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  1. Avatar von Max
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Eine Friseurin muss nicht so viel (Schwieriges) lernen und beherrschen, wie eine Schiffsbauingenieurin. Daher ist eine geringere Bezahlung gerechtfertigt.
    das hat jetzt zwar dicht unmittelbar mit dem Strangthema zu tun... aber... ich frage mich schon länger was eigentlich passieren würde, wenn der Export (und damit auch Teile der Wirtschaft) mal "einbrechen" und dann vielleicht einige der soooo hoch gelobten technischen Bereiche auf der Strecke bleiben... fällt uns dann vielleicht wieder ein, dass es auch noch Berufe außerhalb dieses Bereiches gibt?... fällt uns dann vielleicht auch auf, dass auch die Berufe wie z.B. Frisöre, Erzieher und Pflegekräfte (die ja nicht direkt mit der Wirtschaft zu tun haben) wichtig sind?

    na ja... ist, wie Anfangs erwähnt, nur so ein Gedankenspiel von mir...
    Das dumme an Halbwahrheiten ist, dass man meist die falsche Hälfte glaubt

  2. Avatar von Fourthhandaccount
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Ich hätte auch "Tierärztin" schreiben können. Mir ist, wie sicher vielen, bewusst, dass Berufe sehr wohl unabhängig von der schulischen Qualifikation wichtig sind. Für mich persönlich ist meine Friseurin wichtig.

    Aber das ist durchaus eine berechtigte Überlegung, nach welchem Maßstab bezahlt man. Nach der Qualifikation, dem Ansehen, der Wichtigkeit (für wen oder was) ...
    Die Arche wurde von Laien gebaut, die Titanic von Fachleuten | Unbekannt

    Hoffnung ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert | Nietzsche
    Kein Wunder, dass er in der Anstalt landete ...
    Geändert von Fourthhandaccount (30.05.2013 um 09:00 Uhr)


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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Die Logik sich einen Beruf zu suchen der gut bezahlt ist hat leider auch einen Haken.Weil man damit nicht rechnen kann dass diese Tätigkeit immer gut bezahlt wird.Ich schrieb ja schon dass mein Beruf mal gut bezahlt war und man damit ganz gut leben konnte.
    Meine Berufsplanung hatte den Hintergrund dass ich mit dem Gehalt ganz gut leben wollte und ich konnte es auch.
    Wenn man mal in die Vergangenheit schaut dann sieht man auch dass diese "Frauenberufe" nicht immer schlecht bezahlt waren.Teilweise hatte man auch Vergütungen oder Ansprüche(freie Unterkunft,freie Verpflegung,günstige Möglichkeiten für die Freizeit und berufliche Weiterbildung)die es ohne Schwierigkeiten ermöglichten gut zu leben.
    Die Änderungen in diesen Bereichen und auch die vielen Teilzeitstellen haben meiner Meinung nach dazu geführt dass sich auch dieser Bereich sehr geändert hat.
    Und nein,ich bin nicht gewillt immer wieder das Thema Familie-Beruf jetzt gelten zu lassen weil das ein anderes Thema ist.Beruf ist Beruf und Familie ist Familie;die Verwässerung ist oft typisch für die Frauen oder für Männer die über Frauen bestimmen wollen.Ein Beruf ist für mich eine Tätigkeit die ein Einkommen erwirtschaftet und unabhängig vom Geschlecht.

  4. Avatar von Max
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    nach welchem Maßstab bezahlt man. Nach der Qualifikation, dem Ansehen, der Wichtigkeit (für wen oder was) ...
    ja... das ist die Frage... gucken wir doch mal nicht "nach oben"... sondern einach mal auf die weniger qualifizierten Jobs... für mich perönlich ist es eigentlich schwer nachvollziehbar das ein "Schrauber am Band" in der Automobilindustrie mehr verdienen soll als z. B. eine Frisörin, die für ihren Beruf eine längere Ausbildung absolviert hat... ist aber in vielen Fällen so...
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  5. Avatar von Fourthhandaccount
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Eine Begründung wurde hier schon genannt, die starke gewerkschaftliche Ausrichtung der Industrie(arbeiter).
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    Geändert von Fourthhandaccount (30.05.2013 um 09:36 Uhr)

  6. Avatar von Fender
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    würde sich das "Problem" dadurch lösen wenn mehr Männer in Frauen-
    berufen tätig würden ?
    Ich glaube nicht.

    So wie ich das sehe, sind wir in Deutschland in den Tarifverträgen "gefangen", die überwiegend aus weit zurückliegenden Jahrzehnten stammen und das seinerzeitige Gesellschaftsbild in die heutige Zeit transferieren und manifestieren.

