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  1. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von laurenf Beitrag anzeigen
    ich finde den ansatz grundfalsch. wer karriere machen will, soll das tun, für den rest sollten arbeitsbedingungen geschaffen werden, die die vereinbarkeit von kind&karriere unterstützen! homeoffice, flexible arbeitszeiten, vernünftige gehälter und volle unterstützung bei der vereinbarkeit von familie und job.
    Und auch von staatlicher Seite: Volle Rente nur bei einem Mix aus Arbeit und Erziehungszeiten (bzw. einer Ersatzlösung für ungewollt Kinderlose). Niedrigere Rentenbeiträge für Firmen, die Mitarbeitern Erziehungsurlaub gewähren. Damit hätten Männer auch eine starke Motivation, sich an der Erziehung zu beteiligen.
    Emanzipation kann ja wohl kaum heißen, dass ein Geschlecht einseitig die Aufgaben beider Geschlechter übernimmt ...

  2. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von Tessa Beitrag anzeigen
    Die Frage ist doch, ob das wirklich nur etwas mit der Unvereinbarkeit von Familie und Job zu tun hat, oder nicht auch mit der Sinnlosigkeit des ganzen Unterfangens. Leben, um zu arbeiten; leben, um Macht zu haben, leben, um viel Geld zu verdienen... sie sieht nicht, dass so ein Leben für die meisten Frauen völlig uninteressant ist. Ich würde nicht für Geld und gute Worte Topmanagerin sein wollen.

  3. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Richtig, in ihrer Position legt sie selbst die Regeln fest.
    In dem gleichen Artikel, in dem stand, daß Sandberg um halb 6 nach Hause geht, stand auch, daß sie um 8 Uhr morgens im Büro ist.
    Ihre Assistentin allerdings schon seit 4 Uhr morgens. Ob die Familie und Beruf auch so toll vereinbaren kann?
    Dazu kommt: Es hat Sandberg sicher nicht geschadet, daß ihrem "kleinen" Bruder der Laden gehört und sie vielleicht ermutigen, sich ihre Freiräume zu schaffen. Ohne dseshalb auf eine beeindruckende Karriere verzichten zu müssen.
    Geändert von Inaktiver User (12.03.2013 um 05:39 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von Tessa Beitrag anzeigen
    . Die Frage ist doch, ob das wirklich nur etwas mit der Unvereinbarkeit von Familie und Job zu tun hat, oder nicht auch mit der Sinnlosigkeit des ganzen Unterfangens. Leben, um zu arbeiten; leben, um Macht zu haben, leben, um viel Geld zu verdienen... sie sieht nicht, dass so ein Leben für die meisten Frauen völlig uninteressant ist. Ich würde nicht für Geld und gute Worte Topmanagerin sein wollen.
    Es ist doch voellig gleichgueltig ob dieses Leben fuer dich und andere erstrebenswert ist. Es geht in der Sandberg-Diskussion um die Frage, ob eine Frauenquote, ein Lenkungsmittel, noetig ist um Frauen in Toppositionen zu hieven. Und da sagt sie nein, es ist nicht das Problem, dass Frauen nicht koennen, sondern dass sie nicht wollen. Was selbstverstaendlich okay ist, nur dann koennen wir uns die Diskussion um eine Quote sparen. Wie soll ein Unternehmen frauen auf Spitzenposten setzen, wenn die Frauen en masse angeblich gar nicht wollen?

    Ein Argument von Frauen, warum sie nicht wollen, ist dass dann angeblich Familie nicht mehr drin ist. Und hier zeigen Frauen wie Sandberg und Mayer, dass dieses Argument nicht zieht. Man kann einen Topjob haben und Kinder.

    Natuerlich gehoeren dazu der Wille, die Kraft, die Faehigkeit und die Ausbildung. All das sind aber Dinge, die nicht durch eine Quote geregelt werden koennen. Das muss die einzelne Frau dann schon selber machen.

