Naja nun. Im Gegensatz zur deutschen geht es der franzözischen Wirtschaft aber inzwischen deutlich schlechter:
Seit Wochen predigt Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy die "Angleichung" an Deutschland als Heilslösung für die lahmende französische Wirtschaft. Deshalb dürfte ihm das Ergebnis der Studie, die das französische Wirtschaftsforschungsinstitut COE-Rexecode nun veröffentlichte, höchst willkommen sein: Demnach arbeiten französische Festangestellte 225 Stunden weniger im Jahr als ihre deutschen Kollegen.
Damit stehen den Franzosen fast sechs Wochen mehr fürs Savoir Vivre zur Verfügung als den Deutschen. Den Grund für den drastischen Unterschied sieht die Studie des Instituts, das den Unternehmerverbänden nahe steht, vor allem in der 35-Stunden-Woche. Diese habe dazu geführt, dass die Arbeitszeit in Frankreich im vergangenen Jahrzehnt deutlich stärker zurückgegangen sei als in den übrigen europäischen Ländern, wo sie ebenfalls sank.
Und wer steht dahinter?
Dabei sei es auch in Frankreich alles andere als einfach, Berufs- und Familienleben in Einklang zu bringen, sagt die neue Ministerin der sozialistischen Regierung. "Ich denke an all die Besprechungen in den Abendstunden, die ganz offensichtlich die Bedürfnisse einer Familie ausblenden, und die nicht gerade dazu erfunden wurden, das Leben junger Mütter einfacher zu machen." Zu dem Thema, kündigte Vallaud Belkacem deshalb schon bald nach ihrem Amtsantritt im Mai an, werde man von ihr "noch einiges hören".
"Die Politik muss Frauen ermutigen, die sogenannte gläserne Decke nicht zu akzeptieren", ist Véronique Morali überzeugt. Die Chefin der Investmentgesellschaft Famalac Developpement ist auch Vorsitzende des "Women's Forum", eine Art Davos-Gipfel für Frauen, der vor wenigen Tagen erneut im normannischen Deauville stattfand. Den Feldzug der Frauenministerin gegen Besprechungen abends um sechs oder sieben Uhr unterstützt sie deshalb uneingeschränkt. "Wir wollen in den Firmen keine Frauen, die geklonte Männer sind. In einem Moment, in dem alle Welt nach Wachstumsmöglichkeiten sucht, können Frauen mit ihren Ideen und Initiativen einen großen Teil dazu beitragen. Darauf kann niemand ernsthaft verzichten wollen."
Das hat natürlich Konsequenzen:
Da ereifert sich der US-Unternehmer Maurice Taylor über die "faulen Franzosen", die nur "drei Stunden am Tag" arbeiteten, dafür aber überdurchschnittlich viel Geld verlangten. Er investiere lieber woanders.
Noch jedenfalls.
32 Stunden sind die neue Vollzeit. Und zwar für alle, wenn es nach der einflussreichsten deutschen Soziologin Jutta Allmendinger geht.
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31.03.2013, 08:40
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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31.03.2013, 08:42
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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31.03.2013, 11:18
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Du hast ja komplett zu viele Ostereier gegessen...2008 und die Folgen der Lehmannbrothers sind außerhalb deines Horizonts...
Diskussion hat sich für mich aber so was von erledigt. Wenn du dich mit deiner Frau gestritten hast und dich hier über allen anderen Frauen auskotzen willst bitte, du bist ja eine geschützte Spezies von den Mods.
Es ist unter aller Kanone: Frauen sind an der Wirtschaftskrise dran schuld. HAHA...
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31.03.2013, 15:13
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Aber nein, ich habe bis eben in der Küche gestanden und nur mal kurz Pause.
Keineswegs. Damals haben sich ja viele Frauen als Krisengewinnlerinnen gesehen:
Bürger: Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun im Deutschlandradio Kultur. Wir sprechen darüber, ob Frauen die Finanzwelt besser in den Griff bekommen könnten als Männer, wenn sie denn in die oberen Etagen vordringen. Die Unternehmensberaterin Monika Schulz-Strelow meint: Ja. Sie fordert mit dem Verein "Frauen in die Aufsichtsräte!" 25 Prozent der Posten für Frauen. In Norwegen sind es bereits 40 Prozent, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Wie stehen Sie, Frau von Braun, zu dieser Quotierung?
von Braun: Sie scheint ja tatsächlich auch Erfolg zu haben. Wir haben es gesehen bei den Parteien, man sieht es jetzt auch in den Universitäten, dass eine gewisse Quotierung tatsächlich hilfreich ist, um einige Barrieren zu überwinden. Insofern finde ich dieses norwegische Modell, das, glaube ich, auch in Finnland existiert, sehr interessant.
Und es wird wahrscheinlich auch zeigen, dass die Unternehmen sehr gut wirtschaften können, wenn sie Frauen in den Aufsichtsräten haben, weil Frauen auch eine gewisse Kompetenz mitbringen, die nicht nur reiner, kalter Kapitalismus, wie Sie gerade sagten, sondern eben auch eine bestimmte psychologische, soziale und andere Kompetenz, die auch als ein hoher Wert in Unternehmen heute betrachtet wird, mitbringen.
Und jetzt, 2013, also fünf Jahre später, sieht die Wirklichkeit im frauenquotierten Frankreich so aus:
Die französische Industrie hat sich in die Zange nehmen lassen: einerseits von einer "preisunempfindlichen" deutschen Exportwirtschaft, die von Sozialabgaben entlastet wurde und dank stagnierender Löhne wieder erstarkte; andererseits von Schwellenländern wie China, Indien, Südkorea, Brasilien und den Staaten Ost- und Südeuropas, deren Industrien dank niedrigerer Lohnstückkosten Preisevorteile gegenüber französischen Konkurrenten haben. Länder wie China und vor allem Südkorea schafften es zudem, die Preisvorteile in bessere Qualität und technologischen Fortschritt umzusetzen.
