Das ist kein Frauenbild, das wäre eine notwendige, flankierende Maßnahme damit z.B. viel mehr an die Öffentlichkeit kommt, das sehe ich genau so. Und zwar aus allen Bereichen der Prostitution, dazu müsste man als weitere Maßnahme sofort einige Frauen in Sicherheit bringen und ihnen ein anderes Leben ermöglichen. Damit sie überhaupt in der Lage sind und die Freiheit haben, zu sprechen.
Das ist nett, dass ich meine Meinung behalten darf.Konstruktiv fände ich es wenn man nicht Dinge eindämmen will, die es eh nicht geben würde, würde man die Ursache beseitigen.Wir haben da wohl eine unterschiedliche Meinung bei der Herangehensweise. So wie Du Deine (zu recht) behalten möchtest, tue ich es mit meiner.
Ich sehe lieber verfügbare Kräfte gebündelt Menschenhandel bekämpfen als dort Kräfte abzuziehen um die Auswirkungen des verpassten bekämpfens des Menschenhandels zu unterdrücken.
Ist man bei ersterem erfolgreich passiert zweites von ganz alleine.
Ich würde deine gerne verstehen. Ich verstehe weder, was du als Ursache siehst, noch als Maßnahme und schon gar nicht, wo genau der Unterschied liegt. Ich verstehe den Sinn dieser, deiner Sätze nicht.
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Ergebnis 801 bis 810 von 866
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12.07.2013, 15:10
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
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12.07.2013, 15:22
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
wir halten also fest:
die Gesetze in Schweden und Norwegen zeitigen bereits kurzfristige Erfolge - denn selbstverständlich ist es nicht zu bestreiten, dass es einen gewissen Verdrängungseffekt gibt.
Zugleich fragen aber weniger männliche Bürger in Schweden Prostitution nach als früher - der Menschenhandel ist ebenfalls zurück gegangen.
Bzgl. Verdrängungseffekt: nun wird es die nächsten Jahrzehnten darum gehen, sich dafür einzusetzen, dass Zug um Zug ähnliche gesetzliche Regelungen einschl. entsprechender Begleitmaßnahmen in weiteren europäischen Ländern durchgesetzt werden.
Anders funktioniert Politik nun mal nicht.
Aber eines scheint mir klar zu sein: auch wenn in der fernen Zukunft in der ganzen europäischen Union die (männliche) Nachfrage nach Prostitution verboten sein wird (mit entsprechenden begleitenden Maßnahmen) und das System der Prostitution und des Menschenhandels im Kern kaum noch existent sein wird, dann wirst du noch immer von Verlagerung daherreden, dann wirst du mit China oder sonswas ankommen.
Wenns nach dir ginge, dann könnte man im Grunde überhaupt keine Gesetze mehr beschließen und politische Entscheidungen in einer Gesellschaft treffen - egal um was es geht.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Daniel Kahneman
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12.07.2013, 15:23
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Die Ursache sehe ich bei der Ursache :).
Wie entsteht Zwangsprostitution? Indem sich Menschen in einer Notlage befinden die von anderen ausgenutzt wird. In dieser Richtung ist der Ansatzpunkt für mich. Diese Zwangslagen einzudämmen.
Ich glaube zwar nicht das der Menschenhandel dadurch komplett aufhört aber die Menschenhändler müssen sich mehr einfallen lassen und fliegen dadurch hoffentlich schneller auf.
Das bedingt natürlich das nicht nur ein Land mit macht sondern viele. Ohne gute Netzwerke wird es nicht funktionieren. Aber das ist beim Thema Prostitution dann generell so. Wie gesagt, in Schweden hat es sich nur verlagert. Das kann es auch nicht sein.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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(c) ASP
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12.07.2013, 15:26
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Viele Menschen werden immer in Notlagen stecken.
Das ist jedoch nicht die Ursache für die Nachfrage. Der einzelne Freier nimmt bereitwillig hin, dass er persönlich diese Notlage von einzelnen aussnutzt und das System damit massiv unterstützt.
Unter Ursachenforschung verstehe ich was anderes.
Es erklärt auch nicht die Ursache, warum Frauen sich erniedrigen lassen und da rein rutschen, das ist bei weitem nicht bei allen Frauen der Fall, die in Notlagen stecken. Das System funktioniert, da in weiten Teilen der Welt Frauen keinen Zugang zu Rechten, selbstbestimmten Leben, Bildung und Unabhängigkeit haben.
