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  1. Inaktiver User

    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Vereine, wie bspw. Hydra sind eine Mogelpackung in einem Ausmaß, dass es einem fast die Schuhe auszieht.
    Sie haben NULL Recht, sich als Interessenvertretung für Prostituierte zu bezeichnen!

    Im Jahresbericht 2009 von Hydra heißt es bspw.:

    Bereits im Sommer 2008 hatte der Verein Zuwachs von einigen politisch interessierten und
    engagierten Sexarbeiterinnen bekommen, so dass wir mit frischem Elan
    und insgesamt neun Mitgliedern
    an die vor uns liegenden Aufgaben gehen konnten.


    Insgesamt neun Mitglieder !!

    Mehr braucht man zum Thema Hydra nicht zu sagen.

    VanDyck

    Quelle:
    http://www.hydra-berlin.de/fileadmin...Hydra_2009.pdf
    Hydra ist eh der Knaller. Wäre es nicht so traurig müsste ich lachen. Ich habe aber auch nicht den Eindruck, dass die wirklich ernst genommen werden.
    Ihre Forderungen sind auch originell. Zum Beispiel fühlen sie sich diskriminiert, weil sie ohne HIV-Test keinen Zugang zur privaten Krankenversicherung bekommen. Auch wollen sie gesetzlich durchsetzen, dass sie mehr Werbung betreiben dürfen (vielleicht auf Litfaßsäulen?) und das Medien sich nicht weigern dürfen, ihre Inserate zu veröffentlichen.
    Geändert von Inaktiver User (13.06.2013 um 11:29 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    interessante beiträge, sowohl davor als auch danach

    Dossier: "Prostitution - Was ist das heute?"


    Zitat Zitat von sisterofmercy Beitrag anzeigen
    (Edel-) Prostitution/Escort eine normale Dienstleistung?

    Nun, da stelle ich mir folgende Gespräche unter Eheleuten morgens am Frühstückstisch vor:

    In Musterstadt, Musterstraße 1:
    Sie: Du Schatz, wenn du heute Brot mitbringst, kaufst du es bitte nicht mehr bei Bäcker A? Ich habe gehört, dass er seine Angestellten ausnutzt, sie zu ganz schlechten Bedingungen dort arbeiten müssen und das auch noch für einen Hungerlohn. Also nee, du, das sollte man nicht unterstützen, finde ich. Bei Bäcker B ist es zwar teurer, aber dort wird jede Verkäuferin nach Tarif bezahlt, und außerdem schmeckt das Brot dort besser.
    Er: Na, klar Liebling, du hast völlig Recht. Dass ich noch nicht selbst darauf gekommen bin! Da sparen wir lieber an anderer Stelle.

    In Musterstadt, Musterstraße 2:
    Sie Du Schatz, wenn du heute Sex kaufen willst, gehst du dann bitte nicht mehr zum Straßenstrich bzw. ins Bordell XY? Ich habe gehört, dass dort Zwangsprostituierte arbeiten. Und jetzt gibt’s im Bordell auch noch Flatrates, da verdienen die ja gar nicht mehr so viel. Das sollte man nicht unterstützen. Ein Edelbordell ist zwar teurer, aber da bezahlt man(n) die Damen wenigstens anständig, und für dein Geld bekommst du ja auch eine bessere Leistung.
    Er: Na klar, Liebling, du hast völlig Recht. Dass ich da noch nicht selbst drauf gekommen bin! Da sparen wir lieber an anderer Stelle.



    LG
    sister


    und



    Zitat Zitat von sisterofmercy Beitrag anzeigen
    Hallöchen Stockente!

    Och, da hab ich noch einen:

    Morgens am Frühstückstisch usw, in Musterstraße 1:

    Sie: Du, ich hatte gestern einen harten Tag!
    Er: Ja? Das tut mir leid. Erzähl mal!
    Sie: Ich hatte einen Kunden, der war echt beratungsresistent. Ich musste den stundenlang von unserem Produkt überzeugen, das war sooo anstrengend! Ich habs dann zwar geschafft, aber hinterher war ich völlig fertig. Und eine Pause war nicht drin, da wartete ja schon der Nächste.
    Er: Ach du Arme! Na, dann ruh dich mal aus. Zum Glück sind ja nicht alle Kunden so!

    Musterstraße 2:
    Sie: Du, ich hatte gestern einen harten Tag.
    Er: Ja? Das tut mir leid. Erzähl mal!
    Sie Ich hatte einen Kunden, der hatte totale Potenz-Probleme. Ich hab ihn stundenlang bearbeitet, das war sooo anstrengend! Ich habs dann zwar …usw.

    Wären es normale Dienstleistungen, müssten solche Gespräche auch normal sein.

    LG
    sister
    Geändert von Cocopina (13.06.2013 um 11:24 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Hydra

    Laut der Initiative die in Brüssel die Verstärkung und kriminalisierung von Sexkauf und Menschenhandel fordert, haben insgesamt nur 3 dt. Vereine sich dem Call angeschlossen...und die Emma.



    Das waren Solwodi, die Opfer von Frauenhandel unterstützen, KARO, die an der deutsch-tschechischen Grenze arbeiten, und die Frankfurter Selbsthilfegruppe für afrikanische MigrantInnen, Maisha.

    4 von insgesamt 200 unterzeichnenden Organisation waren aus Deutschland. Traurige Bilanz.

