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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Das Risiko ist natürlich da. Aber es wird nie so hoch sein wie bei einer Frau. Alleine weil ein Mann nicht stillen kann, viele Frauen diese Phase aber nicht verpassen möchten. Dazu kommen eben die ganzen sozialen Konstrukte, von der Politik. Erweiteter Kündigungsschutz, Anspruch auf Teilzeit, "Arbeitsplatzgarantie" usw. usw.

    Also wird Frau strukturell in die Rolle der Mutter gezwungen?
    Interessant und volle Zustimmung.


    Das wäre allerdings passé wenn beide Elternteile die 36 Monate gleich untereinander aufteilen wollten ( ersatzweise MÜSSTEN). Dann hätte der Mann das gleiche Risiko wie die Frau.
    Wollen wäre super, da müssen wir auch irgendwo hin im Kopf.
    Geändert von _Farmelli (07.01.2013 um 19:59 Uhr)

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    AW: Mütterquote im Job?

    Für welches Land meinst Du jetzt?
    Für die Schweiz - wo es eben all die Vergünstigungen und die Möglichkeit, Elternzeit zu nehmen, nicht gibt.

    Dafür aber einen jährlichen Militärdienst von mehreren Wochen für junge Männer. Zusammengerechnet ergibt das ein ähnliches Ausfallrisiko wie für Frauen...

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    AW: Mütterquote im Job?

    Wollen wäre super, da müssen wir auch irgendwo hin im Kopf.
    Und da finde ich schnellschnells Gedanken völlig richtig:

    Die Diskussion, dass ein vorübergehender Berufsausstieg vernichtend ist oder die Reduktion auf Teilzeit ein Karrierekiller ist da wenig hilfreich. So sollte es nicht sein. (Und ich glaube auch nicht wirklich, dass es so ist.)

  4. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Ich halte es auch aus wenn man mir 10 mal mit nem Kochlöffel auf den Kopf haut. Ich will das trotzdem nicht und halte mich von Leuten fern, die dies machen könnten.
    Was ich sagen will ist: Der Mutterschutz bringt keine Firma um, bereitet aber Aufwand. Weil die Arbeit trotzdem gemacht werden muss. Also neu strukturieren, andere Mitarbeiter mehr arbeiten lassen usw. Einmal kein Problem.
    Verständlich und nachvollziehbar.
    Eine Sache stört mich auch immer bei solchen Diskussionen. Das manchmal so getan wird, als wären Arbeitgeber alles kapitalistische Ausbeuter, die nur ihren Profit in Auge haben und ihre Leute ausbeuten. Das es davon tatsächlich diverse gibt bestreite ich nicht. Aber dieser generelle Anspruch, dass Arbeitgeber gefälligst alles zu tun haben, um jedermans Familienplanung zu realisieren, geht mir deutlich zu weit.

    Klar ist, die Angestellten sind wichtig. Ohne ihre Leistung und Arbeitskraft läuft der Laden nicht. Dafür steht ihnen ein angemessener Lohn, der Schutz vor Ausbeutung, Urlaub, bezahlte Krankheitstage; Kündigungsschutz etc. und sicher auch ein gewisses entgegenkommen zu. Es ist (oder sollte) ein geben und nehmen beider Seiten sein.

    Andererseits (wenn ich z.B. mal von meinem alten Chef ausgehe). Er hat die Firma aufgebaut, Kredite aufgenommen, er trägt das juristische und finanzielle Risiko, er ist für alle Mitarbeiter verantwortlich.
    Dafür erwartet er einen entsprechenden Gewinn, nicht zuletzt um seine Verbindlichkeiten zu bezahlen.
    Wenn er das nicht getan hätte, hätten seine Angestellten auch keinen Job.
    Er müßte doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er da nicht versuchen würde so wenig Aufwand und Kosten wie möglich zu haben. Das sollte man vielleicht mal im Hinterkopf behalten.

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Wie gross ist denn diese Wahrscheinlichkeit, dass sich der eigentliche Mutterschutz (d.h. das Wochenbett) von 10 ! Frauen beim selben Arbeitgeber über mehrere Wochen überschneidet??
    In einer ähnlichen Größenordnung (nicht nur Wochenbett, sondern Gesamtausfallzeit) ist es bei uns passiert.
    Wenn ein Großteil der angestellten weiblich, zwischen 20-37 ist, ist das keine so unwahrscheinliche Konstellation.

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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Und da finde ich schnellschnells Gedanken völlig richtig

    ich auch!

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    AW: Mütterquote im Job?

    Ja aber bezieht sich das nur auf ein Szenario, in dem es Elternzeit gibt?

    Hier in der CH muss die Frau kündigen, wenn sie länger als 16 Wochen zu Hause bleiben will und keine Einigung mit dem AG (unbezahlter Urlaub) erzielen kann.

    Und dass 10 Frauen gleichzeitig 16 Wochen weg sind halte ich schon für ein sehr unrealistisches Szenario.

    Er müßte doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er da nicht versuchen würde so wenig Aufwand und Kosten wie möglich zu haben. Das sollte man vielleicht mal im Hinterkopf behalten.
    Das habe ich durchaus. Und ich bin überzeugt davon, dass ich für meinen AG trotz 2mal 16 Wochen Ausfalls eine wertvolle Arbeitskraft bin. (Zumal er den Lohnausgleich ja nichtmal selbst gezahlt hat...)