  5. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und auch von staatlicher Seite: Volle Rente nur bei einem Mix aus Arbeit und Erziehungszeiten (bzw. einer Ersatzlösung für ungewollt Kinderlose)...
    Ja, und dann verleihen wir noch einen Muetter-Orden. Und Kinderlose muessen ein Attest vom Arzt bringen, ob sie wirklich nicht koennen, oder einfach nicht wollen, diegebärfaulen Egoistinnen.
    Geändert von Inaktiver User (12.03.2013 um 06:04 Uhr)

  6. Avatar von ellipell2
    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    2.606

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natuerlich gehoeren dazu der Wille, die Kraft, die Faehigkeit und die Ausbildung.
    plus z.B. einen Bruder, dem das Unternehmen gehört, Mitarbeiter, die sich eben zu den Zeiten, in denen man selber durch Familie verhindert ist, krumm legen. In Familienbetreiben wird einiges möglich gemacht. Sowas geht in Unternehmensstrukturen, in denen man sich hochkämpfen muss, eher nicht.
    Ein Verstand, der einmal
    durch eine neue Idee über sich hinaus wuchs,
    kehrt niemals
    zu seiner ursprünglichen Form zurück.

    [Oliver Wendell Holmes]

  7. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Richtig, in ihrer Position legt sie selbst die Regeln fest.
    In dem gleichen Artikel, in dem stand, daß Sandberg um halb 6 nach Hause geht, stand auch, daß sie um 8 Uhr morgens im Büro ist.
    Ihre Assistentin allerdings schon seit 4 Uhr morgens. Ob die Familie und Beruf auch so toll vereinbaren kann?
    Sandberg ist nicht als Topmanagerin auf die Welt gekommen. Sie hat sich auch hochgearbeitet, und hatte da sicherlich andere Arbeitsbedingungen. Gerade in der Kleinkindphase und in dem, was bei uns staatlich geregelter Mutterschutz waere - nur dass es den in den USA nicht gibt.

    Dazu kommt: Es hat Sandberg sicher nicht geschadet, daß ihrem "kleinen" Bruder der Laden gehört und sie vielleicht ermutigen, sich ihre Freiräume zu schaffen. Ohne dseshalb auf eine beeindruckende Karriere verzichten zu müssen.
    Ich kann nicht glauben, dass Frauen wirklich so bequem und missguenstig sind. Da schafft es eine in eine absolute topposition trotz Familie, aber das ist dann durch familienkluengelein moeglich gewesen: kann ja gar nicht anders sein.

    Sandberg hat eine Topausbildung - Harvard muss man auch erst mal schaffen - und sie hat sich in Topposition hochgearbeitet bei der Weltbank. Die gehoert keinem ihrer Familienangehoerigen.

    Sie bringtneinfach mit, was fuer eine so grosse Karriere Voraussetzung ist: Talent, Willen, Einsatzbereitschaft. Und damit istnsie in einer Position, wo sie Karriere und Familie vereinbaren kann - wie zum Beispiel auch Marissa Meyer.

    Das ist der Punkt und die Kernthese: Karriere machen ist anstrengend, sowohl fuer Mann wie auch fuer Frauen. Es ist ja okay, es nicht zu wollen, aber dann sollte man sagen, man will eben gern zu hause bleiben und nach dem zweiten Kind halbtags am Empfang arbeiten. Und nicht die Politik und die Wirtschaft dafuer verantwortlich machen, dass die einem "Karriere light" nicht ermoeglichen.

  8. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von ellipell2 Beitrag anzeigen
    plus z.B. einen Bruder, dem das Unternehmen gehört, Mitarbeiter, die sich eben zu den Zeiten, in denen man selber durch Familie verhindert ist, krumm legen. In Familienbetreiben wird einiges möglich gemacht. Sowas geht in Unternehmensstrukturen, in denen man sich hochkämpfen muss, eher nicht.
    Sie ist erst seit 2008 bei Facebook. Zuvor warbsie bei Google, der Weltbank und im US-Finanzministerium. Nicht unbedingt kleine Familienbetriebe. Und wir koennen wetten, dass ein Unternehmen wie FB keine Ruecksicht auf Familienangehoerige nimmt. Ist ja nicht der Doenerladen um die Ecke.

