ich bin in der selben Situation wie du. Den finanziellen Risikofaktor sehe ich nicht. Denn ein Unternehmen sollte die Pflicht haben an die nächste Generation zu denken.
In der einen Firma in der ich arbeite funktioniert das wunderbar. Die haben ein tolles freundliches Klima. Jedes Baby das kommt wird praktisch sofort von der jeweiligen Abteilung adoptiert alle fiebern mit.
Tja...neue Menschen kosten Geld. Bringen aber auch eine Menge.Aber der Staat hat massig Subventionsprogramme gestartet... die der Frau helfen (sollen), nicht aber dem Betrieb. Der hat durch den Ausfall Kosten.
Mehr gibt es dazu von meiner Position nicht zu sagen.
Es ist kein Risiko es ist ein Privileg...Seitdem nehme ich das Risiko war.
Wenn ein Betrieb allerdings Kinder generell nicht mag, dann machen Kinder hoffentlich einfach einen Bogen um diesen Betrieb...es sind nunmal die nächsten Kunden.
Sonst bekommt man die Versicherung gegen Berufsunfähigkeit nicht, weil es für die Versicherung ein Risiko wäre.
Nichts anderes passiert bei Bewerbungen. Einen Mann wo ich aus dem Lebenslauf sehe, das er alle 2 Monate den Arbeitgeber wechselt, nehme ich auch nicht. Zu viel Risiko, das ich da Geld zum anlernen zum Fenster rausschmeisse.
Kinder und Geld und versicherungsrisiko vergleichen...Satyr du bist auf dem Holzweg. Ein Kind ist keine Aktienanlage, damit hast du recht.
nein es ist nicht verständlich. Die Logik dahinter ist verständlich. Mit so einer Logik mag ich aber nichts zu tun haben.ist es nicht irgendwie verständlich, wenn auch nicht fair?
Unser Zeitalter heißt Informationszeitalter nicht Industriezeitalter...wird Zeit, dass die Wirtschaft sich mal davon löst.Geld wird immer knapper, Rohstoffe auch...
also wie anders machen? Das ist ja längst ein globales (Konkurrenz-)System. Da sehe ich nur die Alternative sich abhängen zu lassen. Dafür ist D aber zu sehr auf Importe angewiesen... schwierig...
Satyr,
ich habe keine Lösung für die Wirtschaft. Weil sie mir zu einem Stück weit in all ihrer Komplexität zu entfernt ist. Deshalb ist mein Ansatz auch kleiner (selbständigenhirn): ich will wissen wie ich persönlich glücklich werden kann, das werden sich nicht so wenig andere auch denken: dafür braucht es einen Job, und tolle Menschen um einen herum und die Möglichkeit eine Famile zu gründen.
Diese Möglichkeiten gibt es...und wenn man sie sucht, dann findet man auch einen netten Betrieb. In denen die sich selbst unter den Zwängen von Komplexität begraben sehen und die das an ihre Mitarbeiter weitergeben, will man doch eh nicht sein. Man hat als Arbeitnehmer was zu bieten, was der Betrieb braucht nicht anders herum.
Meine bescheidene Meinung. Die kleinen flexiblen Betriebe sind die Lösung, mit denen man sich auch selbst identifiziert und die sich auch mit ihren Mitarbeitern identifizieren, denn aus denen bestehen sie und die Produkte und Dienstleistungen, werden immer nur so gut sein, wie deren Mitarbeiter.
Die großen Relikte aus dem Industriezeitalter werden schnaufend und tosend abdanken...(meine kleine Blumenwiesenutopie)
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Ergebnis 191 bis 200 von 629
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21.09.2012, 15:19
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
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21.09.2012, 15:45
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Ging mir sehr ähnlich.
Wer immer wieder erlebt hat, dass Frauen kurz vor dem Sprung in die alleroberste Kommando-Etage vom schulterschließenden Männerclub geblockt und auf ihrem bisherigen Platz gehalten wurden, ändert die Meinung.
Es wäre schön, wenn es ohne Quote ginge. Frau möchte schließlich ihre Leistungen und auch Fehler (!) nicht durch die Quote geschmälert sehen. Aber dafür, dass das keine Zukunftsmusik bleibt, brauchen wir sie.
