Man kann das, ganz sicher. Nur habe ich da eben weder persoenliche Erfahrungen, noch habe ich es im Freundskreis erlebt, und daher kann ich dazu (ausser einer generellen Zustimmung) eben nichts sagen / beitrage. Ich habe einen "Fall" im Freundeskreis, wo der Vater wollte, dass die Mutter die vollen drei Jahre zu hause bleibt, und sie hat sich drauf eingelassen. er hat in der Zeit Unterhalt gezahlt, da war kein finanzielles Problem. Aber gefallen hat das meiner Freundin nicht.
Nicht, dass sie nicht gern bei ihrem Kind war - sie mochte das, keine Frage, und sie ist eine der begeisterten und liebevollsten Muetter, die ich kenne. Aber sie ist eben auch eine kluge, gut ausgebildete Frau.
Ihr Fazit aus diesen drei Jahren war mehr oder weniger:
1.) Nix von wegen "quality time" mit Kind - die Haelfte ihrer Zeit ging fuer Haushalt, und sonstige Organisation drauf. Klare Zahlen fehlen, aber die Frage stellt sich ob sie nicht mehr Zeit wirklich mit dem Kind verbracht hätte, haette sie halbtags gearbeitet und Kind und Haushalt an Putzhilfe und Kindergartentante wegorganisiert.
2.) Ihr fehlte die Arbeit wirklich. Das war ihr auch anzumerken. Zum Ende hin hat sie wirklich Tage gezaehlt, wann sie wieder ins Buero "durfte".
da allerdings macht es sicherlich auch einen Unterschied, wie sehr man seinen Job mag und wie sehr er einen fordert und fördert. Und generell zu sehen sind diese Erfahrungen sicherlich auch nicht![]()
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Thema: Mütterquote im Job?
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07.01.2013, 14:26Inaktiver User
AW: Mütterquote im Job?
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07.01.2013, 14:29
AW: Mütterquote im Job?
Mir ist deine Wortwahl zu krass...
Ich bin ein weiblicher Nerd. Ich könnte mir eine Männerbabykrabbelgruppe suchen, da würde ich besser reinpassen. Dann geht abwechselnd der Vater meines Kindes und ich dahin. Fänd ich gut.
Einseitig zurückstecken, warum? Man hat zu zweit ein Kind gezeugt, man übernimmt es auch zu zweit. Das muss man auch gar nicht mal zur Verhandlung stellen.
Denkst du du hättest jemals Erfolg, wenn du so mit einem Mann reden würdest? Stecke zurück, Bengel. Nein, Tatsache ist: mit einem Mann würdest du so nicht reden. Bei einer Frau denkst du du hättest Erfolg, damit. Wie kommts?Geändert von _Farmelli (07.01.2013 um 14:32 Uhr)
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07.01.2013, 14:32
AW: Mütterquote im Job?
Vor ein paar Tagen hat die SPD vorgeschlagen, solche Modelle finanziell zu unterstützen:
"Die SPD will mit einer staatlich bezuschussten 30-Stunden-Woche für junge Väter und Mütter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken. „Einerseits gibt es viele Frauen, die stärker aus ihrem Beruf rausgehen müssen, als sie es wollen. Und wir haben auf der anderen Seite Männer, die gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen würden“, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles der Deutschen Presse-Agentur.
Die Lösung könne in Kooperation mit den Arbeitgebern eine auf zwei bis drei Jahre befristete Arbeitszeitreduzierung sein. Der Staat könne einen Teil der Einbußen auffangen. Die Idee solle Teil des SPD-Wahlprogramms 2013 werden. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück unterstützt die Idee eines solchen Arbeitszeitmodells."
Quelle: Staatlicher Zuschuss: SPD plant 30-Stunden-Woche für junge Familien - Deutschland - Politik - Handelsblatt
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07.01.2013, 14:35
AW: Mütterquote im Job?
