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    AW: Mütterquote im Job?

    aber grundsätzlich klappt es für Männer doch immer sehr gut
    Stimmt das?

    Die Väter in meinem Bekanntenkreis sind nicht grundsätzlich zufriedener mit der Aufteilung oder mit ihrer Work-Life-Balance als die Mütter. Ist das bei Euch so, dass die Männer eher zufrieden sind?

    Eine Statistik dazu würde mich interessieren.

    Spannend fände ich aber eine Diskussion darüber, ob generell eine Mütterquote in allen Unternehmen und auf allen Jobebenen für mehr Familienfreundlichkeit sorgen würde.
    Ich glaube eher, eine Mütterquote würde die bestehenden Schwierigkeiten noch zementieren. Noch mehr Väter hätten Mühe, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle für sich zu erhandeln und umzusetzen.

    Insgesamt beobachte ich, dass Männer weniger Auswahl haben (oder durchsetzen) als Frauen. Zumindest kenne ich von Frauen mehr verschiedene Modelle der Berufstätigkeit (von 0% - 100%, mit und ohne Home-Office...) als von Männern (meist 100%).

  2. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Insgesamt beobachte ich, dass Männer weniger Auswahl haben (oder durchsetzen) als Frauen. Zumindest kenne ich von Frauen mehr verschiedene Modelle der Berufstätigkeit (von 0% - 100%, mit und ohne Home-Office...) als von Männern (meist 100%).
    Minstrel, wie meinst du das genau? Bei wem setzen die Männer weniger durch? Beim Arbeitgeber oder familiär?
    Ich beobachte das auch, aber mir stellt sich die Frage, ob Frauen mehr Auswahl haben eben weil ihre Männer 100% arbeiten?
    Geändert von Inaktiver User (05.01.2013 um 16:19 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Minstrel, wie meinst du das genau? Bei wem setzen die Männer weniger durch? Beim Arbeitgeber oder familiär?
    Ich beobachte das auch, aber mir stellt sich die Frage, ob Frauen mehr Auswahl haben eben weil ihre Männer 100% arbeiten?

    Ich nehme mal an, es ist mal ieder gesellschaftlich zementiert.

    Das Modell: Mann arbeitet 100% und ist der Breadwinner, waehrend die Frau sich entweder a) um das Kind kümmert, oder b) halbtags arbeitet oder c) Minijob macht oder d) homeoffice hinkriegt gibt ja der Frau grundsaetzlich mehr Möglichkeiten - vorausgesetzt, die entsprechenden Jobs / Modelle sind vorhanden.

    Vergessen wird dabei jedoch, dass jedes Modell fuer die Frau bedeutet "Schluss mich Karriere" weil eben alles ein "Arbeiten light" ist - soll heissen ein 100% einbringen in den Job inclusive Ueberstunden, Fortbildung, etc eben nicht geht wenn ein Kind da ist.

    Da muss sich dann die Frage stellen: Will man die 100% Karriere machen, die einen auf die Fuehrungsebene bringt, ist der Mann dann bereit dazu, sozusagen die "Frauenrolle" zu uebernehmen oder kann das Kind aushäusig betreut werden?

    Freunde von mir leben gerade das "Zwei Monate du / zwei Monate ich" Elternzeitmodell. Beide haben aber keine klassische Berufstätigkeit, sie hat einen Halbtagsjob und eine Freiberuflichkeit, er einen Halbtagsjob und eine Firma. Da geht das. Fuer den klassischen Mittelstandsangestellten sieht es, denke ich, schwieriger aus.

  4. gesperrt
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    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Modell: Mann arbeitet 100% und ist der Breadwinner, waehrend die Frau sich entweder a) um das Kind kümmert, oder b) halbtags arbeitet oder c) Minijob macht oder d) homeoffice hinkriegt

    ...gibt ja der Frau grundsaetzlich mehr Möglichkeiten

    Ich wüsste jetzt nicht, warum ausgerechnet nur eines der Geschlechter diese Möglichkeiten haben sollte?
    Beide Geschlechter können aus den angebotenen Möglichkeiten auswählen.

  5. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Farmelli, ich schrieb "gesellschaftlich zementiert".

    Natuerlich haben grundsaetzlich gesehen beide Geschlechter diese Moeglichkeiten. Der gesellschaftliche Druck macht sie aber mehr dem einen Geschlecht möglich.

    Wir koennen usn drehen und wenden wie wir wollen, das aendert nichts an der Tatsache, dass es groesstenteils Frauen sind, die Elternzeit nehmen und Halbtagsjobs machen waehrend Maenner voll arbeiten.

  6. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Farmelli, ich schrieb "gesellschaftlich zementiert".

    Natuerlich haben grundsaetzlich gesehen beide Geschlechter diese Moeglichkeiten. Der gesellschaftliche Druck macht sie aber mehr dem einen Geschlecht möglich.

