Also wird Frau strukturell in die Rolle der Mutter gezwungen?
Interessant und volle Zustimmung.
Das wäre allerdings passé wenn beide Elternteile die 36 Monate gleich untereinander aufteilen wollten ( ersatzweise MÜSSTEN). Dann hätte der Mann das gleiche Risiko wie die Frau.
Wollen wäre super, da müssen wir auch irgendwo hin im Kopf.
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Thema: Mütterquote im Job?
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07.01.2013, 19:56
AW: Mütterquote im Job?
Geändert von _Farmelli (07.01.2013 um 19:59 Uhr)
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07.01.2013, 20:03
AW: Mütterquote im Job?
Für die Schweiz - wo es eben all die Vergünstigungen und die Möglichkeit, Elternzeit zu nehmen, nicht gibt.Für welches Land meinst Du jetzt?
Dafür aber einen jährlichen Militärdienst von mehreren Wochen für junge Männer. Zusammengerechnet ergibt das ein ähnliches Ausfallrisiko wie für Frauen...
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07.01.2013, 20:07
AW: Mütterquote im Job?
Und da finde ich schnellschnells Gedanken völlig richtig:Wollen wäre super, da müssen wir auch irgendwo hin im Kopf.
Die Diskussion, dass ein vorübergehender Berufsausstieg vernichtend ist oder die Reduktion auf Teilzeit ein Karrierekiller ist da wenig hilfreich. So sollte es nicht sein. (Und ich glaube auch nicht wirklich, dass es so ist.)
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07.01.2013, 20:17Inaktiver User
AW: Mütterquote im Job?
Verständlich und nachvollziehbar.
Eine Sache stört mich auch immer bei solchen Diskussionen. Das manchmal so getan wird, als wären Arbeitgeber alles kapitalistische Ausbeuter, die nur ihren Profit in Auge haben und ihre Leute ausbeuten. Das es davon tatsächlich diverse gibt bestreite ich nicht. Aber dieser generelle Anspruch, dass Arbeitgeber gefälligst alles zu tun haben, um jedermans Familienplanung zu realisieren, geht mir deutlich zu weit.
Klar ist, die Angestellten sind wichtig. Ohne ihre Leistung und Arbeitskraft läuft der Laden nicht. Dafür steht ihnen ein angemessener Lohn, der Schutz vor Ausbeutung, Urlaub, bezahlte Krankheitstage; Kündigungsschutz etc. und sicher auch ein gewisses entgegenkommen zu. Es ist (oder sollte) ein geben und nehmen beider Seiten sein.
Andererseits (wenn ich z.B. mal von meinem alten Chef ausgehe). Er hat die Firma aufgebaut, Kredite aufgenommen, er trägt das juristische und finanzielle Risiko, er ist für alle Mitarbeiter verantwortlich.
Dafür erwartet er einen entsprechenden Gewinn, nicht zuletzt um seine Verbindlichkeiten zu bezahlen.
Wenn er das nicht getan hätte, hätten seine Angestellten auch keinen Job.
Er müßte doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er da nicht versuchen würde so wenig Aufwand und Kosten wie möglich zu haben. Das sollte man vielleicht mal im Hinterkopf behalten.
In einer ähnlichen Größenordnung (nicht nur Wochenbett, sondern Gesamtausfallzeit) ist es bei uns passiert.
Wenn ein Großteil der angestellten weiblich, zwischen 20-37 ist, ist das keine so unwahrscheinliche Konstellation.
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07.01.2013, 20:20
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07.01.2013, 20:22
AW: Mütterquote im Job?
Ja aber bezieht sich das nur auf ein Szenario, in dem es Elternzeit gibt?
Hier in der CH muss die Frau kündigen, wenn sie länger als 16 Wochen zu Hause bleiben will und keine Einigung mit dem AG (unbezahlter Urlaub) erzielen kann.
Und dass 10 Frauen gleichzeitig 16 Wochen weg sind halte ich schon für ein sehr unrealistisches Szenario.
Das habe ich durchaus. Und ich bin überzeugt davon, dass ich für meinen AG trotz 2mal 16 Wochen Ausfalls eine wertvolle Arbeitskraft bin. (Zumal er den Lohnausgleich ja nichtmal selbst gezahlt hat...)Er müßte doch mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn er da nicht versuchen würde so wenig Aufwand und Kosten wie möglich zu haben. Das sollte man vielleicht mal im Hinterkopf behalten.
Und ich glaube, dass da auch die Männer mit mehr Selbstbewusstsein rangehen dürfen.