Dann muss man den Leuten eben sagen, ähnlich wie bei diesen Bio-Siegeln: Wenn ihr einen Renault Laguna anstelle eines Audi kauft, dann habt ihr zwar klappernde Rückspiegel, quietschende Bremsen und die Motoren gehören eigentlich ins Museum, aber der Wagen wurde von glücklichen Fließbandarbeitern gefertigt, die früh gehen und viel Zeit mit ihrer Familie verbringen können."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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31.03.2013, 15:42
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Kannst du mir einen Gefallen tun und die inhaltliche Aussage deines Posts in einem Satz zusammenfassen, der keine doppeldeutigen Botschaften (schlechte Qualität, keine Kompetenzen außerhalb von schubladisierten xy-Biologismen) sendet?
Überflüssige Frage, da genau das wahrscheinlich deine Absicht ist.
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31.03.2013, 17:17
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Es hat ganz einfach mit Prioritäten zu tn:
Frankreich steckt in einem Teufelskreis, das macht es für die Politik jedweder Couleur so schwierig, dagegen zu steuern. Die Industrie des Landes hat sich wenig spezialisiert. Die Firmen haben sich keine Nischen gesucht, in denen sie hohe Preise durchsetzen können. Sie haben sich auf dem Massenmarkt positioniert. Dort aber ist der Preiskampf besonders hart. Die Kosten in Frankreich sind dagegen überdurchschnittlich hoch, mit Ausnahme der Energie. Deshalb sind die Firmen von einem Kursanstieg des Euro stärker betroffen als deutsche Exportbetriebe. Sie haben kaum Gewinnmargen. Sie spüren den Anstieg sofort. Sie sind extrem "preissensibel". Daher der regelmäßige Aufschrei, wenn der Euro ein bestimmtes Niveau übersteigt.
Was ja auch Vorteile hat:
Demnach arbeiten französische Festangestellte 225 Stunden weniger im Jahr als ihre deutschen Kollegen. Damit stehen den Franzosen fast sechs Wochen mehr fürs Savoir Vivre zur Verfügung als den Deutschen.
Und das gehört halt auch zum Programm von Frauenpolitikerinnen:
"Ich denke an all die Besprechungen in den Abendstunden, die ganz offensichtlich die Bedürfnisse einer Familie ausblenden, und die nicht gerade dazu erfunden wurden, das Leben junger Mütter einfacher zu machen." Zu dem Thema, kündigte Vallaud Belkacem deshalb schon bald nach ihrem Amtsantritt im Mai an, werde man von ihr "noch einiges hören".
So, genug für heute, gleich kommen die ersten Gäste."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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02.04.2013, 03:10Inaktiver User
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Ja, was muss! wer tun und was ist richtig?
Also nehmen wir mal an, ich überhöre gerne all das Klappern und Quietschen und trotzdem mir jeder ehrlicher bzw. frecher Mechaniker bei Ankunft immer wieder spöttisch sagt: „Createur de automobile“ oder manchmal sogar auch „Createur de maleur“!
Nun, da steh ich dann wirklich drüber, denn bin ich denn an dem Klappern und Quietschen schuld, nur weil ich mein Auto von Herzen liebe und daran hänge, egal wie ich da überhaupt mal ‚hängengeblieben‘ bin und auch und gerade weil es mich z. B. meistens doch sehr zuverlässig von A nach B schaukelt und es mich dadurch sehr wohl auch glücklich machen kann? Trotz Klappern und Quietschen.
Und ja, muss ich denn wirklich z. B. mit einem Golf glücklicher werden, nur weil ein Mechaniker mir das immer wieder sagt und ich dieses Modell z. B. eigentlich einfach nur mal so zum K… finde?
Ja, warum?
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02.04.2013, 08:38
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Eben. Und wenn wir mit einer Frauenquote auch den französischen Chic bekämen, dann könnte ich auch ganz auf ein Auto verzichten und würde nach Feierabend (also ab ca. 15:00 Uhr) immer mit dem ÖPNV-Jobticket ein paar Stündchen quer durch das Einzugsgebiet fahren und hübsche Frauen anschauen.
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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04.04.2013, 20:56Inaktiver User
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Also ich überlege schon seit einiger Zeit ganz auf das Land überzusiedeln mit allem Drum und Dran.
Dort wo die Landschaften noch ganz von alleine blühen ohne chic sein zu müssen und gnaggige Kerls gibt es dort auch ganz bestimmt, für was auch immer.
Ja, wie war das Thema noch gleich? Ich hab jetzt dann doch den Faden verloren.
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18.04.2013, 14:02
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Heute ist Quotenabstimmung...mit dem gleichen HickHack in der Union:
Sie lehnen den Gesetzesvorschlag ab, mit der Begründung in der nächsten Legislaturperiode kommt er sowieso?
Kann mir jemand ganz langsam und deutlich diese Logik erklären?
Was ist jetzt falsch, was morgen richtig sein soll?
Und Begründung Unionsfrauen: "Ich will ja aber ich darf nicht..." wer sich bevormunden lässt, sollte sich über gar nichts mehr wundern...
Ganz groß der Faktencheck: Ablehnung einer 20% Quote 2018, und dann allerdings "Versprechen" einer Quote von 30% ab 2020. Was soll in den zwei Jahren passieren? Wie bitte?
*Quelle live bundestag.deGeändert von _Farmelli (18.04.2013 um 14:06 Uhr)



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