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  1. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    du vergisst etwas: die Rente, die du einzahlst mit deinem Job, damit bezahlst du die Rente deiner Großeltern. Die Kinder, die da heranwachsen, werden deine bezahlen.
    Gerade ich bin ein schlechtes Beispiel wenn es um Rente geht, aber nehmen wir das Argument. Die jetzt heranwachsenden Kinder zahlen meine Rente (waere ich rentenberechtigt) nicht. Meine Rente wird bezahlt werden von dem was ich privat zuruecklege und aus Ruecklagen, die jetzt gebildet werden. Und bitte: als Steuerzahler zahle ich bereits jetzt wesentlich mehr ein, als es Muetter und Vaeter tun. Auch in die Rentenkasse zahle ich mehr.

    Das ist nicht schlimm, und okay. Und ich bin nett Einfach, weil ich es selbst angenehmer finde, nett zu sein.

    Diese Aufrechnerei hilft ja dem grundsaetzlichen Problem nicht ab.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wer das nicht will, der hat halt Stress - aber das Gejammer darüber hab ich echt satt. Man kann halt nicht alles haben im Leben, das ist der Denkfehler, Kinder und Karriere und noch ein entspanntes Dasein.
    ich sehe das ebenso.

  2. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Und ich kann es nur wiederholen: sowohl ich als auch zwei meiner alleinerziehenden Freundinnen arbeiten seit kurzem wieder Vollzeit und wir haben alle drei mit knapp 50 jetzt einen Karrieresprung gemacht. Uns hat es allen nicht geschadet, ein paar Jahre teilzeit gearbeitet zu haben. Auch das muss man doch hinterfragen, ob das alles so stimmt, dass man sich damit total aus jeder beruflichen Weiterentwicklung rausschießt??


  3. Registriert seit
    21.12.2008
    Beiträge
    5.203

    AW: Mütterquote im Job?

    Ständige Überstunden sind für mich ein Zeichen eines schlechten Managements
    Ja genau! Genau! Genaugenaugenau! Das gehört in 2m-hohen Buchstaben ausgedruckt und an alle Möchtegern-Karriere-Väter verteilt.

  4. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Sehe ich nicht so. Kommt aber wohl auch drauf an, was man unter "Karriere" versteht. Was bedeutet denn Karriere für Dich?
    Ich selbst habe einen Job mit Reisetaetigkeit. was nicht heisst, mal eben ins naechste Dorf um die Ecke und naechste Woche zurueck. ich bin laengerfristig in Gegenden eingesetzt, wo man ein Kind weder mitnehmen will noch kann.

    Ich liebe meinen Job, aber es ist auch voellig klar, dass ich das nicht mit Kind machen könnte. Was insofern fuer mich kein Problem darstellt, weil ich keine Kinder haben will oder je wollte.

    Was ich sagen will: es gibt jenseits von der klassischen Karriere-idee "Frau an der Spitze einer Bank, Führungsverantwortung, etc", einfach Jobs wo Kind nicht passt. Forschungstaetigkeiten mit Auslandsaufenthalten. Schichtdienst. Jobs wo du mit einem planbaren acht-stunden-Tag nicht hinkommst (Anwalt, wuerde mir spontan einfallen. Kennt irgendjemand einen Anwalt, der 9-5 macht? Ich nicht)

    Das waere der eine Punkt. Der andere, der dann die klassische Karriere betrifft: Karriere macht man (hoffentlich) indem man sich intensiv in ein Gebiet reinkniet und excellente Leistungen erbringt. Brausepaul schrieb das: 100% fuer Beruf und 100% fuer Kind klappt halt nicht. Weil 200% einmal sehr anstrengend ist, aber auch eher endet bei: nicht genug in beiden Bereichen.

    Es gibt einige Frauen mit Kindenr und in Spitzenpositionen: Neben von der Leyen und Kristina schorender wuerde mir als erster Name Madeleine Albright einfallen, oder Hillary Clinton. Aber keine von denen hat das geschafft ohne ein hervorragendes Netzwerk zur Kinderbetreuung im Rücken, sei es familiaer oder bezahlt (meist wohl eine Mischung aus beidem). Und ich wette, dass das auch fuer die mittlere Managementschiene schon so gilt.

    Zwei Dinge gleichzeitig machen heisst leider meist, dass man keins von beidem gut macht.

  5. Avatar von Brausepaul
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    01.09.2010
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    10.545

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer das nicht will, der hat halt Stress - aber das Gejammer darüber hab ich echt satt. Man kann halt nicht alles haben im Leben, das ist der Denkfehler, Kinder und Karriere und noch ein entspanntes Dasein.