Natürlich hängt es alles an der wirtschaftlichen Situation. Der Arbeitsmarkt ist ein Zeitfresser, instabil und doof. Für beide Geschlechter. Was der Staat tun muss... puh... mir fällt nur eine radikale Lösung ein: Weg vom Kapitalismus - grundlegend. Es gibt mittlerweile so viel, das Computer und Maschinen erledigen, das einfach nicht mehr jede Arbeitskraft gebraucht wird. Die Grundidee des BGE passt da rein. Erstmal hat jeder Geld. Nicht bis zum Luxus aber um mit weniger Sorgen zu leben. Wer mehr Geld möchte, kann arbeiten. Wem das Geld reicht, der arbeitet eben nicht. Ich bin überzeugt, das wir 60-70% der heutigen Jobs nicht brauchen, wenn man es richtig strukturiert. Von Grund auf, völlig neu. Es wäre zwar ein radikaler Abbau von Arbeitsplätzen... aber so würde deutlich mehr Zeit geschaffen, damit Familien wieder wachsen können. Die sind in den letzten Jahren am bröckeln. Kein Wunder. Früher reichte ein Gehalt eines kleinen Jobs zur inanzierung von vielen. Heute braucht es 2 mittelschichts Jobs oder ein Manager Gehalt.
Die Globalisierung ist ein globaler Kapitalismus. Deshalb glaube ich nicht, das meine Theorie durchführbar ist. Aber anderes fällt mir nicht ein.
Wenn der Staat die (finanzielle) Verantwortung an die Betriebe übergibt (z.B. per Quote) hilft das auch nicht wirklich. Im Gegenteil. Mehr Ausgaben hier, weniger Gehalt da. Das kann nicht Sinn der Sache sein.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
(c) ASP
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07.01.2013, 14:41
AW: Mütterquote im Job?
Klingt gut. Nur woher nimmt die SPD das Geld dazu? Und warum nur einen Teil? Wenn die Arbeitgeber mit zahlen müssen, für etwas wovon sie so direkt nichts haben, wird das nicht funktionieren.
Und die Kernfrage ist noch immer: Reicht das Geld dann für die ganze Familie? Zuschuss ist toll. Aber man sieht ja an den ganzen Zuschüssen die es schon gibt, das es oft nicht reicht.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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07.01.2013, 14:43
AW: Mütterquote im Job?
Und was sagten die Männer der besagten Frauen dazu?
Vielleicht fanden die das gut, so?
Ansonsten teile ich deine Einstellung.
Ich glaube auch, dass deine Freundinnen wahrscheinlich noch denken es gälte das alte Unterhaltsrecht. So einige Frau hat davon keine Ahnung, bzw. lässt sich von Mutter beraten, die bei ihrer Scheidung vor 10 Jahren noch wunderbärstens da stand und davon schwärmt wie schön und super die Jahre zuhause waren.
Jede Mutter, die ihrer 20-40 jährigen Tochter so etwas rät handelt grob fahrlässig und jeder Vater, der seine schwangere Tochter nicht auf den Boden der Tatsachen setzt auch.
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07.01.2013, 14:53
AW: Mütterquote im Job?
Klingt einerseits gut...andererseits, wüsste ich nicht, warum der Staat dem Arbeitgebern anbieten sollte Einbußen aufzufangen.
Allein die Kombination "Einbuße" & "Eltern" ist da eine völlig falsche Herangehensweise und löst das Problem in den Köpfen nicht zum geringsten. Familie gehört zum Menschen dazu.
Geändert von _Farmelli (07.01.2013 um 14:56 Uhr) Grund: wortsalat
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07.01.2013, 14:53
AW: Mütterquote im Job?
Keine Ahnung, ich schreib doch nur von meinen Erfahrungen.
Sicher wirds einige Männer geben, die das gut finden. Und? Wenn sich eine Frau und ein Mann treffen die das gut inden und gemeinsam als Lebensmodell wählen, bitteschön. Ist deren Sache. Zwar höchst fahrlässig, Armutsrisiko für BEIDE (wenn nur ein Job bis max. Mittelschicht im Spiel ist). Aber wer bin ich, das ich anderen Paaren ein Lebensmodell aufdrängen kann? Ich finde das sollte auch der Staat nicht. Verschiedene Modelle ermöglichen, wenn möglich - ja. Aber forcieren finde ich zu anmaßend.Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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07.01.2013, 14:56Inaktiver User
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07.01.2013, 14:57
AW: Mütterquote im Job?
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes



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