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  1. Avatar von Kraaf
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Ganz so einfach ist es zwar nicht, da spielen schon noch einige (landesrechtliche) Vorschriften mit rein, aber darauf kommt es hier nicht an.

    Viel entscheidender ist der Mann, der sexuelle Lust oder auch nur Langeweile verspürt, 50 oder vorsorglich vielleicht auch 100 € einsteckt und loszieht...
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  2. gesperrt
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Danke für das Herausschreiben der Fakten in der Doku, Kraaf!

  3. Inaktiver User

    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Ja, und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mann, der Respekt vor Frauen hat, Sex kauft. Genau in dieser Allgemeinheit glaube ich das. Daher ist die Verbindung zum Frauenbild in der Gesellschaft und zum Thema Emanzipation für mich ganz deutlich gegeben.

    Da ist m. E. das schwedische Modell doch zu bevorzugen, weil des den Respekt vor den Frauen in den Vordergrund stellt. .
    Damit ist eigentlich alles gesagt. Volle Zustimmung.

  4. Avatar von Minou21
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Ich denke wichtig wäre vlt. fürs erste auch, das sog. Flatrate Bordelle verboten werden. Ich glaube die wenigsten Frauen machen das freiwillig, aber sich dann auch noch für 30€ von i-welchen wiederlichen Typen besteigen lassen zu müssen, das ist Menschenverachtend.
    Wer poppen will, muss zahlen. Und zwar kräfig! Damit würde sich dann auch das Osteuropa Problem (das die Frauen unter Vortäuschung falscher Tatsachen ins Land gelockt werden) lösen.
    Wenn wir es nicht versuchen, werden wir nie wissen, ob es funktioniert hätte...

  5. Avatar von Opelius
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    in dem genannten Spiegelartikel werden Schicksale einiger rumänischer Frauen beschrieben. Keineswegs alle werden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ins Land gelockt. Einige wissen sehr wohl, dass sie in Deutschland als Prostituierte arbeiten werden. Ihnen wird höchstens vorgegaukelt, dass sie 900 € im Monat verdienen könnten (was wahrscheinlich in Rumänien ein Vermögen ist). Ihre Brüder und Väter drängen sie auch dazu. Nur als Bordellsklavinnen bleibt ihnen nichts, was sie nach Hause schicken könnten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Mich erschreckt vor allem diese riesige Nachfrage.
    Was müssen das für Menschen sein, die sich Sex kaufen ...

  7. gesperrt
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von --martha-- Beitrag anzeigen
    Mich erstauen die Zahlen über die Anzahl der Prosituierten, Bordelle und Kunden doch immer wieder sehr. Es geht doch kein Mann hin und für die Frauen, die ihre Männer dabei erwischen, brechen regelmäßig Welten zusammen. Das zeigt doch m. E., dass das Gesetzesziel der Legalisierung und damit Normalisierung vollkommen mißglückt ist. Die Situation der Prostituierten ist bis auf Ausnahmen wirtschaftlich extrem schlecht. Es ist kaum ein Herauskommen aus der Szene möglich. Weder die Person noch der Beruf haben das geringste Ansehen, noch nicht mal Respekt. Und der Gipfel ist der Handel mit den Frauen - von dem die Freier natürlich nichts wissen und ahnen.
    Auf den traurigen Punkt bringt es für mich ein Zitat des Betreibers einer sog. wellnessoase. Er wurde gefragt, was er machen würde, wenn seine Töchter diesen Beruf annähmen. Er antwortete: "Außer Frage, die sollen einen richtigen Beruf lernen".

    Zweierlei Maß.

    Da ist m. E. das schwedische Modell doch zu bevorzugen, weil des den Respekt vor den Frauen in den Vordergrund stellt. .

    Ebenso interessant, dass die Steuer nicht die Freier bezahlen müssen, sondern die Dienstleistungsanbieter. Es wird auch leider nicht von dieser Doku gefragt, was die Frauen denken, wie ihnen ihr Alltag/Beruf unterstützt werden kann. Das Gewerbe ist riesig, das kann man nicht wegdiskutieren.

    Bei anderen derartig umsatzstarken Gewerben wäre längst eine Arbeitnehmervertretung gegründet worden. Aber sie gelten ja als selbständig und somit weisungsungebunden, daher gibt es keinen wirklichen Arbeitgeber, sondern nur Kunden. Jede einzelne ist auf sich gestellt.