    Jeder zahlt für seine Entscheidung den Preis, komischerweise höre ich aber dieses Gejammer nie von Eltern, die beruflich mal eine Zeit zurückstecken für Kinder, sondern nur von denen die auf nix verzichten wollen.
    Stimmt.
    Finde ich ebenso nervig wie die Leute, die zu zweit auf 130qm leben, einen relativ luxoriösen Lebensstil pflegen, aber behaupten ein Kind könnten sie sich nicht leisten. Meine Eltern haben uns aus sehr viel kleineren Verhältnissen großgezogen und es hat uns nie an etwas gemangelt.
    Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft haben sehr wohl eine Wahl, sie sind nur nicht gewillt mit den Konsequenzen zu leben.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  6. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    du vergisst etwas: die Rente, die du einzahlst mit deinem Job, damit bezahlst du die Rente deiner Großeltern. Die Kinder, die da heranwachsen, werden deine bezahlen.

    Es ist nicht so weit hergeholt, nett zu ihnen zu sein. Die zahlen nämlich höchstwahrscheinlich deine Rente ohne, dass sie auch nur einen Cent davon zurückbekommen, was sie da einzahlen.



    Es würde mich freuen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen könnte

    Nun, wer die Rente bezahlt, ist in Zukunft völlig unklar.
    Aber eines ist sicher: wer jahrelang 'nur' in Teilzeit oder gar nicht gearbeitet hat, hat einen sehr geringen Rentenanspruch. Denn der Staat hat Rente an das Einkommen geknüpft. Genauso wie das Arbeitslosengeld.

    Das hat zur Folge, dass Armut (im Alter) weiblich ist. Insbesondere wenn die betroffene Frau für Kinder gesorgt hat. Noch immer ist die Mutterschaft in Deutschland ! eines der größten Armutsrisiken. Je mehr Kinder desto höher.

    Auf Männer - die ja auch an den Kindern beteiligt sind - trifft das nicht zu.

    Ich bin gegen jede Form von Quote. Aber in Deutschland herrscht eine Benachteiligung von Frauen in Arbeitsverhältnissen vor und diese Benachteiligung muss beseitigt werden. Nicht eine Quote erfunden werden.

    Auch den letztgenannten Punkten Überstunden, Besprechungstermine nach 17 Uhr - die sollten eigentlich Mütter und Väter betreffen.
    Was ich über's Leben weiß, weiß ich aus Stand by Me
    Ich hab' einen Hund der Cujo heißt, und mein Auto heißt Christine
    Wenn du schreiben kannst, dann schreibe,
    wenn du singen kannst, dann sing
    Und wenn du nicht mehr weiterweißt, frag
    Stephen King


    Thees Uhlmann "Danke für die Angst"

  7. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Zwei Dinge gleichzeitig machen heisst leider meist, dass man keins von beidem gut macht.
    Yep. Und wenn man noch so sehr mit dem Fuß aufstampft.

    Auch Männer können das nicht, die sehen dann halt auch ihre Kinder nie - und den Preis wollen die meisten Frauen dann doch auch wieder nicht zahlen. Das hat aber nichts mit Benachteiligung von Frauen zu tun - die das wollen können das ja so machen und sich allermeistens auch ausgiebigste Fremdbetreuung leisten.

    Aber wirklich Karriere machen ohne Abstriche anderswo funktioniert in meinen Augen einfach nicht, und das ist auch ein Grund wieso viele Frauen nicht in Spitzenpositionen kommen: weil sie es gar nicht wollen.

  8. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich kann es nur wiederholen: sowohl ich als auch zwei meiner alleinerziehenden Freundinnen arbeiten seit kurzem wieder Vollzeit und wir haben alle drei mit knapp 50 jetzt einen Karrieresprung gemacht. Uns hat es allen nicht geschadet, ein paar Jahre teilzeit gearbeitet zu haben. Auch das muss man doch hinterfragen, ob das alles so stimmt, dass man sich damit total aus jeder beruflichen Weiterentwicklung rausschießt??
    Würdest du netterweise grob erzählen in welchem Bereich du arbeitest? (Nur wenn dir das nicht zu persönlich ist natürlich).
    Ich bin da nämlich total überrascht, denn ich kenne hier in Deutschland kaum eine Mutter, die auch nur Teilzeit arbeitet. Und meine Freundinnen/Bekannte, die in meinem Alter und ähnlicher Familienkonstellation sind, gehören eher zu der hier auch schon beschriebenen Gruppe: Anfang 40, 3 Kinder, nach der Uni etwa 4-5 Jahre Berufserfahrung, seit MItte 30 nicht berufstätig gewesen. Von denen, die es jetzt versuchen hat keine Einzige einen Job gefunden, bisher. ICh frage mcih jetzt gerade, was da angesihcts der Situation auf dem Arbeitsmarkt in den Jahren bis 50 passieren soll. Zumal man ja, je älter man wird, nicht gerade beliebter bei Personalchefs mit Tunnelblick wird.

    Aber eigentlich geht die Diskussion jetzt schon wieder fast susschließlich in Richtung StayAtHomeMum oder berufstätig.

    Interesssant fände ich wie gesagt eher die Situation derjenigen Frauen, die im Berufsleben stehen. Die andere Diskussion ist leider eh fruchtlos. Ist so.

    Wie gesagt, mich erstaunt, wieviele tolle karrieremachende Frauen ihr kennt, die dann auch noch Kinder haben und dann (so sagt ihr ja) herumjammern, sie hätten Stress.
    Ich kenne keine einzige.
    Die Wenigen, denen ich eine klassische Karriere zuschreibe, haben genug Betreuungsmöglichkeiten und Flexibilität. Es sind eher die mittleren und unteren Ränge, die sich aufreiben.
    Geändert von Inaktiver User (05.01.2013 um 21:35 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Das hat zur Folge, dass Armut (im Alter) weiblich ist. Insbesondere wenn die betroffene Frau für Kinder gesorgt hat. Noch immer ist die Mutterschaft in Deutschland ! eines der größten Armutsrisiken. Je mehr Kinder desto höher.
    Ich denke da muss man genauer hinschauen: pro Kind bekommst du heute ja den durchschnittlichen Rentenbeitrag für drei Jahre gutgeschrieben - als Normalverdienerin hast du also keinen Verlust, wenn du mit zwei Kindern sechs Jahre ganz daheimbleibst.

    Ich denke die Ursachen sind viel eher dass Frauen heute noch eher gering bezahlte Berufe wählen, oder den fatalen 400 Euro Job ohne sich vom Ehemann eine Altersvorsorge finanzieren zu lassen, die er sich selbstverständlich aufbaut.

  10. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Würdest du netterweise grob erzählen in welchem Bereich du arbeitest? (Nur wenn dir das nicht zu persönlich ist natürlich).
    Ich arbeite bei einem Automobilhersteller, meine Freundinnen bei einer großen Buchhandelskette und einer Flughafengesellschaft.

    Ich hab meinen jetzigen Job (intern) jedenfalls genau deshalb bekommen, weil man gemeint hat, ich kann mich durchsetzen und organisieren, als alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern hätt ich das wohl im Griff.

    Ich bin da nämlich tiotal überrascht, denn ich kenne hier in Deutschland kaum eine Mutter, die auch nur Teilzeit arbeitet. Und meine Freundinnen/Bekannte, die in meinem Alter und ähnlicher Familienkonstellation sind, gehören eher zu der hier auch schon beschriebenen Gruppe: Anfang 40, 3 Kinder, nach der Uni etwa 4-5 Jahre Berufserfahrung, seit MItte 30 nicht berufstätig gewesen. Von denen, die es jetzt versuchen hat keine Einzige einen Job gefunden bisher.
    Man kennt meine Meinung dazu...

    Ich denke es gibt so ein spezifisches akademisches Milieu, das nicht unbedingt von Pragmatismus geprägt ist. Ich selbst hab auch nicht studiert, weil ich wußte, das kollidiert mit meinem Kinderwunsch. Sowohl als Juristin wie auch als Kunsthistorikerin (das wären meine Wunschstudien gewesen) hätte ich das alles nicht vereinbaren können, weil mir wichtig war, Kinder erst zu bekommen nachdem ich mich beruflich schon etabliert hatte. Und ohne Studium war ich das mit 28 halt schon.

    Auch da denke ich: man kann nicht alles haben. Dass ich mit einem geisteswissenschaftlichen Studium schwer Fuß fasse weiß ich doch vorher - und ich denke, das ist bei vielen auch ohne Kind ein Problem. Liegt aber eher am Studium als am Muttersein.

    Insofern seh ich ein solches Studium schon ein bisschen als Luxus an. Den man sich bewußt leistet - oder aber nicht.

    Aber eigentlich geht die Diskussion jetzt schon wieder fast susschließlich in Richtung StayAtHomeMum oder berufstätig.
    Ich sehe es nicht so absolut, ich denke mehr in Phasen. Und die Phase mit Kleinkind ist eine ganz andere als mit Kindergarten- oder Grundschulkind und die eine andere als mit Teenagerkindern.


    Interesssant fände ich wie gesagt eher die Situation derjenigen Frauen, die im Berufsleben stehen. Die andere Diskussion ist leider eh fruchtlos. Ist so.
    Ich seh um mich herum lauter Frauen, die den Wiedereinstieg geschafft haben (nach kurzer !! Familienpause) und Job und Familie vereinbaren können. Liegt aber sicher auch daran, dass ich in einer Boom-Region lebe, das wird im Ruhrgebiet anders sein.

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