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  1. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Es gibt Dinge, die kann ich gut, andere wiederum eher nicht- das sind persönliche Stärken und Schwächen, die aber nicht am Geschlecht festmachen würde.
    Mein Sohn ist gerade in der Phase, dass er Mann/Frau im Zusammenleben für sich selbst analysiert. Und er stellt schon ganz klar fest, dass Frauen typischerweise andere Präferenzen haben als Männer. Fängt bei der Farbe und der Form an (es gibt Frauen- und Männerautos) und endet in der ständigen Frage, ob denn nun 22 °C im Wohnzimmer nicht doch noch etwas frisch sind.

    Zitat Zitat von Spatz22 Beitrag anzeigen
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Männer sich sehr wohlfühlen, wenn man sie um etwas klischeehaft typisch männliches bittet, z.B. etwas zu reparieren.
    Für mich, skirbifax, ist das ein Teil von Männlichkeit. Allerdings bitte ich nicht darum. Als ich unbemannt war, habe ich das auch alleine erledigt - mein Vater fand, dass ein Mädchen mit einer Bohrmaschine umgehen können muss, genauso wie ein Junge kochen können muss. Aber wenn ein Mann gute handwerkliche Fertigkeiten hat, gepaart mit Hilfsbereitschaft ohne Überheblichkeit, dann ist für mich ein Mann ein Mann.
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    habe ich die Wand schon lange selber gestrichen, die Steckdose ausgetauscht oder die Kaffeemühle repariert. So schwierig ist das nicht. Ich erlebe allerdings bei meinen weiblichen Bekannten oftmals eine Ablehnung aller Dinge, die mit Technik zu tun haben. So als sei das etwas böses.
    Da hab ich leider immer Hemmungen. Die ich aber nicht der Biologie zuschreibe, sondern der Tatsache, dass ich in der Schule nur "weibliche" Handarbeit lernte - häkeln, nähen, stricken, sticken - aber nie Metallbearbeitung, Holzbearbeitung, Mechanik etc.

    Leider.



    Ich habe mich schon immer geweigert, mich in irgendein Rollenklischee hineinzwängen zu lassen. Wozu? Damit mich irgendein ewig gestriger Hanswurst lieber mag?
    Das Problem könnte eher sein, dass andere Frauen dich nicht mögen...

    Bei Einladungen im Freundeskreis ist es ja nach wie vor die Regel, dass nach dem Essen die Frauen sofort aufspringen und in die Küche wuseln, während die Männer gemütlich sitzen bleiben und sich noch ein Glas gönnen.

    (naja. Es gibt Ausnahmen. Letzthin in der Familie dachte ich, ich mach jetzt mal was Konstruktives und helf Geschirr raustragen, da kam der Onkel und hat's mir verboten, und das ganze Geschirr wurde dann von den Herren erledigt *g*)

    gruss, barbara
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  3. Avatar von jofi2
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    na dann solltest du vielleicht auch noch den Rest lesen?

    Da dachte ich, unter anderem, auch über das Wort "Rolle" nach udn warum ich es im Kontext des Threads unglücklich finde, und darüber, dass ich in mir gewisse Eigenschaften feststelle, die gemeinhin weiblich konnotiert sind, und andere Eigenschaften, die gemeinhin männlich konnotiert sind, und das, obwohl ich biologisch eindeutig weiblich bin. Aber in der Persönlichkeit offenbar nicht nur.

    gruss, barbara
    Das widerspricht aber nicht dem, was ich Deinem ersten Post entnommen habe.
    Ich halte es ja auch gar nicht für völlig falsch - wie Du inzwischen vielleicht meinen Posts entnommen hast.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

  4. Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bei Einladungen im Freundeskreis ist es ja nach wie vor die Regel, dass nach dem Essen die Frauen sofort aufspringen und in die Küche wuseln, während die Männer gemütlich sitzen bleiben und sich noch ein Glas gönnen.

    (naja. Es gibt Ausnahmen. Letzthin in der Familie dachte ich, ich mach jetzt mal was Konstruktives und helf Geschirr raustragen, da kam der Onkel und hat's mir verboten, und das ganze Geschirr wurde dann von den Herren erledigt *g*)
    Ganz ehrlich, aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich das nicht. Männer helfen hier genauso selbstverständlich mit wie Frauen.
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  5. Avatar von rebellin
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Ich greife mir mal den Punkt "männliche/weibliche Tätigkeiten" heraus:

    Ich erlebe immer wieder, dass "typisch männliche" Tätigkeiten mehr gewertschätzt werden als "typisch weibliche" Tätigkeiten.

    Das hat zur Folge, dass es teils mit Anerkennung, teils mit Argwohn betrachtet wird, wenn eine Frau "typisch männliche" Arbeiten gut erledigt und manche fühlen sich sogar irgendwie angegriffen.

    Andere Folge ist, dass viele Männer ungern "typisch weibliche" Aufgaben übernehmen, weil sie sich quasi herabgesetzt fühlen.

    Bei den "typisch männlichen" Tätigkeiten ist auch eher ein sichtbarer Erfolg/ein neues Ergebnis zu sehen (Gartenhäuschen steht da; Staubsauger funktioniert wieder; Raum ist gestrichen; ...), was ihm in der Regel ein Lob beschert.

    Die "typisch weiblichen" Tätigkeiten hingegen sind oft weniger sichtbar, weil sie oft einen Zustand erhalten (saubere Wohnung, saubere Kleidung, gut erzogenes Kind, ...) - hier fällt das Unterlassen der Arbeit nach einem gewissen Zeitraum negativ auf, hingegen läuft bei regelmäßiger Arbeit alles "normal".