    Die Forderungen des Calls
    • Den Stopp der Repression gegen Prostituierte
    • Die Kriminalisierung jeder Form von Zuhälterei
    • Den Verbot des Sexkaufs
    • Die Schaffung von Ausstiegsprogrammen für Prostituierte
    • Prävention und Programme an Schulen, die die Gleichheit der Geschlechter und
    ein positives Bild von Sexualität vermitteln
    • Präventionsprogramme in den Herkunftsländer

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Ich denke, der Verein hatte zur Zeit seiner Gründung definitiv eine Berechtigung. Es gab keinerlei Anlaufstellen für die Frauen.


  5. Inaktiver User

    AW: Femen in Tunesien...

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Ich kann weder in deinem (446) noch im Posting von Lorelei (441) erkennen, dass ihr auf meine Frage geantwortet habt.
    Ich würde sagen: ihr habt euch windelweich vor einer Antwort herumgedrückt!
    Es ist wirklich völlig müßig, mit Dir zu "diskutieren".

    Ich habe Dir nicht nur differenziert geantwortet, sondern diese Antwort sogar noch mal in 2 Sätzen zusammen gefaßt - für user, die nicht differenziert denken können oder wollen.

    Offensichtlich war das für die Katz ....

  6. gesperrt

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Falls ihr links und Organisationen findet, an die man sich wenden kann oder unterstützen kann...gern mit Nennung der Stadt in der sie ansässig sind, ich trag sie gern im Eingangspost nach.

    Wenn ihr eine PM schreibt, dann hab ich weniger Arbeit und übersehe weniger, denn ich bin jetzt weg.

  7. gesperrt

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Ich würde mir übrigens wünschen, dass die Brigitte das prominenter thematisiert statt Titelstories zu "so werden sie zum Stars am Strand" oder "Spargelrezepte".

    ...unten auf der Startseite gibt es einen Artikel zu Gewalt gegen Frauen.
    Gibt es da Pläne liebe Brigitte? Ich fänds toll.

    #wunschkonzert

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    AW: Femen in Tunesien...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe Dir nicht nur differenziert geantwortet ...
    Ich habe jeden deiner Sätze in deinem betreffenden Beitrag gelesen.
    Und du kannst dir sicher sein: ich habe jeden einzelnen Satz verstanden.

    In deinen Sätzen konnte ich jedoch nirgendwo lesen, dass du dafür bist, das System der Prostitution kurz- bis mittelfristig (drastisch) einzuschränken und langfristig zu unterbinden.

    Statt dessen las ich unter anderem, dass du dafür wärest, dass man Prostitution in ...

    "... vernünftige Kanäle leiten muß".

    Ich stelle also erneut fest: ganz offensichtlich bist du nicht dafür, das System der Prostitution kurz- bis mittelfristig (drastisch) einzuschränken und langfristig zu unterbinden.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  9. gesperrt

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    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Hier als letztes noch ein Interview mit den Filmemacherinnen. Auch sehr informativ.

    Stimmt, Zuhälterei ist nach wie vor strafbar, wenn sie "ausbeuterisch" oder "dirigistisch" ist. Doch diese Begriffe sind dehnbar. Selten lässt sich nachweisen, dass Prostituierte durch die Bordellbetreiber ausgebeutet oder gar zum Anschaffen gezwungen werden. Ohne die Aussage der Betroffenen: keine Verurteilung.

    Es gibt aber auch Frauen, die im Flatrate-Bordell arbeiten und sagen, dass sie froh sind, dort jeden Tag unabhängig von der Kundenzahl ein festes Honorar zu bekommen und nicht um jeden Freier konkurrieren zu müssen. Gleichzeitig kann es Frauen natürlich physisch und psychisch schwer schaden, wenn sie Männer wie am Fließband bedienen. Dann ist auch nicht mehr klar zu trennen, wo die Freiwilligkeit aufhört und der Zwang beginnt. Allerdings sollte man mit allen Beteiligten reden. Wir haben das gemacht. Und da gab es tatsächlich einige Überraschungen, wie unser Film zeigt.

    Wenn Deutschland aufgrund der Gesetzes-Liberalisierung sozusagen zum "Puff" Europas geworden ist, lohnt sich die Prostitution auch für die Prostituierten selbst mehr als früher?
    Früher haben die Frauen für ihre sexuellen Dienstleistungen weitaus mehr verdient. Prostituierte, die schon vor dem Gesetz in diesem Beruf gearbeitet haben, erzählten uns, dass die Preise nach der kompletten Legalisierung massiv gefallen sind. Zum einen ist – insbesondere nach der EU-Osterweiterung – die Konkurrenz größer geworden, denn auch die ausländischen Frauen wissen, dass sie in Deutschland ganz legal anschaffen gehen dürfen. Zum anderen sind auch die Freier selbstbewusster geworden, nach dem Motto: "Wir machen nichts Verbotenes. Wenn Sex zur Ware wird, darf man auch verhandeln."

    Welche Hürden gibt es heute im Vergleich zu früher, ein Bordell aufzumachen?

    Keine. Es ist schwieriger, eine Pommes-Bude aufzumachen als ein Bordell. Es gibt keinerlei Auflagen oder Konzessionen.

    Machen Bordellbesitzer dennoch gute Gewinne, wenn es so einfach ist, einer zu werden?
    Ja, das Geschäft rechnet sich immer noch, denn in vielen Nachbarländern ist Prostitution verboten oder wird viel restriktiver gehandhabt als bei uns, also kommen die ausländischen Freier nach Deutschland.

  10. Inaktiver User

    AW: Angebot und Nachfrage: Sex (made in Germany)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auf dem Blog "Menschenhandel heute" gab es einen interessanten Artikel über die Hintergründe der unterschiedlichen Prostitutionspolitik in Schweden und Deutschland.
    Sehr guter Artikel, danke für das einstellen.

    Und ja: Für mich ist auch die Autonomie das höchste Gut.

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