Habe mal ein paar Zahlen gefunden, die könnt ihr gerne zerreissen, ich muss mich hier ausklinken, sonst werde ich noch internetsüchtig.
Zur representativen Einvernehmlichkeit des Familienmodels habe ich Zahlen aus dem Jahr 2000 gefunden, also schon ein bissl älter. Unten in der Grafik auf der Seite werden gelebte und gewünschte Lebensmodelle verglichen. Es wurden Familien mit Kindern gefragt (edit: sehe gerade, dass nur Mütter befragt wurden, die Überschrift der Tabelle ist irritierend)
So einvernehmlich ist das nicht. Nur 14% der Familien möchten wirklich, das Lebensmodel "Vollzeit + nicht erwerbstätig", aber 77% leben es aus irgendeinem Grund, ich denke mal die Zahlen werden sich inzwischen ein bisschen angepasst haben, da es ja mehr Teilzeitjobs inzwischen gibt. Allerdings glaube ich nicht, dass sich der Prozentsatz, der sich das Model Vollzeit + Teilzeit wünscht, geändert hat, was ja immerhin 63% sind. Oder z.B. dass der Prozentsatz derjenigen in die Höhe geschnellt ist, die sich die Alleinverdienerehe (Wunsch von 14%) wünschen.Westdeutschland im Jahre 2000 für unter 3 Jährige:
beide Vollzeit:
7 % wünschen es sich
3% leben es
Vollzeit & Teilzeit gemischt:
63% wünschen es sich
15% leben es
Vollzeit & nicht erwerbstätig (also Hausfrau/Hausmann):
77% leben es
14% wünschen es sich
Beide Teilzeit:
16% wünschen es sich
5% leben es
Der Hauptgrund dabei ist mit Sicherheit die unflexible Arbeitswelt. Vielleicht gibt es ja irgendwo noch neuere Zahlen.
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Thema: Die Welt wird weiblich
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15.05.2013, 20:49
AW: Die Welt wird weiblich
Geändert von _Farmelli (15.05.2013 um 21:18 Uhr)
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15.05.2013, 21:48
AW: Die Welt wird weiblich
ach komm, sind wir denn so böse?

wer so oft wie wir hier rumhängt ist das sowieso
Auszug aus deinem link:
Für eine begrenzte Lebensspanne genießt das traditionelle Ernährermodell, das derzeit auch durch die Elternzeitregelung gestützt wird, also durchaus Zustimmung bei jüngeren Frauen. Ein gutes Drittel (37 %) plädiert für Teilzeitarbeit in der Phase, in der die Kinder klein sind. Für eine durchgängige Vollzeitbeschäftigung als Ideal plädieren im Westen nur 4,2 Prozent und im Osten 12 Prozent (Tabelle 5.3). Auf den ersten Blick widerspricht dieser Befund den Ergebnissen der OECD-Studie, die ein größeres Interesse am Doppelernährermodell in Deutschland vermuten lässt. Man darf die Ergebnisse der OECD Studie jedoch nicht missverstehen. Sie belegt nicht, dass 32 Prozent aller Paare mit kleinen Kindern eine kontinuierliche Zweiverdienerkonstellation wünschen. Sie geben aber einen Hinweis darauf, dass Paare mit Kindern unter sechs Jahren nach einer vielfach durchaus erwünschten Erwerbsunterbrechung oder Teilzeitarbeit der Mutter in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes in Deutschland zu wenig Chancen haben, eine daran anschließende Zweiverdiener-Erwerbskonstellation wiederzuerlangen, wenn sie dies wünschen.
müsste ich das interpretieren, dann heißt das für mich "wir wollen durchaus, können aber nicht" u. als grund werden da eindeutig berufliche belange genannt. aber auch dass viele frauen die kinderzeit durchaus gern für sich beanspruchen.
das belegt zwar dass sich an den rahmenbedingungen was ändern sollte, aber nicht dahingehend ein 50/50 modell zu forcieren sondern einfacher zu ermöglichen, denn erst dann kann man sagen ob es angenommen würde.
im moment u. da geb ich dir recht, kann man(n) sich durchaus dahinter verstecken zu sagen "können wir ohnehin nicht verwirklichen", nur heißt das nicht automatisch dass alle das auch tun. der umkehrschluß, und das besagt die studie ja, ist rein dadurch nicht belegbar.Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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15.05.2013, 22:28
AW: Die Welt wird weiblich
das kannst du gern so interpretieren, aber wie die von dir verlinkte studie sagt es nur aus dass sie es tun, nicht dass sie es tun um nicht fürs kind da sein zu müssen. das ist dann eben die interpretation die jeder daraus ziehen mag
sagen könnten uns das nur die männer selbst.
versteh ich schon, aber die summe der entscheidungen ergibt eben nur ein bild des ergebnisses, aber nicht zwangsläufig der gründe. statistiken sind immer so eine sache, jeder hat für die trends mögliche erklärungen, aber genau die liefern solche statistiken häufig nicht, sie zeigen nur das was passiert aber nicht warum. da ist auch immer recht von der fragestellung anhängig.
ich glaube die meisten familien sind von diesen 5000€ auch weit entfernt u. rechnen nicht mit luxusgütern, auf welche verzichtet werden müsste, sondern schlicht mit dingen des täglichen bedarfes.
natürlich hast du damit recht dass jeder für sich entscheiden muß was genug ist u. was nicht, im zweifelsfall wird sich aber wohl eher für die variante entschieden bei der weniger eng kalkuliert werden muß, denn ohne sicherheits-polster wollen die meisten dann auch nicht leben müssen (wenn es die andere möglichkeit gibt).
in wirklichkeit macht keine firma etwas aus caritativen gründen, sondern weil sich davon ein benefit erwartet wird. kannst es auch eine investition nennen u. investiert wird nur wenn eine rendite winkt. richtig angewendet ist das auch garkeine schlechte sache, die rendite sind dann eben leistungswilligere mitarbeiter, weil sie das gefühl haben "die firma tut was für mich, also bin ich motiviert was zurückzugeben".
dem steht aber entgegen dass dieser "spieraum" solche investitionen in die mitarbeiter zu tätigen laufend schrumpft, denn auch das kostet eben geld, welches das zwar in der zukunft wieder zurückkommen würde, nur ist die zukunft heute eben nicht mehr in 10 jahren sondern in 1-2 jahren. das ist die durchschnittliche lebensdauer die manager heute in firmen haben u. damit auch die zeit in der sie auf ihren schnitt kommen wollen. was kümmert es die wo die firma in 10 jahren steht od. wie es den mitarbeitern in 10 jahren geht? zu dem zeitpunkt sind sie mit gefüllten taschen schon lange wo anders.
das ist nun aber eben ein systemproblem dass sich die letzten jahre zunehmend ausgebreitet hat. zusammen mit den immer größer werdenden firmenkonglomeraten hat sich da eine "macht" aufgebaut die sowohl genug durchdringung als auch die mittel hat ihren vorteil durchzusetzen. früher war die realität dass eine regierung einer firma vorgaben machen u. diese auch durchsetzen konnte. heute kann sie viel zu oft nur mehr schachern u. sich mit kompromissen abspeisen lassen.
warum wird wohl der mittelstand mir immer neuen steuern bedacht, die großenkonzerne aber ständig mit neuen sparmöglichkeiten beschenkt? warum zahlen großkonzerne spottpreise für strom, kleine firmen od. private aber ein vielfaches? argumentiert wird das immer mit der förderung der wirtschaft. ist der mittelstand etwas keine wirtschaft? die wahrheit ist hald eine ganz andere, nämlich dass großkonzerne mit druck, lobbying od. manchmal auch mit an erpressung grenzenden methoden ihren "wünschen" nachdruck verleihen. nein sagen läuft da nicht, im besten fall kann ein deal ausgehandelt werden, einer den kleiner nie erhalten würden u. je öfter diese deals durchgehen desto weiter entzieht sich ein konzern aus der kontrolle.
und um uns bürgern zu zeigen "hey, wir haben alles im griff" wird einer großen firma mal eben eine kartellstrafe von 1 mio euro auferlegt. wenn man nachsieht was der umsatz einer solchen firma ist dann fragt man sich ob man lachen od. weinen soll. der betrug der vielleicht demonstrativ bestraft wird hat vorher das 100-fache eingebracht u. das soll abschrecken. wers glauben will solls tun.... aber schon ganz sicher garnicht wird sich so jemand von der regierung in die pflicht nehmen lassen die sozialen belange seiner mitarbeiter nach deren vorgaben zu verbessern u. wenn dann nur wenn es zuvor mit steuerlichen od. sonstigen anreizen erkauft wird, was am ende ohnehin wieder wir selber zahlen. wir kaufen uns also unsere verbesserungen selber u. sollen dann anderen dafür dankbar sein, na dann....Männer haben für jede Lösung ein Problem!
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20.05.2013, 10:38
AW: Die Welt wird weiblich
Ich denke die Karriere der Frau fördert die Kinderarmut in Deutschland. Das Modell Mann an den Herd wird abgelehnt. Daher wird Deutschland auf lange Sicht im Zeitalter des demographischen Wandels eine immer kleinere Rolle spielen (und kleiner werden).
Ich denke die Rolle des Mannes ist gespalten (was kann man nun sein?). Das führt wie die Berufsmodelle weiter zu instabilen Familienverhältnissen zu Lasten der Kinder und langfristigen Ehen.
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20.05.2013, 10:40
AW: Die Welt wird weiblich
Persönlich finde ich es ungerecht, dass Frauen stärker gefördert werden als Männer (schulisch) und später noch eine Qoute bekommen, während Männer immer mehr ins Abseits gedrängt werden.
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20.05.2013, 10:46Inaktiver User
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20.05.2013, 10:49
AW: Die Welt wird weiblich
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20.05.2013, 10:51
AW: Die Welt wird weiblich
Und auf diese Ungerechtigkeit kommen noch Qoutenregelungen. Kann man so weit aktzeptieren- aber dies noch schön zu reden geht zu weit.
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20.05.2013, 10:53
AW: Die Welt wird weiblich
Auf Frauen wird in Zukunft keiner mehr verzichten können, das ist Fakt. Und das heißt für uns alle: Mehr Inhalte, weniger Show. Mehr Kompromisse, weniger Hierarchien. Mehr Entschlossenheit, weniger leeres Gerede. Ganz gute Aussichten, oder? Ein Spurensuche von Kristina Maroldt.
Das ist aus dem Artikel von der Eröffnung, den ich diskriminierend finde.
Weil man ein Mann ist, kommt also nur leeres Gerede oder wie?
Männer und Frauen sind unterschiedlich kompetent, je nach Person. Da kann man nicht einfach sagen, Mann oder Frau seien besser, das ist jeweils ungerecht für die jeweils andere Seite.
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20.05.2013, 10:57Inaktiver User
AW: Die Welt wird weiblich
Ich erinnere mich an Studien die das Gegenteil belegten, die z.B. nachwiesen, dass Jungen mit mehr Zuwendung von Seiten der Lehrer und lehererinnen erhielten etc.
Man müsste einfach wissen, was sie in der Studie genau gemacht und untersucht haben. Das geht natürlich aus globalen Artikel in der Regel nicht hervor.
Es kann aber natürlich auch sein, dass sich über die Zeit etwas geändert hat.


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