühlen.

    Bei den "typisch männlichen" Tätigkeiten ist auch eher ein sichtbarer Erfolg/ein neues Ergebnis zu sehen (Gartenhäuschen steht da; Staubsauger funktioniert wieder; Raum ist gestrichen; ...), was ihm in der Regel ein Lob beschert.

    Die "typisch weiblichen" Tätigkeiten hingegen sind oft weniger sichtbar, weil sie oft einen Zustand erhalten (saubere Wohnung, saubere Kleidung, gut erzogenes Kind, ...) - hier fällt das Unterlassen der Arbeit nach einem gewissen Zeitraum negativ auf, hingegen läuft bei regelmäßiger Arbeit alles "normal".
    Das hab ich noch nie so gesehen... aber es stimmt wirklich!

  3. Avatar von Rowellan
    Registriert seit
    03.05.2007
    Beiträge
    13.857

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von cpeg Beitrag anzeigen
    Moin,

    leider werden "richtiger Mann" und "richtige Frau" immer noch bewertet - und wenn sich das Mannsein mehr oder weniger in Richtung Frau verchiebt, dann gibt es Abzüge - nicht nur in der B-Note
    (In einem anderen Strang war das Thema "Mein Partner lackiert sich die Fußnägel - will er eine Frau sein?")
    Viele machen sich Sorgen um dem Fortbestand Deutschlands und Europas, wenn ein "ich verliebe mich in einen Menschen - nicht in ein Geschlecht" umgesetzt wird. "Wir sterben aus", ist ein Argument, das häufig genannt wird.
    Dabei tun wir (die Menschen) viel Schlimmeres, um früher oder später auszusterben.

    Wer nun bohrt oder einparkt ist eine Frage, die mich weniger interessiert, sondern eher die Gefühlsebene.

    Gruß
    cpeg
    Zum Verlieben gehört aber auch immer der sexuelle Teil - und da sprechen mich als Frau nun mal Männer an und nicht Frauen... so einfach ist das, emotional gesehen.

    Lackierte Fußnägel als Beispiel empfinde ich persönlich als etwas sehr feminines, das empfände ich bei meinem Partner auch als abturnend. Im Gegensatz z.B. zu langen Haaren, das kann an einem Mann extrem sexy aussehen.

    Wie das die Gesellschaft generell sieht, ist mir in dem Zusammenhang erst mal wurscht.
    *lost in the woods*

  4. Avatar von cpeg
    Registriert seit
    14.05.2008
    Beiträge
    1.869

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Moin,

    Wie das die Gesellschaft generell sieht, ist mir in dem Zusammenhang erst mal wurscht.
    ... und das ist für mich die Frage: kommt das aus einem selbst, oder ist es doch "erlernt".

    Was wäre, wenn "Anderssein" nicht mehr sanktioniert werden würde?

    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  5. Avatar von Amelie63
    Registriert seit
    20.01.2011
    Beiträge
    8.537

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dazu noch eine Ergänzung: Die "typisch männlichen" Tätigkeiten finden hauptsächlich in der Öffentlichkeit statt und die "typisch weiblichen" Tätigkeiten hauptsächlich in den eigenen 4 Wänden.
    .
    das ändert sich aber schlagartig, wenn das mit Geldverdienen verbunden ist: siehe Sterneköche. Die sind überwiegend männlich.

    Auch bei Friseuren finden sich komischerweise bei den gut bezahlten bekannten überwiegend Männer. Wie sind die da eigentlich hingekommen, denn bei der schlechtbezahlten Basis sind auffallend wenige Männer.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Viele machen sich Sorgen um dem Fortbestand Deutschlands und Europas, wenn ein "ich verliebe mich in einen Menschen - nicht in ein Geschlecht" umgesetzt wird. "Wir sterben aus", ist ein Argument, das häufig genannt wird.
    dieses "Wir sterben aus" ist ja an sich auch schon ein ultrakonservatives Argument, denn da wird die Quantität ja mal wieder weit über die Qualität gestellt, also wie früher die Katholiken "wir brauchen noch mehr Katoliken" oder die Militärs "wir brauchen mehr Kanonenfutter".