    Wir koennen usn drehen und wenden wie wir wollen, das aendert nichts an der Tatsache, dass es groesstenteils Frauen sind, die Elternzeit nehmen und Halbtagsjobs machen waehrend Maenner voll arbeiten.
    Ich denke, wenn mehr Mütter (die eben auch -berechenbare-Zeit mit ihren Kindern verbringen wollen) in Vollzeitjobs wären und es an der Stelle gelingen würde, ihre Interessen zu vertreten, zumindest kleine Schritte in Richtung mehr Vereinbarkeit gemacht werden könnten.
    Ich denke da an weniger Anwesenheitskult (für beide Geschlechter), weniger unnötigerweise und oft aus reiner Gedanken- und Phantasielosigkeit auf familienunfreundliche Zeiten gelegte Besprechungen. Und bespielsweise mehr vollzeitnahe Jobs 30h/Woche +.
    Dann könnten mehr Paare eine Aufteilung der Arbeit in Betracht ziehen, diese auf beiden Schultern verteilen, ebenso wie die Sorge und das Dasein für die Kinder.
    Die Lobby der Mütter fehlt, vielleicht auch, weil so wenige Vollzeit arbeiten und sich daher nicht betroffen fühlen?

    Momentan sieht es so aus, das beide Geschlechter sich im Status Quo eingerichtet haben und auch eine vielleicht bei manchem vorhandene latente Unzufriedenheit keinen großen Leidensdruck freisetzt.
    Und Leidensdruck=Veränderungswille.
    Geändert von Inaktiver User (05.01.2013 um 17:20 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Lobby der Mütter fehlt, vielleicht auch, weil so wenige Vollzeit arbeiten.
    Und dann vielleicht auch umgekehrt: wer erst mal Vollzeit arbeitet, gibt das nicht so rasch wieder auf um Kinder zu kriegen. Irgendworan muss es ja liegen, dass Akademikerinnen kaum Kinder kriegen.

    Lange Jahre der Ausbildung, dann Praktika, etc und dann tatsaechlich, endlich ein Vollzeitjob - den will man ja nun nicht nach einem Jahr wieder aufgeben um aufs Abstellglas "Minijob" zu kommen. Und oft ist das eben ein Abstellgleis, ebenso wie die Halbtags-Beschäftigung - da muss man sich nichts vormachen.

    Daher sage ich ja auch: die quote ist nicht der Punkt. Die gesellschaftliche (heisst auch Arbeitgeber!) Akzeptanz flexibler Arbeitsmodelle (fuer beide Geschlechter und gleich aus welchem Grund) und die Akzeptanz der Fremdbetreuung von Kindern - das sind die Probleme.


  8. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Die gesellschaftliche (heisst auch Arbeitgeber!) Akzeptanz flexibler Arbeitsmodelle (fuer beide Geschlechter und gleich aus welchem Grund) und die Akzeptanz der Fremdbetreuung von Kindern - das sind die Probleme.

    Warum ist das mit der Akzeptanz eigentlich so schwierig? Vielleicht bin ich da naiv, aber warum tun wir uns damit so schwer? Irgendwie zum Haareraufen! (Jetzt fehlt mir ein toller Haarerauf'-Smiley!)

  9. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Ich bin gegen eine Mütterquote , denn außer den schon beschriebenen Hindernissen gibt es noch eines: die Industrie und Wirtschaft will sie nicht! Das würde ja bedeuten, daß Meetings und ähnliches auf "normale" Uhrzeiten gelegt würden und daß sie sich aus ihrem bequemen Sessel gedanklich erheben müßten.

    Darüber hinaus gibt es jetzt schon ganze Branchen, die mehr Frauenanteil haben. Also wozu?

    Davon ab bin ich es auch mächtig leid, daß immer wieder der Vorwurf kommt, Frauen mit Kind hätten keine Vollzeitstelle. Es ist ein Trugschluß, daß nicht das Kind / die Beziehung / das gesellschaftliche Leben / der Haushalt/ whatever zu kurz kommt! Auch für Mütter hat der Tag nur 24 Stunden und oft genug fehlt es einfach an Menschen, an die man etwas delegieren kann.

    Von Alleinerziehenden mal ganz zu schweigen, auf denen die komplette Belastung allein liegt.

    sonnenschein32

  10. Inaktiver User

    AW: Mütterquote im Job?

    Ja, ich bin da auch immer wieder erstaunt.
    In Frankreich ist es das normalste auf der Welt, dass Kinder in die Kita und Muetter arbeiten gehen. Nur hier ist das Geschrei dann eben gross, und die Mutter ist eine "Rabenmutter".

    Oder glaubt es vielleicht auch nur zu sein.

    Eine meiner liebsten Freundinnen hat zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern. Mit beiden lebte sie zu unterschiedlichen Zeiten in festen Beziehungen, die jeweils nach einigen Jahren aus welchen ~Gruenden auch immer zerbrachen. Sie hat ein Haus, ausserhalb der Stadt, wo sie mit den beidne Kindern lebt, sie hat einen Arbeitsplatz und lebt ein ganz solides Leben. Fuer mich, die ich in der Grosstadt lebe, ist sie eine der buergerlichsten Personen aus meinem Freundeskreis. In ihrer laendlichen Umgebung ist sie wegen der zwei Kinder/zwei Maenner Konstellation als unsolide angesehen. (Und ich weiss nicht ob das stimmt, oder ob sie sich das nur einbildet, weil auch ihr mal eingeredet worden ist, dass "wilde Ehe" schlecht ist, dass Kinder stabile Beziehungen brauchen, koste es was es wolle, und so weiter .... wir koennen ja nun mal nicht raus aus unseren Haeuten und weg von unserer Herkunft)

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