Hoffentlich bleibt es nicht wieder nur Wahlgedöns.*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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21.09.2012, 16:58
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Da kann ich nur sagen: Glück gehabt. Ich hatte vor Jahren folgendes erlebt: Junge Frau eingestellt. Sie beeindruckte mich sehr. IT Branche... ich suchte Programmierer und sie konnte verdammt viel, für ihr junges Alter. Fand ich super. Also stellte ich sie ein. Ich zog einen Mitarbeiter von einem anderen Projekt ab, um sie einzuarbeiten. Ich finanzierte ihr sogar ein MCSD... eine Schulung mit Erwerb eines (damals) sehr angesehenem Zertifikat.
Du merkst, das kostet alles Geld. Für einen Kleinbetrieb viel Geld. Aber ich sah viel Talent in ihr und hoffte ihre Motivation würde bleiben und beim wachsen der Firma helfen - so wie ich das bei all meinen (leider wenigen) Mitarbeitern hoffe.
Es kam wie das Klischee es wollte. Sie wurde schwanger. Zufällig direkt nach der Probezeit. Kein Problem, dachte ich. Ich suche für die Ausfallzeit Ersatz. Das war schwieriger als ich dachte. Es ging ja nicht um "irgendwen" sondern einen gut qualifizierten Programmierer. Auf dieser Ebene sind aber kaum welche (ok, ändert sich grade), die einen befristeten Vertrag annehmen. Warum auch? Sie haben andere Optionen, dank ihrer Qualifikation. Eine Möglichkeit hatte ich aber: Geld bieten. Das heisst, der Ersatz war schweineteuer - aber notwendig. Die Arbeit musste ja gemacht werden. Auch dieser teure Ersatz musste kurz in die Strukturen eingearbeitet werden... was mich wieder Geld gekostet hat. Die junge Mutter versicherte mir ständig, so bald wie möglich wieder arbeiten zu wollen. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie mir natürlich nicht, was ich verstehe. Für mich hieß das aber, den befristeten Vertrag vom Ersatz immer wieder zu verlängern. Was dieser natürlich nie ohne Gehaltserhöhung tat. Nach ca. 3 Jahren sagte mir die junge Mutter dann, das sie nicht wieder arbeiten möchte. Sie liebt ihre derzeitige Rolle zu sehr.
Ok dachte ich mir, jetzt kann ich langfristig planen. Der ehemalige Ersatz wollte aber nur einen Festvertrag unterschreiben, wenn ich NOCH mehr biete. Konnte ich nicht, ich war längst an meinen finanziellen Grenzen. Also entlassen und neuen Mitarbeiter suchen -> einarbeiten. Was WIEDER gekostet hat.
Dazu kommen die ganzen Lohnnebenkosten, Materialkosten usw. usw.
Der Punkt ist... ich war kurz davor aufzugeben. Die Geschichte hat mich insgesamt wahnsinnig viel gekostet. Ich betreibe eine GbR... hafte also voll mit meinem Privatvermögen. Ich hatte am Ende die Wahl... richtig großes Risiko eingehen und mit Kredit weitermachen oder aufgeben und 20 Jahre lang Schulden bezahlen. Ich machte Ersteres... hat sich bisher zum Glück positiv entwickelt.... aber es hat mich eben gelehrt, das Frauen im gebärfreudigen Alter ein finanzielles Risiko sein können. Ich finds nicht gut, ich habe nichts gegen Frauen und ich liebe Kinder. Mir ist klar, das mir bei Männern durch Verletzung oder Krankheit ähnliches passieren kann. Das Risiko ist aber nun mal kleiner und im Arbeitsrecht auch anders abgesichert.
Ich hätte gern ein paar Kinder hier rumspringen, ich stör mich nicht dran. Nebenan ist sogar ein Kindergarten, mit dem ich zusammenarbeiten kann. Aber ich kann werdende Mütter schlecht zwingen, dies zu nutzen. Möchte ich auch nicht.
Aber wegen oben geschriebenem, bin ICH mir eines gewissen Risikos bewusst. Mit den Konsequenzen. Und die gefallen mir nicht. Was soll ich da machen, außer auf die Politik hoffen?
Den "neuen Menschen" laste ich eh nichts an. Aber sie können in meiner Firma nichts bringen, wenn ich pleite gehe. Das wäre übrigens auch den anderen Mitarbeitern nicht fair gegenüber. Die haben teilweise auch Familie. Schon deshalb muss ich Risiken abwägen.Tja...neue Menschen kosten Geld. Bringen aber auch eine Menge.
Mehr gibt es dazu von meiner Position nicht zu sagen.
Wie gesagt, ich finde Kinder klasse. Aber das blendet keine Rationalität aus. Was ich manchmal selbst bedaure.Es ist kein Risiko es ist ein Privileg...
