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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen
    2. warum soll kleinen jungen (in schweden od. vielleicht bald auch anderswo) in der schule beigebracht werden dass der kauf von sex gegen geld unmoralisch u. menschenverachtend ist, während kleinen mädchen nicht gesagt werden soll dass der verkauf von sex gegen geld dies ist? (so verstehe ich zumindest die formulierung der schwedischen lösung).
    Entsprechend der Kvinnofrid-Ideologie kann das Angebot von Sex gegen Geld überhaupt nur dann zustandekommen, wenn eine Zwangssituation vorliegt. Diese - im Allgemeinen letztlich durch Männer herbeigeführt - ist wiederum unmoralisch u. menschenverachtend, nicht aber das aus ihr unter dem Zwang resultierende Angebot von Sex gegen Geld.

    Man könnte den jungen Frauen also allenfalls mitgeben: Wann immer sie die Idee entwickeln sollten, Sex gegen Geld anzubieten, dann sollten sie bereits ein Augenmerk darauf haben, was in dem Fall die Zwangssituation und ihre Urheber sein könnten und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten oder einfordern.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schlimmer, gesellschaftlich aber durchaus akzeptiert, wenn auch mitunter mit schiefen Blicken quittiert, finde ich Ehen zwischen 70jährigen Milliardären und 30-jährigen Frauen. Warum schlimmer? Weil der alte Sack einem den ganzen Tag auf den Keks geht, um es etwas leger zu formulieren. Weil er nicht nur für eine halbe Stunde, für zwei Stunden oder eine Nacht bezahlt, sondern die Frau mit Haut und Haaren kauft.
    Aber er hat die Dame doch nicht auf dem Sklavenmarkt ersteigert sondern sie hat aus freien Stuecken eingewilligt. Er bekommt einen schoenen jungen Koerper und sie ein luxurioeses Leben. Ein fairer Tausch und auch wenn er schon relativ runzlig aussieht kann er ja trotzdem charmant und nett sein.

    Dafür Geld zu verlangen bedeutet nicht Unfreiwilligkeit.
    Ich haette lieber schreiben sollen "nicht um seiner selbst willen" aber das klingt so pathetisch.

    hm, ja, schlechte psychohygiene. arme frau...
    Ich glaube, das ist eher normal, dass die so denkt. Sie erzaehlte mir auch, dass sie selbst und alle ihre Kolleginnen irgendwelche Drogen genommen haben, weil sie sonst die ganzen nacken Maennerkoerper nicht ertragen haetten. Kann ich sogar gut nachvollziehen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das tut man letzlich auch, wenn man als Angestellter in einem handwerklichen Beruf arbeitet. Auch ein Model "verkauft" oder besser vermietet (da zeitgebunden) seinen Körper an den Fotografen ...
    Das kann man doch nicht vergleichen. Bei der Arbeit verkaufe ich meine Zeit und mache eine Weile das, was andere wollen. Ich muss aber nicht mit meinem Chef intim werden und dann auch noch so tun, als faende ich das schoen.

  3. Inaktiver User

    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen

    wenn man die inhalte der beiträge liest, dann erkennt man leider auch dass es den verfechtern des schwedischen gesetztes, nach eigenen aussagen selbiger, vorrangig darum gegangen ist die straßenprostitution in den großen städten weg zu bekommen. kleinere städte, ländliche gebiete u. der nicht öffentliche raum werden nicht genannt u. ich fürchte die "guten" erfolgszahlen beziehen sich dann auch nur auf die anvisierten gebiete. mich würde es nicht wundern wenn die prostitution dort am ende kaum zurückgegangen wäre, sondern sich lediglich aus den augen deren entzogen hat die sie vorher gesehen haben.
    Die zunehmende Schwierigkeit, eine valide Datenbasis zu erhalten (in dem Metier problematisch genug) ist nicht neu und seit längerem beklagt. Aber das hatten wir vor einem Jahr auch hier schon durchgekaut. Siehe z.B. hier.

