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14.06.2013, 09:01
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
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Werde, die du bist

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14.06.2013, 09:13
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Mal aus der anderen Sicht zu dem Film, sehr lesenswert und pragmatisch.
Wir sind der Alptraum aller sittsamen Journalistinnen und Journalisten, vieler Feministinnen, Kriminelle in den Augen vieler Staaten dieser Welt, wo korrupte Polizisten genauso ungestraft davonkommen wie Vergewaltiger und Mörder von Huren, weil es eben “nur” Huren sind.
Genauso denkt wohl auch der Betreiber(...) sondern auch jetzt empört die Frage abweist, ob er sich seine Kinder als Prostituierte vorstellen könnte. Da er es ja am besten weiss, was unter seinem Dach abgeht und auch die persönlichen Geschichten vieler Huren kennt, wird er wohl Gründe für diese Einschätzung haben. Und das muss noch nicht einmal Bigotterie sein. Es ist die soziale Bewertung und eine Hure – ob High Class oder Liebesdienerin genannt – steht ganz unten auf der gesellschaftlichen Rangliste, Akademiker, die Bomben bauen und Politiker, die sie verscherbeln eben ganz oben.
Wenn sich eine Journalistin über die Verhältnisse beklagt, dann wäre es doch sinnvoll, mal das grosse Ganze in Augenschein zu nehmen. Und das bedeutet, dass es doch teils frühkapitalistische Zustände sind, unter denen Sexarbeiterinnen werkeln. Dies beziehe ich nicht auf das Bordell, sondern auf die Position der Prostituierten in der Gesellschaft insgesamt. (...)
Forderung:
Betreiber, Geschäftsführer von Betrieben müssen einen einwandfreien Leumund besitzen, dürfen wegen schwerer Straftaten nicht vorbestraft sein. Ähnlich wie ein Hotelier, Ehe- oder Reisevermittler, wird er auf seine Zuverlässigkeit geprüft.
Wenn schon angestellt: Arbeitgebersorgfalt (Nie ohne Helm…)
(...)
Es muss also über Strukturen nachgedacht werden, wo glasklar sichergestellt ist, dass Frauen ihre Dienstleistungen, Arbeitszeiten selber festlegen und gegenüber den Gästen durchsetzen können.
Kaum ein Kunde mag sogenannte Professionelle und spielt sie, wie man häufig in Foren lesen kann, gegen Hobbyhuren und Frauen, die es angeblich “nur zum Spass” machen, aus. In die gleiche Diktion fallen Dienstleisterinnen, die ihre Services mit Geld bezahlen lassen, aber sich einen Mehrgewinn aus der Hobbyschiene versprechen; auch um dem Stigma oder Steuer zu entkommen.
Zwischen Bild und Emma: der ARD nordet sich ein | Kaufmich.com BlogGeändert von _Farmelli (14.06.2013 um 09:18 Uhr)
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14.06.2013, 09:42Inaktiver User
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14.06.2013, 09:54
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14.06.2013, 10:07Inaktiver User
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14.06.2013, 10:17
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Wenn man in den von fourthhand verlinkten Foren liest (ich bin ja auch mal auf so ein Forum gestoßen), dann wird einem schlecht. Von Respekt für Frauen sind die wirklich nicht geprägt. Wenn das die Männerwelt ist, dann geh ich ins Kloster.
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
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14.06.2013, 10:21Inaktiver User
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14.06.2013, 10:26Inaktiver User
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Dann mach jetzt noch ein zweimonatiges Praktikum in einem Frauenhaus und Du bist mit der Männerwelt durch.
Im Ernst, man bzw. frau muss sich unbedingt vor Augen halten, dass das "nur" ein Ausschnitt der Welt ist. Sonst will man echt mit Männern nichts mehr zu tun haben.
Aber es ist genauso wichtig zu wissen, dass es das gibt.
Und nochwas: Das sind eben genau die Männer mit denen Prostituierte Tag für Tag zu tun haben.
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14.06.2013, 10:29Inaktiver User
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14.06.2013, 10:30
AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)
Neben Rostock ist Berlin ein Sonderfall in Deutschland - es existiert allerdings keine offizielle sogenannte Sperrgebietsverordnung.
Gleichwohl kann man durchaus von einer existierenden inoffiziellen Regelung sprechen.
Im Rahmen des sogenannten Quartiersmanagements arbeiten in Berlin Bezirke, Initaitiven, Streetworker und Polizei kontinuierlich zusammen, um "das Ganze einzudämmen", wie es in einer vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg in Auftrag gegebenen Studie der TU Berlin mit dem Namen 'Nachbarschaften und Straßen-Prostitution', heißt.
Weiterhin heißt es dort bspw. auf den Seiten 16-19, dass versucht wird "... die Anbahnung an bestimmten Orten und die Ausübung der Prostitution in der Öffentlichkeit zu behindern und einzudämmen oder zu verhindern."
Dazu weiter: "dies ist bereits durch Reduzierung der Räume für die Straßenprostitution geschehen, zum Beispiel durch Sperrung von Straßen ...".
Speziell für die Kurfürstenstrasse mit dem sogenannten Babystrich ist (mit der Polizei zusammen) die "Fachgruppe Kurfürsten" eingerichtet worden.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass in Berlin durch Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses sogenannte "kriminalitätsbelastete Orte" festgelegt sind, wo die Polizei 'ausgeweitete' Rechte erhält - dadurch werden die Eingriffsrechte der Polizei erweitert und sie hat das Recht grundsätzlich ALLE Personen, die sich an diesen Orten aufhalten, nach Personalien zu befragen und zu durchsuchen, ohne dass ein besonderer Verdachtsmoment vorliegt - eben auch in der Kurfürstenstrasse mit dem Babystrich.
Unter dem Strich kann man in Berlin durchaus von einer existierenden faktischen Sperrgebietsverordnung sprechen, die im Grunde auf das gleiche hinausläuft, als wenn es eine offizielle Regelung geben würde.
Diese Bemerkung von dir suggeriert ja aufs neue, dass ein Großteil der Prostituierten ihre Tätigkeit zum einen aus freien Stücken tut, und zum anderen suggerierst du damit, dass es in Berlin für den Großteil der Prostituerten eine Abhängigkeit von Zuhältern und Menschenhändlern nicht geben würde.Weshalb in Berlin schon immer ein Großteil der Prostituierten in die eigene Tasche wirtschaften, d.h. ihr Geld für sich haben.
Gerade angesichts der Situation in Berlin ist diese Aussage von dir im Grunde ungeheuerlich.
Konsequent und geradezu mit System verniedlichst du die Situation von Prostituierten, blendest die brutalen Machtverhältnisse für den übergroßen Teil der Prostituierten aus, so dass es einem echt die Schuhe auszieht!!
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman



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