Wenn ein Betrieb allerdings Kinder generell nicht mag, dann machen Kinder hoffentlich einfach einen Bogen um diesen Betrieb...es sind nunmal die nächsten Kunden.
Du hast mich falsch Verstanden. Ein Mitarbeiter, grade ein Neuer, ist IMMER eine Investition... mit der Hoffnung für beide Seiten, das diese sich lohnt.Kinder und Geld und versicherungsrisiko vergleichen...Satyr du bist auf dem Holzweg. Ein Kind ist keine Aktienanlage, damit hast du recht.
Ich mag sie auch nicht. Aber ich hatte keine Wahl. Mit der Zeit damals, möchte ICH nichts mehr zu tun haben.nein es ist nicht verständlich. Die Logik dahinter ist verständlich. Mit so einer Logik mag ich aber nichts zu tun haben.
Seh ich genauso. Ist es mir möglich? Nein. Wird es die Frauenquote mir möglich machen? Nein.ich habe keine Lösung für die Wirtschaft. Weil sie mir zu einem Stück weit in all ihrer Komplexität zu entfernt ist. Deshalb ist mein Ansatz auch kleiner (selbständigenhirn): ich will wissen wie ich persönlich glücklich werden kann, das werden sich nicht so wenig andere auch denken: dafür braucht es einen Job, und tolle Menschen um einen herum und die Möglichkeit eine Famile zu gründen.
Alleine die Schulden und Risiken die Frau Merkel grade eingeht, werden uns und unsere Kindeskinder sehr lange an die Industrie und das arbeiten binden. Sieh alleine wer die sichersten Renten hat: Die Politiker. Diese dann noch "Diäten" zu nennen, ist an Zynismus nicht zu überbieten.
Das kommt aber auf die Branche an. Es gibt z.B. deutlich mehr Frisöre als Stellen. Die meisten davon sind wirklich gut. Haben sie aber nix von, solange es keine offene Stelle gibt. Und wenn es sie gibt, dann wird diese verdammt vielen angeboten. Wer hat in diesem Beispiel mehr zu bieten?Man hat als Arbeitnehmer was zu bieten, was der Betrieb braucht nicht anders herum.
Sehe ich 100% genauso. Nur muss man auch solch eine Atmosphäre erst wachsen. Und das dauert, wenn es nicht um einen Familienbetrieb geht.Meine bescheidene Meinung. Die kleinen flexiblen Betriebe sind die Lösung, mit denen man sich auch selbst identifiziert und die sich auch mit ihren Mitarbeitern identifizieren, denn aus denen bestehen sie und die Produkte und Dienstleistungen, werden immer nur so gut sein, wie deren Mitarbeiter.
Und dann kommen Neue. War schon immer so. Geht garnicht anders. Ich wüsste zumindest nicht wie.Die großen Relikte aus dem Industriezeitalter werden schnaufend und tosend abdanken...(meine kleine Blumenwiesenutopie)
Mag dann kein großes Indusrieunternehmen mehr sein sondern Facebook und Nachfolger. Aber große Platzhirsche wirds wohl irgendwie immer geben.
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
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21.09.2012, 21:32
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Nochmal zu der Studie über die Abstürze der norwegischen Firmen:
Insofern geht die vorgeschlagene Staffelung ja schon so ein Richtung Schadensbegrenzung:Wissenschaftler warnen davor, die Ergebnisse der Studie falsch zu interpretieren. Die Arbeit zeige keineswegs, dass Frauen generell schlechtere Führungskräfte seien - sie mache nur deutlich, wie wichtig Faktoren wie Alter und Erfahrung für erfolgreiche Führungskräfte sind. „Die Ergebnisse sprechen dafür, dass man sich bei der Einführung von Frauenquoten mehr Zeit nehmen muss“, sagt Christine Zulehner, Professorin an der Universität Linz. „In Norwegen ist es einfach zu schnell gegangen.“
Und da kann ich dann sowieso schon langsam über Altersteilzeit nachdenken, theoretisch zumindest ...Der Antrag sieht vor, dass eine feste Quote für Frauen in Aufsichtsräten in zwei Stufen eingeführt wird: Ab 2018 muss ihr Anteil demnach mindestens 20 Prozent betragen, ab 2023 dann mindestens 40 Prozent."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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23.09.2012, 18:08
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Ich verstehe nicht ganz warum das frauenspezifisch sein sollte. Männer werden auch Väter, deren Aufgabe ist es nicht sie auszutragen, allerdings kümmert sich der moderne Mann ja "selbstverständlich" um das Kind und fällt ebenfalls aus. (Das ist leider bislang eine Hypothese, es ist auch als kein Angriff zu verstehen...).