    In den letzten Jahren/Jahrzehnten hat sich da zwar Schritt für Schritt schon einiges getan, aber die alten Bilder haften doch für meinen Geschmack ganz schön zäh.
    Und die nun ach so gern von den "modernen Vätern" genommene Erziehungszeit wird seltsamerweise gern auf je 4 Wochen im Juli zweier aufeinanderfolgender Jahre genommen - selbstverständlich während die Ehefrau weiterhin den Hauptteil der Kinder- und Haushaltsversorgung leistet.
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

  6. Avatar von Amelie63
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen

    Was das Einparken angeht, das wir Frauen ja angeblich so schlecht können... Männer können das auch nicht besser, es stört sie nur nicht, wenn die Kiste schief und zu weit vom Kantstein eingeparkt ist.
    stimmt, sehe ich auch oft. Oder dass die stundenlang brauchen. Hier kann man dann oft die Unterschiede der Bewertung in den Kommentaren hören. Das ist dann das, was Bennett geschrieben hat: bei den Frauen wirds dann gleich biologisch


    ch habe mich schon immer geweigert, mich in irgendein Rollenklischee hineinzwängen zu lassen. Wozu? Damit mich irgendein ewig gestriger Hanswurst lieber mag? Nö.
    genau das ist dann die Konsequenz daraus. Jedem Deckelchen sein Töpfchen. So weit so gut. Aber wenn ich mir dann die Beziehungsstränge der BriCom anguck, so gut scheints dann doch nicht zu sein. Da kann ich nur sagen: "bedenke, was du an den Angelhaken hängst, weil dann ein entsprechender Fisch anbeißen wird".

    Für mich eine Frage der geistigen Flexibilität und damit Anpassungsfähigkeit im positiven Sinne. Rollenbilder können jedoch in eine Starrheit abgleiten, nämlich dann, wenn sie allzusehr als Leitplanken gebraucht werden, weil man selber keine entwickeln kann/will.

    Warum sonst halten sich all diese biologistischen Argumentationsschienen also diese Schwarz-Weiss-Einfach-Bilder, ja, gewinnen sogar noch an Zulauf (parallel zu allen fundamentalistisch-radikalen Gesinnungen) obwohl Wissenschaftler schon lange wesentlich differenzierter unterwegs sind?
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Inaktiver User

    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von rebellin Beitrag anzeigen
    Ich greife mir mal den Punkt "männliche/weibliche Tätigkeiten" heraus:
    Dazu noch eine Ergänzung: Die "typisch männlichen" Tätigkeiten finden hauptsächlich in der Öffentlichkeit statt und die "typisch weiblichen" Tätigkeiten hauptsächlich in den eigenen 4 Wänden. Auch das könnte ein Grund (von vielen) für die Resonanz (oder Nicht-Resonanz) sein.

    Im Berufsleben verschwimmt das alles schon längst, warum sollte das nicht auch im Privatleben früher oder später so sein? Zumal es ja immer weniger "typisch männliche" Aufgaben gibt, weil immer mehr Familien in Wohnungen wohnen, wo einfach nicht so viele "Männeraufgaben" anfallen.

  8. Avatar von rebellin
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Was das Einparken angeht, das wir Frauen ja angeblich so schlecht können... Männer können das auch nicht besser, es stört sie nur nicht, wenn die Kiste schief und zu weit vom Kantstein eingeparkt ist.
    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    stimmt, sehe ich auch oft. Oder dass die stundenlang brauchen. Hier kann man dann oft die Unterschiede der Bewertung in den Kommentaren hören.
    Ich denke auch, dass Männer tendenziell mit sich selbst deutlich zufriedener sind als Frauen.
    Mir fällt da gerade der Mann vorm Spiegel ein, der sich (mit riesiger Wampe) im Spiegel anschaut und zufrieden "alles bestens" sagt.
    Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
    Christian Fürchtegott Gellert (1715-69)

  9. Avatar von cpeg
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    Moin,

    leider werden "richtiger Mann" und "richtige Frau" immer noch bewertet - und wenn sich das Mannsein mehr oder weniger in Richtung Frau verchiebt, dann gibt es Abzüge - nicht nur in der B-Note
    (In einem anderen Strang war das Thema "Mein Partner lackiert sich die Fußnägel - will er eine Frau sein?")
    Viele machen sich Sorgen um dem Fortbestand Deutschlands und Europas, wenn ein "ich verliebe mich in einen Menschen - nicht in ein Geschlecht" umgesetzt wird. "Wir sterben aus", ist ein Argument, das häufig genannt wird.
    Dabei tun wir (die Menschen) viel Schlimmeres, um früher oder später auszusterben.

    Wer nun bohrt oder einparkt ist eine Frage, die mich weniger interessiert, sondern eher die Gefühlsebene.

    Gruß
    cpeg
    Wir sind die, vor denen unsere Eltern uns immer gewarnt haben!

  10. Avatar von jofi2
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    AW: Männerrollen - Frauenrollen

    @rebellin
    So pauschal glaube ich das nicht.
    Ich kenne eine ganze Reihe von Männern mit geringem Selbstbewusstsein.
    Sie überspielen das in der Regel mit Rechthaberei, N außen getragener Selbstüberschätzung, Nicht besonders inhaltsreichem Redenschwingen, notfalls auch mit verbaler Aggressivität.......
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

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