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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Das ist ja der Supergau (für Männer). Ich bin da bei Vox.

    Was Gendertechnisch in den Köpfen herumsaust benötigt dann doch manchmal ernsthaft ein Bierchen, um es überhaupt lesen zu können. Gottseidank ist auch gerade die Zeit dazu. Will noch jemand eins?


    Sowohl der Satz oben, als auch der von Lauterbach sind beides die männerverachtensten Grundsätze, die ich jemals gehört habe.
    *Prost* Farmelli!

  2. Inaktiver User

    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Wie ich schon mal angedeutet habe:
    das "ideologische Bollwerk", welches das System der Prostitution auch ermöglicht, sollte man nicht unterschätzen; und ebenso: der Widerstand aller, die vom System der Prostitution profitieren, und sich also mit Händen und Füßen gegen jede Einschränkung dieses Systems wehren, wird in Deutschland besonders hartnäckig sein.
    Die Umsetzung der EU-Richtlinie war eine Chance gegen das System Menschenhandel vorzugehen. Und wie es aussieht möchte unsere Bundesregierung das nicht.
    Menschenhandel beinhaltet neben der sexuellen Ausbeutung auch die Ausbeutung von Arbeitskraft. Und letzteres ist noch ein traurigeres Kapitel.

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ist manchmal nur eine der Frage der Definition.
    Julian Assange wird seit Monaten von der schwedischen Justiz als Vergewaltiger gesucht, weil er mit zwei Frauen einvernehmlichen Sex ohne Kondome hatte.
    Stimmt die Geschichte ueberhaupt? Ich dachte bisher immer, das sei so ein konstruierter Fall, um den Mann irgendwie ins Land zu kriegen und dann postwendend bei den Amis abzuliefern, weils gut fuer die diplomatischen Beziehungen ist. (Gehoert aber an sich nicht hier her.)

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Von daher denkt wahrscheinlich noch die gesamte regierende Generation so, da sie mit dem Glauben aufgewachsen sind, dass es irgendeinen Anspruch auf Sex gäbe, der gesamtgesellschaftlich einzulösen sei.
    Das denken auch juengere Generationen. Zumindest glauben viele, dass sie Sex zum Leben so dringend benoetigen wie Sauerstoff, Wasser und Nahrung.

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    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Sowohl der Satz oben, als auch der von Lauterbach sind beides die männerverachtensten Grundsätze, die ich jemals gehört habe.
    Ich hätte den Satz vielleicht lassen sollen. Er sollte nur aussagen, dass fast jeder Mann theoretisch dazu in der Lage ist.
    Und ich unterstreiche die These von Lauterbach auch nicht, finde aber auch nicht, dass man von diesem Satz nun irgendwas ableiten kann.

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    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Sowohl der Satz oben, als auch der von Lauterbach sind beides die männerverachtensten Grundsätze, die ich jemals gehört habe.
    Der erste stammt ja auch von der unsäglichen Alice Schwarzer:

    1975 erschien Schwarzers Streitschrift "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen". Kurz gefasst steht darin, dass der übliche Sex zwischen Mann und Frau im Kern eine Vergewaltigung der Frau durch den Mann sei. Jeder Mann sei ein potenzieller Vergewaltiger, jede Frau ein potenzielles Opfer.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

  6. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ich hätte den Satz vielleicht lassen sollen. Er sollte nur aussagen, dass fast jeder Mann theoretisch dazu in der Lage ist.
    Heikel. Dann könnte man auch sagen, dass jede Frau eine potentielle Kindsmörderin ist aus dem einfachen Grund, dass sie die Möglichkeit hat. Das ist richtig, aber gleichzeitig auch falsch.
    "Nur" weil ein Mann in der Regel körperlich überlegen ist, ist er in der Praxis doch kein potentieller Vergewaltiger. Dazu gehört weit mehr, was sich eindeutig im Kopf abspielt.
    Ich finde es schon wichtig, das zu thematisieren, da dieses Argument so häufig angebracht wird. Gerade von den Prostitutions-Befürwortern - die gar nicht merken, dass genau dieses Argument für ein Verbot spricht.

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Richtig süß wurde ja der Lauterbach, als er meinte, "nicht so gut aussehende Männer mit schlechtem Selbstbewusstsein bräuchten Prostitution"...wunderbare Rechtfertigung vor seinen Ausführungen über die Whirlpoole in Puffs in denen er Sekt mit willigen Mädels getrunken hat. Er ist natürlich nicht gutaussehend, und hat schlechtes Selbstbewusstsein...jaja...
    Der wird mir immer unsympathischer.

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    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Naja, die Annahme hat vor dem historischen Hintergrund Sinn gemacht, als es die weibliche Ehepflicht war für Sex zur Verfügung zu stehen. Vergewaltigung in der Ehe gab es bis 1997 nicht, es war weibliche Pflicht das zu tun, auch wenn du nicht wolltest.

    Von daher denkt wahrscheinlich noch die gesamte regierende Generation so, da sie mit dem Glauben aufgewachsen sind, dass es irgendeinen Anspruch auf Sex gäbe, der gesamtgesellschaftlich einzulösen sei.

    Anders kann ich mir solche gesellschaftliche Missstände und die dazugehörige Akzeptanz von beiden Geschlechtern nicht erklären.