    Dieses sich in einen Menschen verlieben, das finde ich sehr schön formuliert. Das ist tatsächlich ein Luxus, den wir in der heutigen Zeit durch unseren Individualismus gewonnen haben. Aber damit ist auch mehr Selbstbestimmung und Selbstverantwortung verbunden und das sind Errungenschaften, die nicht jeder zu schätzen weiss.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  6. Avatar von Amelie63
    Registriert seit
    20.01.2011
    Beiträge
    8.537

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen

    Lackierte Fußnägel als Beispiel empfinde ich persönlich als etwas sehr feminines, das empfände ich bei meinem Partner auch als abturnend. Im Gegensatz z.B. zu langen Haaren, das kann an einem Mann extrem sexy aussehen.

    .
    Da ich kein Verhältnis zu Nagellack, Schuhen, Handtaschen und Autos habe, hab ich da ja schonmal einige Beschränkungen von vornherein weg *schweißabwisch*

    Dass ich hetero bin, muss irgendwas mit den Duftstoffen zu tun haben. Männergeruch löst bei mir einfach was aus..
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Avatar von jofi2
    Registriert seit
    11.03.2015
    Beiträge
    17.128

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    C
    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    dieses "Wir sterben aus" ist ja an sich auch schon ein ultrakonservatives Argument, denn da wird die Quantität ja mal wieder weit über die Qualität gestellt, also wie früher die Katholiken "wir brauchen noch mehr Katoliken" oder die Militärs "wir brauchen mehr Kanonenfutter".
    Meinst Du, dass heute qualitativ bessere Kinder produziert werden?
    Vor dem Aussterben habe ich keine Angst - vor Zuwanderung allerdings auch nicht.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)


  8. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    34.438

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    das ändert sich aber schlagartig, wenn das mit Geldverdienen verbunden ist: siehe Sterneköche. Die sind überwiegend männlich.

    Auch bei Friseuren finden sich komischerweise bei den gut bezahlten bekannten überwiegend Männer. Wie sind die da eigentlich hingekommen, denn bei der schlechtbezahlten Basis sind auffallend wenige Männer.

    Männer sind eher fähig zum absoluten Tunnelblick, den ein Metier wie "Sternekoch" erfordert - weil dann ist man wirklich nur genau eins, nämlich Koch. Vom Morgen bis zum Abend, jeden Tag, immer, ständig. Um sowas zu können, und das über Jahre und Jahrzehnte, braucht man schon eine gewisse Obession.


    dieses "Wir sterben aus" ist ja an sich auch schon ein ultrakonservatives Argument, denn da wird die Quantität ja mal wieder weit über die Qualität gestellt, also wie früher die Katholiken "wir brauchen noch mehr Katoliken" oder die Militärs "wir brauchen mehr Kanonenfutter".
    Die Weltbevölkerung steigt nach wie vor, übers Aussterben müssen wir uns nicht so schnell Sorgen machen, meine ich.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  9. Avatar von Amelie63
    Registriert seit
    20.01.2011
    Beiträge
    8.537

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen

    Meinst Du, dass heute qualitativ bessere Kinder produziert werden?
    .
    nein, ich meine, dass mehr Bevölkerungszuwachs nicht unsere maroden Sozialsysteme retten wird, vor deren Reformierung sich ja nun schon Politikergenerationen drücken. Denn mindestens im selben Maße, wie es dann mehr sog. Leistungsträger geben wird, wird es auch Leistungsbezieher geben.

    Bei einer solch miserablen Zuwandererpolitik, wie wir sie haben, wird sich der Zuwachs wohl eher auf Seite der Leistungsbezieher verschieben. d.h. ein Bevölkerungszuwachs wird nur zur Verschärfung der jetzigen Probleme führen und nicht zu mehr Wohlstand. Weil die Probleme eben nicht in der Zahl der Menschen liegen, sondern in der Art der Erwirtschaftung und Verteilung des Wohlstands. d.h. Flüchtlingsströme werden unsere Systeme nicht retten. Dazu sind sie zu fehlerhaft, aber nicht durch die Flüchtlinge, sondern schon in der Struktur an sich begründet, d.h. sie waren schon vorher nicht mehr ausreichend
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  10. Avatar von jofi2
    Registriert seit
    11.03.2015
    Beiträge
    17.128

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass diese Zuwanderungspolitik sich ändern wird, einfach weil es ökonomisch notwendig wird.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

+ Antworten
Seite 5 von 16 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •