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  1. gesperrt
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    AW: Als Mütter im Job genuaso leistungsfähig wie vorher?

    gibt es irgendeinen Grund warum eine Mutter nicht leistungsfähig sein sollte?

    In meinem Umfeld sind Mütter die wesentlich fokussierteren: pragmatisch, sortiert und klar...es wird weniger Zeit verloren mit umständlichen Prozessen, weil Dinge einfach gemacht werden müssen: JETZT und nicht irgendwann nachdem sich jeder einzelne im scheinwerferlicht des Eigenlobs gesonnt hat.

    Finde ich sehr angenehm. Gleiches gilt übrigens auch für Väter im Umfeld, die etwas anderes sind als "Erzeuger", sondern sich wirklich um die Kinder kümmern.

  2. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Als Mütter im Job genuaso leistungsfähig wie vorher?

    Ich arbeite deutlich effizienter und strukturierter. Denn ich muss die Kinder pünktlich abholen. Noch strukturierter wurde ich, als mein Studium dazu kam. Also: Kinder, Beruf, Studium, Ehemann, Haushalt und Freunde.

    Und ja, Eltern müssen mal früher gehen.

    Aber es kann auch nicht sein, dass Leistungsfähigkeit in der Anzahl der Überstunden gemessen wird. Also wer länger bleibt arbeitet mehr. Glaube ich nicht.

    Ich kann bei meinen Kollegen keinen Unterschied an der Leistungsfähigkeit bezüglich der Kinderanzahl erkennen. Mit Babys gibt es sicherlich mehr Schlafentzug und da geht einem vielleicht mal was durch die Lappen. Aber sonst?

    Außerdem finde ich diese Vergleicherei völlig absurd.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
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  3. Registriert seit
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    AW: Als Mütter im Job genuaso leistungsfähig wie vorher?

    Bei mir ist es so, dass mit Kindern sogar noch mehr leiste als ich das vorher als Kinderlose gemacht habe.
    Einfach aus dem Grund: ich brauche den Job (das Geld), um die Kinder zu ernähren.
    Deshalb mache ich alles, damit ja nur nicht jemand auf die Idee kommt, mich zu kündigen oder mich weniger schnell zu befördern.
    Ab und zu mal "blau machen", das kam als kinderlose Frau schon vor. Seit ich Kinder habe ist das aber ein absolutes Tabu, genauso wie unpünktlich sein, oder etwa weniger als 100% in der Arbeit geben.
    Ich habe schon oft von Kollegen gesagt bekommen: "Bei dir merkt man gar nicht, dass du Kinder hast."
    Und so soll es auch bleiben, denn ich muss noch viele Jahre lang Geld für meine Kinder ranschaffen und da möchte ich nicht Angst um meinen Job haben müssen.

  4. Inaktiver User

    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Yana, das, was du beschreibst, sind gerade die Gründe, warum Familienväter so gern eingestellt werden.

    Leider hat sich noch nicht so herumgesprochen, dass Mütter aus genau denselben Gründen reinklotzen.

    Die Zeiten, in der "länger bleiben" mit "mehr arbeiten" gleichgesetzt wird, neigen sich ohnehin dem Ende zu.

    Ohne Kinder habe ich mir oft Zeit genommen, mit Kollegen mal einen Kaffee zu trinken und zu quatschen. Dann saß ich abends noch länger im Büro. War ja egal.

    Mit Kind ging das nicht mehr. Da habe ich nicht weniger gearbeitet, da habe ich einfach weniger Zeit mit Quatschen verbracht. Und ich meine "Quatschen", denn nicht jeder Schwatz auf dem Flur fällt unter "Netzwerken" oder "Informationsaustausch".

  5. Inaktiver User

    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Ich habe mich vielleicht seltsam ausgedrückt, dann entschuldigt bitte.
    Ich wollte auch keinesfalls andeuten, daß Mütter nicht leistungsfähig sind. Man lernt sogar noch fokusierter und organisierter zu sein, das ist richtig.
    Was ich eher meinte, war, ob sich tatsächlich alle Mütter von relativ jungen Kindern selbst als 100% "da" erleben. Und den Kopf noch exakt so frei haben für den Job wie vorher.
    Wenn ich ganz ehrlich bin: Das ist bei mir nicht so gewesen.
    Zum Beispiel dann, wenn mein Kind krank ist, bin ich in Gedanken immer mit einem Bein Zuhause, ganz ehrlich. Auch wenn ich es gut betreut weiß. Natürlich gab es auch früher Dinge, die mich im Arbeitsalltag ablenken konnten, aber wenn mich etwas beschäftigt, was mit dem Kind zusammenhängt, hat das eine ganz andere Dimension. Einen Job, bei dem routinemäßig Überstunden erwartet werden oder bei dem ich vor 18:00 nicht aus dem Büro komme und um 19:00 Zuhause sein kann...Das ist Vergangenheit, das kann und will ich nicht mehr. Das bedeutet für mich schon, nicht mehr 100% da sein. Das Arbeiten an sich klappt auch mit Kind prima, aber mehr Zeit investieren als nötig, das geht nicht mehr. Bei Bedarf von Zuhause zu arbeiten, abends oder am Wochenende, geht nicht mehr.
    Ich glaube, gut organisiert zu sein (jetzt erst recht, genau wie hier andere schon gesagt haben) und was Pünktlichkeit angeht, habe ich mir immer das Ziel gesetzt, niemandem einen Grund zum Unken zu geben.
    Meine Leistungen sind bestimmt nicht objektiv schlecht(er) geworden, aber ich mußte wesentlich mehr Mühe investieren dabei, mich gedanklich diszipliniert an Ort und Stelle (Job) zu halten.
    Da waren schon Zweifel da, ob das so noch funktioniert, oder ob eine andere Lösung her muß.


  6. Registriert seit
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    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... genauso leistungsfähig wie vorher? ....
    Ich glaube, ich mag das Wort "leistungsfähig" an sich schon nicht.

    Es tut so, als gäbe es ein genormtes Maß für alle: für werdende und dann für entbundene Mütter, für Verschnupfte, für Verliebte, für Schmerzpatienten, für Trauernde, für Resignierende, für Ehrgeizige, für Satte und für Hungrige, für solche, die bald Urlaub haben und solche, die gerade aus dem Urlaub kommen.....

    Gilt nicht für jeden, mit mehr oder weniger Begeisterung bei der Arbeit zu sein?

    Welche Ausnahme gilt da für Mütter?

  7. Inaktiver User

    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Zitat Zitat von Gustave Beitrag anzeigen
    Ich glaube, ich mag das Wort "leistungsfähig" an sich schon nicht.

    Es tut so, als gäbe es ein genormtes Maß für alle: für werdende und dann für entbundene Mütter, für Verschnupfte, für Verliebte, für Schmerzpatienten, für Trauernde, für Resignierende, für Ehrgeizige, für Satte und für Hungrige, für solche, die bald Urlaub haben und solche, die gerade aus dem Urlaub kommen.....

    Gilt nicht für jeden, mit mehr oder weniger Begeisterung bei der Arbeit zu sein?

    Welche Ausnahme gilt da für Mütter?
    Mir geht es da nicht um die Etablierung einer Norm, die Betonung liegt für mich gerade in dem eigenen Empfinden eines "Vorher" und eines "Jetzt" und der Frage, ob und wie man (frau) einen Unterschied wahrnimmt. Oder eben nicht, das kann ja durchaus sein.
    An dem Begriff "leistungsfähig" würde ich mich jetzt auch nicht aufhängen wollen, gemeint war von mir, ein "da" sein, mit seiner vollen Konzentration, Kraft, mit dem gleichen Ehrgeiz wie vorher.

    Daß für Mütter eine besondere Ausnahme gilt habe ich nie gesagt, aber meine Fragestellung beschäftigt sich nun einmal mit Müttern. Alle anderen von dir aufgezählten Gruppen bieten natürlich auch spannenden Diskussionsstoff, sind aber momentan nicht mein Fokus.
    Geändert von Inaktiver User (11.03.2013 um 22:27 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ich eher meinte, war, ob sich tatsächlich alle Mütter von relativ jungen Kindern selbst als 100% "da" erleben.
    Ach so war die Frage gemeint!

    Das hatte ich falsch verstanden.

    Also, ich selbst habe mich jeweils direkt nach dem Mutterschutz alles andere als 100% da gefühlt.
    Denn ich war nach durchwachten Nächten hundemüde und ich war jeden Tag völlig abgehetzt, das Kind (die Kinder) morgens fertig zu machen, in der Krippe abzuliefern und dann in die Arbeit zu hetzen.
    Ich hatte sozusagen täglich schon vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn einen guten 2-stündigen Marathon hinter mir. Eigentlich kam ich schon geschafft in der Arbeit an (was natürlch niemand merken durfte und auch niemand bemerkt hat).
    Abends die ganze Hetzerei umgekehrt und dann die allnächtliche Ungewissheit "werde ich wenigstens heute Nacht schlafen dürfen?".

    Das war schon eine alltägliche Herausforderung ohne dass ein Kind erkrankte....mit Erkrankung war es noch schlimmer (Kind zur 150 km entfernten Oma schaffen und zurück zu hetzen usw.).
    Das sah dann z.B. so aus:
    Kurz nach Mittag Anruf von der Krippe in der Arbeit, dass das Kind krank ist.
    Alles liegen und stehen lassen, Kind abholen und zum Arzt schaffen.
    Währenddessen mit Oma abklären, ob man das Kind bringen darf.
    Nach dem Arzttermin, Sachen für das Kind einpacken, 150 km einfach zur Oma rasen, Kind abgeben, wieder zurückrasen (Ankunft zuhause ca. 23 Uhr).
    Ins Bett fallen, am nächsten Morgen wieder zur Arbeit.
    Kind am Wochenende wieder von der Oma abholen.

  9. Inaktiver User

    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Tja, also wenn das so gemeint ist ...

    Ich schließe mich Gustave an, schönes Post. Was ist schon "leistungsfähig". Natürlich ist jemand, der gerade einen Marathon hinter sich hat, nicht so leistungsfähig wie ein gut Trainierter, der gerade gut geschlafen hat. Was ist das denn für eine Frage? Natürlich habe ich nicht alle Power der Welt, wenn ich die halbe Nacht ein sich erbrechendes Kind versorgt habe. Was mache ich denn jetzt mit dieser Erkenntnis?

    Das ist nun mal Leben. Was man gerade stemmen kann, hängt doch immer von den Umständen ab. Da kann es tausend andere Gründe geben, warum man gerade nicht so ganz da ist. Kinderhaben ist da ja noch einer der erfreulichsten. Kinderhaben kann die Leistungsfähigkeit, wenn man denn schon so reden will, auch erhöhen, kann einen beflügeln, anregen etc.

    Wenn man nun alle Leute aussortieren würde, die gerade nicht 150 Prozent geben, weil krank, alt, unglücklich, unausgeschlafen, unmotiviert, unfähig oder angetrunken ... dann sähe es vermutlich recht übersichtlich aus in so manchem Büro ...


  10. Registriert seit
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    AW: Als Mütter im Job genauso leistungsfähig wie vorher?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .... ob und wie man (frau) einen Unterschied wahrnimmt....
    Ach sooo!

    Nein, für mich gibt es keinen Unterschied. Begeisterung für meinen Beruf... die Investition ... das war vorher wie nachher.

    Den einzigen Unterschied, den es gibt, ist, dass ich nach einer durchkotzten Nacht eines Kleinchens nur um Nuancen leistungsfähiger war als nach einer selbst durchkotzten Nacht oder dass ich mal einen Tag zu Hause bleiben musste.

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