+ Antworten
Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 71
  1. Inaktiver User

    Kuss Abscbhied vom starken Geschlecht

    Studie: "Alleinlebende in Deutschland" - Vergessene Männer - Leben - Süddeutsche.de

    Die Männer erkennen, dass Frauen sich positiv verändert haben, dass politisch und ökonomisch viel für Frauen getan wird. Sie respektieren das auch im Großen und Ganzen. Diese Veränderung hatte aber keine positiven Aspekte für Männer, heißt es in der Studie. Im Gegenteil: "Junge Männer sind heute nicht mehr nur in Bezug auf Berufswahl und Arbeitsmarkt verunsichert, sondern auch im Privaten haben sie alle Sicherheit verloren." Sie erkennen sich als vernachlässigt, zurückgedrängt, nicht mehr ernst genommen. "Die Männer leiden in ihrer subjektiven Befindlichkeit und fühlen sich in der Defensive: Die Frauen schreiben das Drehbuch", heißt es. So beutelt die jungen Männer heute die Angst, bald überflüssig zu werden. Das fügt sich ein in Diagnosen vom "Ende der Männer", wie es die amerikanische Soziologin Hanna Rosin formuliert hat.

    Wir haben gewonnen!

  2. Avatar von Wiesenblume
    Registriert seit
    23.08.2005
    Beiträge
    1.373

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Wir haben gewonnen!
    Guten Morgen Melissa,

    ich hoffe, ich habe den Sarkasmus einfach nur überlesen? Das meinst Du nicht ernst, oder? Ich bin in meinem beruflichen Umfeld von erschreckend vielen "verunsicherten" Männern umgeben, was den Umgang mit Frauen betrifft. Da wird sich schon im Vorfeld für einen Satz entschuldigt, der noch nicht einmal ausgesprochen ist, der aber theoretisch vielleicht eventuell ja von den Damen missverstanden werden könne.

    Gruselig.

    Die Männer wirken "kastriert" - das ist so abturnend und schade. Fast schon spürbar, dass sich nicht wenige Männer fast dafür entschuldigen wollen, als Mann auf die Welt gekommen zu sein.

    Warum können diese so beschriebenen Männer, auf die ich stoße, nicht mit erhobenem Haupte und stolz-behaarter Brust die Einstellung leben und verkörpern "ich bin ein Mann, und das ist auch gut so!" ?

    Diese weichen unsicheren stets politisch korrekten Burschis brauche ich als Frau nicht. Ich gebe zu, ich achte sie nicht.
    -was nicht den Umkehrschluss zulässt, dass aus denen dann Machoschweine und Frauenverhauer werden sollen. Aber eben einfach wieder "Männer" mit all ihren Ecken und Kanten und Verschrobenheiten und Eigenheiten.

  3. Inaktiver User

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Spaß am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. War ein Späßle meinerseits.

  4. Avatar von Wiesenblume
    Registriert seit
    23.08.2005
    Beiträge
    1.373

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Spaß am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. War ein Späßle meinerseits.
    Uff, Glück gehabt!

  5. Inaktiver User

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Spaß am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. War ein Späßle meinerseits.
    Schmeiß Deine Ausbildungsnachweise ins Klo, gebe Deine finanzielle Unabhängigkeit auf, heirate und beklatsche Deinen Mann, wenn er abends nach Hause kommt, für jeden Pups, den er den Tag über gelassen hat. Dann ist in Deiner kleinen Welt doch wieder alles in Ordnung.
    Ein kleines Spässle meinerseits.

  6. Inaktiver User

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen

    Gruselig.

    Die Männer wirken "kastriert" - das ist so abturnend und schade. Fast schon spürbar, dass sich nicht wenige Männer fast dafür entschuldigen wollen, als Mann auf die Welt gekommen zu sein.

    Warum können diese so beschriebenen Männer, auf die ich stoße, nicht mit erhobenem Haupte und stolz-behaarter Brust die Einstellung leben und verkörpern "ich bin ein Mann, und das ist auch gut so!" ?

    Diese weichen unsicheren stets politisch korrekten Burschis brauche ich als Frau nicht. Ich gebe zu, ich achte sie nicht.
    -was nicht den Umkehrschluss zulässt, dass aus denen dann Machoschweine und Frauenverhauer werden sollen. Aber eben einfach wieder "Männer" mit all ihren Ecken und Kanten und Verschrobenheiten und Eigenheiten.
    Wo lebst du denn? Das ist eine ganz ehrlich gemeinte Frage, da ich mich doch sehr wundere, was dir da für Männer begegnen...
    Da wo ich lebe habe ich ein Nachlassen von "Verschrobenheiten und Eigenheiten" weder bei Männlein noch Weiblein beobachten können.

    Ist das ein Trollstrang? Nichts für ungut, Meissa,es kann sein, daß ich mich täusche, denn entschuldige. aber das Eingansposting sieht mir sehr aus nach: Ich hol' schon mal Popcorn, gleich geht's hier rund.