  8. Avatar von Alaska
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Das Problem ist, dass Prostitution aus Eigeninitiative selten vorkommt, gesetzlich schwer abzugrenzen ist bereits vom Ausnutzen einer Notsituation und dass wirklich freiwillige Prostitution auch nur einen sehr kleinen Teil der Nachfrage deckt:

    ... Nachzulesen ist dies in Lindbergs Blog, wo sich unter anderem eine Frau Mitte 50 als glückliche Hure outet und davon schreibt, wie sie als Prostituierte arbeitet: nach ihren Bedingungen und absolut freiwillig. "Es gibt uns tatsächlich", schreibt die Frau, die sich selbst als gut ausgebildet bezeichnet, behütet aufgewachsen in der Natur mit Eltern und Geschwistern ...
    "But time makes you bolder."
    (Stevie Nicks, Landslide)
    Geändert von Alaska (11.06.2013 um 16:54 Uhr)

  9. Avatar von Opelius
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Ebenso interessant, dass die Steuer nicht die Freier bezahlen müssen, sondern die Dienstleistungsanbieter.
    Seit wann muss ich als Kunde die Steuer für eine Dienstleistung (Handwerker, Lebensmitteleinkauf, Klamottenkauf) selbst an das Finanzamt abführen? Ich zahle die Steuer mit.

    Wobei ich bezweifle, dass aus dem Bereich der Prostitution wirklich ein nennenswertes Steueraufkommen erzielt wird, obwohl bekanntlich Milliarden in dem Bereich umgesetzt werden.
    Schweden hat ja mal überlegt, das Bargeldsystem abzuschaffen und nur noch Kreditkartenabrechnungen zuzulassen, um u.a. den Sumpf der Prostitution trocken zu legen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. gesperrt
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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Seit wann muss ich als Kunde die Steuer für eine Dienstleistung (Handwerker, Lebensmitteleinkauf, Klamottenkauf) selbst an das Finanzamt abführen? Ich zahle die Steuer mit.
    Es ist ja eigentlich die ganz normale Umsatzsteuer die gezahlt wird, da hast du schon recht. Den Kontext Angebot und Nachfrage finde ich einfach sehr interessant aber auch schwierig.

    Ich habe zu dem ganzen kaum eine Position und zu wenig Wissen, daher fand ich einen Strang interessant.

    Wobei ich bezweifle, dass aus dem Bereich der Prostitution wirklich ein nennenswertes Steueraufkommen erzielt wird, obwohl bekanntlich Milliarden in dem Bereich umgesetzt werden.
    Eigentlich müsste dort eine Menge Steuern eingenommen werden, obwohl die meisten Frauen wohl als Tänzerinnen angemeldet sind. Geschätzt werden Umsätze von 14 Milliarden €.

    Der Umsatz des Rotlichtmilieus hier zu Lande wird auf etwa 14,5 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Das entspricht etwa dem Umsatz der KarstadtQuelle AG im vergangenen Jahr. Das meiste Geld machen dabei Zuhälter und Zimmervermieter. Wie viel der Staat über Steuereinnahmen an der Prostitution verdient, ist nicht nachzuvollziehen, da sich Frauen oft als Tänzerinnen, Künstlerinnen oder Mannequins anmelden. (nz)
    Schweden hat ja mal überlegt, das Bargeldsystem abzuschaffen und nur noch Kreditkartenabrechnungen zuzulassen, um u.a. den Sumpf der Prostitution trocken zu legen.
    Klingt gar nicht so schlecht.


    Der Schritt von Illegalität hin zur Selbständigkeit fand ich schon recht krass. Es ist schon in einem normalen Beruf extrem schwierig auf seine Rechte als Selbständiger zu achten, Steuer hin, Steuer her. Wer weder die Rechtslage in D. kennt, noch Erfahrung als Angestellter hatte wird es umso schwieriger haben, besonders wenn existenzdruck, Aufenthaltsgenehmigung etc. noch dazu kommt.

    Eigentlich absurd das ganze, auch wenn ich die rechtliche Öffnung verstehe und unterstütze.
    Von daher stimme ich mit Kraaf überein: Was ist mit der Kundenseite?

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