    Die einen sind froh, dass sie nicht herhalten müssen.
    Die anderen können sich auslassen.
    Erklären kann ich mir es auch nicht bis ins letzte.

    Eines aber habe ich gelesen, oder im TV gesehen (ich weiß aber die Quellen alle leider nicht mehr,
    folgendes ist aus dem Gedächtnis, weil ich mir mal ein Bild machen wollte):

    In sogenannten "Primitivkulturen" ("Naturvölker") ist Prostitution sehr selten
    und verpönt, und wird bestraft (alle Beteiligten).
    Ebenso Vergewaltigung...führt zu schlimmen Strafen (auch Todesstrafe).

    Üblich dagegen ist häufig serielle Monogamie oder die Vielehe im Patriarchat.

    Daneben gibt es noch das Matriarchat, aber seltener.
    Männer werden zwar nicht gewaltsam unterdrückt,
    aber über... z.B. Vererbung von Rang und Eigentum nur über die mütterliche
    Linie an Töchter... in die Nebenrolle des abhängigen Arbeiters, sexuellen Wesens (entsprechend stylen sich dort die Männer mehr als die Frauen!)und Kindserzeuger.
    Hier gibt es auch, aber sehr selten, Vielehe (Frau heiratet mehrere Männer).

    ~~~

    Aber noch mal zu hier und heute:

    Ich finde den Feminismus wichtig und richtig.
    Farmelli, vielleicht bist Du Soziologin.

    Mir fällt auf, daß da das Hauptaugenmerk auf die vielleicht letzten 100 Jahre gelegt wird.

    Aber: Seit der Antike hat es Phasen gegeben, da war die Frau mal sehr unterdrückt,
    mal war sie *relativ* gleichberechtigt.

    Und ich bin da Recht sicher, daß Menschen (auch Männer im Matriarchat) in unterdrückten Phasen,
    Mittelchen und Wege finden und gefunden haben, sich IM KLEINEN zu wehren
    (auch hinterlistig, raffiniert, intrigant, Fäden spinnend, die Gesundheit des Peinigers
    zerstörend - eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten halt).

    Aber Farmelli, ich verstehe natürlich auch Dein Anliegen.
    Es soll mal klare gesellschaftliche und gesetzliche Regeln geben im Hier und Heute.

  9. gesperrt

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    Zitat Zitat von vox123 Beitrag anzeigen
    Farmelli, vielleicht bist Du Soziologin.
    Ich? Nein gar nicht ich bin astreine Technokratin. Ich mag Mathematik und Code.

    Wenn da etwas ist, was offensichtlich nicht geändert werden will, habe ich weder Lust mir das historisch anzuschauen noch soziologisch. Die Gleichung sagt einfach nur: Man will das nicht ändern. Dass heißt, jemand zieht seinen Nutzen daraus, im hier und jetzt. Und zwar so viel Nutzen, dass Menschenhandel gesellschaftlich toleriert wird. Von uns allen.

    Was hinter dem Gleichzeichen rauskommt, ist unterste Kanone.

    Und ich bin da Recht sicher, daß Menschen (auch Männer im Matriarchat) in unterdrückten Phasen,
    Mittelchen und Wege finden und gefunden haben, sich IM KLEINEN zu wehren
    (auch hinterlistig, raffiniert, intrigant, Fäden spinnend, die Gesundheit des Peinigers
    zerstörend - eben im Rahmen ihrer Möglichkeiten halt).
    Da du mich angesprochen hast, antworte ich gerne persönlich. Ich mache um Frauen, die die obigen Eigenschaften aufweisen inzwischen einen großen Bogen, weil ich sie mit meinem recht technokratisch geprägten Gehirn weder verstehe, noch Intrigien, Rumschwurbelei oder schwammiges Ausdrücken für den Vorteil des Rumeierns oder manipulierens unterstütze und bei vielen Freundinnen die Scherben, die dadurch entstehen beobachtet habe, was mir teils ernsthaft weh tat.

    Kurzum: ich möchte in keinem Land leben in dem Menschhandel und Sexkauf in jeder Stadt akzeptiert ist und zum alltäglichen Usus gehört. Mir sind einige Dinge peinlich hier in D. Aber dieser Fakt ist widerlich und menschenverachtend in den Ausmaßen.

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    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Die Gleichung sagt einfach nur: Man will das nicht ändern. Dass heißt, jemand zieht seinen Nutzen daraus, im hier und jetzt. Und zwar so viel Nutzen, dass Menschenhandel gesellschaftlich toleriert wird. Von uns allen.
    wenn dem so sein sollte (was ich nicht glaube), stellt sich die frage wer auf politischer ebene seinen nutzen daraus ziehen sollte?

    ich denke eher dass die sache entweder keinen fokus genießt, auf regierungsebene vieles anderes im moment viel mehr fokus hat (und es ist wohl recht offensichtlich was dies die letzen jahre recht war) od. hier eine bewußte entscheidung getroffen wurde, deren gründe wir aber nie erfahren werden od. sollen.

    es wären viele entscheidungen bei dem thema möglich gewesen. genauso wie entscheidungen gründe haben, haben meistens auch nicht-entscheidungen gründe, dann hald meist weniger bewußte, angst vor systemveränderungen, keine zeit sich dem thema überhaupt ausreichend zu widmen, etc....
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

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