    Und ich glaube, dass da auch die Männer mit mehr Selbstbewusstsein rangehen dürfen.

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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Also wird Frau strukturell in die Rolle der Mutter gezwungen?
    Interessant und volle Zustimmung.
    Jain... es wird nur versucht strukturen zu schaffen, die es Frauen vermeintlich einfacher machen sollen, ihrer Biologie nachgehen zu KÖNNEN. Das es genau die Strukturen sind, die Arbeitgeber dann ein Risiko das nicht unwichtig ist bereiten, wurde wohl leider nicht bedacht.

    Das wäre allerdings passé wenn beide Elternteile die 36 Monate gleich untereinander aufteilen wollten ( ersatzweise MÜSSTEN). Dann hätte der Mann das gleiche Risiko wie die Frau.
    Wollen wäre super, da müssen wir auch irgendwo hin im Kopf.
    Wenn dann der Mutterschutz drauf angerechnet wird, Anspruch auf Teilzeit weg fällt und sicher ist, das danach der Arbeitsvertrag 100% weiter erfüllt wird, hast Du wohl recht. Aber wie realistisch ist das?
    Zumal das Ergebnis wohl wäre das einfach nur Arbeitsplätze an ältere eher vergeben würden als an jüngere.
    Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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    Schau auf deine Haut und lies
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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Für die Schweiz - wo es eben all die Vergünstigungen und die Möglichkeit, Elternzeit zu nehmen, nicht gibt.

    Dafür aber einen jährlichen Militärdienst von mehreren Wochen für junge Männer. Zusammengerechnet ergibt das ein ähnliches Ausfallrisiko wie für Frauen...
    Das Risiko ist aber anders strukturiert. Ich kenne das noch von hier, als der Wehrdienst nicht ausgesetzt war. Der Arbeitgeber fragt, ob man den schon hatte oder nicht. Wenn nicht, wird man aussortiert. Ansonsten weiß der AG ungefähr bis wann der ansteht, wie lange er dauert und das Risiko das der AN nicht mehr zurück kommt, ist gering. Anspruch auf Teilzeit und generell weitreichendere Folgen hat er nicht.
    Das Risiko ist also größtenteils kalkulierbar und kostet wenig (teils garnix). Das ist bei einer schwangeren Arbeitnehmerin völlig anders.
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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Satyr Beitrag anzeigen
    Jain... es wird nur versucht strukturen zu schaffen, die es Frauen vermeintlich einfacher machen sollen, ihrer Biologie nachgehen zu KÖNNEN. Das es genau die Strukturen sind, die Arbeitgeber dann ein Risiko das nicht unwichtig ist bereiten, wurde wohl leider nicht bedacht.

    Eine Frau wird nicht von allein schwanger.
    Sorry for the bad news

    Anspruch auf Teilzeit weg fällt
    Warum...ein Vater ist ebenso Vater, wenn das Kind älter ist eine Mutter ist ebenso Mutter, wenn das Kind kein Baby ist. Wer ein Kind zeugt, der muss sich drum kümmern.

    Anspruch auf Teilzeit soll wegfallen? Was macht ein Vater von zwei Kindern, dessen Frau krank wird, bzw. stirbt? Kein Anspruch auf Teilzeit?

    Was macht ein Vater, der gerne Vater wäre und sich um seine Kinder kümmern möchte.
    Der eine Chef der Abteilung in der ich lange gearbeitet habe, war zweimal 4 Monate weg (Schild an Tür: Gone Fishing ). Der Firma geht es super. Kompetenzen sind breit aufgestellt. Steht alles wie ein Fels.


    Familie haben ist in Deutschland Normalität. Es betrifft die Mehrheit und keine Minderheit.

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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Biologie: Ein Kind ist von zwei Menschen gezeugt. Eine Frau wird nicht von allein schwanger.
    Sorry for the bad news
    Aber wer stillt? Wer fällt (verständlicherweise) wegen Mutterschutz aus?
    Die Biologie mag Dir nicht gefallen. Sie kann aber wegreglementiert werden.


    Warum...ein Vater ist ebenso Vater, wenn das Kind älter ist eine Mutter ist ebenso Mutter, wenn das Kind kein Baby ist. Wer ein Kind zeugt, der muss sich drum kümmern.

    Anspruch auf Teilzeit soll wegfallen? Was macht ein Vater von zwei Kindern, dessen Frau krank wird, bzw. stirbt? Kein Anspruch auf Teilzeit?

    Was macht ein Vater, der gerne Vater wäre und sich um seine Kinder kümmern möchte.
    Der eine Chef der Abteilung in der ich lange gearbeitet habe, war zweimal 4 Monate weg. Der Firma geht es super. Kompetenzen sind breit aufgestellt. Steht wie ein Fels.


    Familie haben ist in Deutschland Normalität. Es betrifft die Mehrheit und keine Minderheit.
    Weil Teilzeit den Arbeitgeber Geld kostet. Nicht wenig. Er wird meist versuchen dem aus dem Weg zu gehen. Du musst mich nicht überreden das es eine doofe Situation ist. Das sehe ich ja genauso. Aber sie hat Gründe. Jetzt an den Auswirkungen rumdocktern, wird nur zum verschlimmbessern. Die Gründe müssen angegangen werden, soweit es geht. Aber das führe ich besser nicht weiter aus, zu unpopulär.
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