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Man könnte den jungen Frauen also allenfalls mitgeben: Wann immer sie die Idee entwickeln sollten, Sex gegen Geld anzubieten, dann sollten sie bereits ein Augenmerk darauf haben, was in dem Fall die Zwangssituation und ihre Urheber sein könnten und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten oder einfordern.
    vielleicht, aber im moment sehe ich das beim schwedischen modell eig. nicht.
    hier geht es angeblich darum männer zu erziehen.... gut, soll so sein.
    im zuge der gleichtberechtigungsdiskussion könnte der schuß aber auch nach hinten los gehen. männer sollen angeblich mehr respekt vor frauen lernen (ob der wirklich so sehr fehlt lassen wir dabei mal dahingestellt) u. das mittel dazu soll sein dass ihre beteiligung an einer sexuellen handlung gegen geld unter strafe gestellt wird, während die beteiligung der anderen partei (der frau) als völlig legtim gestellt wird.
    ist es also legitim das erwünschte ziel (mehr respekt vor frauen) durch eine ungleichbehandlung der geschlechter zu erkaufen od. gehen wir da grade einen weg der uns von der gleichberechtigung am ende sogar entfernen wird?

    wie sieht es denn eig. aus wenn der freier weiblich ist u. die(der) prostitutierte männlich? ist die lage dann gleich od. darf der "handel" in dem fall offiziell erfolgen? u. bitte nicht wieder die antwort "das betrifft doch kaum jemand"...

    ich orte im schwedischen gesetz zwar einen nachvollziehbaren wunsch nach einschränkung od. abschaffung der prostitution, aber in der wahl der mittel einen fehlgriff mit problematischer signalwirkung.
    das beispiel mit drogenhandel macht es vielleicht etwas offensichtlicher, hier würde doch auch niemand auf die idee kommen zu behaupten der handel mit drogen wäre legitim aber der konsum nicht. beides ist verboten u. die logik nachvollziehbar. in dem punkt differiert das modell bei der prostitution jedoch, hier wird argumentiert dass das anbieten selbiger durch die prostitutierten legitim wäre, bei gleichzeitiger behauptung gegen prostitution zu sein. die beiden aussagen beißen sich für mich leider. wie kann ich gegen etwas sein u. gleichzeitig dafür (solange es nur eine seite macht)?
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Ich haette lieber schreiben sollen "nicht um seiner selbst willen" aber das klingt so pathetisch.
    ja, klingt es. wenn mich einer nächtens in der discothek anspricht, so gewiss deshalb, weil ich ein ungeheuer faszinierendes, sinnliches geschöpf bin, auch und gerade im unnahbarkeits-modus. geschieht das "um meiner selbst willen"? wohl kaum. da will wer ein bedürfnis erfüllen. seines. sei es das danach, sich zu schmücken, seiner frau zuhause seine unabhängigkeit zu beweisen... einerlei. wenn zwei mit identischer bedürfnislage aufeinandertreffen, mag das nett sein, liebe ist es nicht - und unbedingt erforderlich ebensowenig.
    es ist nicht sinnvoll, prostitution gegen eine auf dauer angelegte nahbeziehung auszuspielen.

    Ich glaube, das ist eher normal, dass die so denkt. Sie erzaehlte mir auch, dass sie selbst und alle ihre Kolleginnen irgendwelche Drogen genommen haben, weil sie sonst die ganzen nacken Maennerkoerper nicht ertragen haetten. Kann ich sogar gut nachvollziehen.
    ach... ich kann nachvollziehen, dass einen bisweilen selbstbestrafungsgelüste überkommen. so geht das aber nicht. man trägt als mensch verantwortung sich selbst und mit seinem interaktionsverhalten auch anderen gegenüber. wenn man diese innerhalb eines bestimmten rahmens nicht verwirklichen kann, muss man den rahmen wechseln oder ganz aus dem leben scheiden. abstumpfung oder härte sind keine option.
    im übrigen denke ich, du denkst zu materiell. wen sollten bloße körper belästigen?