    Aber enrsthaft: Ich mache mir mehr Sorgen angesichts weltweit zunehmender Gewalt gegen Frauen und Mädchen und angesichts der Ant-Political-Correctness Brigade, der es wohl lieber ist, daß wir inzwischen in einer (Medien etc) teilweise frauenverachtenden und pornifizierten Welt leben?

    Klar gibt es wie überall Auswüchse, aber die Neigung, das Konzept der Political Correctness (man nenne es dann alternativ wie man wolle) immer gleich zu diskreditieren finde ich ebenso nervig. Vielleicht weil es bedeutet, die eigenen Privilegien in Frage zu stellen und in manchen DIngen die Definitionshoheit aufzugeben? Aber das ist schon wieder OT, ich weiß.

    Also, ich kann keine armen, kastrierten Männer sehen. Und temporär verunsichert zu sein ist doch nichts, was Männern grundsätzlich erspart werden sollte, oder? Das erlebt doch jeder Mensch dann und wann und nur das Infragestellen von Bestehendem ermöglicht Veränderung.

  7. Avatar von Wiesenblume
    Registriert seit
    23.08.2005
    Beiträge
    1.373

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo lebst du denn?
    Mitten in Deutschland in einer Großstadt und arbeite in einem großen Unternehmen der Finanzbranche.

    Ein Beispiel: Es sind diese Sätze, die man(n) einfach aussprechen und so stehen lassen könnte, denen aber stets noch ein Schwall an Entschuldigungen und Erklärungen nachgeschoben werden. Wie mir scheint, aus Angst, dass das Gesagte nicht politisch korrekt sei und noch einer umfassenden Erläuterung bedürfe, damit man auch "richtig" ist in den Augen der Umstehenden.

    "Meine Frau nimmt Erziehungsurlaub ---minimale Sprechpause/an dieser Stelle könnte der Satz mMn enden--- also, wir haben ja auch geschaut, wie das wäre, wenn ich zuhause bliebe, wäre für mich ganz selbstverständlich, haben das alles ganz genau durchgerechnet und uns auch beraten lassen, wie sich das finanziell auswirkt, ich habe mich da durch die ganzen Info-Broschüren und durchs Netz gewühlt - aber es haut finanziell nicht hin. Dabei wäre ja so schön gewesen, die Zeit mit dem Kleinen zu haben, ist ja auch so wichtig, ich würde ihn so gerne begleiten, das ist ja heute ganz normal..."

    Weiteres Beispiel: ich (w) mit einem Kollegen (m) beim Mittagessen. Es ist Hochsommer, eine Kollegin passiert unseren Tisch, die einfach wunderbar aussieht mit ihren langen schlanken Beinen in einem wundervollen Sommerkleid. Einfach sehr sehr schön ausschaut.

    Kollege hebt an: "Mensch, hast Du Frau Müller eben gesehen? Die sieht wirklich... --- oh Wiesenblume bitte nicht falsch verstehen, also das ist jetzt nicht sexistisch gemeint, also, nicht dass Du denkst, dass das gemeint ist, ich meine das ganz neutral, also, es ist lediglich eine Feststellung, also , ähm--- ...die sieht richtig schön aus in dem Sommerkleid."

    Herrgott- das ist so anstrengend.

    Sorry, diese Männer sind für mich komplett kastriert und in einem permanenten Entschuldigungsmodus hängen geblieben.
    Das meinte ich mit meinen obigen Ausführungen.

  8. Inaktiver User

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen
    Mitten in Deutschland in einer Großstadt und arbeite in einem großen Unternehmen der Finanzbranche.
    Sehr spannend, Wiesenblume, deine Perspektive! Dann ist das ein kulturelles Ding. Ich bin beruflich oft in der City of London und arbeite dort mit Banken und anderen Unternehmen der Finanzbrache zusammen.
    Und ich kann nur sagen: Wer Männer mit Ecken und Kanten mag, der wird dort aufblühen.
    Die "traditionelle" Lad-Culture (inklusive dem manchmal haarstäubenden Sexismus) ist dort in voller Blüte. Da die meisten englischen Männer traditionell Entertainerqualitäten haben und auch sexistische Bemerkungen durchaus so humoristisch verpackt sind, daß sogar ich schon mal geschmunzelt habe, haben es Frauen in dieser Welt nicht immer leicht.
    Es gibt da verschiedene Schmerzgrenzen. Und Situationen, in denen das Verhalten mancher Männer mit Witzchen wirklich nichts mehr zu tun hat.

    Zitat Zitat von Wiesenblume Beitrag anzeigen
    Ein Beispiel: Es sind diese Sätze, die man(n) einfach aussprechen und so stehen lassen könnte, denen aber stets noch ein Schwall an Entschuldigungen und Erklärungen nachgeschoben werden. Wie mir scheint, aus Angst, dass das Gesagte nicht politisch korrekt sei und noch einer umfassenden Erläuterung bedürfe, damit man auch "richtig" ist in den Augen der Umstehenden.