Ich würde sagen, du bist an jemanden geraten, der in seiner Partnerschaft eine klassische Rollenverteilung lebt.
DAS war dein Problem.
Dass das Problem ein großes ist, verstehe ich, kann ich sehr gut nachvollziehen, ich denke bloss die Ursache liegt wo anders: hätte deine Mitarbeiterin einen aufgeschlossenen Partner gehabt, hätte sie wieder schnell bei dir einsteigen können. So muss sie ja die Konsequenzen selbst tragen. Wenn sie vorher eine qualifizierte Programmiererin war, dann wird sie nach 2 Jahren Urgesteinwissen haben und gewaltige Probleme bekommen den Wiedereinstieg zu schaffen.
Jetzt werden viele Frauen hier über mich herfallen: ich finde 3 Jahre Auszeit und zementiert werden im Haus schrecklich und unnötig. Das kann eigentlich nur heißen, dass der Partner sich geweigert hat seine Aufgaben zu übernehmen. Daher war mein Vorschlag auch: Frauenquote gern ersetzen mit der Männerquote bei der Kindererziehung.Die junge Mutter versicherte mir ständig, so bald wie möglich wieder arbeiten zu wollen. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie mir natürlich nicht, was ich verstehe. Für mich hieß das aber, den befristeten Vertrag vom Ersatz immer wieder zu verlängern. Was dieser natürlich nie ohne Gehaltserhöhung tat. Nach ca. 3 Jahren sagte mir die junge Mutter dann, das sie nicht wieder arbeiten möchte. Sie liebt ihre derzeitige Rolle zu sehr.
Den "neuen Menschen" laste ich eh nichts an. Aber sie können in meiner Firma nichts bringen, wenn ich pleite gehe. Das wäre übrigens auch den anderen Mitarbeitern nicht fair gegenüber. Die haben teilweise auch Familie. Schon deshalb muss ich Risiken abwägen.
So meinte ich das nicht.
Eigentlich ist jeder, sowohl Mitarbeiter als auch Arbeitgeber in der Position, dass er auf die selben Probleme treffen wird, wie deine Mitarbeiterin. Männer sehen es nur nicht in ihrer Aufgabe Babys großzuziehen.
Das ist das Problem. Unter denen am meisten die Kinder zu leiden haben, die ihren Vater als Wochenendvater kennen.
So verstärkt sich ein Rollendenken: Männliche Kinder, die nur mit Mutter augewachsen sind, denken das wäre normal.
Die meisten Arbeitgeber werden in ihrem Leben in der gleichen Situation sein. Außer natürlich man hält am alten Rollenbild fest, in dem die Kindererziehung reine Aufgabe der Frau ist.Wie gesagt, ich finde Kinder klasse. Aber das blendet keine Rationalität aus. Was ich manchmal selbst bedaure.
Ich mag sie auch nicht. Aber ich hatte keine Wahl. Mit der Zeit damals, möchte ICH nichts mehr zu tun haben.
Dann wirst du irgendwann in der selben Position sein, wie deine Mitarbeiterin. Du wirst wählen müssen: Zeit mit dem Nachwuchs oder ehrgeizige Karriereziele. Solange dieser Wahlzwang noch besteht, kann sich nicht viel ändern.
Eine Lösung dazwischen wäre toll.
Die Frauenquote wird nicht funktionieren ohne die Männerquote in der Kindererziehung und der Einsicht, dass wir alle in einem Boot sitzen.
Geändert von _Farmelli (23.09.2012 um 18:16 Uhr)
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23.09.2012, 20:40
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Es ist Frauenspezifisch, weil die Erfahrung (auch von anderen Firmen) zeigt, dass das Risiko bei Frauen größer ist. Wäre das Ausfallrisiko bei beiden gleich groß, tippe ich auf massives Aussterben von Arbeitsplätzen in der Mittelschicht. Es sei denn, der Staat strukturiert das endlich vernünftig.