    Aber esist natuerlich einfacher sich sagen zu koennen, dass man ja Karriere haette gemacht haben koennen, wenn da nur eben die Politik und die Wirtschaft fuer gesorgt haetten. was genau der Grund fuer die Anfeindungen ist: Sandberg nimmt Frauen die bequeme Ausrede.

  9. Inaktiver User

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Was hat es mit Misgunst zu tun, wenn ich einwerfe, daß ihre familiären Beziehungen ihr sicher bei dem Erreichen ihres derzeitigen Levels und den damit verbundenen Möglichkeiten, ihr Arbeitsumfeld selbst zu gestalten (Wer will das nicht können, das sei an der Stelle von mir völlig neidlos gefragt?) nicht geschadet haben?
    Und ja, ich kenne Harvard recht gut und mir ist das Niveau der Uni durchaus bekannt. Ich kenne ihre Vita und Sandberg macht sicher eine guten Job, aber es muß doch möglich sein, auch sagen zu dürfen, daß das auch deshalb funktioniert, weil z.B. andere in ihren Jobs dann eben schon morgens um 4 rotieren (Wobei das sicherlich gut bezahlt).
    Es ist eben so, daß in einem System, das alles fordert, irgendwo irgendjemand keine Zeit für seine Kinder hat, damit das dem anderen möglich ist. Das hat nichts mit Misgunst zu tun, ich nenne das Realitätssinn.
    Es ist einfach Fakt, daß Manager ihres Kalibers einerseits Arbeitstiere sein müßen, andererseits (und das wird oft nicht gerne gehört) wenn sie es denn wollen, ihre Freiräume eben im Gegensatz zu der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung selbst gestalten können.
    Sandberg hat da definitv mehr Gestaltungsraum als die Kassiererin im Drugstore um die Ecke.
    Aber um die geht es ja auch in dieser Diskussion eigentlich nicht.
    Geändert von Inaktiver User (12.03.2013 um 06:24 Uhr)


  10. Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    33.460

    AW: Sheryl Sandberg erhöht den Druck auf die Frauen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jemand in ihrer Position legt nämlich auch selbst die Regeln fest, das kann eine Kassiererin an der Kasse nicht.

    (...)

    Ich vergönne Sheryl ihre Karriere und all das was sie in ihrem Leben erreicht hat, nur dies auf die normale Bevölkerung zu übertragen ist anmaßend.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass Sandberg dort ist, wo sie ist, weil sie selbst in jeder Lage die Regeln selbst machte, so weit die Situation es nur zuliess.

    Nach vorne zu treten, sich sichtbar und damit auch angreifbar machen, für eigene Überzeugungen einstehen auch mit Gegenwind - all dies machen Männer nach wie vor häufiger als Frauen. Frauen haben nach wie vor die unselige Gewohnheit, um jeden Preis nach Harmonie zu suchen, Ehrgeiz nicht zu zeigen, darauf zu warten, bis sie befördert werden, anstatt vorzutreten, wenn es heisst "freiwillige vor" - in den richtigen, lohnenden Kontexten. Nicht, wenn es darum geht, für alle Kaffee zu machen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich denke nicht, dass eine Frau oder Mann, die keine Kinder haben sich für Kinderfreundlichkeit einsetzen werden. Warum sollten sie auch.
    Weil auch Kinderlose durchaus den Wert von Kindern für die Gesellschaft verstehen können. Weil eine Firma und Organisation davon profitiert, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen und Perspektiven mitarbeiten und Inputs liefern...

    grüsse, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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