    "Meine Frau nimmt Erziehungsurlaub ---minimale Sprechpause/an dieser Stelle könnte der Satz mMn enden--- also, wir haben ja auch geschaut, wie das wäre, wenn ich zuhause bliebe, wäre für mich ganz selbstverständlich, haben das alles ganz genau durchgerechnet und uns auch beraten lassen, wie sich das finanziell auswirkt, ich habe mich da durch die ganzen Info-Broschüren und durchs Netz gewühlt - aber es haut finanziell nicht hin. Dabei wäre ja so schön gewesen, die Zeit mit dem Kleinen zu haben, ist ja auch so wichtig, ich würde ihn so gerne begleiten, das ist ja heute ganz normal..."

    Weiteres Beispiel: ich (w) mit einem Kollegen (m) beim Mittagessen. Es ist Hochsommer, eine Kollegin passiert unseren Tisch, die einfach wunderbar aussieht mit ihren langen schlanken Beinen in einem wundervollen Sommerkleid. Einfach sehr sehr schön ausschaut.

    Kollege hebt an: "Mensch, hast Du Frau Müller eben gesehen? Die sieht wirklich... --- oh Wiesenblume bitte nicht falsch verstehen, also das ist jetzt nicht sexistisch gemeint, also, nicht dass Du denkst, dass das gemeint ist, ich meine das ganz neutral, also, es ist lediglich eine Feststellung, also , ähm--- ...die sieht richtig schön aus in dem Sommerkleid."


    Herrgott- das ist so anstrengend.

    Sorry, diese Männer sind für mich komplett kastriert und in einem permanenten Entschuldigungsmodus hängen geblieben.
    Das meinte ich mit meinen obigen Ausführungen.
    Klar kann man das so sehen.
    Und auch du erwähnst die Beine der Kollegin. OK, sie sind schön, klar. Und da ich nicht weiß, was dein Kollege eigentlich hätte sagen wollen kann ich das auch nicht so schlimm finden. Nur: Wie oft wird im Männer-Kontext auf körperliche Attribute verwiesen? Im gleichen Kontext, der Arbeitswelt, meine ich.

    Und im Beispiel mit der Elternzeit- Das ist ein ganz heikles Pflaster, gerade wenn es um das Thema Lebensplanung um Beruf/Kinderbetreuung geht, explodiert das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen, für jegliche Entschiedung. Ob sie so ausfällt oder anders. Da eiern aber Frauen genauso herum. Egal welche Haltung man zu diesem Thema hat, Gegenwind und Kritik sind vorprogrammiert.
    Geändert von Inaktiver User (18.07.2013 um 10:09 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Wo ist das Problem?
    Wenn ein Mann etwas sexistisches sagen möchte und merkt es rechtzeitig, dann ist es doch gut, wenn er verunsichert wird.
    Und dass Männer nun feststellen, dass es nicht einfach für sie ist, Erziehungsurlaub zu nehmen - richtig so. Sonst ändert sich nie was.

    Kastrierte Männer? Dass ich nicht lache.


  10. Registriert seit
    22.02.2007
    Beiträge
    3.571

    AW: Abscbhied vom starken Geschlecht

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Studie: "Alleinlebende in Deutschland" - Vergessene Männer - Leben - Süddeutsche.de

    Die Männer erkennen, dass Frauen sich positiv verändert haben, dass politisch und ökonomisch viel für Frauen getan wird. Sie respektieren das auch im Großen und Ganzen. Diese Veränderung hatte aber keine positiven Aspekte für Männer, heißt es in der Studie. Im Gegenteil: "Junge Männer sind heute nicht mehr nur in Bezug auf Berufswahl und Arbeitsmarkt verunsichert, sondern auch im Privaten haben sie alle Sicherheit verloren." Sie erkennen sich als vernachlässigt, zurückgedrängt, nicht mehr ernst genommen. "Die Männer leiden in ihrer subjektiven Befindlichkeit und fühlen sich in der Defensive: Die Frauen schreiben das Drehbuch", heißt es. So beutelt die jungen Männer heute die Angst, bald überflüssig zu werden. Das fügt sich ein in Diagnosen vom "Ende der Männer", wie es die amerikanische Soziologin Hanna Rosin formuliert hat.

    Wir haben gewonnen!
    Passend dazu die Aufforderung an das neue "starke Geschlecht":

    Karriereknick nach Babypause: Frauen in der Teilzeitfalle - SPIEGEL ONLINE

    Mehr arbeiten, weniger jammern!

    Ja, nun haben die Frauen gewonnen. Jetzt dürfen sie sich (auch) beruflich ausbeuten lassen.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

+ Antworten
Seite 1 von 8 123 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •