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  1. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und das ist ja momentan noch die Forderung: beide Eltern sollen auch mit Kindern weiterhin vollzeit im Job bleiben, möglichst ununterbrochen.
    Meinst du die der Wirtschaft oder hier im Strang? Ich komme da jetzt nicht mit.

  2. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    @schnellschnell: Ich kann das so unterschreiben - ich finde eh, Entscheidung ist was schönes.

    Ich nehme die "doppelte Karriere" und logischerweise Fremdbetreuung mit rein - na ja, weil ich das einfachals nicht so tragisch empfinde. Und weil ich wirklich denke, das ist jedes Menschen eigene Sache. Politik muss die Rahmenbedingungen so schaffen, dass Entscheidungen fuer den Einzelnen moeglich werden - das ist so meine Ansicht dabei.

    @Lemon: Wenn wir die ganz grosse Karriere mal weglassen und einfach nur das normale Arbeit gehen als Idee nehmen - ich glaube dann ist es wirklich eine Frage WANN nach Geburt eines Kindes dieser Widereinstieg in die Arbeitswelt passieren soll. Ich habe Freundinnen, die direkt nach Mutterschutz voll durch starteten, und andere, die drei Jahre zu Hause blieben. ich gebe zu, dass ich mich hier erfahrungsmaessig und argumentativ auf duennem Eis bewege, da ich eben kinderlos bin - aber wie sunshine sagte: kann man als Mutter eines kleinen Kindes oder auch schulpflichtigen Kindes anders als halbtags arbeiten - oder es eben vollzeit fremd betreuen lassen? Speziell wenn man einen Job mit Schichtdienst, wie z.B. Krankenschwester hat?

    Ich kann mir nicht vorstellen wie das ohne Hilfe von Vater / anderen Betreuungspersonen funktionieren soll. Wie soll das also "mehr familienfreundlich" gebaut werden - ausser eben: Mutter geht arbeiten, Vater bleibt zu hause. was nur eine Umkehrung der Geschlechter, aber eben nicht der Verhaeltnisse ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um der Wahrheit die Ehre zu geben, habe ich sogar in meinem ganzen Leben noch nie eine Frau getroffen, dei das plant, tut oder anderen anrät. Daher finde ich dieses Argument immer etwas...seltsam.
    Schau, und ich erlebe das real, ich arbeite in einem Konzern, noch dazu in einer ausgesprochenen Männerdomäne, wo die wenigen weiblichen Führungskräfte mit Kindern nach acht Wochen wieder auf der Matte standen und ihre 70h abgerissen haben, und kaum ein junger Vater auch nur die zwei Vätermonate genommen hat. Und das möchte ich nicht weiter zementiert haben.

    Karrierechance kann für mich nicht nur heißen, wir schaffen so viel Fremdbetreuung dass die Kinder der Karriere nicht im Weg stehen und die Eltern beide ihre 70h Woche leisten können.

    Mit dem "Karriere"argument kann ich immer wenig anfangen. Was heißt schon Karriere? Die wenigsten Frauen machen eine fette Karriere in strengen Wortsinn. Ich rede davon, seinen Lebensunterhalt und den der Kinder verdienen zu können ohen daß es einem unnötig schwer gemacht wird.
    Das sehe ich genauso, und ich denke, viele Frauen sind zu schlau dazu, sich das anzutun. Nur: wieso wird dann so eine Panik verbreitet? Es hat doch jahrelang gut geklappt in dem man drei Jahre daheimgeblieben ist und ab Kiga Alter wieder halbtags gearbeitet hat? Die Masse der Frauen hat sich auch nach vier, fünf Jahren wieder im Job zurechtgefunden, eben weil wir nicht alle Hirnchirurginnen oder internationale Wirtschaftsanwältinnen sind sondern Arzthelferin, Verkäuferin, Versicherungsangestellte. Wieso wurde denn das Unterhaltsrecht gekippt, so dass das jetzt zu Lasten der Frauen geht? Und wieso verweist man Frauen jetzt nach einer Trennung, egal wie klein die Kinder sind, auf eine Vollzeittätigkeit??

    Da frag ich mich schon, welche Interessen dahinterstecken, und ob das dem Wohl von Familien, egal ob Frau, Mann oder Kind, dient und nicht nur der Wirtschaft???


    Wer immer Frau Allmendinger ist, inwiefern beinflußt ihre Haltung die Lebenssituation von irgendeinem von uns hier?
    Beeinflussen tut sie gar nichts, sie untersucht und liefert Fakten.

  4. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meinst du die der Wirtschaft oder hier im Strang? Ich komme da jetzt nicht mit.
    Beides. Denn alles andere ging doch jahrzehntelang völlig problemlos? Ich weiß gar nicht wo der ganze Druck herkommt.

    In meinem Umfeld gibt es so gut wie keine Vollzeit-Hausfrauen mehr, die meisten haben eine Zeitlang pausiert oder reduziert und gut war.

    Wieso wird jetzt überall so ein Fass aufgemacht, mit fehlenden Betreuungsmöglichkeiten etc? Doch nur weil man die Kinder möglichst schnell und möglichst lang abgeben will, nur das ist doch neu, aber doch nicht dass Frauen im Beruf bleiben.

  5. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich nehme die "doppelte Karriere" und logischerweise Fremdbetreuung mit rein - na ja, weil ich das einfachals nicht so tragisch empfinde. Und weil ich wirklich denke, das ist jedes Menschen eigene Sache. Politik muss die Rahmenbedingungen so schaffen, dass Entscheidungen fuer den Einzelnen moeglich werden - das ist so meine Ansicht dabei.

    So kann ich das unterschreiben - aber bei mir kommt das als Vorgabe für alle so an, und da geh ich nicht mit.

  6. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da frag ich mich schon, welche Interessen dahinterstecken, und ob das dem Wohl von Familien, egal ob Frau, Mann oder Kind, dient und nicht nur der Wirtschaft???
    .
    Dahinter koennte eine Studie und Langzeitberechnung der OECD stecken, die sie letztes jahr vorgestellt hat - zwar sicher auch online, aber ich bin darueber beim OECD-Gipfel im Mai in Paris gestolpert - ganz real. Daher kann ich nicht verlinken (ich kann die jetzt nicht suchen, sorry) - ihr muesst mir einfach mal glauben. Ohne Quelle.

    Also, die OECD hat fuer alle europaeischen Laender unterscuht was dort getan werden muss um die Demographie & den Fachkraeftemangel auszugleichen, und welche Bevoelkerungsgruppen "totes Bildungskapital" sind (sorry, der Ausdruck ist schrecklich, ich weiss). Und in Deutschland sind das ganz klar die Frauen. (In Finnland, zum Beispiel, sind es Behinderte)

    Die Situation kann sich derzeit schon wieder geaendert haben durch den massiven Zustrom von Suedeuropaern nach Deutschland, aber Politik ist langsam; und im Mai eben waren die letzten Forschungsergebnisse: Wenn wir in deutschland nicht die Frauen in Lohn und Brot holen, und es ermoeglichen, dass Frauen arbeiten können obwohl sie Kinder haben, dann sitzen wir in kuerzester Zeit auf dem Trockenen.

  7. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    So kann ich das unterschreiben - aber bei mir kommt das als Vorgabe für alle so an, und da geh ich nicht mit.
    Nicht als Vorgabe. Ich mein das nur als Moeglichkeit, die da sein muss, wenn die Beteiligten das wollen.

  8. Avatar von Brausepaul
    Registriert seit
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    10.560

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halte das fuer eine der Kernfragen in der Debatte um Fuehrungskraete-quote oder Mütter-quote. Halten wir es fuer erstrebenswert, ja, noetig, dass Frauen Muetter werden und Karriere machen und Fuehrungskraefte werden? Oder Sollten wir uns vielleicht einfach mal entscheiden, was wir wollen und können?
    Nicht nur als Frauen, sondern genauso gueltig fuer die Männer?
    Sehe ich ähnlich.
    Vollzeitkarriere und Vollzeitmutter halte ich für illusorisch.
    Zumal man nicht vergessen darf, dass nicht alle Berufe zeitlich flexibel gestaltet werden können.
    Es sei denn die anderen Kollegen/innen sind bereit immer einzuspringen, wenn in einem ungünstigen Augenblick die Mutterrolle Vorrang hat. Ich glaube das kann man aber auf Dauer niemand zumuten.

    Ebensowenig halte ich davon, wenn die Politik versucht bestimmte Familienmodelle durchzusetzen. Das sollte einzig die Entscheidung der Eltern bleiben.
    Sinnvoll und nötig ist es aber den Eltern die Optionen zu geben, um selbst zu entscheiden.
    Dazu gehören eben auch genügend verfügbare Betreuungsmöglichkeiten.
    Davon sind wir leider noch weit entfernt.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  9. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also, die OECD hat fuer alle europaeischen Laender unterscuht was dort getan werden muss um die Demographie & den Fachkraeftemangel auszugleichen, und welche Bevoelkerungsgruppen "totes Bildungskapital" sind (sorry, der Ausdruck ist schrecklich, ich weiss). Und in Deutschland sind das ganz klar die Frauen. (In Finnland, zum Beispiel, sind es Behinderte)
    Aber doch nicht, weil man drei oder fünf von vierzig oder fünfzig Jahren nicht vollzeit arbeitet?

    Das muss man doch einfach mal hinterfragen. Für mich gälte das nur, wenn Mütter nach der Geburt des ersten Kindes nie mehr wieder im erlernten Beruf arbeiten würden - und nicht wie zumindest in meinem Umfeld die allermeisten nach ein paar Jahren zumindest wieder halbtags arbeiten. Wieso ist das totes Bildungskapital, wenn ich "nur" 25 oder 30 Wochenstunden arbeite - wer definiert denn so einen Schwachsinn????

    Gleichzeitig wundern wir uns dass immer mehr Menschen in den burn out rennen.

    Das ist doch alles absurd.

  10. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Es sei denn die anderen Kollegen/innen sind bereit immer einzuspringen, wenn in einem ungünstigen Augenblick die Mutterrolle Vorrang hat. Ich glaube das kann man aber auf Dauer niemand zumuten.
    Darüber wird auch nicht geredet - ich war alleinerziehend mit drei kleinen Kindern immer im Job, ich hab das durch. Oder les mal hier in den Strängen wenn Kinder sich eben nicht problemlos von kleinauf in die Fremdbetreuung geben lassen, was das für ein Druck ist.

    Kinderbetreuung gut und schön, aber es ist immer was, und es kann nicht sein dass man als Elternteil das Gleiche im Job zu leisten hat wie jemand ohne Kind. Das seh ich als Aufgabe der Gesellschaft, das anzuerkennen, dass du halt egal wie engagiert du bist immer mal ausfallen wirst, weil keine Krippe dein Kind mit Fieber oder Brechdurchfall betreut, und wenn du selbst noch so perfekt organisiert bist.

    Was meine Cousine als Leiterin einer Einrichtung so erzählt ist für mich der Horror, das war in meiner Kindheit völlig undenkbar, dass man wirklich kranke Kindern mit aller Gewalt in die Kita schleift um nur ja im Job präsent zu sein. Das ist so ein Tabu, darüber wird gar nicht gesprochen: dass sich Kinder eben nicht geräuschlos komplett aussourcen lassen.

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