Wirtschaftsförderung: ohne mich. Frauenrechte & Bildung zuerst.Geändert von _Farmelli (12.07.2013 um 15:31 Uhr) Grund: tipper
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12.07.2013, 15:27
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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12.07.2013, 15:33
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
WELCHE Erfolge? Das man es nicht mehr sieht ist kein Erfolg.
Der Menschenhandel nach Schweden, ja. In anderen Ländern (inkl. Deutschland) ist er gestiegen. Zufall?Zugleich fragen aber weniger männliche Bürger in Schweden Prostitution nach als früher - der Menschenhandel ist ebenfalls zurück gegangen.
Zumal... woher weißt Du das mit dem nachfragen? Natürlich wird keiner so bescheuert sein und in TV Kameras nach einer Straftat fragen. Aber daraus kann ich nur sehen das es nicht mehr zu sehen ist. Nicht das es nicht da ist.
Und DA setzen meine Zweifel an. Menschenhandel mögen die wenigsten Länder. Bei Prostitution ist es nicht so klar. Verschiedene Moralvorstellungen eben. Aber Du erklärst anderen Ländern bestimmt welche ganz und gar richtig ist :).Bzgl. Verdrängungseffekt: nun wird es die nächsten Jahrzehnten darum gehen, sich dafür einzusetzen, dass Zug um Zug ähnliche gesetzliche Regelungen einschl. entsprechender Begleitmaßnahmen in weiteren europäischen Ländern durchgesetzt werden.
Anders funktioniert Politik nun mal nicht.
Lass diese Polemik stecken, ich würde mich wundern wenn Du es nicht besser weißt :).Aber eines scheint mir klar zu sein: auch wenn in der fernen Zukunft in der ganzen europäischen Union die (männliche) Nachfrage nach Prostitution verboten sein wird (mit entsprechenden begleitenden Maßnahmen) und das System der Prostitution und des Menschenhandels im Kern kaum noch existent sein wird, dann wirst du noch immer von Verlagerung daherreden, dann wirst du mit China oder sonswas ankommen.
Wenns nach dir ginge, dann könnte man im Grunde überhaupt keine Gesetze mehr beschließen und politische Entscheidungen in einer Gesellschaft treffen - egal um was es geht.
Aber eins stimmt... wenn sich Menschenhandel spürbar NOCH mehr nach China verlagert, werde ich das ansprechen. Warum auch nicht?Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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12.07.2013, 15:39
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Leider *sfz*. Aber ein Sozialstaat der sich als solcher ernst nimmt, könnte einiges davon auffangen. Könnte *grml*.
Stimmt. Aber die Nachfrage wird doch irrelevant, wenn es eh kein Angebot gibt, oder?Das ist jedoch nicht die Ursache für die Nachfrage.
Das ist mit sicherheit eine der Ursachen. Eine von mehreren.Es erklärt auch nicht die Ursache, warum Frauen sich erniedrigen lassen und da rein rutschen, das ist bei weitem nicht bei allen Frauen der Fall, die in Notlagen stecken. Das System funktioniert, da in weiten Teilen der Welt Frauen keinen Zugang zu Rechten, selbstbestimmten Leben, Bildung und Unabhängigkeit haben.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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12.07.2013, 15:40
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12.07.2013, 15:47
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Hungersnot, Obdachverlust, Drogensucht usw... da gibt es sicher einiges. Das wäre ein Punkt mit den Prostituierten selbst zu sprechen. Ich glaube das man sowas von außen nur schwer ganz nachvollziehen kann.
Dagegen angehen mit Hilfe. Je nach Notlage. Vor einigen Seiten las ich wie schwer es ist alleine eine Krankenversicherung zu bekommen. Das darf nicht sein. Die Schwelle Hilfe (die auch WIRKLICH) hilft in Anspruch nehmen zu können, muss niedrig sein.
Aber ich bin kein Experte... genaueres müsste man dann ausarbeiten. Der Ist-Zustand funktioniert jedenfalls nicht, das sieht man ja.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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12.07.2013, 15:54
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Hast du mal jemanden aus einem zweite/dritte Welt land versucht zu erklären was eine Krankenversicherung ist?
Selbst ein US Amerikaner schaut dich wirr an.
Das erste was du zu hören bekommen würdest ist, falls denn jemand das deutsche System der Krankenversicherung verstünde: das ist schrott, weil es für selbständige 200-400 € im Monat mehr Abgabe bedeutet.
Du denkst wie ein Deutscher, der mit den arbeitsrecht hier aufgewachsen ist. Das ist ja gut nachvollziehbar
es ist nur meilen von der Wirklichkeit von jemanden, der die dt. Sprache nicht spricht und keine Ahnung vom System hat entfernt.



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