Das mag Teil des Problems sein. Ihr Mann hätte aber keine Probleme gehabt in seinem Job kürzer zu treten, um ihr den Wiedereinstieg zu ermöglichen. Ich hätte Ihr auch Schulungen gezahlt, damit sie den Anschluss findet. Wollte sie alles nicht, weil die Mutterrolle so erfüllend ist. Sei ihr gegönnt, nix dagegen. Aber es zieht Konsequenzen nach sich. Für mich unmittelbar, für sie in spätestens 10-20 Jahren. Aber dann waren wieder die bösen Arbeitgeber schuld (sorry... aber es ärgert mich echt).Ich würde sagen, du bist an jemanden geraten, der in seiner Partnerschaft eine klassische Rollenverteilung lebt.
DAS war dein Problem.
Dass das Problem ein großes ist, verstehe ich, kann ich sehr gut nachvollziehen, ich denke bloss die Ursache liegt wo anders: hätte deine Mitarbeiterin einen aufgeschlossenen Partner gehabt, hätte sie wieder schnell bei dir einsteigen können. So muss sie ja die Konsequenzen selbst tragen. Wenn sie vorher eine qualifizierte Programmiererin war, dann wird sie nach 2 Jahren Urgesteinwissen haben und gewaltige Probleme bekommen den Wiedereinstieg zu schaffen.
Oder es heißt, das die Mutter das (in dem Moment) gerne so möchte. Ich kenne nicht wenige Mütter, die eher genervt sind, weil der Kindesvater auch Dinge übernehmen möchte und ihr dann quasi "reinpfuscht". Kann ich nachvollziehen. Ich möchte auch nicht das mir wer in meinen Betrieb reinpfuscht.Jetzt werden viele Frauen hier über mich herfallen: ich finde 3 Jahre Auszeit und zementiert werden im Haus schrecklich und unnötig. Das kann eigentlich nur heißen, dass der Partner sich geweigert hat seine Aufgaben zu übernehmen. Daher war mein Vorschlag auch: Frauenquote gern ersetzen mit der Männerquote bei der Kindererziehung.
Joa, sehe ich auch so. Wobei an sowas beide Geschlechter nicht ganz unschuldig sein dürften.So meinte ich das nicht.
Eigentlich ist jeder, sowohl Mitarbeiter als auch Arbeitgeber in der Position, dass er auf die selben Probleme treffen wird, wie deine Mitarbeiterin. Männer sehen es nur nicht in ihrer Aufgabe Babys großzuziehen.
Das ist das Problem. Unter denen am meisten die Kinder zu leiden haben, die ihren Vater als Wochenendvater kennen.
So verstärkt sich ein Rollendenken: Männliche Kinder, die nur mit Mutter augewachsen sind, denken das wäre normal.
Krass finde ich es wie ich es bei meinem Neffen erlebe. Er kommt nächstes Jahr in die 4. Klasse. Bisher besteht seine Welt größtenteils aus Frauen. Nu Kindergärtnerinnen, nur Lehrerrinnen, eine alleinerziehende Mutter... der Vater leider gestorben (Hirnblutung).
Ich würde gerne mal einen Tag durch seine Augen gucken um festzustellen, wie er die Welt um sich herum wahr nimmt. Ich fürchte nicht gut...
Die meisten Arbeitgeber werden in Zukunft auf Kinder verzichten, leider. Man sieht die Vorboten ja schon bei Frauen die beruflich erfolgreich sind. Für ein Kind keine Zeit und nach unten heiraten wollen sie (verständlicherweise) selten. Wenn nun per Quote noch mehr Frauen in Führungspositionen gehievt werden, schrumpft der Partnermarkt für beide Geschlechter und die Geburtenrate in D wird noch kleiner als sie eh schon ist. So ist zumindest meine Einschätzung.Die meisten Arbeitgeber werden in ihrem Leben in der gleichen Situation sein. Außer natürlich man hält am alten Rollenbild fest, in dem die Kindererziehung reine Aufgabe der Frau ist.
Eben. Überall wird von Doppelbelastung der Frau geredet. Zu Recht, die existiert ja. Aber wie Du richtig schreibst, für alle. DA sollte die Politik ansetzen. Dann werden für Arbeitgeber viell. auch Risiken kleiner.Dann wirst du irgendwann in der selben Position sein, wie deine Mitarbeiterin. Du wirst wählen müssen: Zeit mit dem Nachwuchs oder ehrgeizige Karriereziele. Solange dieser Wahlzwang noch besteht, kann sich nicht viel ändern.