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07.01.2013, 20:32
AW: Mütterquote im Job?
Jain... es wird nur versucht strukturen zu schaffen, die es Frauen vermeintlich einfacher machen sollen, ihrer Biologie nachgehen zu KÖNNEN. Das es genau die Strukturen sind, die Arbeitgeber dann ein Risiko das nicht unwichtig ist bereiten, wurde wohl leider nicht bedacht.
Wenn dann der Mutterschutz drauf angerechnet wird, Anspruch auf Teilzeit weg fällt und sicher ist, das danach der Arbeitsvertrag 100% weiter erfüllt wird, hast Du wohl recht. Aber wie realistisch ist das?Das wäre allerdings passé wenn beide Elternteile die 36 Monate gleich untereinander aufteilen wollten ( ersatzweise MÜSSTEN). Dann hätte der Mann das gleiche Risiko wie die Frau.
Wollen wäre super, da müssen wir auch irgendwo hin im Kopf.
Zumal das Ergebnis wohl wäre das einfach nur Arbeitsplätze an ältere eher vergeben würden als an jüngere.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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07.01.2013, 20:37
AW: Mütterquote im Job?
Das Risiko ist aber anders strukturiert. Ich kenne das noch von hier, als der Wehrdienst nicht ausgesetzt war. Der Arbeitgeber fragt, ob man den schon hatte oder nicht. Wenn nicht, wird man aussortiert. Ansonsten weiß der AG ungefähr bis wann der ansteht, wie lange er dauert und das Risiko das der AN nicht mehr zurück kommt, ist gering. Anspruch auf Teilzeit und generell weitreichendere Folgen hat er nicht.
Das Risiko ist also größtenteils kalkulierbar und kostet wenig (teils garnix). Das ist bei einer schwangeren Arbeitnehmerin völlig anders.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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07.01.2013, 20:41
AW: Mütterquote im Job?
Eine Frau wird nicht von allein schwanger.
Sorry for the bad news
Warum...ein Vater ist ebenso Vater, wenn das Kind älter ist eine Mutter ist ebenso Mutter, wenn das Kind kein Baby ist. Wer ein Kind zeugt, der muss sich drum kümmern.Anspruch auf Teilzeit weg fällt
Anspruch auf Teilzeit soll wegfallen? Was macht ein Vater von zwei Kindern, dessen Frau krank wird, bzw. stirbt? Kein Anspruch auf Teilzeit?
Was macht ein Vater, der gerne Vater wäre und sich um seine Kinder kümmern möchte.
Der eine Chef der Abteilung in der ich lange gearbeitet habe, war zweimal 4 Monate weg (Schild an Tür: Gone Fishing
). Der Firma geht es super. Kompetenzen sind breit aufgestellt. Steht alles wie ein Fels.
Familie haben ist in Deutschland Normalität. Es betrifft die Mehrheit und keine Minderheit.
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07.01.2013, 20:49
AW: Mütterquote im Job?
Aber wer stillt? Wer fällt (verständlicherweise) wegen Mutterschutz aus?
Die Biologie mag Dir nicht gefallen. Sie kann aber wegreglementiert werden.
Weil Teilzeit den Arbeitgeber Geld kostet. Nicht wenig. Er wird meist versuchen dem aus dem Weg zu gehen. Du musst mich nicht überreden das es eine doofe Situation ist. Das sehe ich ja genauso. Aber sie hat Gründe. Jetzt an den Auswirkungen rumdocktern, wird nur zum verschlimmbessern. Die Gründe müssen angegangen werden, soweit es geht. Aber das führe ich besser nicht weiter aus, zu unpopulär.Warum...ein Vater ist ebenso Vater, wenn das Kind älter ist eine Mutter ist ebenso Mutter, wenn das Kind kein Baby ist. Wer ein Kind zeugt, der muss sich drum kümmern.
Anspruch auf Teilzeit soll wegfallen? Was macht ein Vater von zwei Kindern, dessen Frau krank wird, bzw. stirbt? Kein Anspruch auf Teilzeit?
Was macht ein Vater, der gerne Vater wäre und sich um seine Kinder kümmern möchte.
Der eine Chef der Abteilung in der ich lange gearbeitet habe, war zweimal 4 Monate weg. Der Firma geht es super. Kompetenzen sind breit aufgestellt. Steht wie ein Fels.
Familie haben ist in Deutschland Normalität. Es betrifft die Mehrheit und keine Minderheit.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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