    Zwei Gründe sehe ich als ausschlaggebend an: Wie Latona - in meinen Augen zu Recht - in Beitrag #2 anmerkt, waren Frauen früher wenig gewerkschaftlich engagiert. Und das, wie ich meine, nicht nur, weil sie den Familie-Beruf-Spagat hinkriegen mussten, sondern gerade auch, weil sie wenig verdienten. Wer wenig verdiente, sparte sich häufig den Gewerkschaftsbeitrag.
    Dazu kam, dass ja bis spät in die (westdeutschen) 70er hinein Frauen irgendwie nur als "Hinzuverdienerin" angesehen wurden. Wollte eine verheiratete Frau noch in den 70ern eine Arbeitsstelle antreten, benötigte sie dafür (rechtlich, das reale Leben sah sicher seinerzeit auch schon etwas anders aus) die Genehmigung des Ehegatten. Ich selbst kann mich - ich war Kind damals - an Diskussionen bei Familienfeiern erinnern, wenn eine Tante sagte, dass sie arbeiten gehen wolle, dass der dazugehörige Onkel fassungslos vortrug: "Du denkst wohl, dass ich eine Familie nicht ernähren kann?!"
    Gleiches berichtet meine Frau aus ihrem eigenen Elternhaus.
    Wer aber nur hinzuverdient, benötigt kein so hohes Einkommen wie der Familienernährer...

    Neulich las ich einen Satz, der mir tatsächlich etwas - so wie ich es sehe - skandalöses vor Augen führte. Ich hatte selbst darüber noch nie nachgedacht. Klar, irgendwie hat jeder schon mal gehört, wie schlecht Krankenschwestern bei schwierigen Arbeitsbedingungen bezahlt werden, aber der Skandal manifestiert sich richtig eigentlich erst im Vergleich:

    Krankenschwestern werden schlechter bezahlt als Automechaniker, dabei arbeiten erstere an Menschen, letztere nur an Maschinen.

    Für mich ist klar, da muss etwas passieren.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  7. Avatar von Fourthhandaccount
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Schon, wenn der KFZ-Mechaniker allerdings einen Fehler beim Bremsenmontieren macht, hat der Mensch, der später in der Maschine sitzt, eventuell ein dickes Problem. Und landet bei der Krankenschwester ;- )
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  8. Avatar von Max
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Eine Begründung wurde hier schon genannt, die starke gewerkschaftliche Ausrichtung der Industrie(arbeiter).
    wobei der Erfolg der Gewerkschaften aber auch wieder mit "Akzeptanz, Ansehen und Wichtigkeit zu tun hat...

    ich kann mich an einen Strang hier im "Fassunglos" erinnern, in dem es damals um den (gewerkschaftlich organisierten) Streik ging... die Reaktionen auf diesen Streik waren überwiegend alles andere als wohlwollend gegenüber den streikenden... damals hatte ich das gefühl, das man versucht hat die Streiks Erzieher "abzuwürgen" indem man sie an "ihre moralischen Pflichten den Kindern gegenüber" erinnert hat... so nach dem Motto "was verlangst du mehr Geld für etwas was dir in die Wiege gelegt hat"...


    hm... DAS sollte man vielleicht auch mal in der Automobilindustrie versuchen... so nach dem Motto "du bist ein Kerl... und Kerle werden schließlich mit Benzin im Blut geboren... dafür Geld zu verlangen, dass du deiner Natur nachgehen darfst ist doch vöööööllig unmoralisch"...
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  9. Avatar von Fender
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Zitat Zitat von Max Beitrag anzeigen
    ich kann mich an einen Strang hier im "Fassunglos" erinnern, in dem es damals um den (gewerkschaftlich organisierten) Streik ging... die Reaktionen auf diesen Streik waren überwiegend alles andere als wohlwollend gegenüber den streikenden... damals hatte ich das gefühl, das man versucht hat die Streiks Erzieher "abzuwürgen" indem man sie an "ihre moralischen Pflichten den Kindern gegenüber" erinnert hat... so nach dem Motto "was verlangst du mehr Geld für etwas was dir in die Wiege gelegt hat"...
    Was allerdings sicher auch damit zu tun hat, das die Eltern bei diesem Streik ein echtes Problem haben.

    Ich selbst hasse Streiks im ÖPNV und würde die arbeitsscheuen Streikenden jeweils am liebsten ermorden. Und zwar auf langsame und quälende Art. Ich denke, so ähnlich wird es Eltern mit Erzieherstreiks gehen. In der Sache selbst wird gegen eine angemessene Bezahlung der Erzieher wohl ernsthaft kein Elter etwas haben.
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  10. Avatar von Max
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    AW: "Frauenberufe" - warum so wenig angesehen ?!

    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Was allerdings sicher auch damit zu tun hat, das die Eltern bei diesem Streik ein echtes Problem haben.
    ja natürlich...

    es ist ja auch nicht so, dass ich den Unmut der Eltern nicht verstanden hätte... aber genau die Probleme, die die Eltern damals hatten hätten sie doch eher dazu bewegen müssen FÜR die Erzieher zu sprechen...

    genauso wie man sich in solchen Momenten eigentlich wünschen müsste, dass sich auch die Arbeitgeber der Eltern für eine bessere Bezahlung der Erzieher stark machen...

    Dieser Streik damals hat doch ganz deutlich gezeigt, dass gerade die Kinderbetreuung (und damit die Erzieher) durchaus auch wichtig für die Wirtschaft sind!
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