Reaktivierung der Familie eben. Die Evolution wird den Mensch nicht einfach so zweigeschlechtlich geschaffen haben. Es gibt ja Tiere die keinen Partner brauchen um sich zu vermehren. Wir Menschen gehören nicht dazu. Aber das scheint ein Großteil der Menschheit vergessen zu haben. Der Luxus der langen Zeit ohne Krieg hat viele Menschen arrogant gemacht. Nicht das ich Kriege toll finde.. aber nur in solches Krisen merken manche Menschen was wesentlich ist. Zum Beispiel eine funktionierende Familie.Die Frauenquote wird nicht funktionieren ohne die Männerquote in der Kindererziehung und der Einsicht, dass wir alle in einem Boot sitzen.
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir
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24.09.2012, 00:56
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Geht´s eigentlich noch unverschämter? Sind wir hier Müllabladeplatz, oder was ist los?
Ohne mich Satyr.
Die Männer sind nicht so arm und blöd wie du sie hier darstellst und schon lange keine Opfer von den bösen Frauen, die deinen Neffen mit Sicherheit ganz böse und übel mitspielen und die Wirtschaft auf dem Gewissen haben.
So eine obergequirlte Feindbildsuche und Müllablade Methode.
Geändert von _Farmelli (24.09.2012 um 01:00 Uhr)
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24.09.2012, 15:19
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Ähm... ich glaube Du hast mich falsch interpretiert. Ich sehe da eher einen Jungen der kein Opfer ist, sondern dem eine einseitige Sozialisation entgegen steht. Ich wollte damit nur sagen, das Kinder Frauen und Männer brauchen und ich mir nicht vorstellen kann, das es keine Folgen für das Kind hat, wenn grade in diesen Jahren das Einseitg abläuft. Wobei ich nicht konkret werten kann. Es macht mir nur Sorge.
Sie verwechseln Ehrlichkeit und Toleranz, mit Oberflächlichkeit und Arroganz...
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26.09.2012, 11:00Inaktiver User
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen

Furchtbar, so ein Statement.
Aber ich sehe auch das, was Satyr sieht - dass manche Frauen sich nicht "hineinpfuschen" lassen wollen. Sie müssens halt lernen, meine ich. Wenn man die Männer nämlich mal lässt, dann können sie es richtig gut.
Zu Deinem Neffen, Satyr: Ich finde auch, dass Kinder Männer und Frauen brauchen. Dumm nur, dass Erzieherinnen und Lehrerinnen der Primarstufe hoffnungslos unter- bis spärlichst bezahlt werden. Das liegt nicht an den Frauen (die bekämen auch gern mehr Geld
), sondern am System.
Ich bin auch für 50% Frauenquote, unbedingt. Anders wirds nicht gehen. Auch wenn Alaska dann die Welt untergehen sieht, aber das tut sie ja eh bald.
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26.09.2012, 12:19
AW: Frauenquote in Führungspositionen; neue Vorschläge von Schröder und von der Leyen
Stimmt's etwa nicht?

Ich kenne mich eigentlich selbst gar nicht so aus, aber ich zitiere gern erfahrene Spezialisten:
Um es klar zu sagen: Der Gesetzgeber ist völlig ungeeignet, Frauenquoten für die Besetzung von Managementpositionen vorzuschreiben, so wie es die EU-Kommissarin Reding will. Als Aufsichtsrat des führenden Anlagebauers SMS könnte ich keine Frau finden, die die notwendigen Montageerfahrungen im Ausland mitbringt, um dort im Vorstand tätig zu sein. Würde uns ein Gesetz zu Frauenquoten in Vorständen zwingen, müssten die Unternehmen massenweise Vorstände mit Scheinverantwortung ins Schaufenster stellen.
Völlig anders ist eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte zu bewerten, wie sie von der Opposition und der Mehrheit des Bundesrates jetzt gefordert wird. Hier halten die Argumente gegen eine gesetzliche Frauenquote einer nüchternen Überprüfung nicht stand.
Da wird behauptet, es gäbe zu wenige Frauen, die die nötige Erfahrung in den jeweiligen Branchen mitbringen. Zehn Jahre saß ich im Aufsichtsrat der Bayer AG, zusammen mit Vertretern von Siemens, Deutsche Bank, Allianz, Thyssen-Krupp und Lufthansa. Weder hatten wir viel Ahnung von Pharmazie noch von Chemie. Darauf kam es auch gar nicht an. Wenn die meist männlichen Aufsichtsräte deutscher DAX-Konzerne nicht aus der Branche der Firmen kommen, die sie beaufsichtigen, warum soll das bei Frauen anders sein?Geändert von Alaska (26.09.2012 um 12:25 Uhr)
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')



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