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen
    ist es also legitim das erwünschte ziel (mehr respekt vor frauen) durch eine ungleichbehandlung der geschlechter zu erkaufen od. gehen wir da grade einen weg der uns von der gleichberechtigung am ende sogar entfernen wird?

    wie sieht es denn eig. aus wenn der freier weiblich ist u. die(der) prostitutierte männlich? ist die lage dann gleich od. darf der "handel" in dem fall offiziell erfolgen? u. bitte nicht wieder die antwort "das betrifft doch kaum jemand"...
    Nun, "Kvinnofrid" bedeutet ja (in etwa) "Frauenfrieden" und nicht etwa "Geschlechterfrieden". Dem schwedischen Modell liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Frauen immer unter einem Zwang stehen, wenn sie Sex gegen Geld anbieten, Männer jedoch so gut wie nie. Deshalb bedeutet das schwedischen Modell auch keine Ungleichbehandlung.
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    wenn mich einer nächtens in der discothek anspricht, so gewiss deshalb, weil ich ein ungeheuer faszinierendes, sinnliches geschöpf bin, auch und gerade im unnahbarkeits-modus. geschieht das "um meiner selbst willen"? wohl kaum. da will wer ein bedürfnis erfüllen. seines.
    Das wäre dann doch aber immer so, wenn zwei sich kennenlernen, oder nicht?
    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    sei es das danach, sich zu schmücken, seiner frau zuhause seine unabhängigkeit zu beweisen... einerlei.
    Ab und zu werden Dich doch aber auch Singles ansprechen.
    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    wenn zwei mit identischer bedürfnislage aufeinandertreffen, mag das nett sein, liebe ist es nicht - und unbedingt erforderlich ebensowenig.
    Das ist auch normal, wenn zwei sich kennenlernen, Liebe auf den ersten Blick ist selten.
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    Zitat Zitat von Alaska Beitrag anzeigen
    Das wäre dann doch aber immer so, wenn zwei sich kennenlernen, oder nicht?
    meine rede. nicht hier konstituiert sich ein wesentlicher unterschied.

    Ab und zu werden Dich doch aber auch Singles ansprechen.
    erwartest du von mir eine zuverlässige datenerhebung, die dann doch nicht repräsentativ wäre?
    möglicherweise. in der regel hole ich mir das kompliment ab, sage artig "danke" und absentiere mich. ich mag auch von singles nur ungern angesprochen werden anlässlich meiner tänzerischen aktivitäten. und die antwort "nichts gutes, doch würde sie es nie erfahren." auf die frage "was würde deine freundin dazu sagen?" - lässt doch auf eine charakterschwäche schließen, der man sich nicht noch im privatleben ständig aussetzen will.
    Geändert von meta_serif (15.06.2013 um 12:03 Uhr)

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von meta_serif Beitrag anzeigen
    ich mag auch von singles nur ungern angesprochen werden anlässlich meiner tänzerischen aktivitäten.
    Da könnte sich dann ein Unterschied natürlich auswirken: Wenn Du beispielsweise als GoGo-Tänzerin in der Diskothek auftrittst, dann könnte ein Zuschauer - Single hin oder her - sich denken: "Wow, das ist ja richtig geil, was die da macht. Aber ein GoGo-Girl als Freundin ... hm, das dann doch lieber nicht." Wenn er so denkt und Dich trotzdem ansprechen würde in einer Pause, dann wäre eigentlich ziemlich klar, dass er das eher weniger "um Deiner selbst willen" tut oder zumindest die Chancen eher gering sind, dass ein Paar im üblichen Sinn aus Euch wird.

    Wenn Du da aber einfach so in einer Diskothek auf der Tanzfläche unter allen anderen der heisse Feger bist und er denkt: "Wow, die ist ja richtig scharf ..." und Dich anspricht, dann ist im Grunde alles offen, was Eure Zukunft angeht. Genauso Dein Outfit und Auftreten: Wenn er irgendwie errät, erkennt oder auch nur vermutet, dass Du Dein Geld mit Prostitution verdienst, und wenn er Dich dann anspricht, dann ist die Chance geringer, dass er das "um Deiner selbst willen" tut.
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    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Ansonsten ja die Eltern, nur gehen 20% der Männer in den Puff, ich denke mal die werden ihre Kinder nicht dazu erziehen das nicht zu tun. Bleibt leider ganz real nur die Frau...wieder.
    Ich weiß ja nicht ob das auch irgendwie etwas zu kurz greift. Kann ein Vater oder eine Mutter überhaupt einen Jungen dazu erziehen nicht in den Puff zu gehen? Man kann allenfalls bestimmte Werte vermitteln. Was dann daraus gemacht wird ist doch noch etwas völlig anderes.

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